NASA-Challenge: So könnte die Marsbesiedelung aussehen

NASA-Challenge: So könnte die Marsbesiedelung aussehen

Wie könnte ein Leben auf dem Mars für die Menschheit aussehen und welche Bedingungen müssen dafür geschaffen werden? Um konkrete Antworten auf diese Fragen zu finden, richtet die US-Raumfahrtbehörde NASA derzeit einen mehrstufigen Wettbewerb aus und hat zuletzt fünf Ideen ausgezeichnet. Die 3D-Druck-Technologie spielt dabei eine grundlegende Rolle.

Kannst Du Dir vorstellen, Dich auf die 80 bis 150 Tage lange Reise zum Mars zu begeben? Nicht erst seit Beginn der Raumfahrt Mitte des vergangenen Jahrhunderts reden wir Menschen von einer möglichen Besiedlung des roten Planeten. Doch um eine Marsmission überhaupt realisieren zu können, müssen spezielle Lebensbedingungen erfüllt werden. Die bereits im Jahr 2014 ins Leben gerufene 3D-Printed Habitat Challenge der NASA hat aus insgesamt 18 Teilnehmer-Teams fünf Entwürfe für mögliche Mars-Habitate hervorgebracht.

NASA-Challenge: Wettbewerb in drei Phasen

Am 27. September 2015 wurde die erste Phase beendet, in der die besten Designs von möglichen intergalaktischen Siedlungen ausgelobt wurden. An dem Wettbewerb beteiligten sich sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen.

Die Teilnehmer mussten sich dabei an strenge Vorgaben der NASA halten. Voraussetzungen für die Konzepte waren Nachhaltigkeit der Gebäude und minimaler logistischer Aufwand. Die Habitate sollten zudem aus Bauelementen aus einem 3D-Drucker stammen, mindestens 92 Quadratmeter groß sein und vier Bewohnern ausreichend Platz bieten können.

In der zweiten Phase, aus der die fünf vorgestellten Entwürfe hervorgegangen sind, setzten die Teams ihre Ideen in 3D-Modelle um. Anhand derer präsentierten sie die physikalischen und funktionstechnischen Charakteristika ihrer Ideen.

Aktuell befindet sich der Wettbewerb in der dritten, letzten und zugleich aufwändigsten Phase. Hier müssen die teilnehmenden Teams mithilfe von Building Information Modeling (BIM) konkrete Lösungen zu Belüftungstechniken, Heizsystemen und so weiter erarbeiten. Zudem sollen die Teams einen Ansatz vorschlagen, wie die Konstrukte mithilfe von 3D-Druck autonom umgesetzt werden könnten. Als Preisgeld winken zwei Millionen US-Dollar.

Das sind die fünf Mars-Habitate

Platz 5: Northwestern University aus Evanston in Illinois

Den fünften Platz belegte das Team der Northwestern University. Ihr Lander bildet zunächst eine Druckkammer aus, um die eine Kuppel aus Marsbeton gedruckt wird.

Platz 4: Team SEArch+/Apis Cor aus New York

Den vierten Platz belegte das Habitat Marsha von Team SEArch+/Apis Cor. Die kuppelförmige Unterkunft soll zur Hälfte in einen Hang gebaut werden, um es vor starker Strahlung zu schützen.

Platz 3: Team Kahn-Yates aus Jackson in Mississippi 

Der Lander von Team Kahn-Yates bildet im ersten Schritt eine Basisstation mit drei Stockwerken aus. Um diese Station wird eine Hülle aus lichtdurchlässigem Kunststoff gebaut, die mit einer wabenartigen Struktur aus Marsbeton verstärkt wird.

Platz 2: AI Spacefactory aus New York

Den zweiten Platz erreicht das Habitat von AI Spacefactory. Es handelt sich hierbei um eine zylindrische Unterkunft mit mehreren Stockwerken.

Platz 1: Team Zopherus aus Rogers in Arkansas

Den ersten Platz gewann das Team Zopherus, deren Lander gleichzeitig auch als 3D-Drucker fungiert. Dieser nutzt hauptsächlich Mars-Sand als Baumaterial und integriert während des Druckvorganges fertige Module, wie Fenster, Lüftungsanlagen und Türen in die Konstruktion. Ist ein Gebäudeteil fertig errichtet, läuft der Drucker weiter und errichtet den nächsten Gebäudeteil der Siedlung.

Was hältst du von den ausgezeichneten Entwürfen zur Besiedelung des Mars? Bereits in der nahen Zukunft umsetzbar oder Science-Fiktion-Fantasie?

Titelbild: Zopherus

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