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Was ist eigentlich Virtual Reality und wofür können wir sie in Zukunft nutzen?

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Vor einigen Jahren war das Konzept der Virtual Reality noch mehr Zukunftsmusik als nutzbare Technik. Mit der Weiterentwicklung von Hard- und Software und dem heutigen Highspeed-Internet können bereits heute zahlreiche VR-Anwendungen in unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt werden. Was aber ist Virtual Reality überhaupt? 

1982 beschrieb der Science-Fiction-Autor Damien Broderick in seinem Roman The Judas Mandala etwas, das damals noch als graue Theorie, als Zukunftsmusik anklang: Virtual Reality. Heute befindest Du Dich in der besten Zukunft aller Zeiten: Das Gigabit-Zeitalter ist angebrochen und Virtual Reality ist vielen schon ein Begriff – was aber nicht heißt, dass jeder genau weiß, was sich dahinter verbirgt. Also hier noch einmal die Basics.

Mit Datenbrille und VR-Kopfhörer

 

Bei der Virtuellen Realität, auch mit VR abgekürzt, wird die Wirklichkeit digital erzeugt und dargestellt. Personen können mithilfe eines am Kopf getragenen Displays (Head-Mounted Display) oder einer Datenbrille und speziellen Eingabegeräten wie etwa einem Datenhandschuh diese digitale Wirklichkeit nicht nur sehen, sondern mit und in ihr in Echtzeit interagieren. Dafür sorgen entsprechende Sensoren, die die Bewegungen erfassen. Dem Gehirn wird so glaubhaft vermittelt, sich tatsächlich in dieser anderen Realität zu befinden. Doch spielt der Gleichgewichtssinn im Innenohr da nicht immer mit, etwa wenn man virtuell mit einem Hubschrauber fliegt, in Wirklichkeit aber festen Boden unter den Füßen hat. „Um die auftretende Verwirrung zu vermeiden, hat Samsung jetzt die ersten VR-Kopfhörer vorgestellt. Neben einem Raumklangerlebnis sorgen schwache elektrische Impulse dafür, dass Du den Hubschrauberflug nicht nur siehst und hörst, sondern tatsächlich auch fühlst“, schreibt Featured-Kollege Robert Gryczke.

 

Stock Photo:

 

Mehr als 360°-Computerspiele

Natürlich ist die in VR-Anwendungen mögliche 360°-Perspektive geradezu ideal für superrealistische Computerspiele. Aber nicht nur für Spielefreaks birgt VR ungeahnte Möglichkeiten. Das sagt auch der Mitgründer und CEO von Oculus VR, Brendan Iribe: „Wir haben uns anfangs sehr auf Spiele konzentriert. Aber wenn wir uns anschauen, in welche Richtung sich Virtual Reality in den nächsten zehn Jahren entwickelt, wird es viel um Kommunikation und Social gehen.“ Das Upload-Magazin führt zwanzig Anwendungsmöglichkeiten für Virtual Reality auf und zeigt, welches Potenzial in der Technik steckt. So könnte VR beispielsweise den Journalismus revolutionieren, indem etwa Reportagen nicht mehr nur passiv gelesen, gehört oder geschaut werden, sondern aktiv „erlebt“ werden könnten. „Immersive Journalism“ nennt sich das. Seit einiger Zeit experimentiert unter anderem die US-Reporterin Nonny de la Peña mit Virtual Reality und produzierte vor zwei Jahren das animierte Video „Hunger in Los Angeles“. Damals hielt eine Praktikantin der Journalistin in Audioaufnahmen fest, wie in Los Angeles ein Mann in der Schlange vor einer Essensausgabe zusammenbrach. Daraus und aus der detailgetreuen Nachbildung der Umgebung schuf de la Peña das computeranimierte Video.

 

Quelle: Youtube/ ImmersiveJournalism

 

Anwendungen in vielfältigen Bereichen

In Zukunft werden mit der weiteren Ausreifung der Technik auch die Einsatzmöglichkeiten von VR-Anwendungen zunehmen. Darin sind sich Experten wohl einig. „Prognosen gehen davon aus, dass bis Ende 2016 10,8 Millionen Menschen Virtual Reality nutzen“, schreibt etwa die Tageszeitung Die Welt. So könnten zum Beispiel bald Hotelgäste, bereits bevor sie ihren Urlaub buchen, virtuell ihren Ferienort erkunden. Unternehmen könnten VR einsetzen, um ortsunabhängige Meetings abzuhalten, im Bildungssektor forscht man ebenfalls, um Schülern mit Behinderungen wie etwa Autismus zu helfen, und auch im kulturellen Bereich wären zahlreiche Anwendungen für Virtual Reality denkbar. Museen könnten Besucher so stärker in geschichtliche Ereignisse involvieren, indem diese zum Beispiel eine Kaiserkrönung, den Alltag in der Steinzeit oder die Stürmung der Bastille quasi live miterleben könnten. Wie groß nun der Einfluss von VR in Zukunft tatsächlich sein wird, ist noch nicht abzusehen. Jedoch ist sicher, dass vielfältige neue Erlebnisse und Darstellungsmöglichkeiten geschaffen werden.

 

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