Smartphones Xperia 1 IV und iPhone 13 Pro Max von vorne und hinten nebeneinander vor rotem Hintergrund
Frau mit gelbem Pullover hält iPad Pro 2021 im herbstlichen Park

So sieht das Smartphone der Zukunft aus

In den Forschungsla­boren liegt bere­its heute das Smart­phone von mor­gen. Jede Neuer­schei­n­ung übertrumpft die älteren Mod­elle: schnellere Prozes­soren, größere Spe­ich­er, län­gere Akku­laufzeit­en. Doch das ist nicht alles, was in den näch­sten Jahren auf uns zukommt. Das Smart­phone von mor­gen ist biegsam, wasserdicht, besitzt den Super-Akku und viele weit­ere inno­v­a­tive Funk­tio­nen, die unseren All­t­ag erle­ichtern.

Das Smart­phone wird tat­säch­lich ein Alleskön­ner

In Zukun­ft muss man sein Smart­phone nicht erst in den Tiefen sein­er Tasche suchen, denn man trägt es um das Handge­lenk wie ein bre­ites Arm­band mit Dis­play. Smart­phones wer­den biegsame Dis­plays haben und Anrufer als schein­bar greif­bare 3D-Bilder in den Raum pro­jizieren. Sie wer­den das Porte­mon­naie erset­zen und beim Einkaufen über Sen­soren erfassen, ob das Lebens­mit­tel, das im Einkauf­sko­rb lan­det, noch frisch ist oder bere­its nicht sicht­bar gam­melt. Das inte­gri­erte Navi wird zen­time­ter­ge­nau sein und uns auch durch Kaufhäuser lot­sen.

Aus­roll­bar, falt­bar und biegsam

Mit organ­is­chen Leucht­dio­den wer­den Bild­schirme flex­i­bel, lassen sich ver­biegen und zusam­men­rollen. Das ist wohl nicht nur das Ende von Ris­sen im Dis­play, son­dern auch der Startschuss für das Smart­phone-Arm­band. Das Sam­sung Galaxy Round oder das LG Flex haben bere­its ansatzweise flex­i­ble Dis­plays, kön­nen allerd­ings noch keine 360-Grad-Run­dung ermöglichen, wie es der „Smile“-Armreif von EmoPulse oder „Blu“ kön­nen sollen. Die eine Mil­lion Dol­lar für das Pro­jekt „Blu“ sollen per Crowd­fund­ing über Indiegogo finanziert wer­den. Die Dis­playanzeige des run­den Smart­phones wird auf die Handge­lenkaus­rich­tung des Nutzers angepasst, sodass er ständig beste Sicht auf die Ober­fläche hat.

Kün­ftiger Mobil­funk-Stan­dard 5G beschle­u­nigt mobiles Sur­fen

Noch ist das erste Handy im Labor von Huawei Lab mit 5G so groß wie ein Kühlschrank. Bis 2020 sollen dann aber ange­blich die ersten 5G-Smart­phones verkauft wer­den und mobile Anwen­dun­gen um ein Vielfach­es beschle­u­ni­gen. Ein Film von einem Giga­byte Größe würde inner­halb weniger Sekun­den herun­terge­laden, dank höher­er Band­bre­ite sog­ar im hochau­flösenden For­mat 4k. Jede gewün­schte Web­seite wäre in ein­er Mil­lisekunde geladen und die Verbindung soll so robust sein, dass sie noch nicht ein­mal in einem schnellen Zug abbricht.

Dop­pelte Laufzeit mit Super-Akku

Sam­sung ist es wohl gelun­gen, einen Akku zu entwick­eln, der die dop­pelte Kapaz­ität klas­sis­ch­er Akkus besitzen soll. Dieser Super-Akku ist mit ein­er Siliz­ium-Kath­ode aus­ges­tat­tet, die zwar als leis­tungssteigern­der Fak­tor gilt, die Zahl der Ladezyklen allerd­ings üblicher­weise gravierend senkt. Die Forsch­er legten deshalb eine Graphen-Schicht, eine Mod­i­fika­tion des Kohlen­stoffs, über die Kath­ode, sodass ihre Halt­barkeit erhe­blich erhöht wird. Mark­treife hat der Akku jedoch noch nicht, da der Zeitraum, in der der Akku dop­pelte Kapaz­ität bietet, noch sehr begren­zt ist. Vielle­icht wird ein Konkur­rent schneller sein, denn auch das US-Unternehmen Sol­id-Ener­gy ist an der Entwick­lung eines lan­gan­hal­tenden Akkus dran. Es set­zt eine Kupfer-Anode ein, die mit Lithi­um beschichtet ist, und erre­icht damit eben­falls eine dop­pelte Akku­laufzeit. Die ersten Smart­phones mit dem Super-Akku von Sol­id-Ener­gy sollen näch­stes Jahr auf den Markt kom­men.

