Ein Alien aus dem Spiel Mass Effect Legendary Edition
© 2021 Electronic Arts Inc.
Soldaten und Soldatinnen in Battlefield 2042
Szene aus Read Dead Redemption 2
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Mass Effect: Legendary Edition in der featured-Spielekritik – Eine bahnbrechende Weltraum-Odyssee in neuem Glanz

Mit der „Mass Effect: Leg­endary Edi­tion“ ver­fracht­en Dich Bioware und Elec­tron­ic Arts zurück in den Orbit, ans Deck der Nor­mandy. Welchen Ein­druck das auf­polierte Wider­se­hen mit Com­man­der Shep­ard und sein­er Crew bei uns hin­ter­lassen hat, erfährst Du in der fea­tured-Spielekri­tik.

Die „Mass Effect“-Trilogie ist eine der beliebtesten Videospiel­rei­hen aller Zeit­en. Mit dem aus­ge­wo­ge­nen Mix aus ras­an­ter Deck­ungs-Shoot­er-Action, raf­finierten Rol­len­spiel-Ele­menten und ein­er mitreißen­den Sto­ry kon­nte das Entwick­ler­stu­dio Bioware zahlre­iche Spieler:innen für den Kampf gegen die mys­ter­iösen Reaper begeis­tern. Nach­dem der Auf­takt der Serie mit­tler­weile 14 Jahre her ist und die Rei­he zum Ende der siebten Kon­solen­gener­a­tion um 2013 ihren Abschluss fand, haben sich Bioware und Elec­tron­ic Arts (EA) entsch­ieden, die dre­it­eilige Wel­traum-Odyssee neuaufzule­gen. Was Mass Effect: The Leg­endary Edi­tion vom Orig­i­nal unter­schei­det und ob es das inter­galak­tis­che Epos noch heute schafft, die Spieler:innen zu fes­seln, liest Du hier.

Die Story der Mass-Effect-Trilogie: Ein intergalaktisches Epos

Was Fans der Mass-Effect-Serie beson­ders schätzen, ist die aus­gek­lügelte Geschichte, die mit den drei Ablegern der Serie und deren enormer Spielzeit erzählt wird. Der Auf­takt der Rei­he ver­frachtet Dich in das Jahr 2183. Hier wirst Du  als Com­man­der Shep­ard zusam­men mit Dein­er Crew auf eine streng geheime Bergungsmis­sion entsandt. Während dieser Mis­sion erlangst Du ein Arte­fakt, das auf die bevorste­hende Inva­sion der Reaper, ein­er hochen­twick­el­ten Alien­spezies, ver­weist. Ein Spiel auf Zeit begin­nt, in dem Du Infor­ma­tio­nen über den nahen­den Angriff des unbekan­nten Fein­des sam­melst und gle­ichzeit­ig einem ehe­ma­li­gen Ver­bün­de­ten, der im Kon­takt zu den Reapern ste­ht, auf die Schliche kommst.

Nach den Geschehnis­sen des ersten Teils führt „Mass Effect 2“ die Aben­teuer der Shep­ard-Crew fort. Die insek­toide Alien­spezies namens Kollek­toren ent­führt Men­schenkolonien, um sie für ihre per­fi­den Zwecke zu benutzen. Als sich zudem her­ausstellt, dass die Kollek­toren in Verbindung zu den Reapern ste­hen, wird das Anliegen umso wichtiger. Deshalb geht es zunächst den Kollek­toren an den Kra­gen, bevor in „Mass Effect 3“ die bom­bastisch insze­nierte Abrech­nung mit den Reapern fol­gt.

Kameradschaft, Freundschaft, Liebschaft 

Eins der größten Rol­len­spiel-Ele­mente der Serie sind die Beziehun­gen, die Du zu jedem einzel­nen Crewmit­glied aus­bauen kannst. In Kon­ver­sa­tio­nen hast Du ver­schiedene Antwort­möglichkeit­en, die sich auf das Ver­hält­nis von Shep­ard und seinem Gegenüber auswirken. Je nach­dem, mit welch­er Gesin­nung Du einem Crewmit­glied gegenüber­trittst, reagiert es entsprechend auf Dich. So kann aus ein­er Kam­er­ad­schaft eine Fre­und­schaft und aus ein­er Fre­und­schaft gar eine Lieb­schaft wer­den.

