Links die Apple AirPods Pro, rechts die Beats Studio Buds
© Apple/Beats by Dre
Im Kofferraum eines Autos liegen Wanderschuhe und ein Rucksack, befestigt daran ist der Curve GPS-Tracker von Vodafone.
Samsung Galaxy Watch 3, verpixelt und mit Fragezeichen versehen
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Beats Studio Buds vs. AirPods Pro: Gibt es einen klaren Gewinner?

Apple beherrscht mit seinen Air­Pods Pro den Markt für kabel­lose In-Ears. Kön­nen die neuen Beats Stu­dio Buds das Top­mod­ell vom Thron stoßen?

Beats präsen­tiert mit den Beats Stu­dio Buds seine ersten True-Wire­less In-Ears. Die Ausstat­tung der neuen Kopfhör­er kann sich sehen lassen, auch der Preis stimmt. Musik­fans, die auf kabel­lose In-Ears schwören, dürften bei der Tech­nik, die in den kleinen Stöpseln steckt, hell­hörig wer­den.

Die Lifestyle-Marke Beats schickt sich an, dem Platzhirsch Apple mit seinen Air­Pods Pro Paroli zu bieten – ein Konkur­ren­zkampf im eige­nen Haus, denn Audiospezial­ist Beats gehört seit Jahren zum iPhone-Konz­ern.

Beats Stu­dio Buds vs. Air­Pods Pro – wir ver­gle­ichen die bei­den In-Ear-Mod­elle. Wie schlägt sich der New­com­er gegen das beliebte Top­mod­ell?

Das Design

Die Air­Pods Pro gal­ten mit ihrem eigen­willi­gen Design mit dem kleinen Ohrein­satz und dem aus dem Ohr ragen­den Stiel zunächst als gewöh­nungs­bedürftig. Apple set­zte mit dieser Bauweise allerd­ings Maßstäbe – andere Her­steller imi­tierten den Look. Beats geht mit den Stu­dio Buds einen etwas anderen Weg.

Ohrstücke und Kor­pus sind kom­pak­ter, die Buds verzicht­en auf einen Stiel zugun­sten ein­er Art Knopf, sie wirken wie aus einem Guss – und wiegen nur 5 Gramm das Stück. Die Air­Pods Pro brin­gen je 5,4 Gramm auf die Waage. Die Buds kom­men in den Far­ben Weiß, Schwarz und Rot, die Air­Pods gibt es nur in Weiß.

Die Beats Studio Buds in den Farben Weiß, Rot und Schwarz

Bei der Far­bauswahl kön­nen die Beats Stu­dio Buds mit Vielfalt punk­ten. — Bild: Beats by Dre

Akkulaufzeiten und Lademöglichkeiten

Wie lange hal­ten die kleinen Stöpsel durch, ehe sie wieder aufge­laden wer­den müssen? Ver­trauen wir den Angaben der Her­steller, sind die Beats Stu­dio Buds den Air­Pods Pro in dieser Diszi­plin leicht über­legen.

Die Beats spie­len bis zu acht Stun­den, die Air­Pods lediglich bis zu fünf Stun­den, bis ihnen der Saft aus­ge­ht. Bei aktiv­er Geräuschun­ter­drück­ung schaf­fen die Beats lediglich fünf Stun­den, die Air­Pods gar nur 4,5 Stun­den. Mit Lade­case brin­gen es bei­de Mod­elle auf eine Gesamt­laufzeit von 24 Stun­den – ohne Noise-Can­celling.

Tests der Air­Pods Pro haben dur­chaus län­gere Laufzeit­en ermit­telt. Ob auch die Beats Stu­dio Buds länger durch­hal­ten, als es der Her­steller ver­spricht, wird sich zeigen.

Vorteil Air­Pods Pro bei der Lade­tech­nik: Das Apple-Lade­case lässt sich kabel­los (oder per Light­ning-Kabel) wieder aufladen, die Beats-Box muss per USB-C-Kabel ans Netz.

