Oje, ich wachse - Xaveria Plas
International Womens Day
Noemi Ristau und Paula Brenzel in Skianzug

„Oje, ich wachse”: Vom Weltbestseller zur Bestseller-App

Am Anfang war das Buch. Dann wurde aus „Oje, ich wachse!“ von Dr. Het­ty van de Rijt und Dr. Frans Plooij die App „The Won­der Weeks“. Denn Xaviera Plas hat das päd­a­gogis­che Erbe ihrer Eltern in die dig­i­tale Welt über­führt. Eine empow­ernde Erfol­gs­geschichte.

„Oje, ich wachse!“ ist ein Buch, das alle Eltern haben. Unauswe­ich­lich. Und wirk­lich gut. Geschrieben hat es in den Siebzigern ein hol­ländis­ches Forschere­hep­aar, es wurde in 12 Sprachen über­set­zt und mil­lio­nen­fach verkauft. Ihre Tochter, Xaviera Plas, hat das Buch in „The Won­der Weeks“ trans­formiert, eine App und Com­mu­ni­ty mit Tausenden Mit­gliedern – und damit einen Welth­it gelandet.

„The Won­der Weeks“ greift die Idee von „Oje, ich wachse!“ auf – die App erk­lärt die zahlre­ichen kleinen Entwick­lungssprünge, die Babys in ihren ersten Monat­en durch­machen. Und hil­ft frischge­back­e­nen Eltern, mit den vie­len Fra­gen und Unsicher­heit­en zurechtzukom­men. „The Won­der Weeks“ war eine der ersten Apps im App Store über­haupt. Lange, bevor es selb­stver­ständlich wurde, dass jed­er ein Smart­phone besitzt.

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Aus dem erfolgreichen Elternratgeber wird ein Familienunternehmen

Xaviera Plas hat bere­its früh die Chance erkan­nt, die Forschungsergeb­nisse ihrer Eltern noch deut­lich mehr Eltern zugänglich zu machen. Daraus wurde ein glob­al erfol­gre­ich­es Fam­i­lienun­ternehmen. Es gibt inzwis­chen auch eine App mit Ein­schlafhil­fe, Audiobüch­er und die riesige Com­mu­ni­ty, in der sich Eltern untere­inan­der aus­tauschen.

Xaviera leit­et „The Won­der Weeks“ gemein­sam mit ihrem Ehe­mann: „Ich habe nach dem Tod mein­er Mut­ter immer sehr eng mit meinem Vater zusam­mengear­beit­et, er ist inzwis­chen aber im Ruh­e­s­tand. Unsere Tochter unter­stützt uns im Mar­ket­ing, und mein hof­fentlich zukün­ftiger Schwiegersohn küm­mert sich um Finance und Legal. Drei Gen­er­a­tio­nen sind wir nun – was für ein Geschenk!“

„Meine Eltern sind einfach wundervolle Menschen“

Man möchte meinen, mit zwei Päd­a­gogen-Eltern aufzuwach­sen sei eine anstren­gende Angele­gen­heit. Xaviera hat das ganz anders emp­fun­den: „Meine Eltern waren ein­fach nur toll. Immer Mut machend und liebevoll. Ich glaube, das hat gar nichts mit ihren Forschun­gen zu tun, sie sind ein­fach ganz wun­der­volle Men­schen. Meine Mut­ter ist ja lei­der vor 16 Jahren gestor­ben, und ich ver­misse sie jeden Tag. Ich hoffe, sie wäre stolz auf mich.“

Eltern auf der ganzen Welt lieben „The Wonder Weeks“

Wäre sie bes­timmt: „The Won­der Weeks“ ist eine der bestverkauften Apps weltweit, in vie­len Län­dern ganz oben in den Top Ten. Aus dem Best­seller ihrer Eltern hat Xaviera ein Unternehmen mit einem sieben­stel­li­gen Jahre­sum­satz gemacht. Über­rascht hat sie der Erfolg nicht: „Qual­ität! Das unter­schei­det uns von anderen Eltern­rat­ge­ber-Apps. Alle Eltern sehen die ver­schiede­nen Entwick­lungssprünge – und wir ver­sor­gen sie mit dem nöti­gen Wis­sen und damit auch der Rück­ver­sicherung, die sie ver­di­enen.“

„The Won­der Weeks“ arbeit­et schon lange nicht mehr nur mit den Forschungsergeb­nis­sen von Dr. Het­ty van de Rijt und Dr. Frans Plooij. Xaviera Plas arbeit­et mit Uni­ver­sitäten in Schwe­den, Eng­land oder Spanien zusam­men, die Forschun­gen zu frühkindlich­er Entwick­lung betreiben. Und diese ver­sucht sie zeit­gemäß zu über­set­zen: „Ich bin immer auf der Suche nach neuen tech­nis­chen Möglichkeit­en, um Eltern unsere Inhalte noch leichter zugänglich zu machen und ihrem Bedürf­nis gerecht zu wer­den, einen gewis­sen Aufk­lärungsvor­sprung zu haben.“

„Women in Tech“ – ein Thema, das für Xaviera keines ist

Xaviera ist eine der lei­der immer noch weni­gen Frauen, die erfol­gre­ich ein Tech-Start-up leit­en. Und sie hat ein­fach aufge­hört, das zu the­ma­tisieren: „Ich bin Xaviera Plas, CEO von ‚The Won­der Weeks’. Punkt. Nur wenn wir selb­st aufhören, uns auf unser Geschlecht zu reduzieren, wird es irgend­wann selb­stver­ständlich­er.“

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