Die spannendsten Zeitreisefilme bei Netflix & Co

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Freud im Büro
Witcher Geralt und Yennefer
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Die spannendsten Zeitreisefilme bei Netflix & Co

Am 17. Mai kommt das von Spike Lee pro­duzierte Sci-Fi-Aben­teuer See You Yes­ter­day zu Net­flix. Zwei geniale Teenag­er reisen mit speziellen Ruck­säck­en durch die Zeit, um einen Mord aufzuk­lären. Aber auch viele andere Filme bea­men dich mit Hil­fe von Zeit­maschi­nen, Zeitschleifen oder Zeit­para­dox in ver­gan­gene, kün­ftige oder fan­tastis­che Wel­ten. Hier kom­men die span­nend­sten Zeitreise­filme für deinen näch­sten Filmabend.

Film-Zeitreise in die Vergangenheit

See You Yesterday: Zeitreise und Gesellschaftskritik bei Netflix

Grandiose Sto­ry über Teenag­er, ihre Hoff­nun­gen und die Ungerechtigkeit­en der amerikanis­chen Gesellschaft vor dem Hin­ter­grund der Zeitreise-The­matik.

Was würdest du machen, wenn du den Tod eines geliebten Fam­i­lien­mit­glieds ver­hin­dern kön­ntest? Vor dieser Frage ste­hen die bei­den Teenag­er Claudette „CJ“ Walk­er (Eden Dun­can-Smith) und Sebas­t­ian Thomas (Dante Crichlow) in See You Yes­ter­day.

Denn CJs Halb­brud­er Calvin wird von Polizis­ten irrtüm­lich erschossen. Zum Glück haben die clev­eren Jugendlichen aus Brook­lyn eine Zeit­mas­chine entwick­elt. Also reisen CJ und Sebas­t­ian in die Ver­gan­gen­heit, um Calvin zu ret­ten.

Eden Duncan-Smith und Dante Crichlow im Zeitreisefilm See You Yesterday | © Linda Kallerüs/Netflix

Auf geht’s: CJ (Eden Dun­can-Smith) und Sebas­t­ian (Dante Crichlow) sind bere­it | © Lin­da Kallerüs/Netflix

Darum solltest du See You Yesterday sehen:

Schon der Trail­er zu See You Yes­ter­day macht klar, dass Pro­duzent Spike Lee seine Fin­ger im Spiel hat­te. Die Black Lives Mat­ter-Botschaft wird spätestens nach dem Tod des unbe­waffneten Afroamerikan­ers Calvin durch einen weißen Polizis­ten deut­lich. Regis­seur Ste­fon Bris­tol fokussiert sich aber nicht nur auf die Frage nach sozialer Gerechtigkeit, son­dern wirft Com­e­dy- und Adven­ture-Ele­mente mit in den Ring.

Lass dir Finger weg, wenn …

… dir hyper­in­tel­li­gente Hip­ster-Jugendliche auf den Keks gehen. See You Yes­ter­day spart an an solchen Fig­uren ganz sich­er nicht.

Terminator 2 – Tag der Abrechnung: John und Sarah Connor am Judgement Day

Bril­lante Action und atem­ber­aubende Span­nung im Zeitreiseklas­sik­er.

Darum solltest du Terminator 2 – Tag der Abrechnung sehen:

Im Sequel zu Ter­mi­na­tor schickt die kün­stliche Intel­li­genz Skynet den Ter­mi­na­tor T-1000 (Robert Patrick) aus der Zukun­ft in die Gegen­wart, um den späteren Rebel­len­führer John Con­nor (Edward Fur­long) zu töten.

Doch der Wider­stand ist vor­bere­it­et und hat sein­er­seits einen T-800-Ter­mi­na­tor (Arnold Schwarzeneg­ger) umpro­gram­miert und durch die Zeit geschickt, um John und seine Mut­ter Sarah (Lin­da Hamil­ton) zu beschützen. Ein atem­ber­auben­des Katz-und-Maus-Spiel begin­nt.

Ter­mi­na­tor 2 – Tag der Abrech­nung zählt nicht umson­st zu den besten Action­fil­men aller Zeit­en. Die Spe­cial Effects kön­nen heute noch mit mod­ern­er Tech­nik mithal­ten. Die Ver­fol­gungs­jag­den sind an Span­nung kaum zu über­bi­eten. Das herzzer­reißende Ende wird auch den härtesten Action­fans die ein oder andere Träne ent­lock­en.

