Umweltschutz: Darum ist er aktueller denn je

Samsung Q950TS
Ansicht des CES-Messestandes von Samsung

Umweltschutz: Darum ist er aktueller denn je

Energiewende, CO2-Steuer, Kohleausstieg, Hambacher Forst, Plastikverbot: Die Liste ist lang und brandaktuell. Selten waren die Nachrichten und Newsforen so geprägt von Umweltthemen wie heute. Wir werfen einen Blick auf die derzeitige Entwicklung und verraten dir, wie man heutzutage aktiv wird bzw. was du ganz persönlich im Alltag zum Umweltschutz beitragen kannst.

Wo man hinschaut, gibt es Diskussionen, Ideen und neue Ansätze, wie unsere Generation das Thema Umweltschutz in den Griff bekommt. Vieles hat sich in den letzten Jahren verändert und der Schutz unserer Umwelt ist auch im privaten Bereich von großer Bedeutung.

Wie viel Energie verbrauchst du? Ist dein Lebensstil nachhaltig? Wie groß ist dein ökologischer Fußabdruck? Wie du ihn misst, Plastik vermeidest, Lebensmittel einsparst und Energie reduzierst, erfährst du hier bei uns. Du suchst nach einer vertrauenswürdigen Umweltorganisation oder willst deine Stimme einem nachhaltigen Umweltziel geben? Wir bringen Licht ins Dunkel und zeigen dir die wichtigsten NGOs und aktuellsten Petitionen.

Neue Vorbilder und digitale Kampfansagen im Umweltschutz

Die Erde wandelt sich ständig, das ist ein natürlicher Prozess. Doch seit Beginn der Industrialisierung vor rund 150 Jahren hat sich dieser Wandel beschleunigt. Ein vom Menschen verursachter Wandel, den die Natur nicht verkraftet. Plastikverseuchte Ozeane, verschwundene Wälder, ausgestorbene Tier- und Pflanzenarten und die Klimaerwärmung sind nur einige der katastrophalen Folgen.

Viele wollen dabei nicht tatenlos zusehen. Greta Thunberg macht Umweltschutz präsenter denn je und motiviert weltweit Schüler und Jugendliche, aktiv zu werden. Sie ist zum Vorbild einer ganzen Generation geworden und stellt sich mutig vor Politiker und Wirtschaftsgiganten, um ein Umdenken zu fordern. Auch viele junge Unternehmen machen Nachhaltigkeit zu ihrem Thema. Die CO2-Bilanz ist gerade in der Industrie und Wirtschaft ein wichtiger Faktor. Das Internet schafft immer mehr Transparenz über die Belastung von Natur und Umwelt durch Unternehmen, wodurch der Druck auf diese wächst. Gewinnmaximierung und Wirtschaftswachstum allein können nicht mehr das Ziel sein. Nachhaltigkeit und CO2-Neutralität bekommen heutzutage eine ähnlich wichtige Bedeutung.

Die Ansprüche an die Politik und Länder wachsen stetig. Immer mehr Menschen fordern neue Klimaziele und die Verankerung von Umweltschutz im Gesetz. Doch Politik und Wirtschaft sind oft zu eng verbunden. Wachstum und Wohlstand werden der Umwelt und Natur vorgezogen. Wie lange das noch gut gehen kann, ist eine Frage der Zeit. Daher ist bereits heute aktives Handeln gefragt.

Wie die Digitalisierung unser Engagement beeinflusst

Früher sind die Menschen für Umweltdemonstrationen auf die Straße gegangen, haben Sitzblockaden errichtet oder Unterschriften per Hand gesammelt. Für viele ist dies immer noch der richtige Weg, aktiv zu werden. Das digitale Zeitalter und die Vernetzung mit anderen Menschen über riesige Entfernungen lassen jedoch auch im Umweltschutz neue Möglichkeiten entstehen. Überall auf der Welt finden sich Menschen für gemeinsame Aktionen und Proteste zusammen – und das ganz bequem von zu Hause aus.

