Oje, ich wachse - Xaveria Plas
Auf dem Bild, das symbolisch für Dokus über Frauen zum Weltfrauentag verwendet wird, ist Marilyn Monroe in einer eleganten Pose zu sehen. Sie trägt ein schwarzes, schulterfreies Kleid mit Spitzenverzierung und Schleifen. Ihr blondes Haar fällt in sanften Wellen, und sie strahlt mit einem freundlichen Lächeln. Der Hintergrund ist unscharf und zeigt Pflanzen, was das Bild natürlich wirken lässt.
Women in Tech

„Oje, ich wachse”: Vom Weltbestseller zur Bestseller-App

Am Anfang war das Buch. Dann wurde aus „Oje, ich wachse!“ von Dr. Het­ty van de Rijt und Dr. Frans Plooij die App „The Won­der Weeks“. Denn Xaviera Plas hat das päd­a­gogis­che Erbe ihrer Eltern in die dig­i­tale Welt über­führt. Eine empow­ernde Erfolgsgeschichte.

„Oje, ich wachse!“ ist ein Buch, das alle Eltern haben. Unauswe­ich­lich. Und wirk­lich gut. Geschrieben hat es in den Siebzigern ein hol­ländis­ches Forschere­hep­aar, es wurde in 12 Sprachen über­set­zt und mil­lio­nen­fach verkauft. Ihre Tochter, Xaviera Plas, hat das Buch in „The Won­der Weeks“ trans­formiert, eine App und Com­mu­ni­ty mit Tausenden Mit­gliedern – und damit einen Welth­it gelandet.

„The Won­der Weeks“ greift die Idee von „Oje, ich wachse!“ auf – die App erk­lärt die zahlre­ichen kleinen Entwick­lungssprünge, die Babys in ihren ersten Monat­en durch­machen. Und hil­ft frischge­back­e­nen Eltern, mit den vie­len Fra­gen und Unsicher­heit­en zurechtzukom­men. „The Won­der Weeks“ war eine der ersten Apps im App Store über­haupt. Lange, bevor es selb­stver­ständlich wurde, dass jed­er ein Smart­phone besitzt.

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Aus dem erfolgreichen Elternratgeber wird ein Familienunternehmen

Xaviera Plas hat bere­its früh die Chance erkan­nt, die Forschungsergeb­nisse ihrer Eltern noch deut­lich mehr Eltern zugänglich zu machen. Daraus wurde ein glob­al erfol­gre­ich­es Fam­i­lienun­ternehmen. Es gibt inzwis­chen auch eine App mit Ein­schlafhil­fe, Audiobüch­er und die riesige Com­mu­ni­ty, in der sich Eltern untere­inan­der austauschen.

Xaviera leit­et „The Won­der Weeks“ gemein­sam mit ihrem Ehe­mann: „Ich habe nach dem Tod mein­er Mut­ter immer sehr eng mit meinem Vater zusam­mengear­beit­et, er ist inzwis­chen aber im Ruh­e­s­tand. Unsere Tochter unter­stützt uns im Mar­ket­ing, und mein hof­fentlich zukün­ftiger Schwiegersohn küm­mert sich um Finance und Legal. Drei Gen­er­a­tio­nen sind wir nun – was für ein Geschenk!“

„Meine Eltern sind einfach wundervolle Menschen“

Man möchte meinen, mit zwei Päd­a­gogen-Eltern aufzuwach­sen sei eine anstren­gende Angele­gen­heit. Xaviera hat das ganz anders emp­fun­den: „Meine Eltern waren ein­fach nur toll. Immer Mut machend und liebevoll. Ich glaube, das hat gar nichts mit ihren Forschun­gen zu tun, sie sind ein­fach ganz wun­der­volle Men­schen. Meine Mut­ter ist ja lei­der vor 16 Jahren gestor­ben, und ich ver­misse sie jeden Tag. Ich hoffe, sie wäre stolz auf mich.“

Eltern auf der ganzen Welt lieben „The Wonder Weeks“

Wäre sie bes­timmt: „The Won­der Weeks“ ist eine der bestverkauften Apps weltweit, in vie­len Län­dern ganz oben in den Top Ten. Aus dem Best­seller ihrer Eltern hat Xaviera ein Unternehmen mit einem sieben­stel­li­gen Jahre­sum­satz gemacht. Über­rascht hat sie der Erfolg nicht: „Qual­ität! Das unter­schei­det uns von anderen Eltern­rat­ge­ber-Apps. Alle Eltern sehen die ver­schiede­nen Entwick­lungssprünge – und wir ver­sor­gen sie mit dem nöti­gen Wis­sen und damit auch der Rück­ver­sicherung, die sie verdienen.“

„The Won­der Weeks“ arbeit­et schon lange nicht mehr nur mit den Forschungsergeb­nis­sen von Dr. Het­ty van de Rijt und Dr. Frans Plooij. Xaviera Plas arbeit­et mit Uni­ver­sitäten in Schwe­den, Eng­land oder Spanien zusam­men, die Forschun­gen zu frühkindlich­er Entwick­lung betreiben. Und diese ver­sucht sie zeit­gemäß zu über­set­zen: „Ich bin immer auf der Suche nach neuen tech­nis­chen Möglichkeit­en, um Eltern unsere Inhalte noch leichter zugänglich zu machen und ihrem Bedürf­nis gerecht zu wer­den, einen gewis­sen Aufk­lärungsvor­sprung zu haben.“

„Women in Tech“ – ein Thema, das für Xaviera keines ist

Xaviera ist eine der lei­der immer noch weni­gen Frauen, die erfol­gre­ich ein Tech-Start-up leit­en. Und sie hat ein­fach aufge­hört, das zu the­ma­tisieren: „Ich bin Xaviera Plas, CEO von ‚The Won­der Weeks’. Punkt. Nur wenn wir selb­st aufhören, uns auf unser Geschlecht zu reduzieren, wird es irgend­wann selbstverständlicher.“

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