Arnold Schwarzenegger und Edward Furlong im Zeitreisefilm Terminator 2 | © StudioCanal

Cool­ster Schutzen­gel aller Zeit­en: Der Ter­mi­na­tor (Arnold Schwarzeneg­ger) und John Con­nor (Edward Fur­long) | © Stu­dio­Canal

Lass dir Finger weg, wenn …

… du ein Zurück in die Zukun­ft erwartest. Ter­mi­na­tor 2 – Tag der Abrech­nung basiert zwar auf der Zeitreisethe­matik, set­zt sich aber nicht mit der zugrun­deliegen­den Tech­nik auseinan­der. Den­noch dürften Fans des Filmes sich­er viel zu disku­tieren haben.

12 Monkeys: Brad Pitt und Bruce Willis im genialen Zeitreise-Film

Per­fek­te Insze­nierung ein­er postapoka­lyp­tis­chen Welt und des Ver­suchs, den Unter­gang zu ver­hin­dern.

Darum solltest du 12 Monkeys sehen:

Im Jahr 2035 lebt die Men­schheit im Unter­grund, dez­imiert durch eine tödliche Virus-Pan­demie. Straftäter wer­den in die Ver­gan­gen­heit geschickt, um Infor­ma­tio­nen über den Ursprung des Virus zu sam­meln. Ein­er davon ist James Cole (Bruce Willis), der bei sein­er Reise auf Jef­frey Goines (Brad Pitt) und Dr. Kathryn Rail­ly (Madeleine Stowe) trifft – und damit den Schlüs­sel zur Ret­tung der Men­schheit in der Hand hält.

Bruce Willis und Brad Pitt im Zeitreisefilm 12 Monkeys | © Concorde Home Entertainment GmbH

Fre­unde oder Feinde? Cole (Bruce Willis) und Jef­frey (Brad Pitt) in 12 Mon­keys | © Con­corde Home Enter­tain­ment GmbH

Von Beginn an zieht Regis­seur Ter­ry Gilliam (The Zero The­o­rem) euch in seinen postapoka­lyp­tis­chen Fieber­traum. Schnell wird klar, dass Zeitreisen tat­säch­lich die let­zte Chance der Men­schheit auf Ret­tung sind. Doch die Sprünge in die Ver­gan­gen­heit müssen gut geplant sein und gehen häu­fig schief. Dies trägt unge­mein zur Span­nung in 12 Mon­keys bei. Gilliam spart außer­dem kaum an Twists und schock­ieren­den Enthül­lun­gen, die den Film unglaublich sehenswert und kaum vorherse­hbar machen.

Lass dir Finger weg, wenn …

… du weniger auf bizarre Bilder und skur­rile Szenen stehst. Mach‘ lieber einen Bogen um 12 Mon­keys. Du ver­passt aber was, ehrlich!

Looper: Hochintelligenter Zeitreise-Thriller

Neo-Noir-Thriller, der sich mit exis­ten­ziellen Fra­gen der Men­schheit vor dem Hin­ter­grund ein­er span­nen­den Sto­ry auseinan­der­set­zt.

Darum solltest du Looper sehen:

Im Jahr 2074 ist das Töten von Per­so­n­en wegen der fort­geschrit­te­nen Track­ing-Tech­nolo­gie alles andere als ein­fach für die großen Gang­ster­bosse. Also bedi­ent sich ein krim­inelles Syn­dikat namens „Loop­er“ im Geheimen ein­er Zeitreisetech­nolo­gie, um Zielper­so­n­en ins Jahr 2044 zu schick­en, wo sie von den Loopern erschossen wer­den.

Um einen Loop zu schließen, muss der jün­gere Loop­er let­z­tendlich sein älteres Ich töten. So jeden­falls der Plan. Bei Joseph Sim­mons läuft es allerd­ings anders, als sein jün­geres Ich (Joseph Gor­don-Levitt) das ältere Ich (Bruce Willis) nicht töten kann.

Gen­er­a­tio­nen­tr­e­f­fen in Loop­er mit Bruce Willis und Joseph Gor­don-Levitt | © Con­corde Home Enter­tain­ment

Regis­seur Rian John­son (Star Wars VII: Die let­zten Jedi) gelang mit Loop­er ein echt­es High­light aus dem Sci-Fi-Genre. Die dichte Atmo­sphäre überzeugt sofort, die Hand­lung hält gekon­nt die Bal­ance zwis­chen Span­nung und charak­ter­lich­er Entwick­lung. Faszinierend sind die masken­bild­ner­ischen und dig­i­tal­en Effek­te, mit denen Willis und Gor­don-Levitt äußer­lich einan­der angepasst wur­den. Auf jeden Fall lohnt sich das mehrma­lige Anschauen, denn kleine Details wer­den erst beim zweit­en oder drit­ten Sicht­en klar.