So gut wie jeder besitzt heute einen Laptop oder ein Smartphone. Milliarden Menschen sind bei Facebook, Instagram oder Twitter aktiv und ziehen ihr Wissen aus dem Netz. NGOs und Vereine sammeln ihre Spenden über Zahlungsplattformen im Internet, Petitionen unterschreibt man mit seiner digitalen Signatur und über WhatsApp oder E-Mail können wir in Sekundenschnelle mit jedem kommunizieren, der die gleichen Ziele verfolgt wie wir. Die Welt ist globaler geworden und wir alle sind irgendwie miteinander verbunden. Ein großer Vorteil, wenn einzelne Stimmen im Kampf für Natur, Umwelt oder Klima zu einer gesamten, lauten Stimme werden sollen.

Umweltschutz, Paar recycelt Flaschen

Das Recycling von Flaschen ist unverzichtbar für eine bessere Umwelt.

Mit wenig Geld viel bewirken: NGOs und Vereine

Du willst dein eigenes Leben samt Verhaltensmuster nicht groß ändern? Dir ist dein persönlicher Impact im Umweltschutz zu gering? Zum Glück gibt es Organisationen und NGOs (Nichtregierungsorganisationen), die du bereits mit kleinem Geld unterstützen kannst. Egal ob Arten-, Natur- oder Klimaschutz: Es gibt unzählige Vereine, die nicht nur neue Jobs schaffen, sondern auch einen erheblichen Einfluss auf Politik und Wirtschaft ausüben. Frei nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ gibt es hier eine Liste der wichtigsten Umweltorganisationen, mit denen auch du deinen Einfluss vergrößern kannst.

Vier einflussreiche Umweltorganisationen, die du kennen solltest

NABU

Sicherlich hast du den Namen schon einmal gehört. Der Naturschutzbund – kurz NABU – wurde bereits 1899 von Lina Hähnle gegründet. Damit ist der NABU der älteste und mit mehr als 700.000 Mitgliedern auch der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland. Der traditionsreiche Verbund setzt sich vor allem für Artenvielfalt und den Schutz intakter Lebensräume, für gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und den schonenden Umgang mit endlichen Ressourcen ein.

Greenpeace

Greenpeace ist eine internationale Umweltorganisation, die 1971 gegründet und heute über 40 Ländervertretungen hat. Mehr als drei Millionen Menschen unterstützen Greenpeace weltweit, davon rund 590.000 Mitglieder in Deutschland. Mit direkten gewaltfreien Aktionen kämpfen sie für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Mensch und Natur. Hier kannst du nicht nur spenden, sondern auch selbst aktiv werden!

BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

Wieder lokaler wird es mit der Umwelt- und Naturschutzorganisation „Der BUND“. 1975 gegründet, arbeitet er auf allen Ebenen und wird von rund 600.000 Menschen unterstützt. Bundesweit gibt es über 2.000 ehrenamtliche BUND-Gruppen, die sich für die Pflege von Naturschutzflächen, Mobilisierung gegen Massentierhaltungsanlagen, gesunde Lebensmittel oder Aufklärungsarbeit mit Kampagnen einsetzen.

WWF

Der World Wide Fund for Nature setzt vor allem auf weltweite Lobbyarbeit in Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft. Er wurde 1961 in der Schweiz gegründet, beschäftigt über 4.000 Mitarbeiter in rund hundert Ländern und hat schon mehr als 13.000 Schutzprojekte finanziert. Beim WWF kannst du aus hunderten Projekten zum Thema Umwelt- und Tierschutz dein ganz persönliches auswählen und individuell unterstützen.

Deine Unterschrift verändert: Petitionen zum Schutz der Natur

Online-Petitionen gehören zu den neuen Entwicklungen, seit wir im digitalen Zeitalter angekommen sind. Wo früher noch mühsam auf der Straße mit einer Liste Unterschriften per Hand gesammelt wurden, reicht heute die digitale Signatur. Vor allem, um politisch Druck auszuüben und die Meinung in Lokalfragen aufzuzeigen, eignen sich Petitionen hervorragend. Wir haben recherchiert und zeigen dir, wo du deine Stimme entweder ganz lokal oder für ein globales Ziel einsetzen kannst.

