Die Geschwister Ali (Gaby Hoffmann), Josh (Jay Duplass) und Sarah (Amy Landecker) in der LGBT+-Serie "Transparent".
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Bild aus Son of Sam: Selbstporträt eines Mörders
Auf dem Bild zu Germany's next Topmodel 2026 ist Heidi Klum zu sehen, die vor einem violetten Hintergrund steht. Sie trägt ein beigefarbenes Outfit mit geknoteter Bluse und posiert mit einem selbstbewussten Lächeln. Ihr langes blondes Haar fällt locker über die Schultern, während sie die Hände in die Hüften stützt.

Queere Serien: Bunte Unterhaltung mit LGBT+-Held:innen

Sicht­barkeit ist ein wichtiger Schritt für gesellschaftliche Akzep­tanz und Gle­ich­berech­ti­gung. Für diese Ziele kämpft die LGBT+-Community seit Jahrzehn­ten. Unter­stützung bekom­men sie von Medi­en­schaf­fend­en, die LGBT+-Themen in Unter­hal­tungs­for­mat­en auf­greifen und bunte Charak­tere auf die Bild­schirme brin­gen. Wir möcht­en den Pride Month nutzen, um Dir fünf queere Serien zu empfehlen.

Durch Stream­ing-Dien­ste, aber auch öffentlich-rechtliche Sender flim­mern immer öfter queere Serien-Held:innen über unsere Bild­schirme. Die gen­der-flu­iden For­mate sind ein unter­halt­sames Abbild der gesellschaftlichen Vielfalt. Durch ihre inte­gra­tive Darstel­lung helfen sie, The­men und Per­sön­lichkeit­en der LGBT+-Community sicht­bar zu machen. Hier kommt unsere Top fünf der queeren Serien.

Pride: Einblicke in die amerikanische LGBT+-Bewegung

Ganz neu mis­cht sich „Pride“ unter die queeren Stream­ing-Ange­bote. Im Mit­telpunkt der Doku­men­tarserie ste­ht der Kampf um Bürg­er­rechte der LGBT+-Community in den USA. In sechs Fol­gen begleit­et die Serie queere Protagonist:innen und span­nt dabei einen Bogen zu den wichtig­sten poli­tis­chen sowie pop­kul­turellen Ereignis­sen der ver­gan­genen sechs Jahrzehnte: Von der Ver­fol­gung Homo­sex­ueller während des Laven­der Scare in den 1950er-Jahren bis zu den Cul­ture Wars in den 1990ern. Erst Mitte Mai feierte Pride TV-Pre­miere in den USA und ist jet­zt in Deutsch­land auf Dis­ney+ zu sehen.

Transparent: Outing kennt kein Alter

Mort (Jef­frey Tam­bor) kön­nte ein­fach seinen Ruh­e­s­tand genießen. Doch das Leben der Fam­i­lie Pfef­fer­man aus Los Ange­les ändert sich schla­gar­tig, als der dreifache Fam­i­lien­vater beschließt, als Frau mit dem Namen Mau­ra weit­erzuleben. In diesen Wan­del ist natür­lich ihre ganze Fam­i­lie ein­be­zo­gen: Ex-Ehe­frau Shelly (Judith Light) und die erwach­se­nen Kinder Sarah (Amy Lan­deck­er), Josh (Jay Duplass) und Ali (Gaby Hoff­mann) haben näm­lich auch eigene Iden­titäts- und Selbstfindungskrisen.

Shelly (Judith Light), Josh (Jay Duplass), Ali (Gaby Hoffmann) und Sarah (Amy Landecker) in der LGBT+-Serie "Transparent".

Fam­i­lie Pfef­fer­man im Ama­zon Orig­i­nal „Trans­par­ent”. — Bild: © 2019 Amazon.com Inc., or its affiliates

Trans­par­ent“ gilt als eine der erfol­gre­ich­sten Serien aus dem Hause Ama­zon und brachte das The­ma Trans­gen­der Anfang 2014 erst­mals in die Fernse­hunter­hal­tung. Die Geschichte ein­er Trans­gen­der-Frau, die mit über 70 Jahren ihr Com­ing-out feiert, ist von Erfahrun­gen inspiri­ert, die die Serien-Erfind­erin Jill Soloway mit ihrem eige­nen Vater gemacht hat. Nach vier Staffeln feierte die Dram­e­dy-Soap einen qui­etschbun­ten Abschied in Form eines Musi­cals.

