© Amazon MGM Studios
Auf dem Bild in dem Artikel zu Let's Dance 2026 ist Sonya Kraus vor einem roten Hintergrund zu sehen.

Der Tiger: Das Ende erklärt – was passiert mit den Soldaten?

Skelette im Panz­er, die Par­ty im Bunker und ein Kom­pass, der ver­rück­t­spielt: Wie ist das Ende von „Der Tiger” zu erk­lären? Mit seinem uner­warteten Twist zum Schluss stellt der deutsche Antikriegs­film, der hierzu­lande bei Ama­zon Prime Video läuft, alles auf den Kopf. 

Achtung, es fol­gen natür­lich Spoil­er zur Hand­lung und dem Ende von „Der Tiger”. Wenn Du den Film bei Ama­zon Prime Video noch nicht gese­hen hast, soll­test Du lieber nicht weiterlesen. 

Was passiert in Der Tiger bis zum überraschenden Ende?

Die Hand­lung von „Der Tiger” begin­nt acht Monate nach dem Ende der Schlacht von Stal­in­grad. Die Besatzung eines deutschen Tiger-Panz­ers kämpft 1943 in der Nähe der Ost­front gegen sow­jetis­che Truppen.

Anführer Philip Gerkens (David Schüt­ter) wartet während eines Ein­satzes bis zum let­zten Moment, bevor er den Befehl zum Rück­zug gibt. Die Deutschen haben an der Dnepr-Brücke bere­its eine Bombe platziert, die jeden Moment detonieren wird. Fahrer Hel­mut (Leonard Kunz) ver­sucht, die Brücke rechtzeit­ig zu über­queren. Es kommt zu ein­er Explo­sion, Flam­men sind zu sehen.

Danach wer­den die fünf Män­ner auf eine Under­cov­er-Mis­sion geschickt. Bei der Oper­a­tion „Labyrinth” sollen sie weit hin­ter der heftig umkämpften Front den Wehrma­cht­sof­fizier Paul von Hard­en­burg (Tilman Strauß) ret­ten und zurück­brin­gen. Er sollte sich ange­blich ver­steck­en und im Besitz von geheimen Doku­menten sein.

Als Gerkens seine vier Crewmit­glieder über den Auf­trag informiert, sind diese über­rascht: Sie gehen davon aus, dass von Hard­en­burg tot ist. Doch Gerkens ver­weist immer wieder darauf, dass sie Befehle befol­gen müssen.

Stream­ing-High­lights: Diese Neustarts darf­st Du nicht verpassen

Als sich der Panz­er auf den Weg macht, geschehen zunehmend selt­same Dinge. Ein Kom­pass funk­tion­iert nicht mehr, die Uhren sind ste­hen geblieben, im Inneren eines feindlichen Panz­ers liegen Skelette – obwohl dieser die Deutschen ger­ade noch ange­grif­f­en hat. Alle fünf Crewmit­glieder ste­hen unter Dro­gen und kön­nen nicht schlafen. Es ist oft unklar, ob etwas „echt” ist oder ob sie hal­luzinieren. Ein­er der Män­ner, Keilig (Sebas­t­ian Urzen­dowsky), stirbt unterwegs.

Hel­mut, Michel (Yoran Leich­er), Chris­t­ian (Lau­rence Rupp) und Gerkens erre­ichen schließlich ihr Ziel – und find­en eine bizarre Szene vor: In einem riesi­gen Bunker im Wald feiern deutsche Sol­dat­en, Sekretärin­nen und andere eine aus­ge­lassene Par­ty. Von Hard­en­burg empfängt Gerkens tief im Inneren des Bunkers, an ein­er reich gedeck­ten Tafel. Die bei­den Män­ner ken­nen sich von der Mil­itärakademie, der Offizier ist der Patenonkel von Gerkens Sohn.

Bitte akzeptieren Sie die Nutzung von Drittanbieter-Einbindungen mit einem Klick auf den folgenden Button:

Dann enthüllt der Offizier dem anderen Mann, dass er in Wahrheit tot ist – genau wie Gerkens. Aber was bedeutet diese Szene am Ende von „Der Tiger”?

Sind die fünf Männer aus dem Tiger-Panzer am Ende tot?

Die Zuschauer:innen gehen am Anfang des Films davon aus, dass die Män­ner die Explo­sion an der Brücke über­lebt haben – schließlich geht die Hand­lung ja weit­er. Doch das Ende von „Der Tiger” ver­rät: In Wahrheit sind sie gestor­ben. Es bleibt unklar, ob sie sich in ein­er Art fan­tastis­ch­er Zwis­chen­welt befind­en. Vielle­icht läuft aber auch in den let­zten Sekun­den vor dem Tod eine Art inner­er Film im Inneren von Gerkens ab. Das lässt Regis­seur Den­nis Gansel („Die Welle”) bewusst offen.

Immer wieder gibt es Hin­weise, dass etwas nicht stimmt. Schon als Gerkens seine Män­ner über den neuen Auf­trag informiert, deutet sich das Ende an. Er sagt zu ihnen: „Manche glauben, sie seien tot.”

