iPhone mit kaputtem Display aufheben.
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Frau wischt mit Finger auf iPhone 12
Galaxy S21+ (Rückseite) und Galaxy Buds nebeneinander
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iPhone 12 und 13 selbst reparieren: So funktioniert das Reparatur-Kit von Apple

iPhone-Besitzer:innen kön­nen ihre Geräte auf Wun­sch bald selb­st repari­eren: Apple hat über­raschend angekündigt, zukün­ftig Ersatzteile und Werkzeuge an seine Endkund:innen verkaufen zu wollen. Doch möcht­est Du Dein iPhone 12 oder 13 repari­eren, ist das mit Risiken ver­bun­den.

Immer mehr Men­schen ver­lan­gen ein „Recht auf Reparatur”: Viele Her­steller desig­nen ihre Geräte so, dass Nutzer:innen sie wed­er selb­st repari­eren, noch leicht Ersatzteile besor­gen kön­nen. Es gibt zwar einige unab­hängige Por­tale wie zum Beispiel ifixit.org, die kosten­los Reparat­u­ran­leitun­gen bere­it­stellen.

Bis heute haben Endkund:innen oft­mals aber nicht die Option, ihre Geräte selb­st zu repari­eren oder kom­men nur schw­er an Ersatzteile. Dadurch entste­ht viel Müll, der die Umwelt belastet: Allein 2019 gab es laut dem Glob­al Waste Mon­i­tor weltweit 53,6 Mil­lio­nen Ton­nen Elek­troschrott.

Viele US-Bun­desstaat­en fordern daher ein „Recht auf Reparatur” – und Zugang zu Orig­inal­teilen. In der EU gibt es seit März 2021 zudem verpflich­t­ende Regeln für Her­steller von bes­timmten Geräten.

Apple hat darauf reagiert und plant den Verkauf von Ersatzteilen und Werkzeug, damit Du Dein iPhone selb­st repari­eren kannst. Was Du über Kosten und Risiken der „Self-Ser­vice-Reparatur“ wis­sen soll­test, haben wir hier für Dich zusam­menge­fasst.

iPhone: Bildschirm und Co. reparieren – so funktioniert’s

Der Schw­er­punkt des Reparatur­pro­gramms liegt laut Apple zunächst auf den „am häu­fig­sten gewarteten Kom­po­nen­ten” – Dis­play, Kam­era und Bat­terie. Es soll zukün­ftig ein Reparaturhand­buch geben, dass Dir die Reparatur im Detail erk­lärt.

Anschließend kannst Du in Geschäften und online entsprechende Ersatzteile sowie Werkzeuge bestellen und dann mith­il­fe der Anleitung selb­st die Reparatur durch­führen. Schickst Du die gebraucht­en Kom­po­nen­ten danach zum Recyceln an Apple zurück, erhältst Du auf Deinen Einkauf eine Gutschrift.

Diese Apple-Geräte kannst Du selbst reparieren

Zum Start kön­nen Nutzer:innen das iPhone 12 und iPhone 13 repari­eren. Später sollen dann auch für Macs mit M1-Chip entsprechende Orig­inal­teile und Werkzeuge bere­it­gestellt wer­den.

Unklar ist zu diesem Zeit­punkt noch, ob es bei diesen Geräten bleibt – oder sich irgend­wann auch das iPhone 11 und andere ältere Handys dazuge­sellen.

Kundin repariert ihr Gerät.

Kün­ftig kannst Du Dein iPhone 12 und 13 selb­st repari­eren. Das ist allerd­ings mit Risiken ver­bun­den. — Bild: Apple

Wann startet das neue Reparaturprogramm in Deutschland?

Das neue Pro­gramm zur Self-Ser­vice-Reparatur startet Anfang 2022 in den USA und soll im Laufe des Jahres dann auch in anderen Län­dern einge­führt wer­den. Nähere Infos zum Deutsch­land-Launch gibt es aktuell noch nicht.

iPhone 12 und 13 reparieren: Wie viel kosten die Reparatur-Sets?

Apple hat noch nicht ver­rat­en, wie viel die Reparatur-Sets kosten. Die Preise sollen aber wohl denen von zer­ti­fizierten Werk­stät­ten und Co. ähneln.

Ein Beispiel: Braucht Dein iPhone 12 eine neue Bat­terie, bezahlst Du bei Apple aktuell 75 Euro, ein Dis­play-Tausch kostet Dich 311,10 Euro. Dazu kommt noch die Ver­sandge­bühr von 11,90 Euro.

Nicht ohne Risiko: Was Du bei der Reparatur Deines iPhones beachten solltest

Mit seinem neuen Reparatur­pro­gramm stärkt Apple das The­ma Nach­haltigkeit. Allerd­ings soll­test Du Dir der Risiken bewusst sein, wenn Du Dich dazu entschei­dest, Dein iPhone 12 oder 13 selb­st zu repari­eren.

Beschädigst Du während der Reparatur näm­lich andere Bauteile des Geräts, erlis­cht Dein Garantieanspruch. Sieh Dir im Vor­feld also unbe­d­ingt die Reparat­u­ran­leitung an, bevor Du loslegst.

In sein­er offiziellen Pressemit­teilung weist Apple daraufhin, dass sich das Ange­bot vor allem an tech­nikver­sierte Per­so­n­en richtet, die „das Wis­sen und die Erfahrung zur Reparatur von elek­tro­n­is­chen Geräten” besitzen.

Der „über­wiegen­den Mehrheit” sein­er Endkund:innen emp­fiehlt der Her­steller, eine zer­ti­fizierte Werk­statt zu besuchen, die auf Apple-Orig­inal­teile zugreifen kann. Das sei der „sich­er­ste und zuver­läs­sig­ste Weg, um eine Reparatur durchzuführen”.

Würdest Du Dir zutrauen, Dein iPhone 12 oder 13 selb­st zu repari­eren? Oder über­lässt Du das auch in Zukun­ft lieber den Profis? Hin­ter­lasse uns gerne einen Kom­men­tar!

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