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All You Need: Vier schwule Berliner auf der Suche nach der Liebe

Eine langjährige Beziehung ste­ht plöt­zlich vor dem Aus, der Schulden­berg wächst, ein One-Night-Stand lässt nicht lock­er und die große Liebe bleibt uner­widert: Die fün­fteilige ARD-Pro­duk­tion „All You Need“ behan­delt uni­verselle The­men – allerd­ings aus der Sicht vier schwuler Män­ner in Berlin. Der etwas spießige Web­de­sign­er Levo (Arash Maran­di), der ewig studierende Nachtschwärmer Vince (Ben­i­to Bause), der geheimnisvolle Rob­bie (Frédéric Brossier) und der erst spät geoutete Fam­i­lien­vater Tom (Mads Hjul­mand) kön­nten kaum unter­schiedlich­er sein. Was sie verbindet, ist die Suche nach Liebe und Wertschätzung. All You Need ist die erste deutsche TV-Serie mit auss­chließlich queeren Pro­tag­o­nis­ten und jet­zt in der ARD-Mediathek abrufbar.

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Die ARD-Mediathek kannst Du natür­lich auch via Voda­fone GigaTV abrufen. Mit GigaTV greif­st Du auf Free-TV, Pay-TV und sog­ar Stream­ing­di­en­ste wie Net­flix zu und kannst Sendun­gen auf Wun­sch aufnehmen. Falls Du von diesem Ange­bot noch nicht gehört hast, schau am besten hier bei unser­er Über­sicht vorbei–dort find­est Du alle Infos.

The Bold Type: Outing in Zeiten von Social Media 

Wie würde „Sex and the City“ zeit­gemäßer und divers­er ausse­hen? Die US-Serie „The Bold Type – Der Weg nach oben“ gibt darauf eine mögliche Antwort. Als Redak­teurin­nen der fik­tiv­en Frauen­zeitschrift Scar­let beschäfti­gen sich die drei Fre­undin­nen Kat (Aisha Dee), Sut­ton (Meghann Fahy) und Jane (Katie Stevens) bere­its berufs­be­d­ingt mit Fem­i­nis­mus, Sex­u­al­ität und Gle­ich­berech­ti­gung. Doch auch pri­vat ist bei den Frauen einiges los. Vor allem Onlineredak­teurin Kat hadert mit ihrer sex­uellen Ori­en­tierung und muss Hass, Mob­bing und Homo­pho­bie im Netz erleben.

Die vier ersten Staffeln sind hierzu­lande auf Ama­zon Prime zu sehen: Auf der Cable Box 2 ist Ama­zon Prime Video bei GigaTV auch als vorin­stal­lierte App zu find­en. Wann Du die fün­fte und let­zte Staffel auf deutschen Plat­tfor­men strea­men kannst, ist bis­lang nicht bekannt.

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Tales of the City: Revival für queere Stadtgeschichten 

Wenn Du bei den „Gilmore Girls“ lachen und weinen kon­ntest, kommst Du an „Stadt­geschicht­en“ nicht vor­bei. Die Roman­vor­lage „Tales of the City“ des amerikanis­chen Schrift­stellers Armis­tead Maupin gilt als LGBT+-Klassiker und wurde 1993 erst­mals ver­filmt. Im Revival der queeren Serie kehrt Mary Ann (Lau­ra Lin­ney) nach San Fran­cis­co in die Bar­bary Lane 28 zurück. Auch über 20 Jahre nach dem Ende der ersten Serie sind Fra­gen nach sex­ueller Ori­en­tierung, Gen­der und Trans­sex­u­al­ität bran­dak­tuell und in die Hand­lung einge­bun­den. Die zehn­teilige Neuau­flage läuft auf Netflix.

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Neben unseren fünf queeren Serien-Empfehlun­gen machen mit­tler­weile weit­ere TV- und Stream­ing-Pro­duk­tio­nen die Medi­en­land­schaft bunter. Nicht immer müssen LGBT+-Themen und -Per­sön­lichkeit­en im Fokus ste­hen. Auch in Neben­rollen tra­gen queere Charak­tere dazu bei, die Vielfalt unser­er Gesellschaft real­is­tis­ch­er abzu­bilden – und genau das braucht es, um als selb­stver­ständlich wahrgenom­men und anerkan­nt zu werden.

Welche queere Serie kannst Du uns empfehlen? Wir freuen uns auf Deinen Tipp in den Kommentaren! 

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