Das Ladecase der Beats Studio Buds mit USB-C-Kabel

Das Lade­case der Beats Stu­dio Buds kannst Du lei­der nicht kabel­los laden. — Bild: Beats by Dre

Beats Studio Buds vs. AirPods Pro: Die Features

Bei­de Kan­di­dat­en beherrschen Active Noise-Can­celling (ANC), um Umge­bungs­geräusche auszublenden. Außer­dem haben sie einen Trans­parenz­modus an Bord, der bei Bedarf Straßen­verkehr, Ansagen oder Stim­men ans Ohr durch­lässt. Bei­de Mod­elle eignen sich für Sportler, denn sie sind gegen das Ein­drin­gen von Schweiß und Spritzwass­er geschützt.

Auch bei eini­gen Kom­fort­funk­tio­nen sind bei­de Kan­di­dat­en auf Augen­höhe. Die Beats ver­ste­hen sich wie die Air­Pods mit Apples Sprachas­sis­tentin Siri, bei­de Mod­elle lassen sich per Apples „Wo ist“-App orten, Android-Nutzer:innen kön­nen die Beats über die Google-App „Mein Gerät find­en“ aus­find­ig machen.

Stich­wort Android: Apples Air­Pods Pro sind per­fekt abges­timmt auf andere Apple-Geräte – doch wer die In-Ears unter Android nutzt, muss auf ein paar Funk­tio­nen verzicht­en. Beats hinge­gen betont, die Stu­dio Buds seien gle­icher­maßen auf das Zusam­men­spiel mit iPhones und Android-Geräten vor­bere­it­et.

Air­Pods Pro: Die nüt­zlich­sten Funk­tio­nen in der Über­sicht

Dafür haben die Air­Pods Pro einige Fea­tures zu bieten, die Beats-Käufer:innen verge­blich suchen wer­den: Die Apple-Hör­er stop­pen automa­tisch die Wieder­gabe, wenn der Stöpsel aus dem Ohr genom­men wird, und spie­len an der­sel­ben Stelle weit­er, wenn die In-Ears wieder im Gehör­gang steck­en. Und sie verbinden sich automa­tisch mit dem Apple-Gerät, auf dem Nutzer:innen ger­ade ihre Musik, Pod­casts oder andere Audioin­halte hören.

Frau nutzt AirPods in Verbindung mit iPhone und Apple Watch

Die Air­Pods spie­len ihre Stärken ins­beson­dere in Verbindung mit iPhone und Apple Watch aus. — Bild: Apple

Die Klangqualität

Was auch immer Kopfhör­er son­st noch zu bieten haben, sie sind nichts wert, wenn der Sound nicht stimmt, den sie liefern. Die Air­Pods Pro zählen zu den In-Ears mit dem besten Klang, da sind sich viele Nutzer:innen und Test­magazine einig.

Die Air­Pods nutzen dazu unter anderem einen soge­nan­nten adap­tiv­en Equal­iz­er, der über die Innen­mikro­fone erfasst, wie Höhen, Mit­ten und Tiefen je nach Musik ankom­men, und den Klang dynamisch anpasst. In den Beats soll ein Algo­rith­mus die Audio­quelle analysieren, um für einen beson­ders klaren Klang zu sor­gen.

Die Beats-Mach­er ver­sprechen einen „kraftvollen und aus­ge­wo­ge­nen Klang“ und „per­fek­ten Stere­osound“ mit min­i­malen Verz­er­run­gen. Erste Berichte aus den USA, wo die Beats bere­its Ende Juni auf den Markt kom­men, geben den Air­Pods im Ver­gle­ich eine bessere Note, die Beats wür­den weniger volltö­nend klin­gen.