„Good­bye June”: Das Ende des bewe­gen­den Fam­i­lien­dra­mas erklärt

Aber erst ganz am Ende, im mys­ter­iösen Bunker, kommt alles ans Tages­licht. Während Gerkens und von Hard­en­burg sich unter­hal­ten, verän­dert sich die Umge­bung. Das Festmahl auf dem Tisch ist tat­säch­lich ver­rot­tet, es stinkt nach Tod.

Es wird klar, dass der Tiger-Panz­er nur fünf Men­schen aufnehmen kann. Es wäre also gar kein Platz für eine weit­ere Per­son gewe­sen. Doch Gerkens ist so darauf gedrillt, Befehle auszuführen, dass er die Entschei­dun­gen der Obrigkeit nie infrage stellt. Von Hard­en­burg erk­lärt seinem Fre­und, dass er gekom­men ist, um ihn auf den recht­en Weg zu führen – dabei sollte ja eigentlich Gerkens ihn retten.

Eine Gruppe junger Wehrmachtssoldaten ist auf Patrouille in "Der Tiger".

„Der Tiger” kam im Sep­tem­ber 2025 zunächst in die Kinos. Am 2. Jan­u­ar 2026 ist der Film weltweit bei Ama­zon Prime Video ges­tartet. — Bild: Ama­zon MGM Studios

Die Enthüllung am Ende von Der Tiger: Was ist mit von Hardenburg geschehen?

Am Ende von „Der Tiger” erzählt von Hard­en­burg seinem Fre­und, wie er in Stal­in­grad ums Leben gekom­men ist: Er war unter den Trüm­mern der Trak­toren­fab­rik begraben. Ohne Wass­er und Nahrung über­stand er fünf Tage und starb dann. In dieser Zeit dachte er über sein Leben nach – und die Rolle, die er und Gerkens bei dem ver­häng­nisvollen Angriff auf eine Fab­rik gespielt hatten.

Deshalb will er den anderen Mann in der Zwis­chen­welt zwis­chen Leben und Tod wieder tre­f­fen. Er macht ihm klar, dass Gehor­sam und Pflichter­fül­lung bei unmen­schlichen Befehlen keine Tugen­den sind, son­dern furcht­bare Fol­gen haben.

„The Great Flood”: Das Ende erk­lärt – was steckt wirk­lich hin­ter der Flut?

Der Offizier fordert Gerkens auf, mit ihm in die Flam­men zu gehen, die in dem Raum am Ende von „Der Tiger” lodern. Diese kön­nten sym­bol­isch für das Feuer der Hölle stehen.

Bitte akzeptieren Sie die Nutzung von Drittanbieter-Einbindungen mit einem Klick auf den folgenden Button:

Was haben Gerkens und von Hardenburg in Stalingrad getan?

Warum sind Gerkens, von Hard­en­burg und die anderen in der Welt der Leben­den gefan­gen? Am Ende von „Der Tiger” gibt es dafür eine Erk­lärung: Die bei­den höher­rangi­gen Sol­dat­en haben in Stal­in­grad etwas Entset­zlich­es getan. Sie ließen eine Fab­rik zer­stören, in der sich tausende Frauen und Kinder befanden.

Der Offizier hat Skru­pel. Doch Gerkens drängt darauf, die Anweisung höher­er Stellen auszuführen. Es sei nicht ihre Auf­gabe, über Moral und Gefüh­le nachzudenken.

Serien 2026: Net­flix, Prime Video & Co. – diese High­lights erwarten Dich

Von Hard­en­burg gibt schließlich den Befehl, die Fab­rik in Brand zu set­zen. Obwohl auch Gerkens die Schreie der eingeschlosse­nen Men­schen berühren, behar­rt er weit­er darauf, dass die Entschei­dung nicht bei ihnen gele­gen habe. Der Offizier erin­nert ihn daran, dass sie am Ende trotz­dem die Ver­ant­wor­tung hatten.

Gerkens wehrt zunächst alles ab und erwäh­nt den „Labyrinth”-Auftrag. Doch dann begin­nt er sich zu erin­nern. Die Zuschauer:innen sehen in Rück­blenden all die mys­ter­iösen Dinge, die vorher passiert sind: Die Akte zur geheimen Oper­a­tion ist leer, und dann sind da noch die Uhren, der Kom­pass und die Skelette.

Warum hat Gerkens den Rückzug auf der Brücke verzögert?

Am Ende von „Der Tiger” wird auch aufgelöst, dass Gerkens am Mor­gen der Brück­en-Explo­sion ein Telegramm erhält. Er erfährt, dass seine Frau und sein Sohn bei einem Feuer gestor­ben sind, das durch einen Luftan­griff aus­gelöst wurde.

Weil er den Befehl zum Rück­zug nicht gle­ich aus­führt, ist er für den Tod sein­er Män­ner ver­ant­wortlich. Vielle­icht will der Panz­erkom­man­dant nach dem Ver­lust sein­er Fam­i­lie ein­fach nur ster­ben. Dass er damit die anderen eben­falls in den Tod reißt, ist ihm anscheinend egal.

Schon gewusst? Mit einem über­raschen­dem Twist am Ende wartet auch die Net­flix-Minis­erie „Suche mich nicht” auf:

„Suche mich nicht”: Das Ende erk­lärt – wer hat Aaron getötet?


Das könnte Dich auch interessieren