Lass die Finger weg, wenn …

… du empfind­lich auf famil­iäre Tragö­di­en reagierst. Loop­er ist nicht dein Film.

Film-Zeitreise in die Zukunft

Planet der Affen: Der Startschuss für ein erfolgreiches Franchise

Sci-Fi-Klas­sik­er mit schock­ieren­der Wen­dung, der auch heute noch als mod­erne Gesellschaftspara­bel inter­pretiert wer­den kann.

Darum solltest du Planet der Affen sehen:

Die Crew eines Raum­schiffs, das 1972 von der Erde startete, legt im Jahr 3978 eine Bruch­landung auf einem unbekan­nten Plan­eten hin. Auf der Suche nach Unter­schlupf tre­f­fen Astro­naut James Tay­lor (Charleton Hes­ton) und Co. auf hochin­tel­li­gente Affen, die in dieser Welt die Rolle der Herrsch­er über­nom­men und die weni­gen existieren­den Men­schen als Sklaven unter­wor­fen haben.

Der Cast von Planet der Affen | © Swashbuckler Film

Affen an Der Macht | © Swash­buck­ler Film

Plan­et der Affen war 1968 ein voller Erfolg und überzeugte das Pub­likum nicht nur mit den für dama­lige Ver­hält­nisse spek­takulären Masken und Kostü­men. Die implizierte Gesellschaft­skri­tik und die fes­sel­nde Geschichte fan­den eben­falls Anklang bei den Kri­tik­ern. Über den Twist am Fil­mende wollen wir nichts ver­rat­en.

Lass die Finger weg, wenn …

… du gut auf Affengeschrei, nack­te Män­ner­haut und schaus­pielerischen Overkill verzicht­en kannst. Die Remake-Rei­he aus jün­geren Jahren ist für dich wohl eher geeignet.

Die Zeitmaschine: Morlocks im Klassiker von 1960

Rev­o­lu­tionär­er Sci-Fi-Klas­sik­er mit fan­tastis­ch­er Geschichte und tollen Spezial­ef­fek­ten, der ein ganzes Genre prägte.

Darum solltest du Die Zeitmaschine sehen:

Wis­senschaftler George (Rod Tay­lor) hat im Jahr 1899 eine Zeit­mas­chine erfun­den. Da er bei seinen Fre­un­den auf Skep­sis stößt, macht er sich allein auf die Reise in die Zukun­ft und erlebt die Weltkriege und sog­ar einen Atom­krieg.

Angewidert von der Gewalt beschle­u­nigt Tay­lor weit­er und lan­det im Jahr 802701. Was zunächst wie eine paradiesis­che Idylle erscheint, ent­pup­pt sich im Ver­lauf der Hand­lung allerd­ings als ein trügerisches Bild.

Rod Taylor im Zeitreisefilm die Zeitmaschine | ©MGM

George (Rod Tylor) und seine berühmte Zeit­mas­chine | ©MGM

Die Zeit­mas­chine rev­o­lu­tion­ierte 1960 das Sci-Fi-Genre mit weg­weisenden Spezial­ef­fek­ten. Die Hand­lung basiert auf dem gle­ich­nami­gen Roman des Sci-Fi-Autors H.G. Wells und gewann 1961 den Oscar für die besten Spezial­ef­fek­te. Heute zählt der Film von Regis­seur George Pal (Kampf der Wel­ten) zu den absoluten Klas­sik­ern des Gen­res und wird auch in mod­er­nen Pro­duk­tio­nen the­ma­tisiert – zulet­zt in der Erfol­gssit­com The Big Bang The­o­ry.

Lass die Finger weg, wenn …

… du ein Fan mod­ern­er Filme bist. Die Zeit­mas­chine ent­führt eben auch filmisch noch mal in eine andere Zeit und die mag nicht jed­er­manns Sache sein.

Nerdi­ge Genies sind voll dein Ding? In unseren besten Serien-Alter­na­tiv­en zu The Big Bang The­o­ry wirst du fündig!

Flucht in die Zukunft: Jagd auf Jack the Ripper

Absoluter Geheimtipp mit hochspan­nen­der Hand­lung, in der Autor H.G. Wells den Serien­mörder Jack the Rip­per jagt.

