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Funkmast, der mit 5G den Weg ins Gigabit-Zeitalter ermöglicht
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Totale Kontrolle in virtuellen Welten: Vorwärts auf VR-Laufbändern

VR-Head­sets sind schon eine Weile auf dem Markt und erlauben Dir spek­takuläre dig­i­tale Run­dum­blicke. Um aber vol­lkom­men in virtuelle Real­itäten einzu­tauchen, muss man schon von der Couch auf­ste­hen. Mehrere Lösun­gen erlauben es dig­i­tal­en Aben­teur­ern sich vol­lkom­men frei zu bewe­gen, ohne viel Platz im Real­life zu benöti­gen.

Durch die eisi­gen Step­pen von Skyrim stapfen, mit einem Ben­zinkanis­ter in der Hand die Stadt in GTA V unsich­er machen, kün­stlich erschaf­fene Plan­eten durch­wan­dern: Was bish­er nur auf einem Bild­schirm vom Ses­sel aus möglich war, kannst Du jet­zt in Vir­tu­al Real­i­ty unter vollem Kör­pere­in­satz erleben. Soge­nan­nte omni­di­rek­tionale Tread­mills, also Lauf­bän­der, die in alle Rich­tun­gen funk­tion­ieren, machen es möglich.

Wie funktionieren VR-Laufbänder?

Um auf der Stelle zu laufen und dabei prob­lem­los die Rich­tung ändern zu kön­nen, braucht es eine Boden­plat­te aus einem speziellen, rei­bungsar­men Mate­r­i­al. Inte­gri­erte Sen­soren erfassen die Bewe­gun­gen und über­tra­gen sie in die Spiel­s­teuerung. Mod­elle wie die Vir­tu­ix Omni und Kat Walk set­zen auf eine kuh­le­nar­tige Lösung. Dabei bewegst Du Dich in ein­er Art Hal­bkugel und rutschst bei jedem Schritt wieder nach unten. Der Vir­tu­al­iz­er von Cyberith hinge­gen hat eine ebene Plat­te, die die Immer­sion fördern soll – schließlich läuft man meis­tens auf ein­er ger­aden Fläche. Man muss hier zwar auf Sock­en laufen, aber die anderen Mod­elle benöti­gen spezielles Schuh­w­erk für die richtige Rei­bung.

Damit Du nicht wegläuf­st oder das Gle­ichgewicht ver­lierst, wirst Du auf den VR-Lauf­bän­dern mit einem Gür­tel fest­ge­hal­ten, der von einem fix­ierten Ring umgeben ist. So kannst Du Dich drehen und wen­den wie Du willst, ohne zu befürcht­en hinz­u­fall­en. Sog­ar Hin­set­zen ist dank der Aufhän­gung möglich. Du kannst Dich also zum Beispiel bei GTA frei zu Fuß bewe­gen und Dich dann in ein Auto set­zen und los­fahren.

Virtual Reality ist nicht nur zum Gamen gut

Klar, Com­put­er­spiele sind für viele noch der Haupt­grund, um sich mit VR zu beschäfti­gen. Aber es gibt zahlre­iche andere Anwen­dungsmöglichkeit­en für Vir­tu­al Real­i­ty mit Bewe­gung­sun­ter­stützung. So kön­nen beispiel­sweise Ret­tungskräfte wie Feuer­wehr oder Berg­wacht real­ität­sna­he Ein­sätze durch­führen, ohne in Gefahr zu ger­at­en. Ange­hende Astro­naut­en kön­nen damit ihr Raum­fahrt­train­ing absolvieren. Und auch in der Psy­chother­a­pie, bei der Trau­ma- und Angst­be­wäl­ti­gung, haben virtuelle Rol­len­spiele bere­its erste pos­i­tive Ergeb­nisse gezeigt.

Wie sieht die Zukunft der VR-Laufbänder aus?

Wie bei allen neuen Tech­nolo­gien haben auch die virtuellen Lauf­ställe noch Kinderkrankheit­en. Tester bericht­en von zu laut­en Nebengeräuschen der Maschi­nen und um die Rich­tung zu wech­seln, muss man sich noch etwas unnatür­lich nach vorne bewe­gen. Die Begeis­terung ist den­noch über­ra­gend: Die Immer­sion ist unfass­bar hoch, Raum und Zeit wer­den schon nach kurz­er Zeit vergessen. Bish­er sind die VR-Lauf­bän­der noch sehr teuer und eher etwas für öffentliche Loca­tions, wie Spiel­hallen und Messen. Aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis wir mehr Platz in unseren Woh­nun­gen für solche oder ähn­liche Kon­struk­tio­nen freimachen wer­den.

Titelfoto: Cyberith

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