Lernst Du Deine Crew bess­er ken­nen und gewinnst deren Ver­trauen, hat das nicht nur Vorteile im Kampf, son­dern gewährt Dir Ein­blicke in optionale Sto­ry­lines, die Dich auf inter­es­sante Mis­sio­nen schick­en. Diese kleinen Neben­erzäh­lun­gen sind es, die den Haupthand­lungsstrang von jedem Mass-Effect-Teil mit span­nen­den Nuan­cen schmück­en. Hinzu kommt, dass auch inner­halb der Kam­pagne Entschei­dun­gen getrof­fen wer­den müssen, die nicht nur Auswirkun­gen auf den Sto­ry-Ver­lauf des jew­eili­gen Ablegers, son­dern auf die Geschehnisse der gesamten Trilo­gie haben kön­nen.

Die Crew von Anderson

Jedes Crew-Mit­glied hat seine eigene optionale Geschichte. — Bild: 2021 Elec­tron­ic Arts Inc.

Zurück auf der Normandy

Das Quarti­er und Trans­port­mit­tel Dein­er Crew ist das Raum­schiff Nor­mandy. Damit bereist Du nicht nur unzäh­lige Plan­eten und Raum­sta­tio­nen, son­dern es bietet Dir zudem eine Waf­fenkam­mer, ein Tech-Labor und weit­ere Sta­tio­nen, an denen Du Verbesserun­gen für Waf­fen, Fahrzeuge und Ver­brauchs­ge­gen­stände erstellen kannst. Ver­lässt Du die Nor­mandy, um eine Mis­sion anzutreten, wählst Du zwei Crewmit­glieder aus, die zusam­men mit Dir ein Squad bilden. Im Gefecht kannst Du dann ver­schiedene Squad-Befehle erteilen, um Deine Wider­sach­er mit aus­gek­lügel­ten Kampf­tak­tiken zu über­wälti­gen.

Futuristische Shootouts und Kräfte

Während das erste Mass Effect einen starken Fokus auf Sto­ry­telling und Rol­len­spiel-Ele­mente legt, wird bei den bei­den Nach­fol­gern zudem der Action­charak­ter eines Third-Per­son-Shoot­ers etwas stärk­er ins Ram­p­en­licht gerückt. So ste­hen Dir in Mass Effect: Leg­endary Edi­tion eine Vielzahl an Pis­tolen, Schrot­flinten, Präzi­sions- und Stur­mgewehren und schw­eren Waf­fen zur Ver­fü­gung. Die Waf­fen kön­nen dabei mit Upgrades verbessert sowie mit Mods verse­hen wer­den, um Vorteile im Kampf zu erzie­len.

Zudem ver­fü­gen Shep­ard sowie die einzel­nen Crewmit­glieder über ver­schiedene Kräfte, die je nach Klasse vari­ieren und nach dem Ein­satz ein­er Abklingzeit unter­liegen. So besitzt Morinth beispiel­sweise telekinetis­che Kräfte wie „Ziehen“ und „Wer­fen“, während Dein Wegge­fährte Mordin Solus Feinde mit seinem „Kyro-Strahl“ oder „Ver­bren­nung“ erledi­gen kann. Je nach­dem für welche Klasse Du Dich zu Beginn entschei­dest, ver­fügst Du über unter­schiedliche Kräfte, die  im Ver­lauf Dein­er Odyssee immer stärk­er wer­den, sodass Du nach und nach zur ulti­ma­tiv­en Waffe gegen die Reaper wirst.

