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Smarte Technik für DHL – Wie Dein Kofferraum zum Briefkasten wird

Live-Track­ing, Drohnen und ganz neu auch der Kof­fer­raum: Ver­sand­händler und Logis­tikun­ternehmen loten neue Trans­portwege aus, um Dir Deine Pakete noch schneller und zuver­läs­siger zuzustellen. Was ste­ht in den Startlöch­ern, was gibt es heute schon und an welchen Stellen kann man die Paket­zustel­lung vielle­icht noch verbessern?

Ein Audi voller Post – das Experiment von DHL und Amazon

Warum müssen Deine Pakete eigentlich immer zu Dir nach Hause oder in die Pack­sta­tion geliefert wer­den? Es wäre doch viel beque­mer, wenn Du sie dor­thin geliefert bekom­men würdest, wo Du Dich auch tat­säch­lich aufhältst. Diesem The­ma haben sich Audi, Ama­zon und DHL angenom­men. In einem Pilot­pro­jekt im Raum München sollen ab Mai Ama­zon-Prime-Bestel­lun­gen test­weise auch in den Kof­fer­raum divers­er Aud­is geliefert wer­den. Keine Sorge: Der Paket­zusteller wirft die Ware nicht mit Anlauf durch die Heckscheibe, son­dern bekommt zeit­ges­teuerten, ein­ma­li­gen Zugriff auf den Kof­fer­raum. Der Ser­vice heißt „Audi Con­nect Easy Deliv­ery“ und funk­tion­iert wie fol­gt: Beim Bestel­lvor­gang gib­st Du an, wo sich Dein Audi zum Zeit­punkt der Liefer­ung befind­en wird. Der Zusteller Dein­er Ama­zon-Prime-Bestel­lung erhält dann ein­ma­li­gen Zugriff auf den Kof­fer­raum Deines Aud­is, damit er Dein Paket abliefern kann. Ist der Kof­fer­raum wieder geschlossen, ver­riegelt sich das Auto von selb­st. Für die Zukun­ft plant Ama­zon selb­stver­ständlich, alle Automarken zu beliefern und diesen Ser­vice auch allen Prime-Kun­den anbi­eten zu kön­nen. Wir warten ges­pan­nt.

Same Day Delivery: Paketzustellung durch Drohnen noch am selben Tag

Nochmal Ama­zon, dies­mal jedoch mit einem Drohnen­pro­jekt. Mitte März erhielt Ama­zon in den USA die Erlaub­nis zum Drohnen­test – richtig Freude kam darüber allerd­ings nicht auf, denn die Genehmi­gung gilt nur für ein ganz bes­timmtes Drohnen-Mod­ell, das während des sechs Monate andauern­den Genehmi­gungs-Prozess­es schon wieder ver­al­tet war. Für die weit­er­en­twick­elte Ver­sion der Drohne müsste dann erneut eine Genehmi­gung beantragt wer­den, die wiederum lang­wierig sein dürfte. Aus­gerech­net in Europa scheint dieses Prozedere viel angenehmer: Ama­zon testet fleißig in Großbri­tan­nien – dort näm­lich ist die Genehmi­gung nicht an ein spezielles Drohnen-Mod­ell gekop­pelt. Auch Google und die Deutsche Post lechzen nach Genehmi­gun­gen für Drohnen­tests – und haben auch schon welche erhal­ten. Ein DHL-Pro­jekt ist sog­ar schon in vollem Gange. Der DHL-Paketkopter ver­sorgt schon einige Monate lang die Nord­seein­sel Juist mit eili­gen Medika­menten. Unab­hängig von Flug- und Fährverbindun­gen kann so schnell Nach­schub angeliefert wer­den. Im Video siehst Du, wie das genau funk­tion­iert:

Pakete annehmen trotz Abwesenheit

Die Liefer­ung in den Kof­fer­raum oder per Drohne hat noch eine gewisse Entwick­lungszeit vor sich, bevor Du im All­t­ag davon prof­i­tieren kannst. Das Prob­lem bleibt jedoch: Der Paket­zusteller klin­gelt nor­maler­weise, wenn Du nicht da bist. Mil­lio­nen­fach wer­den Liefer­un­gen bei Nach­barn deponiert, zurück zur Fil­iale gekar­rt oder sie lan­den in der Pack­sta­tion. Du hast also nach Feier­abend noch einen Mini-Quest und darf­st Deine Päckchen ein­sam­meln. Von Same Day Deliv­ery bist Du weit ent­fer­nt, wenn Du Deine Sendung erst am näch­sten Tag um 11 Uhr in der Fil­iale abholen kannst oder keinen Zettel in Deinem Briefkas­ten hast, dass Dein Päckchen beim Nach­barn auf Dich wartet. Das nervt. Ein­fach­er geht es mit smarten Türschlössern. Das Inter­net der Dinge hat einige smarte Kol­le­gen für diesen und andere Fälle auf Lager. Die Ring-Video-Türklin­gel zum Beispiel hat eine Kam­era mit inte­gri­ert­er Laut­sprech­er-Mikro­fon-Kom­bi. Damit kannst Du Deine Gegen­sprechan­lage über­all hin mit­nehmen. Klin­gelt der Zusteller, kannst Du auch im Büro schnell mit Deinem Smart­phone alles regeln und das Päckchen annehmen, obwohl Du gar nicht per­sön­lich zuhause bist. Das Video zeigt Dir die Ring-Video-Türklin­gel in der Prax­is:

Live-Tracking und andere Verbesserungsmöglichkeiten

Bes­timmt nutzt Du Dein Smart­phone, um wichtige Liefer­un­gen zu ver­fol­gen. Bei jed­er Sta­tus-Änderung bekommst Du bequem eine Push-Benachrich­ti­gung und bleib­st so bestens informiert. Manche Logis­tik­di­en­stleis­ter gehen sog­ar noch einen Schritt weit­er und bieten Dir Live-Track­ing an.: Du bekommst Echtzeit­dat­en vom Zustell­fahrzeug und Deine Platzierung auf der Liste. Ein angenehmes Fea­ture, wenn es denn tat­säch­lich funk­tion­iert. Nicht sel­ten klin­gelt es an der Tür, wenn das ver­meintliche Live-Track­ing noch den Sta­tus „Liefer­ung voraus­sichtlich in ein­er Stunde, noch 14 Sta­tio­nen vor Ihnen“ anzeigt. Seine tägliche Dusche sollte man also nicht zwin­gend minuten­ge­nau am „Live-Track­ing“ aus­richt­en. Vorteile gibt es bei größeren Sendun­gen, wenn tat­säch­lich ein GPS-Sig­nal ver­füg­bar ist. Nur dann siehst Du wirk­lich ver­lässlich, wo sich Deine Liefer­ung ger­ade befind­et. Das klappte in einem Selb­stver­such bei Her­mes bis­lang her­vor­ra­gend.

Wir hal­ten fest: Die Paket­zustel­lung wird durch smarte Tech­nik immer kom­fort­abler und schneller. Wir wer­den unsere Pakete bald schon am sel­ben Tag geliefert bekom­men – per Drohne oder in den Kof­fer­raum oder auf eige­nen Wun­sch unter die Fuß­mat­te. Immer voraus­ge­set­zt, dass alles glatt geht und nie­mand auf seine ganz per­sön­liche Auszeit beste­ht. 🙂

Foto: Ama­zon

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