Lokale Petitionen in deiner Nähe

Bei Open Petition findest du aktuell laufende Petitionen zu verschiedenen Themen. Allein die Rubrik Umwelt listet 75 laufende Aktionen, bei denen du deine Stimme abgeben kannst. Das Großartige an dieser Plattform ist: Jeder kann seine eigene Petition ins Leben rufen und erreicht über die Website ein breites Spektrum an Menschen. Zudem kannst du nach deiner Region filtern und siehst ganz transparent, wie viele Unterschriften schon abgegeben wurden und wie viele noch fehlen.

WWF – kein Plastik im Meer

Natürlich bieten auch große Vereine und NGOs Petitionen an, um politisch und wirtschaftlich mehr Druck aufzubauen. Ein gutes Beispiel ist die Stop Plastik-Kampagne von WWF. Die Petition hat das Ziel, weltweit Politiker und Staatsoberhäupter dazu zu bringen, Verantwortung zu übernehmen und sich für eine Konvention gegen Plastikmüll im Meer einzusetzen. Wenn auch du eine globale, rechtlich bindende UN-Konvention, mit der sich jedes Land verpflichtet, die Plastikkrise zu beenden, unterstützen möchtest – dann gib dem WWF deine Stimme.

Diese moderne Form von Unterschriftensammlung ist ein erfolgreiches Mittel, mit denen viele kleine Stimmen gemeinsam ein einflussreiches Meinungsbild schaffen. NGOs, Vereine und Petitionen bieten dir die Möglichkeit, mit nur einem „Klick“ etwas in unserer Welt zu verändern.

Wie du im Alltag zum Umweltschützer wirst

Change starts within you. Öfter mal das Licht ausschalten, kürzer Duschen, beim Abwasch das Wasser abstellen, das Fahrrad nutzen, Leinentaschen anstatt Plastikbeutel, Kleidung recyceln – viele kleine Veränderungen in unserem alltäglichen Leben ebnen den Weg zu einer klimafreundlicheren Zukunft. Wir helfen dir bei der Suche nach den besten Apps und zeigen dir Tipps und Tricks, wie auch du dein Leben umweltfreundlich gestalten kannst.

Fünf Plattformen für mehr Transparenz und einen nachhaltigen Lebensstil

  • Free2Move: Klimaschonend und trotzdem mobil

Mehr als 60 Millionen Autos und Fahrzeuge befinden sich auf unseren Straßen. Die Umweltschäden sind oft massiv. Treibhausgase und Feinstaub tragen maßgeblich zur Luftverschmutzung bei und haben extreme Folgen für Mensch und Natur. Es gibt jedoch Möglichkeiten, wie du die Umwelt schonen kannst und trotzdem mobil bleibst. Carsharing ist eine beliebte Methode und wird bereits in vielen Großstädten angeboten. Die Android und IOS Free2Move App erlaubt es dir, die verfügbaren Fahrzeuge aller Auto-, Scooter- und Bikesharing-Anbieter in der Nähe zu finden und zu vergleichen. Du kannst dich in der App selbst bei unterstützten Carsharing-Anbietern registrieren und sie gleichzeitig zur Buchung der Angebote nutzen.

  • Kleiderkreisel: Der digitale Flohmarkt

Schon mal auf einem Flohmarkt deine alten Klamotten verkauft? Oder deiner Nichte das alte Lieblingskleid geschenkt? Im digitalen Zeitalter bietet Kleiderkreisel eine Secondhand-Plattform, auf der du kaufen, verkaufen, tauschen und verschenken kannst. Vollkommen unkompliziert kannst du deinen alten Lieblingsstücken ein neues Zuhause geben oder selbst ganz nachhaltig neue Outfits für den Sommer kaufen. Ob am PC oder Smartphone, Kleiderkreisel ist für alle Systeme optimiert und natürlich kostenlos.

  • CO2-Bilanz: Dein ökologischer Fußabdruck

Du möchtest deinen Alltag klimafreundlicher gestalten, weißt aber gar nicht, wo du stehst? Es gibt viele Apps und Plattformen, auf denen du deine eigene CO2-Bilanz ermitteln kannst. NABU bietet dir mit dem CO2-Rechner eine Möglichkeit, deinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Auch beim WWF kann du dich durch einen gezielten Fragekatalog zum eigenen ökologischen Fußabdruck durchklicken. Durch mehr Transparenz über deinen eigenen Verbrauch kannst du aktiv werden und weißt, wo du konkret etwas verbessern kannst.