Darum solltest du Flucht in die Zukunft sehen:

Als der pop­uläre Schrift­steller H.G. Wells (Mal­colm McDow­ell) seinen Din­nergästen eine Zeit­mas­chine präsen­tiert, stür­men Lon­don­er Polizis­ten plöt­zlich das Anwe­sen auf der Suche nach dem berühmten Serien­mörder Jack the Rip­per.

Da Din­ner­gast John Leslie Steven­son (David Warn­er) und die Zeit­mas­chine ver­schwun­den sind, ver­mutet Wells, dass Steven­son in Wirk­lichkeit Jack the Rip­per ist. Also macht sich der Autor auf die Jagd nach dem Mörder, die ihn in die Zukun­ft führt.

Szene aus dem Zeitreisefilm Flucht in die Zukunft | © Warner Bros

H.G. Wells (Mal­colm McDow­ell) jagt Jack the Rip­per mit sein­er Zeit­mas­chine | © Warn­er Bros

Regis­seur Nicholas Mey­er (Star Trek II: Der Zorn des Khan) präsen­tierte mit Flucht in die Zukun­ft ein tolles Debüt, das beson­ders für seinen außergewöhn­lichen Charme gelobt wurde. Schaus­pielerin Mary Steen­bur­gen (Philadel­phia) wurde für ihre Rolle der Amy Rob­bins als Geliebte von H.G. Wells aus­geze­ich­net. Eine ähn­liche Rolle verkör­perte sie später in Zurück in die Zukun­ft III.

Lass die Finger weg, wenn …

… du Schaus­piel­er McDow­ell als unheim­lichen Bösewicht kennst. Bei Zurück in die Zukunft kön­nte das für Irri­ta­tio­nen sor­gen. Denn hier spielt der Star seine einzige liebenswerte Rolle.

Idiocracy: Geheimtipp mit Kultfaktor

Zum Brüllen komis­che Sci-Fi-Komödie, die dazu noch über­raschend gesellschaft­skri­tis­che Töne anschlägt.

Darum solltest du Idiocracy sehen:

Verblödet unsere Gesellschaft? Dieser Frage geht Regis­seur Mike Judge (Aus­ge­quetscht) in Idioc­ra­cy nach. Joe Bauer (Luke Wil­son) ist ein Durch­schnittsamerikan­er. Als ein Käl­teschlaf-Exper­i­ment schief läuft, ver­schlägt es Bauer ins Jahr 2505. Schnell stellt der Pro­tag­o­nist fest: Die Gesellschaft ist in den let­zten Jahrhun­derten radikal verblödet und nicht mal mehr fähig, die ein­fach­sten Dinge zu tun.

Luke Wilson, Dax Shepard und Maya Rudolph im Zeitreisefilm Idiocracy | © Twentieth Century Fox

Ob das gut­ge­ht? | © Twen­ti­eth Cen­tu­ry Fox

Idioc­ra­cy lief lange unter dem Radar. Denn die Komödie wurde vor ihrem Release 2006 schlecht ver­mark­tet. Äußerun­gen von Darsteller Ter­ry Crews (The Expend­ables) deuten darauf hin, dass 20th Cen­tu­ry Fox die großen US-Marken nicht belei­di­gen wollte.

Deshalb verzichtete das Film­stu­dio auf pom­pöse Mar­ket­ing-Kam­pag­nen, war aber ver­traglich zu einem Kinore­lease verpflichtet. Das Drehbuch hat seine Schwächen, die kon­se­quent weit­erge­führte Ver­dum­mung und die dahin­ter­steck­ende Gesellschaft­skri­tik machen Idioc­ra­cy den­noch zu einem Geheimtipp mit viel Poten­zial.

Lass die Finger weg, wenn …

… du kein Fre­und albern­er Gags bist. Idioc­ra­cy kön­nte dich in den Wahnsinn treiben.

Paralleluniversen, Zeitschleifen und Zeitparadoxon

Zurück in die Zukunft: Der beste Zeitreisefilm aller Zeiten?

Welt­bekan­nter Zeitreise­film und Genre-Ref­erenz, der eine ganze Gen­er­a­tion prägte und sog­ar US-Präsi­den­ten inspiri­erte.

