Social-Media-Plattformen im Generationencheck: Wer nutzt was?

Mutter und Tochter am Handy
Smartphone und Like Icon
Junge vor Weihnachtsbaum

Social-Media-Plattformen im Generationencheck: Wer nutzt was?

Jet­zt mal Hand aufs Herz: Wirf­st du auch mal schnell einen Blick in deinen Face­book-Account, wenn du wieder mit­ten in der Nacht aufwachst? Und geht dein erster Griff nach dem Auf­ste­hen erst mal zum Smart­phone statt zur Zahn­bürste? Das zuzugeben mag sich pein­lich anfühlen. Aber allein bist du mit diesem Social-Media-Suchtver­hal­ten defin­i­tiv nicht! Eine Studie zeigt, dass über 30 Prozent der unter 25-Jähri­gen ihren Face­book- oder Twit­ter-Account jeden Mor­gen nach dem Aufwachen kon­trol­lieren. Und auch jed­er Fün­fte der über 25-Jähri­gen legt dieses Ver­hal­ten an den Tag. Noch mehr witzige, inter­es­sante und über­raschende Fak­ten zu Social-Media-Plat­tfor­men, den Unter­schieden im Medi­enkon­sum nach Alter und der Medi­en­nutzung von Jugendlichen und Kindern gibt’s jet­zt schwarz auf weiß.

Facebook vs. Instagram

Ganz klar, Face­book und Insta­gram zählen zu den absoluten Social-Media-Gigan­ten. Während Face­book wohl das Urgestein der sozialen Net­zw­erke darstellt, macht Insta­gram als ursprüngliche Foto­plat­tform dem Fre­und­schaft­snet­zw­erk inzwis­chen ordentlich Konkur­renz. Stellt sich die Frage: Welch­es soziale Medi­um macht das Ren­nen und führt die Beliebtheitsskala der Nutzer an?

Jugendliche nutzt Social-Media-Plattform auf dem Smartphone.

Face­book vs. Insta­gram: Welche Social-Media-Plat­tform macht das Ren­nen?

Schauen wir uns mal die beliebtesten sozialen Net­zw­erke laut ein­er Studie von ARD und ZDF in den unter­schiedlichen Alters­grup­pen an: Bei Tee­nies zwis­chen 14 und 19 Jahren liegt Insta­gram auf Platz eins. Jed­er Zweite nutzt die App täglich, dicht gefol­gt von Snapchat. Übri­gens hal­biert sich die Snapchat-Nutzung bei den 20- bis 29-Jähri­gen im Ver­gle­ich zu den Teenagern. Von den Sil­ver Surfern ab 60 nutzen immer­hin etwa sechs Prozent Snapchat von Zeit zu Zeit. Zurück zu Face­book vs. Insta­gram: Unter den Jugendlichen ist Face­book der klare Ver­lier­er. Nur jed­er Vierte nutzt die Social-Media-Plat­tform täglich.

Erweit­ern wir die Alters­gruppe auf 14- bis 29-Jährige, sieht der Bat­tle Face­book vs. Insta­gram bere­its anders aus. Die Youngs nutzen bei­de Plat­tfor­men zu je 36 Prozent täglich – ein Unentsch­ieden. Gehen wir in den Alter­sklassen noch weit­er hoch, ste­ht Face­book auf dem ersten Platz beim Kon­sum sozialer Net­zw­erke. Allerd­ings gilt gle­ichzeit­ig: je höher das Alter, desto weniger sind die User über­haupt in den sozialen Medi­en unter­wegs.

YouTube lieben einfach alle

Keine Über­raschung: Beina­he jed­er zwis­chen 14 und 29 Jahren nutzt YouTube in Deutsch­land. Von Alters­gruppe zu Alters­gruppe sinken die Nutzerzahlen leicht. Allerd­ings kann man wohl get­rost behaupten, dass nach diesen Umfrageergeb­nis­sen wirk­lich alle die Video­plat­tform lieben, da sog­ar in der Kat­e­gorie 60 plus rund 70 Prozent regelmäßig auf YouTube unter­wegs sind. Zwis­chen den Gen­er­a­tio­nen erken­nt man also kaum einen Unter­schied. Dafür zeigen sich bei YouTube deut­liche Dif­feren­zen zwis­chen den Geschlechtern. Die Jim-Studie zeigt, dass Jungs im Web zu 70 Prozent am lieb­sten YouTube nutzen und erst weit danach What­sApp (27 %), Net­flix (20 %), Insta­gram (17 %), Google (12 %) oder Snapchat (9 %). Für Mäd­chen sind Insta­gram, What­sApp und YouTube ca. gle­ich bedeut­sam. Etwa der Hälfte aller weib­lichen Befragten gefall­en diese Social-Media-Plat­tfor­men am besten.

