Das schillernde Pokémon Katapuldra
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Soldaten und Soldatinnen in Battlefield 2042
Szene aus Read Dead Redemption 2
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Pokémon-Karten: Wert bestimmen, graden lassen und verkaufen

Du hast Dir einige Poké­mon-Boost­er gekauft oder alte Kind­heitss­chätze im Keller ent­deckt? Dann möcht­est Du jet­zt sich­er den Wert Dein­er Poké­mon-Karten bes­tim­men. Wie das geht, was es bedeutet, eine Poké­mon-Karte graden (also bew­erten) zu lassen und wo das möglich ist – all diesen Fra­gen wer­den wir im Fol­gen­den auf den Grund gehen.

Viele haben inzwis­chen real­isiert, dass Poké­mon-Karten das Zeug zu ein­er echt­en Wer­tan­lage haben. Es gibt Karten, die einen immens hohen Wert besitzen. Für eine beson­ders sel­tene und gut erhal­tene Karte zahlen pas­sion­ierte Sammler:innen ein Ver­mö­gen: Für den Wert kannst Du teil­weise einen Klein­wa­gen kaufen oder ein Haus bauen.

Die Erstau­flage ein­er Glu­rak-Karte aus dem Jahr 1999, auf der sich ein Druck­fehler eingeschlichen hat­te, wurde beispiel­sweise im Dezem­ber 2020 für 369.000 US-Dol­lar verkauft. Klar, dass nun jed­er im Keller oder auf dem Dachbo­den nach ver­bor­ge­nen Schätzen sucht.

Das Poké­mon-Sam­melka­rten­spiel gibt es seit 1996 – und es war schon damals so beliebt, dass Poké­mon-Karten in beina­he jedem Kinderz­im­mer zu find­en waren. Über die Jahre blieb es das Hob­by einzel­ner Sammler:innen. Doch heute kehrt der Hype dank ver­siert­er YouTuber:innen und Streamer:innen auf Twitch zurück. Und jed­er stellt sich die eine Frage: Was sind meine Poké­mon-Karten wert?

Pokémon-Karten: Wert bestimmen – Seltenheit ermitteln

Alle Karten im Poké­mon-Sam­melka­rten­spiel haben eine soge­nan­nte Sel­tenheitsstufe. Die Sel­tenheitsstufe find­est Du meis­tens unten rechts. Sie wird durch die fol­gen­den Sym­bole definiert:

  • • ste­ht für häu­fig. In den meis­ten Boost­ern sind fünf solch­er Karten enthal­ten.
  • ♦ ist auf außergewöhn­lichen Karten aufge­druckt. In Boost­ern gibt es in der Regel drei dieser Karten.
  • ★ ste­ht für sel­ten. In Boost­ern find­et sich nor­maler­weise eine sel­tene Karte.
  • ★H oder ★★★ sind noch etwas sel­tener. Das H im Sym­bol ste­ht für den holo­grafis­chen Effekt der Karte. In Boost­ern erset­zen sie die sel­tene Karte mit einem ein­fachen Stern.
  • Ultra Rares sind eben­falls mit einem ★ verse­hen, heben sich jedoch durch ihr Kar­tende­sign von sel­te­nen Karten ab. Die meis­ten ultra­sel­te­nen Karten weisen zusät­zliche Beze­ich­nun­gen im Namen auf, wie etwa GX, Lv.X oder ex. Viele dieser Karten sind in gutem Zus­tand bere­its einige Euro wert.
  • Rain­bow Rares sind kom­plett sil­berne Karten mit einem auf­fäl­li­gen Regen­bo­gen­ef­fekt. Sie besitzen eine spür­bare Prä­gung und sind noch sel­tener als ultra­sel­tene Karten. Rain­bow Rares wer­den in der Regel zu einem mit­tleren zweis­tel­li­gen Euro-Betrag gehan­delt.
  • Secret Rares sind von Gold­ef­fek­ten über­sät. Du erkennst sie am gold­e­nen ★H-Sym­bol, dem gold­e­nen Rand und am funkel­nden Erschei­n­ungs­bild. Sie gehören zu den sel­tensten Poké­mon-Sam­melka­rten.

Besitzt Du Karten, die kein Sel­tenheitssym­bol haben, han­delt es sich wahrschein­lich um soge­nan­nte Fixed-Rar­i­ty-Karten. Sie stam­men aus beste­hen­den Decks und sind prak­tisch entwertet, wie es etwa bei Starterk­its üblich ist. Durch das fehlende Sym­bol soll eine Ver­wech­slung mit den Karten inner­halb eines Boost­ers ver­mieden wer­den.

Zudem gibt es Promokarten. Das „Pro­mo“ ste­ht für Pro­mo­tion. Der­ar­tige Karten erhältst Du auss­chließlich bei beson­deren Events, wie Welt­meis­ter­schaften sowie aus Tin-Box­en, Blis­tern und anderen Box­en. Ein teures Beispiel ist die Kanga­ma-Karte aus einem Fam­i­lien­turnier in Japan, das 1998 stat­tfand.

Drei Pokémon-Karten unterschiedlicher Seltenheit

Wert anhand von Jahr und Auflage bestimmen

Lei­der lässt sich nicht pauschal sagen, dass sel­tene Poké­mon-Karten mehr wert sind als andere. Oft spie­len auch das Erschei­n­ungs­jahr und die Auflage eine Rolle. Karten, die nicht mehr gedruckt wer­den, erzie­len einen deut­lich höheren Wert. Und Nach­drucke haben einen niedrigeren Wert als Erstau­fla­gen.

