„Wo ist Opi?“ – „iNanny“ schafft Sicherheit für Demenzkranke

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„Wo ist Opi?“ – „iNanny“ schafft Sicherheit für Demenzkranke

Zahlreiche Demenzkranke und pflegebedürftige Menschen sind rund um die Uhr auf Betreuung angewiesen. Die Sorge der Angehörigen ist groß. Oft verschwinden Familienmitglieder einfach und finden nicht mehr zurück oder sie stürzen daheim und können keine Hilfe rufen. Dank dem Internet of Things und Vodafone gibt es jetzt eine praktische Lösung, die alle Beteiligten ruhig schlafen lässt. Die „iNanny“ ist ein Gadget, das Betroffene bei sich tragen können. Es sendet Ortungsdaten und kann im Fall der Fälle einen Notruf schicken.

Wenn Du öfters mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährst, wirst Du sicherlich schon mal Durchsagen gehört haben, bei denen nach vermissten älteren Menschen gesucht wird. Vielleicht hast Du auch schon selber miterlebt, wie jemand aus Deiner Familie an Demenz erkrankt ist und wie groß die Sorgen um dessen Sicherheit im Alltag sind.

Häufig verlaufen Betroffene sich auf ihrem täglichen Spaziergang und finden nicht mehr nach Hause. Allein in Deutschland gibt es 1,6 Millionen Demenzkranke, weltweit sind es 50 Millionen registrierte Fälle. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sollen sich diese Zahlen innerhalb der nächsten 30 Jahre sogar verdreifachen. Alle diese Menschen benötigen eigentlich ständige Betreuung, aber dafür gibt es nicht genügend Pflegekräfte.

Hilfe für Demenzkranke mit dem Internet of Things

Mit der „iNanny“ haben Vodafone und Leoworx ein Gadget entwickelt, das dafür sorgt, dass Omi oder Opi jederzeit auffindbar sind und im Notfall sofort Hilfe rufen können. Es handelt sich dabei um ein kleines Ortungsgerät, in dem eine spezielle IoT SIM-Karte von Vodafone steckt. Diese dient nicht der ständigen Überwachung, sendet aber Ortungsdaten an das „iNanny Portal“, die im Notfall genutzt werden können. Taucht der Träger einmal nicht mehr auf, ist es ein Leichtes, seinen aktuellen Standort herauszufinden und ihm zu Hilfe zu eilen. Angehörige und ausgewählte Pflegekräfte können die hilfsbedürftige Person auch umgehend von ihrem Smartphone aus anrufen und mit ihr sprechen.

Es können mit der „iNanny“ auch bestimmte Sicherheitsbereiche festgelegt werden. Verlässt der Träger beispielsweise das Grundstück des Pflegeheims werden automatisch bis zu vier vorher festgelegte Personen per SMS benachrichtigt. Diese können sich dann kurz nach dem Wohlbefinden erkundigen und gegebenenfalls zur Hilfe kommen. Natürlich gibt es auch eine Notruftaste für den Fall der Fälle.

Sichere Datenübertragung garantiert

Wenn es um Datenschutz geht, gibt es bei der „iNanny“ nur wenig Bedenken. Das spezielle Portal, an welches die entsprechenden Daten gesendet werden, ist geschützt vor dem Zugriff von außen. Die Übertragungstechnik für das Internet der Dinge ist unabhängig vom sonstigen Telefonverkehr.

Die „iNanny“ ist mit 77 Gramm ein ziemliches Leichtgewicht und stört absolut nicht beim Tragen. Der Akku hält bei aktiver Nutzung 48 Stunden, eine leicht zu bedienende Dockingstation ist inklusive. Das Komplettpaket für das Gadget kostet 110 Euro.

Hast Du schon Erfahrungen mit Demenzkranken gemacht? Was sagst Du zu IoT-Lösungen wie dieser? Schreib uns Deine Meinung in die Kommentare!

Bilder: © http://inanny.de/

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