So speicherst du deine Daten sicher in der Cloud

Animal Crossing: New Horizons in unseren Gaming-Highlights 2020 für die Switch. Foto: Nintendo

So speicherst du deine Daten sicher in der Cloud

Stell dir mal vor, du könntest von überall auf alle deine Fotos, Videos und sonstige Daten zugreifen. Ganz egal, wo du gerade bist. Mal eben deine Bewerbungsunterlagen vom Smartphone aus verschicken, während du im Zug quer durch Deutschland sitzt? Oder dem netten Kellner von der Hotelbar das selbstgeschnittene Video deines letzten Traumurlaubs zeigen? Oder im Fall der Fälle sicher von jedem Gerät auf die Kopie deines Reisepasses zugreifen? Kein Problem! Und zwar ganz einfach mit der Cloud. Doch was ist diese Cloud eigentlich, über die alle reden? Wir verraten es dir und stellen die bekanntesten Anbieter vor. Außerdem zeigen wir dir, worauf du achten solltest, damit deine Daten sicher in der Cloud gespeichert sind.

Cloud? Was ist das eigentlich und warum sollte ich sie nutzen?

Bei einer sogenannten Cloud handelt es sich um einen Webspeicher, in dem du deine Daten wie Fotos, Videos, Dokumente und so weiter speichern kannst. Mittlerweile gibt es eine ganze Menge Anbieter dieser Webspeicher auf dem Markt. Die zwei bekanntesten sind Dropbox und iCloud. Diese stellen wir dir im Folgenden detaillierter vor. Der Vorteil einer Cloud besteht darin, dass du von überall aus auf deine Daten zugreifen und sie bearbeiten kannst. Mit zusätzlichen integrierten intelligenten Features wird die Verwaltung deiner Daten so zum absoluten Kinderspiel. Einzige Voraussetzung: eine bestehende Internetverbindung. Wir können dir die Nutzung einer Cloud wärmstens empfehlen, weil es nicht nur ganz einfach superpraktisch und komfortabel ist, sondern auch für zusätzliche Sicherheit deiner Daten sorgt. Denn falls dein Laptop oder deine Festplatte abhandenkommen oder ihren Dienst quittieren, hast du immer noch eine Kopie deiner Daten in der Cloud zur Verfügung. Und es wäre wirklich sehr schade, wenn deine ganzen Lieblingsbilder auf Nimmerwiedersehen verschwunden wären. Auch im Urlaub ist es sehr gut, auf eine Kopie deines Reisepasses zurückgreifen zu können, falls du ihn mal verlieren solltest. Indem du die Kopie in der Cloud speicherst, geht das ganz einfach und gibt dir zusätzliche Sicherheit.

Frau sitzt an öffentlichem Computer.

Mit Clouds kannst du von jedem Gerät aus auf deine Daten zugreifen.

Dropbox: der Platzhirsch unter den Webspeichern

Einer der bekanntesten und meistgenutzten Cloud-Speicher ist Dropbox. 2007 gegründet, greift der Anbieter bereits auf über 10 Jahre Erfahrung beim Thema Speichern von Daten im Web zurück. Du kannst Dropbox als Webversion nutzen oder über den App Store auf deinem Laptop oder Smartphone als App downloaden. Auf den ersten Blick sieht die App aus wie ein ganz normaler Ordner, in den du Daten ablegen oder herauskopieren kannst. Das Besondere: Die Daten, die du in den Ordner legst, werden in der Cloud gespeichert und der Inhalt des Ordners ständig mit dem Cloud-Speicher synchronisiert – solange du eine bestehende Internetverbindung hast, natürlich. Die ersten 2 GB Speicherplatz sind kostenlos – wenn du mehr Daten speichern möchtest, musst du dafür bezahlen.

Hinsichtlich Sicherheit ist Dropbox durchaus empfehlenswert. Die Infrastruktur und Apps werden regelmäßig auf Sicherheitslücken getestet. In den Datenschutzrichtlinien kannst du ganz klar nachvollziehen, welche Daten Dropbox von dir erhebt, wofür und wie deine Daten geschützt werden. Außerdem unterliegt der Anbieter des Webspeichers den aktuellen EU-Datenschutzvorschriften, das heißt, dass deine Daten nicht an irgendwelche ominösen Dritte weitergeleitet werden, sondern sehr sicher gehandhabt werden.

iCloud: der Webspeicher für alle Apple-User

iCloud ist DER Webspeicher für alle Apple-User. Allerdings auch nur für sie. User anderer Geräte müssen auf andere Anbieter zurückgreifen. Hast du die Cloud einmal aktiviert, arbeitet sie nahtlos mit all deinen Apple-Geräten zusammen. Hierfür musst du zunächst iCloud Drive auf all deinen Geräten, also auf deinem iPhone, iPad, iPad touch oder deinem Mac aktivieren. Wie das genau funktioniert, erfährst du direkt bei Apple. Du kannst die Cloud außerdem nach deinen individuellen Wünschen einrichten, damit wirklich nur Daten in der Cloud gespeichert werden, von denen du auch möchtest, dass sie es werden. Dazu gehst du ganz einfach auf iCloud.com und aktivierst alle Daten, die du zukünftig im Webspeicher sichern möchtest, also z. B. Fotos, Videos, Mails, Kontakte, Kalendereinträge, Aufgaben, Keynotes und so weiter. Nachdem du das gemacht hast, kannst du von jedem Gerät aus auf die Cloud und damit auf deine Daten zugreifen. Und wenn du Änderungen vornimmst, sind diese dank automatischer Synchronisierung sofort und überall wirksam – bestehende Internetverbindung vorausgesetzt. Das Tolle an iCloud ist außerdem, dass deine Daten automatisch nach Momenten, Sammlungen und Jahren geordnet werden und du mit 5 GB sogar mehr kostenlosen Speicherplatz hast als bei Dropbox – wenn du noch mehr Platz in der Cloud haben möchtest, musst du allerdings auch hier bezahlen.

