Eine Gruppe von Astronauten
Screenshot aus dem Trailer zu "Kirby Fighters 2"

„Among Us“: Alles zum derzeit beliebtesten Online-Murder-Mystery

Ein Indie-Spiel, bei dem Astro­naut­en Kabel umsteck­en müssen, ste­ht auf ein­mal oben in den Steam­charts zwis­chen PUBG und Rain­bow Six? Hier erfährst Du alles, was Du über den Mur­der-Mys­tery-Über­raschung­shit „Among Us“ wis­sen musst, bei dem echte Fre­und­schaften auf dem Spiel ste­hen.

Du sitzt mit anderen Men­schen fest und musst Dein Über­leben sich­ern. Unter Dein­er Gruppe befind­en sich ein bis drei Indi­viduen mit bösen Absicht­en. Wem kannst Du ver­trauen? Das Spiel­prinzip von „Among Us“ erin­nert an das beliebte Gesellschaftsspiel „Die Wer­wölfe von Düster­wald“, in dem man als Dorf­be­wohn­er gemein­sam einen Wer­wolf unter sich aus­machen muss. Wir ver­rat­en Dir, warum das Online-Game „Among Us“ derzeit so erfol­gre­ich ist.

Among Us: Das Spielprinzip

In „Among Us“ bist Du Teil ein­er Crew, die sich darum küm­mern muss, dass auf ihrem Raum­schiff, ihrer Plan­eten­ba­sis oder Raum­sta­tion alles Heile bleibt. Dafür gibt es eine Menge Baustellen, um die man sich einzeln oder zu zweit küm­mern muss. Das Prob­lem ist allerd­ings, dass sich unter die Crewmit­glieder auch das ein oder andere Alien gesellt hat. Äußer­lich nicht von den anderen zu unter­schei­den, sabotieren sie die Mis­sion und brin­gen in unbeobachteten Momenten die pflicht­be­wussten Astro­naut­en um die Ecke.

Für eine Par­tie braucht es min­destens vier Spiel­er, aber je mehr es sind – max­i­mal zehn – desto größer wird das Dra­ma. Ob Du ein Crewmit­glied oder ein meuchel­mor­den­der Hochsta­pler bist, wird am Anfang der Runde bes­timmt. Falls Du die Rolle als Alien bekommst (je nach Team­größe gibt es ein bis drei „Impos­tors“), siehst Du, wer außer Dir sabotiert, gehörst Du zur men­schlichen Besatzung, erfährst Du natür­lich nichts.

Das Spiel ist been­det, wenn die Crew es schafft, alle Auf­gaben auf dem Schiff zu erledi­gen, den Betrüger find­et und von Board wirft oder das Alien das Schiff sabotiert oder alle Mit­glieder umge­bracht hat.

Nach jedem Leichen­fund wird eine Sitzung ein­berufen, um den Betrüger zu ent­lar­ven und vom Schiff zu schmeißen.  Das geht aber nur im Team­chat – und dort fliegen nach ein­er Weile die Fet­zen, da der oder die Hochsta­pler andere beschuldigen müssen, um den Ver­dacht von sich abzu­lenken. n Live-Diskus­sion­srun­den wird abges­timmt, wer am verdächtig­sten ist und ins All gekickt wer­den soll. Wer hier auf den Falschen hört, kann schnell als Leiche enden – und das Ver­trauen in seine besten Fre­unde ver­lieren.

Among Us: Vertraue niemandem!

Im Grup­pen­chat geht es dann ans Eingemachte: „Ich habe JochenX gese­hen, wie er Bel­la im Labor umge­bracht hat!“, kannst Du natür­lich in die Runde wer­fen, aber dann wird JochenX sowas sagen wie: „Quatsch Ayuri, ich habe Dich vor Bel­las Leiche weglaufen sehen!“. Die anderen müssen entschei­den, ob sie einem von Euch glauben und dafür voten, jeman­den vom Schiff zu wer­fen, oder ob sie sich enthal­ten, weil die Lage nicht ein­deutig ist.

Als Mörder bleibt einem also nichts Anderes übrig, als abzus­tre­it­en und möglichst überzeu­gend jemand anderen zu beschuldigen. Je länger Du „Among Us“ spielst, desto bess­er kennst Du die Tück­en des Spiels, und kannst Dir immer dreis­tere Ausre­den ein­fall­en lassen. Die Diskus­sion­srun­den lassen sich per Text oder über externe Voice-Chats wie Dis­cord führen. Die gesproch­ene Vari­ante ist sicher­lich emo­tionaler und psy­chol­o­gisch inter­es­san­ter, während es in den knapp gehal­te­nen Textchats eher logisch und unper­sön­lich­er zuge­ht.

Wenn Du zum Mor­dopfer wirst, kannst Du das Spielgeschehen noch als Geist weit­er­ver­fol­gen, Dich aber nicht mehr an den Grup­pen­chats beteili­gen. Du wirst also Zeuge, wie Dein Mörder sich entwed­er erfol­gre­ich rausre­det, oder sich in einem jäm­mer­lichen Lügengestrick ver­fängt und von den anderen ent­larvt wird.

Among Us: Mini-Krimi auf Twitch

„Among Us“ gibt es schon seit zwei Jahren, das Spiel hat aber bis vor einem Monat nur wenig Aufmerk­samkeit erregt. Kein Wun­der, denn auf den ersten Blick sieht es zwar nett aus, aber nicht nach ein­er beson­ders span­nen­den Angele­gen­heit. Aufre­gend wird das Game erst, wenn es darum geht, das Mur­der Mys­tery im All zu lösen. Denn dann fliegen die Fet­zen in ein­er heißen Diskus­sion­srunde.

Seit August hat „Among Us“ größere Bekan­ntheit auf Twitch erlangt, was der Tat­sache zu ver­danken ist, dass es ziem­lich unter­halt­sam ist, als Zuschauer mitzu­fiebern. Auch auf der Spielplat­tform Steam hat es an Fahrt aufgenom­men: Ende Sep­tem­ber spiel­ten fast 400.000 Gamer zeit­gle­ich den Indie-Hit auf Steam. Mit diesem Reko­rd hat der Indie-Hit Titel wie „GTA V“ und „Team Fortress 2“ hin­ter sich gelassen.

„Among Us“ ist cross-plat­tform-tauglich und für kleines Geld auf Steam und für Smart­phone auf iOS und Android erhältlich.

Name: „Among Us“

Plat­tfor­men: Steam, iOS, Android

Erschei­n­ungs­da­tum: 16. 11. 2018

Entwick­ler: Inner­sloth

Pub­lish­er: Inner­sloth

Preis: 3,99 Euro

Schon bei „Among Us“ dabei? Erzähl uns in den Kom­mentaren von den Dra­men, die Du erlebt hast!

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