Darum solltest du Zurück in die Zukunft sehen:

Teenag­er Mar­ty McFly (Michael J. Fox) reist mit einem DeLore­an verse­hentlich ins Jahr 1955 zurück, wo sich seine Mut­ter (Lea Thomp­son) unglück­licher­weise in ihn ver­liebt. Das bedro­ht seine Exis­tenz, weswe­gen er Rat bei Dok­tor Emmett Brown (Christo­pher Lloyd) sucht. Denn dieser wird die DeLore­an-Zeit­mas­chine erfind­en. Nun muss der Wis­senschaftler nur noch überzeugt, Marty’s Eltern zusam­men- und das generelle Raum-Zeit-Gefüge wieder ins Lot gebracht wer­den.

Michael J Fox und Lea Thompson in Zurück in die Zukunft | © Universal Pictures Germany

Mar­ty (Michael J. Fox) hat ein Prob­lem: Seine Mut­ter (Lea Thomp­son) ist in ihn ver­liebt | © Uni­ver­sal Pic­tures Ger­many

Wahrschein­lich wurde das Wort „Kult­sta­tus“ expliz­it für Zurück in die Zukun­ft erfun­den. Denn der geniale Film von Regis­seur Robert Zemeck­is (For­rest Gump) prägte eine ganze Gen­er­a­tion. Der DeLore­an als Zeit­mas­chine wurde welt­berühmt. Ange­blich ver­half Zurück in die Zukun­ft sog­ar der Skate­board-Szene zum Durch­bruch. Und Ex-US-Präsi­dent Ronald Rea­gan, der im Film eher par­o­dis­tisch als Präsi­dent erscheint, zitierte aus Zurück in die Zukun­ft sog­ar in sein­er Ansprache zur Lage der Nation 1986.

Bezo­gen auf die Zeitreisethe­matik set­zt sich Zurück in die Zukun­ft inten­siv mit dem Groß­vater-Para­dox­on auseinan­der. Weil sich seine Mut­ter in ihn ver­liebt und so nicht mit ihrem späteren Mann zusam­menkom­men wird, ist die Exis­tenz von Mar­ty McFly gefährdet. Also muss der Teenag­er dafür sor­gen, dass seine Eltern zueinan­derfind­en.

Dieses Gedanken­ex­per­i­ment besagt, dass ein Zeitreisender nicht in die Ver­gan­gen­heit reisen kann, um dort seinen Groß­vater zu töten. Denn wenn er das täte, würde sein Vater nie geboren wer­den und kön­nte nie den Zeitreisenden zeu­gen. Der Zeitreisende kön­nte also nie in die Ver­gan­gen­heit reisen und seinen Groß­vater töten.

Lass die Finger weg, wenn

… du bere­it bist, her­vor­ra­gende filmis­che Meilen­steine zu ignori­eren und dein Inter­esse an Zeitreise­filmen nur vorge­gaukelt ist.

Zurück in die Zukun­ft ist ein echter Filmk­las­sik­er! Erkennst du auch andere Filmis­che Meilen­steine in unserem Schlecht erk­lärt-Quiz?

Donnie Darko: Ein Hasenkostüm und viele Interpretationen

Indie-Kult-Hit mit Brain­fuck-Garantie, Par­al­lelu­ni­versen und einem Mann im Hasenkostüm.

Darum solltest du Donnie Darko sehen:

Der psy­chisch labile Teenag­er Don­nie Darko (Jake Gyl­len­haal) über­lebt den Absturz eines Flugzeugtrieb­w­erks auf sein Haus nur deshalb, weil ihn ein Mann in einem Hasenkostüm dazu gebracht hat­te, sein Haus zu ver­lassen. Von nun an erscheint ihm Hase Frank regelmäßig und eröffnet Don­nie, dass in naher Zukun­ft das Ende der Welt bevorste­ht.

Jake Gyllenhaal und Jenna Malone in Donnie Darko | © Newmarket Films

Don­nie Darko (Jake Gyl­len­haal) in net­ter Gesellschaft | © New­mar­ket Films

Viel wurde über Don­nie Darko geschrieben und disku­tiert. Denn der Film von Regis­seur Richard Kel­ly (South­land Tales) liefert kaum Antworten auf offene Fra­gen. Stattdessen bleibt viel Raum für Speku­la­tio­nen, was Sinn und Bedeu­tung des Films sein kön­nten.

Dass Zeitreise eine wichtige Rolle spielt, bestätigte auch Kel­ly selb­st. Dem­nach öffnet sich mit dem Auf­prall des Trieb­w­erkes auf Don­nies Haus ein Par­al­lelu­ni­ver­sum, das insta­bil ist und inner­halb weniger Tage wieder kol­la­biert. Willst du mehr wis­sen? Dann schau dir Don­nie Darko an.