Von YouTube ist der Bogen zu Streamin­gan­bi­etern nicht weit. Hier hat Net­flix nach YouTube klar die Nase vorn. Jed­er zweite Jugendliche nutzt den Stream­ing-Dienst – egal ob es der eigene Account ist oder doch der des Ex-Part­ners. Im Ver­gle­ich dazu schaut nur jed­er Fün­fte Filme und Serien über Ama­zon Prime. Erstaunlich dabei: Jed­er zweite Tee­nie schaut Filme und Serien gemein­sam mit sein­er Fam­i­lie statt alleine!

Zwei Kinder nutzen Social-Media-Plattformen am Smartphone.

Die Jim-Studie und Co. zeigen, wie häu­fig Kinder und Jugendliche Social-Media-Plat­tfor­men nutzen.

Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen

Die Jim-Studie berichtet auch darüber, welche Geräte Jugendliche zum Browsen im Inter­net am lieb­sten ver­wen­den. Wenig über­raschend ste­ht das Smart­phone mit knapp 80 Prozent an erster Stelle. Nur acht Prozent der befragten Tee­nies nutzen primär einen sta­tionären PC, sechs Prozent sitzen vor allem am Lap­top, vier Prozent am Tablet und noch weniger nutzen am lieb­sten die Spielkon­sole oder das Smart-TV als Inter­net­zu­gang.

Stich­wort Smart­phone: Ab wie viel Jahren bekom­men die meis­ten Kinder eigentlich ein eigenes? Eine Studie zur Smart­phone-Nutzung bei Kindern zeigt, dass ger­ade mal sechs Prozent im Alter von sechs bis sieben ein eigenes Smart­phone besitzen. Unter den zehn- bis elfjähri­gen Kindern haben drei von vier Kindern bere­its ein Smart­phone. Ab 12 gehört das Handy zur Grun­dausstat­tung von fast allen Kids. Dabei nutzen die Kinder und Jugendlichen das Gerät zu etwa je 90 Prozent zum Musikhören und Videoss­chauen. Über 80 Prozent tele­fonieren und sur­fen damit im Inter­net. Drei von vier Tee­nies schreiben Kurz­nachricht­en. Social-Media-Plat­tfor­men nutzen laut Umfrage etwa zwei von drei Kindern.

WhatsApp und Alternativen

What­sApp ist laut der Jim-Studie die wichtig­ste App für Jugendliche, gefol­gt von Insta­gram, YouTube und Snapchat. Auch unter den Kom­mu­nika­tion­sapps für Kinder zwis­chen sechs und 13 Jahren ist sie der ein­deutige Sieger im Ver­gle­ich zu Face­book, Insta­gram, Snapchat und Skype. Von 2017 bis 2019 stieg der Anteil von Tee­nie-Nutzern um 15 Prozent auf 55 Prozent. Und das scheint für Eltern gar nicht so uner­freulich: Eine Umfrage zeigt, dass jed­er Zweite die Mes­sen­ger als gut für das Fam­i­lien­leben erachtet: um Bescheid zu wis­sen, wie es Ver­wandten geht, und das Fam­i­lien­leben ein­fach­er pla­nen zu kön­nen. Die beliebteste What­sApp-Alter­na­tive ist übri­gens Telegram.

Ob Face­book vs. Insta­gram, Net­flix vs. YouTube oder What­sApp vs. What­sApp-Alter­na­tiv­en: Über die Gen­er­a­tio­nen hin­weg find­en wir zahlre­iche Gemein­samkeit­en im Medi­enkon­sum eben­so wie gravierende Unter­schiede in der Nutzung der Social-Media-Plat­tfor­men. Am schön­sten ist es doch, wenn die Fam­i­lie auch online zusam­menkommt – dank dig­i­taler Spieleabende, Kinder­fil­men online per Stream­ing­di­enst oder Fam­i­lien­grup­pen auf What­sApp ist das auch kein Prob­lem. Dann kön­nen Eltern und Kinder gegen­seit­ig voneinan­der ler­nen – und wir kön­nen ges­pan­nt sein, welche span­nen­den Ergeb­nisse die Jim-Studie und andere Umfra­gen im näch­sten Jahr für uns bere­i­thal­ten.

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