3D-Dis­plays lassen räum­liche Bilder entste­hen

Der chi­ne­sis­che Her­steller Estar entwick­elte das Takee 1, das holo­graphis­che Darstel­lun­gen ermöglicht. Ganz ohne zusät­zliche Brille sollen damit Inhalte räum­lich dargestellt wer­den kön­nen. Dafür soll zunächst noch eine spezielle Hard­ware nötig sein, die von hin­ten an das Smart­phone gek­lemmt wer­den muss. Bei der mark­treifen Ver­sion soll die Anwen­dung im Gerät inte­gri­ert sein. Vier Kam­eras, die auf der vorderen Dis­play­seite einge­baut sind, ver­fol­gen die Augen­be­we­gun­gen des Nutzers und kön­nen die Darstel­lung des Bild­schirms entsprechend aus­richt­en. Eine Steuerung ist nicht nur über das Dis­play möglich: Die Funk­tio­nen Air-Touch und Air-Unlock bieten die Möglichkeit, drei­di­men­sion­al dargestellte Ele­mente anzuk­lick­en oder das Smart­phone mit ein­er Hand­be­we­gung oder Blick­kon­takt zu entsper­ren. Das Fire­phone von Ama­zon will eben­falls in der Lage sein, räum­liche Tiefe darzustellen. Damit kann der Gesprächspart­ner am Handy sozusagen in 3D dargestellt wer­den, Spiele und Videos wer­den lebendi­ger und beim Online-Shop­ping hat man das Pro­dukt noch bess­er vor Augen.

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Smart­phone erschnüf­felt Gam­mel-Ware

Mit der Funk­tech­nik NFC, die in manchen Smart­phones einge­baut ist, kann man im Super­markt ohne EC-Karte oder Bargeld bezahlen. Doch nicht nur an der Kasse bringt das Smart­phone der Zukun­ft Vorteile, son­dern auch bei der Wahl der Lebens­mit­tel. Dres­d­ner Wis­senschaftler entwick­el­ten ein Mini-Spek­trom­e­ter, das die Zusam­menset­zung von Gasen und Flüs­sigkeit­en optisch analysiert. Anders arbeit­et die Tech­nik des Star­tups C2Sense, die über im Smart­phone einge­baute Nanoröhrchen Faul­gase erschnup­pern kann. Die Tech­nolo­gie gibt dann Auskun­ft darüber, ob das Lebens­mit­tel noch frisch ist.

Zen­time­ter­ge­naue Ortung für Loca­tion Based Ser­vices

Die Stan­dorter­mit­tlung per GPS ist unge­nau und funk­tion­iert in Innen­räu­men häu­fig mehr schlecht als recht. Die Fir­ma Infi­neon will nun Barom­e­ter in Smart­phones ein­bauen, die den Stan­dort präzise bis auf fünf Zen­time­ter genau erfassen. Die Funk­tion bietet sich für Loca­tion Based Ser­vices an: Kun­den kön­nen im Laden beispiel­sweise ziel­ge­nau zu den gesucht­en Pro­duk­ten geführt wer­den.

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Unz­er­stör­bar: Schutzschicht trotzt den Ele­menten

Viele Smart­phone-Her­steller schützen ihre Pro­duk­te bere­its mit ein­er dün­nen, wasser­ab­weisenden Schicht. Damit kann Wass­er oder Staub dem Smart­phone kün­ftig nichts mehr anhab­en. Das Out­door-Handy Sam­sung Galaxy Xcov­er 3 ist nicht nur wasser­fest und schmutz­ab­weisend, son­dern auch außergewöhn­lich stoß- und bruch­sich­er. Einen Sturz aus bis zu einem Meter steckt das robuste Gerät für alle Action-Begeis­terte lock­er weg. Wasser­fest und trotz­dem edel – und nicht wie ein gelän­de­tauglich­er Brech­er mit Panz­er: Das ist der neue Trend, den das Sony Xpe­ria Z3 und Sam­sungs Kan­di­dat­en aus der Galaxy-Active-Rei­he vor­ma­chen. Unsere Begleit­er wer­den immer zuver­läs­siger, auch wenn es bei Wind und Wet­ter hart auf hart kommt.

All diese Inno­va­tio­nen wer­den Smart­phones in den näch­sten Jahren biegsamer, aus­dauern­der, schneller und unz­er­stör­bar machen. Unser mobiles Leben wird real­is­tis­ch­er und die Hand­habung ein­fach­er. Auf einige dieser Funk­tio­nen wer­den wir aber wohl noch einige Jahre warten müssen. Bei den Aus­sicht­en auf das Smart­phone der Zukun­ft, das wahrhaftig ein Alleskön­ner sein wird, ist es gar nicht so ein­fach, geduldig zu bleiben.

Worauf freust Du Dich am meis­ten beim Smart­phone der Zukun­ft? Oder was würdest Du Dir noch wün­schen?

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