Lass die Finger weg, wenn…

… du dich nach einem Film entspan­nt anderen Din­gen wid­men willst. Don­nie Darko wird dich in wilde Inter­pre­ta­tion­s­gedanken ver­set­zen und dir keine Ruhe lassen.

Edge of Tomorrow: Emily Blunt und Tom Cruise im Actionkracher

Spek­takulär span­nende Kriegs-Sci­ence-Fic­tion im Stil von Täglich grüßt das Murmelti­er.

Darum solltest du Edge of Tomorrow sehen:

Eigentlich hat Major Bill Cage (Tom Cruise) keine Ahnung vom Kämpfen. Im Kampf der Men­schheit gegen die Alien­rasse der Mim­ics, die die Zeit manip­ulieren kön­nen, ent­pup­pt sich der PR-Experte aber den­noch als nüt­zlich.

Denn durch einen Zufall gelangt Cage in eine Zeitschleife und erlebt immer wieder den Angriff der Men­schen auf die Mim­ics in der Nor­mandie. Dank der Hil­fe der Kriegsheldin Rita Vratas­ki (Emi­ly Blunt) per­fek­tion­iert Cage seine Fähigkeit­en und nutzt die Zeitschleife, um dem ganz großen Sieg endlich näher zu kom­men.

Bill Cage (Tom Cruise) auf dem Schlacht­feld | © ZDF und David James

Wenn ihr den wahnsin­ni­gen Tom Cruise has­st, werdet ihr Edge of Tomor­row lieben. Denn der umstrit­tene Hol­ly­wood­star stirbt dutzende Male beim Ver­such, die Mim­ics zu besiegen. Doch das ist sich­er nicht der beste Plus­punkt des Sci-Fi-Krachers von Regis­seur Doug Liman (Bar­ry Seal: Only in Amer­i­ca).

Die Action­szenen sind atem­ber­aubend. Cruise und Blunt ließen es sich nicht nehmen, ihre Stunts in den Exoskelett-Anzü­gen größ­ten­teils selb­st zu per­for­men. Bei allen Spezial­ef­fek­ten wirken die Kampf­se­quen­zen dadurch unglaublich authen­tisch.

Lass die Finger weg, wenn …

… du ein hart­ge­sot­ten­er Tom Cruise-Fan bist, denn dein Idol stirbt gle­ich mehrere Male in Edge of Tomor­row.

Edge auf Tomor­row kön­nte sich eben­falls in unsere besten Action­filme aller Zeit­en ein­rei­hen. Lass dich inspiri­eren für deinen näch­sten Filmabend!

Die Frau des Zeitreisenden: Film und Buch gehen Hand in Hand

Emo­tion­al fordern­der Zeitreise-Film vor dem Hin­ter­grund ein­er epis­chen Liebesgeschichte.

Darum solltest du Die Frau des Zeitreisenden sehen:

Hen­ry (Eric Bana) hat ein Prob­lem. Eine genetis­che Störung führt dazu, dass er zufäl­lig durch die Zeit reist. Kon­trolle über diese Fähigkeit hat er nicht. Allerd­ings lan­det er häu­fig in Zeit­en und an Orten, an denen er schon ein­mal gewe­sen ist. Auf seinen Reisen begeg­net Hen­ry der jun­gen Claire (Rachel McAdams), in die er sich später ver­lieben wird – oder schon ver­liebt hat?

Eric Bana und Rachel McAdams im Zeitreisefilm Die Frau des Zeitreisenden | © Metropolitan FilmExport

Hen­ry (Eric Bana) und Claire (Rachel McAdams) führen eine kom­plizierte Beziehung | © Met­ro­pol­i­tan Film­Ex­port

Die Frau des Zeitreisenden basiert auf dem gle­ich­nami­gen Roman von Audrey Nif­f­eneg­ger und punk­tet mit ein­er kom­plex­en Erzählstruk­tur. Kri­tik­er überzeugte vor allem die Darstel­lung der Beziehung von Claire und Hen­ry und die emo­tionale Tiefe, die der deutsche Regis­seur Robert Schwen­tke (Die Bes­tim­mung – Insur­gent) exzel­lent auf die Lein­wand zauberte.

Lass die Finger weg, wenn …

… schnulzige Liebesfilme ein­fach nicht dein Ding sind. Die Frau des Zeitreisenden sorgt hier und da für pathetis­chen Taschen­tuchalarm.

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