In einer neuen Folge Alles Easy: 3D-Druck
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Funkmast, der mit 5G den Weg ins Gigabit-Zeitalter ermöglicht

Alles Easy: Wie 3D-Drucker heute schon die Welt verändern

Was macht 3D-Druck eigentlich so beson­ders und was kön­nen die High­tech-Druck­er heute schon alles her­stellen? Wir wer­fen einen Blick auf den aktuellen Stand der Tech­nolo­gie und zeigen Dir verblüf­fende Dinge aus dem 3D-Druck­er.

In ein­er neuen Folge Alles Easy nimmt Vanes­sa Dich mit in die span­nende Welt des 3D-Drucks. Sie ver­rät Dir alles Wis­senswerte und zeigt Dir, wie 3D-Druck­er heute und in Zukun­ft die Welt verän­dern kön­nen.

Wie funktioniert 3D-Druck eigentlich?

3D-Druck klingt ziem­lich futur­is­tisch, doch eigentlich ist es ganz ein­fach. Stell Dir Deinen Druck­er zuhause vor, der eine Schicht Tinte auf Papi­er aufträgt. Ein 3D-Druck­er funk­tion­iert fast genau­so, bloß mit anderem Mate­r­i­al als Tinte und ohne Papi­er. Und damit tat­säch­lich ein drei­di­men­sion­ales Objekt entste­ht, gibt es nicht nur eine Schicht, son­dern richtig viele übere­inan­der. Dazu macht ein 3D-Druck­er das jew­eilige Druck­ma­te­r­i­al erst ein­mal flüs­sig, zum Beispiel durch Schmelzen. Dann trägt er eine Schicht auf und lässt sie hart wer­den. Danach kommt die näch­ste Schicht. Dein 3D-Druck­er wieder­holt diesen Vor­gang so lange, bis das Objekt fer­tig ist.

Oft ver­wen­den 3D-Druck­er Kun­st­stoffe als Mate­r­i­al, denn die lassen sich leicht schmelzen und härten auch schnell wieder aus. In der Indus­trie oder beim Bau eines ganzen Haus­es kom­men natür­lich auch andere Mate­ri­alien zum Ein­satz, zum Beispiel Met­all, Beton oder Keramik.

Damit der 3D-Druck­er weiß, wo er wann welch­es Mate­r­i­al auf­tra­gen soll, gibt es virtuelle 3D-Mod­elle. Diese bein­hal­ten alle Infor­ma­tio­nen und lassen sich fast wie ein Textdoku­ment aus­druck­en. Nur eben nicht flach auf Papi­er, son­dern Schicht für Schicht in 3D.

Was 3D-Druck so besonders macht

Eine weit­ere Gemein­samkeit mit einem herkömm­lichen 2D-Druck­er ist die Tat­sache, dass Du natür­lich ganz ver­schiedene Dinge druck­en kannst. Mit Tinte oder Laser auf Papi­er ist das keine Inno­va­tion. Schließlich druckt ein 2D-Druck­er sowohl Text als auch Fotos prob­lem­los hin­tere­inan­der aus. Doch in 3D entste­hen durch diese Indi­vid­u­al­ität ganz neue Möglichkeit­en. Was vorher Indus­trie-Maschi­nen im star­ren Fließband­modus erledigt haben, kön­nen 3D-Druck­er heute ganz indi­vidu­ell angepasst erledi­gen.

3D-Drucker in der Medizin

In der Medi­zin kön­nen bere­its Prothe­sen nach Maß ange­fer­tigt wer­den. Sie passen dann nicht nur opti­mal, son­dern ermöglichen auch viel natür­lichere Bewe­gun­gen.