Legendary Edition: Die wesentlichen Neuerungen

Hin­sichtlich des Game­plays hat Bioware Mass Effect: Leg­endary Edi­tion eine gründliche Mod­ernisierung ver­passt. Allem voran das Game­play des neuaufgelegten ersten Ablegers, das wesentlich frisch­er und zeit­gemäßer wirkt. Die Steuerung, die im Orig­i­nal-Spiel noch die Kämpfe und Action-Pas­sagen aus­brem­ste, spielt sich nun rei­bungs­los. Dir ste­ht zum Beispiel ein vere­in­facht­es Waf­fen-Menü für Squad-Befehle zur Ver­fü­gung.

Eine Kampfszene aus dem Spiel Mass Effect Legendary Edition

Die Steuerung in Mass Effect: Leg­endary Edi­tion spielt sich rei­bungs­los. — Bild: 2021 Elec­tron­ic Arts Inc.

Auch visuell erstrahlt die Remas­ter-Trilo­gie in neuer Pracht. Beson­ders die Charak­ter­mod­elle sehen durch die hohe Auflö­sung, und die damit erkennbaren Details, wesentlich lebendi­ger aus. Alt­bekan­nte Wegge­fährten wie etwa Gar­rus oder Wrex machen so einen deut­lich authen­tis­cheren Ein­druck. Und apro­pos Authen­tiz­ität: Die einzel­nen Schau­plätze wirken nun eben­falls um einiges real­is­tis­ch­er und atmo­sphärisch­er. Das liegt daran, dass die Weit­sicht, Lichte­in­fälle und auch die Schat­tenset­zung angepasst wurde. Wo manch ein Plan­et vor 14 Jahren einen recht kalten und klaus­tro­pho­bis­chen Ein­druck machte, wirken die Set­pieces nun leb­haft und weitläu­fig. Das ist virtueller Wel­traum-Touris­mus der Extrak­lasse.

Visuell erstrahlt die Remas­ter-Trilo­gie in neuer Pracht. — Bild: 2021 Elec­tron­ic Arts Inc.

Mass Effect 2 und 3 waren zu ihrer Zeit zwar tech­nisch schon auf der Höhe der dama­li­gen Zeit, doch auch hier gibt es einige tech­nis­che Updates. So laufen nun alle Spiele mit ein­er Fram­er­ate von 30 Frames pro Sekunde, im Per­for­mance-Modus sog­ar mit bis zu 60. Wer hinge­gen etwas mehr Detail­re­ich­tum der strahlen­den Wel­ten sehen möchte, kann die Fram­er­ate bei 30 Bildern belassen und dafür die 4K-Auflö­sung aktivieren. Fak­tisch kleine Verän­derun­gen, die alle drei Spiele aber in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Ein Komplettpaket für Fans und Neueinsteiger

Mass Effect: Leg­endary Edi­tion liefert Dir nicht nur die drei Haupt­spiele, son­dern nahezu alle Spiel­er­weiterun­gen, die für die einzel­nen Ableger erschienen sind. Bei 40 DLCs (Down­load­able Con­tent) fehlt lediglich die „Pin­na­cle Station“-Erweiterung, ein Einzel­spiel­er-DLC aus Mass Effect 1, und der Mul­ti­play­er-Modus aus Mass Effect 3. Die Erweiterun­gen sind zudem in die drei Spiele imple­men­tiert, sodass Du diese nicht sep­a­rat down­load­en und instal­lieren musst. Sowohl für alte Veteran:innen der Serie als auch für Neueinsteiger:innen ist die Remas­ter-Col­lec­tion dem­nach mehr als nur einen Blick wert.

Mass Effect: Leg­endary Edi­tion
Plat­tfor­men: PC, PlaySta­tion 5, PlaySta­tion 4, Xbox Series X/S, Xbox One
Release-Datum: 14. Mai 2021
Kosten: ab 59,99 Euro
Pub­lish­er: Elec­tron­ic Arts
Entwick­ler­stu­dio: Bioware

Wirst Du Dich mit der Mass Effect: Leg­endary Edi­tion (erneut) in die Aben­teuer von Shep­ard und sein­er Crew stürzen? Ver­rate uns Deine Mei­n­ung zur Remas­ter-Col­lec­tion in den Kom­mentaren!

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