Erstau­fla­gen erkennst Du an dem „1st Edition”-Symbol, das sich in der Regel mit­tig am linken Karten­rand befind­et. Das Alter Dein­er Exem­plare kannst Du in der unter­sten Zeile am Fuß der Karte able­sen.

Beson­ders wertvoll sind Karten, die aus den Jahren 1999 und 2000 stam­men. Find­est Du die Beze­ich­nung „Wiz­ard” in der let­zten Zeile, ist das ein gutes Zeichen: Sie ver­trieben die ersten Poké­mon-Karten auf dem englis­chsprachi­gen Markt im Jahr 1998.

Pokémon-Karten: Wert herausfinden und verkaufen

Um her­auszufind­en, wie teuer Du Deine Poké­mon-Sam­melka­rten verkaufen kannst, empfehlen wir Dir einen Blick in die Ange­bote der Por­tale card­mar­ket, Lot­ti­Cards oder eBay. Nutze für die Suche die Karten­num­mer. Die find­est Du meis­tens unten rechts neben dem Sel­tenheitssym­bol.

Auf den genan­nten Web­seit­en kannst Du Deine Karten auch direkt online verkaufen. Bevorzugst Du den per­sön­lichen Han­del, eignen sich Flohmärk­te und Messen.

Berück­sichtige beim Ermit­teln des Preis­es für Deine Poké­mon-Karten unbe­d­ingt den Zus­tand Dein­er Sam­melob­jek­te, denn er ist maßge­blich für den Verkauf­spreis. Dellen, Knicke und Kratzer min­dern den Preis sehr stark.

Kleine weiße Punk­te am Karten­rand wirken sich nicht so stark aus. Auch das soge­nan­nte Cen­ter­ing spielt eine Rolle: Karten mit gutem Cen­ter­ing haben iden­tisch bre­ite Rah­men an jed­er Seite. All diese Fak­toren sind beson­ders beim Graden wichtig.

Was ist Grading?

Beim Grad­ing schickst Du Deine Poké­mon-Sam­melka­rten an einen offiziellen Grad­ing-Ser­vice. Dieser bew­ertet den Karten­zu­s­tand, zer­ti­fiziert ihn und schützt Dein Exem­plar in ein­er beson­deren Hülle vor zukün­fti­gen Schä­den. Das Zer­ti­fikat ist Teil der Hülle und enthält neben all­ge­meinen Dat­en auch die Bew­er­tung in Form ein­er Zahl. Eins ist die schlecht­este, zehn die beste Bew­er­tung.

Wo lasse ich meine Karten graden?

Der bekan­nteste Grad­ing-Ser­vice ist PSA (Pro­fes­sion­al Sports Authen­ti­ca­tor). Ein Grad­ing bei PSA kostet Dich zwis­chen 20 und 10.000 Euro pro Karte. Je wertvoller Deine Karte, desto mehr zahlst Du auch. Die Bew­er­tungskri­te­rien der PSA sind nicht so streng wie die ander­er Grad­ing-Ser­vices.

BGS (Beck­ett Grad­ing Ser­vice) bew­ertet dage­gen strenger und spielt in der inter­na­tionalen Poké­mon-Com­mu­ni­ty eben­falls eine große Rolle. Bish­er ori­en­tierten sich die Kosten bei BGS an der Anzahl der Karten, die Du ein­schickst. Je mehr Karten es sind, desto niedriger wird der Preis pro Karte ange­set­zt. Auf­grund aktueller Umstruk­turierun­gen ist die Preis­poli­tik von BGS allerd­ings nicht mehr so trans­par­ent.

PSA und BGS sitzen in den Vere­inigten Staat­en. Bedenke also die Ver­sand­kosten, die zusät­zlich zu den Grad­ing-Kosten auf Dich zukom­men. Außer­dem müssen Kund:innen der bei­den Grad­ing-Ser­vices teils sehr lange warten, bis ihre geliebten Samm­ler­stücke zu ihnen zurück­kom­men.

Möcht­est Du Deine Karte zum Graden deshalb nicht quer über den Atlantik schick­en, kannst Du GSG (Gold-Stan­dard-Grad­ing) nutzen. Die GSG-Zer­ti­fizierung gewin­nt im europäis­chen Raum zunehmend an Bedeu­tung. Und: Der pauschale Preis von 20 Euro pro gegrade­ter Karte ist sehr kun­den­fre­undlich.

Darüber hin­aus gibt es noch den deutschen Grad­ing-Ser­vice der Fir­ma Lot­ti­Grad­ing. Die Prü­fung von Sam­melka­rten kostet dort zwis­chen 19,99 Euro und 49,99 Euro. Allerd­ings soll­test Du wis­sen, dass das Ange­bot von Lot­ti­Grad­ing bei Poké­mon-Fans noch nicht so bekan­nt und anerkan­nt ist, wie es zum Beispiel bei den Grad­ing-Ser­vices von PSA oder BGS der Fall ist.

Unsere Empfehlung: Wende Dich für das Grad­ing hochw­er­tiger Karten an die Ser­vices von PSA und BGS. Das Grad­ing von ger­ing­w­er­ti­gen Karten soll­test Du dem Anbi­eter GSG über­lassen. Wichtig: Schließe beim Ver­sand von teuren Exem­plaren unbe­d­ingt eine Trans­portver­sicherung ab, um beim eventuellen Ver­lust der Sendung den ent­stande­nen Schaden erstat­tet zu bekom­men.

Ist der neueste Hype um die Poké­mon-Sam­melka­rten an Dir vor­beige­zo­gen? Oder bist Du sog­ar im Besitz von Karten der neuesten Edi­tion? Ver­rate es uns in den Kom­mentaren.

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