Und sog­ar Organ-Mod­elle kom­men inzwis­chen aus dem 3D-Druck­er. Wenn eine Oper­a­tion anste­ht, kön­nen sich Ärzte das Organ des Patien­ten in sein­er indi­vidu­ellen Beschaf­fen­heit von einem 3D-Druck­er erschaf­fen lassen. So kann ein Chirurg den anste­hen­den Ein­griff schon vor­ab pla­nen. Solch eine orig­i­nal­ge­treue Vor­lage wäre ohne 3D-Druck­er nicht so ein­fach möglich. Stattdessen müssten die Ärzte sich während der Oper­a­tion einen Ein­blick ver­schaf­fen, während der Patient länger unter Narkose und damit einem höheren Risiko aus­ge­set­zt ist.

Doch vor allem in der Forschung sind 3D-Druck­er hil­fre­ich. Weltweit arbeit­en unzäh­lige Forsch­er mit Hil­fe von 3D-Druck­ern an der Lösung für die unter­schiedlich­sten Gesund­heit­sprob­leme. So kön­nte in Zukun­ft ein bion­is­ches Auge Blind­en wieder das Augen­licht schenken und die Sehkraft bei sehen­den Men­schen deut­lich verbessern. Der erste Schritt dor­thin ist dank 3D-Druck bere­its erfol­gre­ich absolviert.

Ein Haus aus dem 3D-Drucker

Stein auf Stein, das Häuschen wird bald erst fer­tig sein. Wer fleißige 3D-Druck­er sehen möchte, sollte sich beim Haus­bau beeilen. In Rus­s­land haben die Maschi­nen näm­lich inner­halb von nur drei Tagen den Rohbau ein­er Vil­la mit sat­ten 1.000 Quadrat­metern gedruckt. Noch beein­druck­ender sind allerd­ings die 3D-Druck-Pro­jek­te für diejeni­gen auf der Welt, die drin­gend ein Dach über dem Kopf benöti­gen. Inner­halb von nur 24 Stun­den schafft das Start-up Icon es, ein fer­tiges 60-Quadrat­meter-Haus zu druck­en.

Chefkoch 3D-Drucker: Das Food-Ink-Restaurant

Mit dem Slo­gan „Taste tomor­row today“ (Pro­biere heute schon die Zukun­ft) heißt das Food-Ink-Restau­rant Dich willkom­men. Dort kannst Du genüsslich in ein Stück Zukun­ft beißen. Das beson­dere Restau­rant serviert Dir näm­lich Speisen aus dem 3D-Druck­er. Das Menü aus ins­ge­samt neun Gän­gen beste­ht aus speziellen Lebens­mit­tel­pas­ten, die Schicht für Schicht übere­inan­der gedruckt wer­den. Super schick sieht es auf jeden Fall aus. Ein Bild vom Geschmack kannst Du Dir vor Ort in Lon­don machen.

3D-Druck wird alltagstauglich

Bis­lang waren 3D-Druck­er ziem­lich teuer und deshalb oft nur für Unternehmen inter­es­sant. In Zukun­ft soll sich das jedoch ändern. So kön­nte es dem­nächst schon völ­lig nor­mal sein, einen 3D-Druck­er zu besitzen und damit aller­lei nüt­zliche Dinge selb­st auszu­druck­en. Stell Dir vor, Du möcht­est am Son­ntag noch kurz ein Bild aufhän­gen, doch Dir fehlt der passende Dübel, um es sich­er zu befes­ti­gen. Anstatt das Vorhaben abzublasen, kannst Du Dir das benötigte Teil ein­fach selb­st mit dem 3D-Druck­er her­stellen und im Han­dum­drehen ver­wen­den. Eine ganz indi­vidu­elle Hülle für Dein neues Smart­phone? Abso­lut kein Prob­lem. Eine Bas­tel-Unter­lage für Deinen Schreibtisch? Ist selb­stver­ständlich möglich. Dein Hand­tuch­hak­en ist abge­brochen? Druck Dir ein­fach einen neuen aus.

Was würdest Du mit einem 3D-Druck­er bei Dir zuhause als erstes aus­druck­en? Hin­ter­lasse uns einen vielschichti­gen Kom­men­tar.

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