  • ToxFox: Selbst zum Spürhund werden

Ob Sonnencreme, Lippenstift oder Faschingskostüm – oft befinden sich schädliche Chemikalien in unseren Alltagsprodukten. Der BUND hat mit ToxFox einen Produktscanner entwickelt, der dir hilft, Kosmetik-, Beauty- oder Kinderartikel auf Giftstoffe zu prüfen. Die Organisation möchte damit Transparenz und Aufklärung über gesundheitsschädliche Stoffe in Produkten aller Art schaffen. Berücksichtigte Produktkategorien sind beispielsweise: Kosmetik, Pflegeprodukte, Bekleidung und Kinderspielzeug. Die App gibt es sowohl für Android als auch IOS und ist komplett kostenfrei.

  • Ecosia: Eine Suchmaschine, die Bäume pflanzt

Das ist mal eine tolle Erfindung! Warum noch googlen, wenn du dank der grünen Suchmaschine Ecosia umweltbewusst zu deinen Ergebnissen kommst? Die Suchmaschine strebt nicht nach Gewinnmaximierung und speichert auch nicht deine Daten. Durch jede gestartete Suchanfrage fließt ein halber Cent in die Pflanzung neuer Bäume. So konnte Ecosia bereits über 55 Millionen Bäume pflanzen und ist damit mehr als CO2-neutral.

Umweltschutz, Menschen sammeln Müll am Strand

Beim Umweltschutz kommt es vor allem auf Eigeninitiative an.

Lies dich schlau! Bücher zum Thema Klima- und Umweltschutz

Es gibt unzählige Zeitschriften, Bücher und Ratgeber, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit sowie Klima- und Umweltschutz auseinandersetzen. Du bist eine Leseratte? Wir haben eine Liste unserer Lieblingsliteratur für dich zusammengestellt:

  • Zero Waste: Weniger Müll ist das neue Grün

Das Einsteigerbuch für alle, die ganz unkomplizierte und alltagstaugliche Tipps zum Thema Zero Waste suchen. Shia Su lebt seit rund vier Jahren müllfrei und ist überzeugt davon, dass dieser Lebensstil gar nichts mit Verzicht zu tun hat, sondern das Leben viel angenehmer macht. Zero Waste ist ein Buch über Verpackungswahn und Müllberge und zeigt auf, wie du selbst effektiv etwas dagegen tun kannst.

  • Die Öko-Challenge – Bewusster leben und konsumieren

Wusstest du, dass wir in Deutschland pro Stunde etwa 320.000 Coffee-to-go-Becher verbrauchen? Oder dass 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel pro Jahr auf der Welt verderben? Die Öko-Challenge ist ein Buch für alle, die Statistiken lieben und die schonungslose Wahrheit vertragen. Mit interessanten Fakten rund um die Themen Plastik, Müll, Energie, Wasser, Ernährung und Konsum sowie 52 Öko-Tipps für ein nachhaltigeres Leben.

  • Und jetzt retten wir die Welt: Wie du die Veränderung wirst, die du dir wünschst

„Willst du die Welt verändern… dann verändere dich.“ Ilona Koglin und Marek Rohde geben dir in ihrem Ratgeber Und jetzt retten wir die Welt viele spannende Tipps und neue Ideen zu den Themen Ernährung und Wohnen bis hin zu Reisen und Mobilität. Ein Handbuch für Idealisten und Querdenker, die Nachhaltigkeit in den Alltag integrieren wollen. Zu dem Buch gibt es sogar eine eigene Website mit Video-Tagebuch und Aktionen zum Mitmachen.

Die Welt braucht deine Generation und dich!

Wie du siehst, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Und das wird auch höchste Zeit! Was Generationen vor uns versäumt haben, können wir nun in die Hand nehmen und verbessern. Es ist an der Zeit, weltweit ein Umdenken zu fordern und das eigene Leben nachhaltiger zu gestalten. Fang bei dir selbst an und ziehe immer größere Kreise. Egal, ob du dich dabei einer Organisation anschließt und Geld spendest, deine Stimme einem Umweltziel gibst, deine Kleidung recycelst oder weniger Müll produzierst: Wichtig ist, dass wir nicht nur verantwortlich sind für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

Das könnte Dich auch interessieren