Schluss mit dem digitalen Spickzettel

Schluss mit dem digitalen Spickzettel

Schüler und Studenten, die mit fortschreitender Entwicklung der Technik hofften, sich künftig digital durch Klausuren und Prüfungen schummeln zu können, müssen nun ganz stark sein: Denn schon bald werdet Ihr vielleicht nicht nur Euer Handy, sondern auch Eure Uhr vor der Stunde der Wahrheit abgeben müssen.

Spickzettel adé

Spickzettel halfen sicherlich schon Generationen von Schülern und Studenten, wenn mal wieder die ganze Lernerei nicht geholfen hat. Kleine handgeschriebene Zettelchen, die man an den merkwürdigsten Orten versteckte, nur, um sich in Klausuren und Prüfungen einen kleinen Hoffnungsschimmer zu bewahren.

Mit zunehmendem Fortschritt wurden dann auch die Spickzettel moderner. Wozu sonst hat man denn das Handy, wenn nicht um mit seinem Telefonjoker per SMS Kontakt aufzunehmen oder sich im Speicher die richtigen Antworten einzuprogrammieren?

Auch die Schulen gehen mit der Zeit

Wer kennt es nicht? Das Handyverbot. Der Schrecken aller modernen Schüler. Egal, ob Handy oder mittlerweile eher standardmäßiges Smartphone: Schüler und Studenten mussten anfangs nur ihre Verbindung zur digitalen Außenwelt für Klausuren und Prüfungen abgeben. Mittlerweile  wurde das Handyverbot, im Falle des Gebrauchs durch einen Schüler, auch auf den tagtäglichen Unterricht ausgeweitet. Von den Lehrern einkassierte Handys und Smartphones sind also keine Seltenheit!

iStock_000050984462_Large_verkleinert

Jetzt sind die Uhren dran!

Kaum ist die Situation mit den Smartphones unter Kontrolle, da bringt die Technik schon den neuesten Trend auf den Markt: die Smartwatch.

Viele dieser smarten Uhren lassen sich teilweise kaum von einer „normalen“ Uhr unterscheiden und sollen nun, dank einer App, das Schummeln ermöglichen. Das ist zwar alles andere als einfach bis so gut wie gar nicht möglich, dennoch greifen die Unis schon mal vor: In Großbritannien und Belgien müssen Studenten ihre Uhren vor der Prüfung bereits abgeben.

Einige schütteln darüber nur den Kopf. Schließlich sind Smartwatches noch lange nicht so flexibel und umfassend einsetzbar wie ein Smartphone. Spicken ist daher eher unpraktisch und würde mit höchster Wahrscheinlichkeit ohnehin gleich auffallen.

Allerdings wird die Handhabe der Smartwatches in anderen Ländern sicherlich früher oder später auch in Deutschland zu einer Debatte darüber führen, welche technischen Gadgets noch mit in die Prüfung genommen werden dürfen und welche nicht. Ob sich die Schulen dann bald ähnlich paranoid wie die Unis zeigen, sei einmal dahingestellt. Deutlich wird allerdings, dass je moderner die Technik, desto einfallsreicher werden die Unis und Schulen mit ihren Verboten. Und desto einfallsreicher werden vielleicht auch wieder die Schüler mit ihren eher traditionellen Spickern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Dich auch interessieren