Aber der Klang ist natür­lich auch Geschmackssache, der per­sön­liche Ein­druck und die bevorzugte Musikauswahl zählen min­destens so stark wie Mei­n­un­gen von Expert:innen oder Tests. Für Abonnent:innen von Apple Music inter­es­sant: Auch die Beats beherrschen wie die Air­Pods das neue Apple-Ton­for­mat Spa­tial Audio für 3D-Raumk­lang.

Innerer Aufbau der Apple AirPods Pro

So viel Tech­nik auf so kleinem Raum: Apple set­zt in Sachen Klang Maßstäbe. — Bild: Apple

Der Preis

Einen deut­lichen Unter­schied zwis­chen den Beats Stu­dio Buds und den Air­Pods Pro gibt es beim Preis. Apple ver­langt für seine In-Ears sat­te 279 Euro, die Beats sollen cir­ca 150 Euro kosten. Der Mark­t­start für die Stu­dio Buds ist für Som­mer 2021 geplant.

Die Air­Pods Pro sind bere­its seit Ende 2019 auf dem Markt, daher gibt es immer wieder Ange­bote unter dem offiziellen Apple-Preis, gele­gentlich gibt es die Air­Pods Pro schon für rund 200 Euro. Gut möglich, dass der Preis weit­er nachgibt, wenn das Nach­fol­ge­mod­ell in den Startlöch­ern ste­ht – aber das dürfte erst 2022 der Fall sein. Das gün­stigere Mod­ell dürften die Beats auf jeden Fall bleiben.

Beats Studio Buds vs. AirPods Pro: Das Fazit

Gibt es einen klaren Gewin­ner im Duell Beats Stu­dio Buds vs. Air­Pods Pro? Vor­läu­fig nicht. Das Design ist Geschmackssache, aber die Beats set­zen mit ihrer größeren Far­bauswahl und dem Kom­pakt-Look ein frisches State­ment – Punkt für die Beats.

Bei den Akku­laufzeit­en scheinen sich die Beats – soll­ten Tests und Praxis­er­fahrun­gen die Angaben der Her­steller bestäti­gen – etwas bess­er zu schla­gen als die Air­Pods. Die Air­Pods wiederum lassen sich auch kabel­los laden. Ein Unentsch­ieden in dieser Diszi­plin.

Bei den weit­eren Ausstat­tungsmerk­malen neben ANC und Trans­parenz­modus haben die Air­Pods die Nase vorn. Sie haben einige Fea­tures an Bord, die die Stu­dio Buds nicht mit­brin­gen – ein Punkt für die Air­Pods. Aber: Android-Nutzer:innen fahren mit den Beats wom­öglich bess­er, da sie sys­tem­be­d­ingt nicht von allen Air­Pods-Funk­tio­nen prof­i­tieren kön­nen.

Der Klang ist die große Unbekan­nte in unserem Ver­gle­ich. Erst Tests und eigene Hör­erfahrun­gen mit den Stu­dio Buds kön­nen Hin­weise darauf liefern, welche In-Ears bei der Klangqual­ität bess­er abschnei­den. Die Air­Pods leg­en in dieser Diszi­plin die Lat­te hoch, aber die Neulinge des Audiospezial­is­ten dürften klan­glich eben­falls einiges draufhaben.

Beim Preis ste­ht der Sieger fest: Die Beats Stu­dio Buds kosten laut unverbindlich­er Preisempfehlung 130 Euro weniger als die Air­Pods Pro. Für einen Leis­tung­sum­fang, der dem des Apple-Top­mod­ells sehr nahe kommt, ist das ein sehr fair­er Preis. Soll­ten die Beats auch bei der Klangqual­ität überzeu­gen, kön­nten die Air­Pods Pro bald nur noch für aus­ge­sproch­ene Apple-Liebhaber:innen erste Wahl sein.

Würdest Du zu den Beats Stu­dio Buds statt zu den Air­Pods Pro greifen? Schreib uns Deine Mei­n­ung in einem Kom­men­tar.

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