Welttag der sozialen Kommunikationsmittel: Eine Evolution

The New Pope, Jude Law, John Malkovich, Sky

Welttag der sozialen Kommunikationsmittel: Eine Evolution

Immer am zweit­en Son­ntag im Sep­tem­ber wird der Welt­tag für soziale Kom­mu­nika­tion­s­mit­tel (WdsK) gefeiert. Und auch wenn Face­book, Insta­gram und Co. heute nicht mehr aus unserem Leben wegzu­denken sind, war das nicht immer so. Wir klären, wer sich diesen Tag über­haupt aus­gedacht hat und geben Dir einen Überblick über die Evo­lu­tion der sozialen Kom­mu­nika­tion­s­mit­tel seit Erfind­ung des WdsK – denn ob Du es glaub­st oder nicht, auch das gute alte Tele­fonieren gehört mit dazu.

Keine Erfindung der sozialen Netzwerke

Viele wür­den wahrschein­lich auf die Idee kom­men, dass der Welt­tag der sozialen Kom­mu­nika­tion­s­mit­tel von Face­book, Skype oder von der Telekom­mu­nika­tion­sin­dus­trie geschaf­fen wurde. Aber damit ist man witziger­weise auf dem völ­lig falschen Dampfer – denn der Papst höch­st­per­sön­lich ist ver­ant­wortlich für den Tag, an dem das soziale, kom­mu­nika­tive Miteinan­der gefeiert wird. Im Jahr 1967 wählte Papst Paul VI. den 24. Jan­u­ar als Fest für den heili­gen Franz von Sales aus, welch­er als Schutz­pa­tron der Jour­nal­is­ten gilt. Sei­ther veröf­fentlicht er jedes Jahr am gle­ichen Tag eine Botschaft zum kom­menden Welt­tag der sozialen Kom­mu­nika­tion­s­mit­tel. Diese Botschaft ist dann rich­tungs­gebend für die Feier­lichkeit­en im Sep­tem­ber.

Evolution der Kommunikation

Seit der Ein­führung des Welt­tages vor knapp 50 Jahren hat sich viel getan –  wie Du mit Fre­un­den kom­mu­nizierst, aber auch wie Du Infor­ma­tio­nen ver­mit­telt bekommst.

Smiling receptionist at workStell Dir mal vor, wie grundle­gend anders der dama­lige All­t­ag gewe­sen sein muss: Ende der 60er-Jahre gibt es genau zwei Fernseh­pro­gramme und längst nicht jed­er Haushalt besitzt ein eigenes Tele­fon. Massenkom­mu­nika­tion läuft haupt­säch­lich über die Tageszeitun­gen ab. 1989 kommt das Inter­net dazu, 1992 die ersten Mobil­tele­fone und 1998 geht Google an den Start. Nach­dem die ersten Geschäft­sleute in den 90ern noch teil­weise für Handys belächelt wur­den, ist Kom­mu­nika­tion ohne das Mobil­tele­fon heute unvorstell­bar – schnell und ort­sun­ab­hängig kann man nun Geschäfte abwick­eln oder sich nach den Lieb­sten zuhause erkundi­gen.

Mit der Entwick­lung des Inter­nets zu einem Medi­um für jed­er­mann ver­schob sich Anfang der 2000er-Jahre die Kom­mu­nika­tion mit Nachricht­en zunehmend ins Netz. Ob mit dem PC, Lap­top, Tablet oder dem Handy – soziale Kom­mu­nika­tion wird durch das Inter­net all­ge­gen­wär­tig und noch flex­i­bler.

Die soziale Kommunikation 2016

devices collectionMod­erne Smart­phones sind, wie schon in den let­zten Jahren, beson­ders beliebt als Kom­mu­nika­tion­s­mit­tel. Wenn Du spät dran bist, klin­gelst Du kurz durch und Dein Fre­und ahnt häu­fig schon, wenn Dein Anzeige­bild auf seinem Dis­play erscheint, dass Du Dich um ein paar Minuten ver­spätest. Bist Du noch in der Vor­lesung und kannst noch nicht tele­fonieren, dann ver­schickst Du eine knappe SMS, eine Nachricht per Mes­sen­ger-App oder eine PN über Face­book – schnell und von über­all unkom­pliziert läuft die Kom­mu­nika­tion von heute.

Vor gut 25 Jahren sah das noch völ­lig anders aus: Man wartete neben dem Haustele­fon auf den Anruf des Schwarms, um ihn bloß nicht zu ver­passen. Klin­gelte das Tele­fon uner­wartet, dann musste man sich vorstellen und war ges­pan­nt, wer da wohl am anderen Ende Leitung etwas von einem wollte.
Eine Wun­schvorstel­lung aus der Ver­gan­gen­heit war auch die Videotele­fonie, von der man sich erhoffte, Ver­wandten und Bekan­nten endlich mal wieder in lachende Gesichter schauen zu kön­nen – auch wenn sie am anderen Ende der Welt wohn­ten. Diesen Wun­sch kon­nte die Tech­nik vor gut 10 Jahren erfüllen, sodass es heute völ­lig nor­mal ist, der Tante aus der Schweiz nicht nur „Danke“ für den selb­st­gestrick­en Pul­li zu sagen, son­dern ihr auch direkt zu zeigen, wie gut er passt.

Hat denn niemand die Nummer von Max?

Nach der Schule gin­gen viele ihren eige­nen Weg – auch Du hast vielle­icht den einen oder anderen Fre­und aus den Augen ver­loren. Wer sich dann nach eini­gen Jahren doch mal wieder melden wollte, musste aufwändig recher­chieren. Die Tele­fon­num­mer war nicht mehr vergeben, umge­zo­gen war der Kumpel auch und man fand nie­man­den, der noch in Kon­takt mit ihm stand.

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Das war oft der Fall – bis Ende 2003 das Web 2.0 Einzug in unser Leben erhielt. Zunächst MySpace, dann Stu­di­VZ und nun erlaubt Dir Face­book, allen Bekan­nten und Ver­wandten zu schreiben, mit denen Du in Kon­takt bleiben möcht­est. Und die Wahrschein­lichkeit, die meis­ten Dein­er früheren Bekan­ntschaften wiederzufind­en, ist hoch: Derzeit nutzen 28 Mil­lio­nen Deutsche Face­book.
Den heuti­gen Tag der sozialen Kom­mu­nika­tion­s­mit­tel kön­ntest Du also zum Anlass nehmen, eine längst über­fäl­lige Nachricht an einen guten alten Fre­und zu schreiben, mal wieder Deine Oma anzu­rufen oder – wenn Du Dich ganz aben­teuer­lustig fühlst – ein­fach Deinem Part­ner, Deinen Mit­be­wohn­ern oder Deinen Eltern einen kleinen Zettel mit Grüßen auf dem Küchen­tisch zu hin­ter­lassen.

Wie hat sich Dein per­sön­lich­es Kom­mu­nika­tionsver­hal­ten in den let­zten Jahren geän­dert? Nutzt Du E-Mail, Mes­sen­ger oder schreib­st Du vielle­icht gerne auch mal den einen oder anderen Brief?

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