Virtual Reality Suit
Mann trägt Galaxy Watch 4 am Arm.
Mann trägt einen blauen Fitnesstracker am Handgelenk.

Motion Capture T-Shirt: Mit E-Skin wirst Du selbst zum Controller

Das Motion Cap­ture-Shirt „E-Skin“ macht Deinen ganzen Kör­p­er zu einem Con­troller. Hier erfährst Du, wie das Next Gen-T-Shirt funk­tion­iert und was es noch kann.

Derzeit basiert Motion Cap­ture vornehm­lich auf Kam­eras. Auch bei VR-Head­sets musst Du derzeit noch Kam­eras auf­stellen, die mit­tels Sen­sorentech­nik das Head­set erfassen. Das E-Skin-Motion-Cap­ture-Shirt des japanis­chen Start-ups Xeno­ma macht diese Kam­eras über­flüs­sig und soll darüber hin­aus alle Vorteile eines nor­malen Shirts haben – vom Tragekom­fort bis zur Waschbarkeit.

E-Skin – Das Motion Capture-Shirt

Das Team von Xeno­ma Inc. sehen E-Skin, so der Name des Shirts, selb­st nicht als Wear­able Device, son­dern als Shirt, das ohne­hin immer trag­bar ist.. Das ist zunächst mal eine inter­es­sante Ansage. Denn: es gibt nicht viele Unternehmen, die ein High-Tech-Shirt wie dieses auf die Fash­ion-Kom­po­nente reduzieren wür­den.

Wie genau Xeno­ma es geschafft hat, die Tech­nolo­gie so flex­i­bel zu gestal­ten, ist natür­lich ein Geschäfts­ge­heim­nis. Viel wichtiger ist aber, dass sie es über­haupt geschafft haben. 14 Dehnungs-Sen­soren und ein 6-achsiger Gyroskop- und Geschwindigkeitssen­sor track­en Deine Hal­tung, Bewe­gung und vor allem die Verän­derung dieser.

Die Dat­en wer­den im E-Skin-Hub, der im Brust­bere­ich sitzt, zen­tri­ert und kön­nen via Blue­tooth zur Weit­er­ver­wen­dung gesendet wer­den. Im fol­gen­den Video kannst Du Dir schon einen ersten Ein­druck von dem Motion Cap­ture-Shirt machen.

Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es für ein Motion-Capture-Shirt?

Das Teil sieht cool aus und scheint einiges auf dem Kas­ten zu haben, aber wofür kannst Du es ver­wen­den? Wie ein­gangs schon gesagt, wäre diese Art Bewe­gung abzunehmen, eine Bere­icherung für den VR- und AR-Sek­tor. Natür­lich wären die Hände außen vor, aber dafür gibt es mit­tler­weile ganz eigene Lösun­gen. Wenn Du aber in der virtuellen Welt mehr zur Ver­fü­gung hast als zwei Con­troller und ein Head­set, dürfte das The­ma Immer­sion neu aufgerollt wer­den. Ger­ade in Fan­ta­sy- und Sci-Fi-Games kön­nten dann Sig­na­ture Moves aus­re­ichen, um bes­timmte Hand­lun­gen auszulösen. Wer denkt noch an Drag­onball Z und das Kame­hame­ha? Xeno­ma will zu dem Shirt in Zukun­ft auch passende Mini-Games anbi­eten.

VR-Suit

Quelle: Xenoma Inc.

Eine weit­ere Möglichkeit ist sicher­lich die Opti­mierung im Bere­ich Sport und Fit­ness. Das fängt bei so offen­sichtlichen Sachen wie dem per­fek­ten Abschlag beim Golf an, kön­nte aber beson­ders an Train­ings­geräten den Zwis­chen­schritt zum dig­i­tal­en Coach darstellen. Denn eine richtige Kör­per­hal­tung ist bei vie­len Fit­nessübun­gen der Unter­schied zwis­chen gesund und unge­sund.

Etwas weit­er gedacht, ist die poten­tielle Anwen­dung im Film- und Fernse­hbere­ich. Die Möglichkeit­en mod­ern­er Nach­bear­beitung wer­den immer erschwinglich­er. Mit ein­er kostengün­sti­gen Motion Cap­ture-Lösung kön­nten auch kleine Indie-Pro­duk­tio­nen den Vorzug dieser Tech­nik genießen, ohne dafür in einen teuren Stu­dioauf­bau investieren zu müssen.

Xenoma Inc. – ein echter Kickstarter

Du hast es Dir natür­lich schon gedacht: Auch E-Skin ist ein Crowd­fund­ing-Pro­jekt. Mit beschei­de­nen 76 Unter­stützern wur­den bere­its knapp 35.000 US-Dol­lar zusam­menge­tra­gen. Der Preis mag zunächst abschreck­en. Umgerech­net knapp 410 Euro kostet das Motion-Cap­ture-Shirt im Ear­ly-Bird-Ange­bot. Ein Vorteil ist dabei allerd­ings, dass schon Sep­tem­ber 2017 geliefert wer­den soll.

Möglich ist das zweifels­frei nur, weil die Forschung bere­its abgeschlossen ist und ver­mut­lich von der Uni­ver­sität Tokyo bezahlt wurde. Denn Xeno­ma Inc. ist ein pri­vatwirtschaftlich­er Ableger der Uni­ver­sität – ent­standen aus einem Forschung­steam, das sich mit anwen­der­fre­undlich­er Tech­nolo­gie und deren Ein­satzmöglichkeit­en beschäftigt hat.

Intel­li­gente Klei­dung? Mess­dat­en direkt aus dem T-Shirt? Wie stehst Du dieser neuen Art Klei­dung gegenüber? Wir freuen uns auf Deinen Kom­men­tar.

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