Sicher in der Cloud: Darauf solltest du achten

Damit du und deine Daten wirklich sicher in der Cloud unterwegs seid, stellen wir dir fünf simple Maßnahmen vor, mit denen du dein Konto zusätzlich ganz einfach schützen kannst.

Schütze deine Cloud mit einem starken, individuellen Passwort

Am besten schützt du deine Cloud mit einem Passwort, damit niemand anderes unbefugt auf deine Daten zugreifen kann. Als Faustregel für ein sicheres Passwort gilt, dass du es nirgends anders verwenden solltest, dir leicht merken kannst, es für andere aber schwer zu erraten ist. Klingt ganz schön knifflig? Muss es nicht sein. Du kannst zum Beispiel seltene Wörter benutzen (z. B. Schnurrpfeiferei) oder ein Wort aus mehreren Wörtern kreieren (z. B. Schnurrpfeifvogel). Auch eine ungewöhnliche Rechtschreibung macht dein Passwort sicherer (z. B. Schnurfaifphogäl). Außerdem kannst du Sonderzeichen und Zahlen anstelle von Buchstaben verwenden (z. B. $chnurf3if<Og3l). Fertig ist dein supersicheres Passwort! Wenn du testen möchtest, wie sicher dein Passwort ist und wie lange ein Computer brauchen würde, um es zu knacken, empfehlen wir dir einen Passwort-Checker. In unserem Beispiel würde ein Computer 811 Oktillionen Jahre benötigen, um es zu knacken. Dir geht die Kreativität aus? Kein Problem: Benutze einfach einen Passwort Generator. Außerdem empfehlen wir dir, dein Passwort von Zeit zu Zeit zu ändern – nur um ganz sicher zu gehen. 

Nutze die zweistufige Authentifizierung

Die zweistufige Authentifizierung bietet zusätzlichen Schutz für deine Cloud. Aktivierst du sie, bekommst du jedes Mal, wenn du dich von einem neuen Gerät bei deiner Cloud anmeldest, einen Code per SMS zugesandt, den du zusätzlich zu deinem Passwort eingeben musst. Oftmals ist ein solcher Code zeitlich befristet, das heißt, er ist zum Beispiel 30 Tage lang gültig. Wenn du dich dann wieder anmelden möchtest, bekommst du erst einen neuen Code zur Überprüfung zugesandt, bevor dir Zugriff gewährt wird. Auf diese Weise kannst du dein Konto sehr wirkungsvoll vor unberechtigtem Zugriff schützen.

Speichere keine hochsensiblen Daten in der Cloud ab

Wichtige Verträge, Geschäftsgeheimnisse und sonstige hochsensiblen Informationen haben in der Cloud nichts zu suchen. Auch wenn alle vorgestellten Webspeicher sehr sicher sind und du ein Top-Passwort verwendest, kann nie zu absolut 100 % garantiert werden, dass sie nicht doch geknackt werden. Deshalb gilt: keine hochsensiblen Daten in der Cloud speichern. Doch was ist, wenn du zum Beispiel verreist und eine Kopie deines Reisepasses als Backup in der Cloud speichern möchtest? Kein Problem: Schütze das Dokument einfach mit einem extra Passwort und du bist auf der sicheren Seite.

Speichere Daten nicht nur in der Cloud

Die Cloud ist super, um Backups zu speichern. Schwierig wird es jedoch, wenn die Daten ausschließlich nur noch in der Cloud existieren. Denn auch wenn diese ein sehr sicherer Ort ist, kann dir trotzdem kein Anbieter absolut 100%ige Sicherheit garantieren. Im Problemfall kann das für dich sehr unangenehm werden und im schlimmsten Fall verlierst du deine Daten. Deshalb: Safety first. Sichere deine Urlaubsbilder, Dokumente und Videos zusätzlich auf einer externen Festplatte oder zumindest in einer weiteren Cloud. So bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite – im unwahrscheinlichen Fall, dass mal was passiert.

Dateien freigeben – nur mit Passwort

Du kannst auch Dateien für deine Familie und Freunde freigeben oder sie zum gemeinsamen Bearbeiten einladen. Dazu schickst du ihnen ganz einfach einen Link zu der Datei. Am besten schützt du diese Datei mit einem Passwort – so stellst du sicher, dass auch wirklich nur befugte Personen Zugriff erhalten, selbst wenn der Link Mal zufällig an jemand anderen geraten sollte. 

Mann hält Handy in Himmel.

Clouds bieten dir fast unbegrenzte Möglichkeiten für deine Daten.

Mit Webspeichern auf Wolke 7

Du siehst: Daten in der Cloud zu speichern ist kinderleicht, sicher, komfortabel und einfach superpraktisch! Wir sind auf jeden Fall ganz verliebt in diese Art der Datensicherung und den Möglichkeiten, die sich dadurch eröffnen. Und mit unseren Tipps und Tricks kannst auch du jetzt sofort loslegen!

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