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Moderne Shuttle-Services: Wenn der Bus Dich von zu Hause abholt

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Wo ist die nächste Bushaltestelle? Wo fährt denn diese Linie hin? Wie oft muss ich umsteigen? Wenn du Bus und Bahn schon einmal genutzt hast, kennst Du diese und ähnliche Fragestellungen sicher zu Genüge. Nun gibt es gleich zwei deutsche Startups, die diesen Problemen den Kampf angesagt haben. Mit modernster Technik und starker Rückendeckung aus der Automobilwirtschaft.

Pendler im öffentlichen Nahverkehr haben es oft nicht leicht. Zur nächsten Busstation laufen, auf den Bus warten, umsteigen, warten, weiterfahren, von der letzten Station zur Arbeit laufen, egal wie weit sie weg ist. Auch Du hast Dich sicher schon mehr als einmal über die wenige Flexibilität von Bus und Bahn geärgert.

Damit soll jetzt Schluss sein, haben die Startups Moia und Door2Door entschieden. Beide wollen den Personennahverkehr revolutionieren, mit einer Idee, die sich anhört wie eine Kreuzung aus Uber und städtischen Verkehrsbetrieben.

 

Video: Youtube/door2door

 

Mit dem Bus von Tür zu Tür

Das Prinzip beider Anbieter ist ähnlich smart: Als würdest Du ein Taxi rufen, gibst Du per Mobile App auf Deinem Smartphone Bescheid, dass Du zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort (zum Beispiel zu Hause) abgeholt werden möchtest. Anhand aller Anfragen in einem bestimmten Gebiet errechnet daraufhin der dahinter liegende Algorithmus die perfekten Routen für einen möglichst zeitsparenden Einsatz der Fahrzeuge.

Die Fahrzeuge, das sind sowohl für Moia als auch für Door2Door Shuttle-Busse. In ihnen finden zwar weniger Personen Platz als in einem normalen Bus. Durch den intelligenten Einsatz der Fahrzeuge sollen die Plätze aber immer für die Anzahl der Fahrgäste reichen.

Moia wird sogar eigens entwickelte Elektrofahrzeuge zum Einsatz bringen. Dabei ist es sicher hilfreich, dass es kein ganz normales Startup ist, sondern von Anfang an Teil der VW-Konzerngruppe war. Die Kompetenz zum Bau von Autos sollte also vorhanden sein.

 

Erste Tests in deutschen Städten

Beide Unternehmen haben bereits erste Städte und Gemeinden dafür gewonnen, ihre Systeme im realen Einsatz zu testen. Während Door2Door seinen Service innerhalb des Berliner Stadtringes anbietet und vor wenigen Tagen erst die bayerische Kleinstadt Freyung sowie Duisburg als Testpartner gewinnen konnte, wird Moia im Jahr 2018 in der Nordmetropole Hamburg an den Start gehen.

Dabei wird eng mit den regionalen Anbietern zusammengearbeitet. Moia realisiert seinen Service zum Beispiel in Kooperation mit der Hamburger Hochbahn, bei Door2Door in Freyung fahren ausschließlich lokale Taxifahrer die Shuttle-Busse.

 

Setzt Moia in Zukunft auf fahrerlosen Transport?

WIe lange Fahrer beim Transport von Gästen aber überhaupt noch von Nöten sein werden, darüber streiten sich im Moment die Brancheninsider. Die einen sehen den Fahrer schon von autonomen Fahrsystemen überholt, die anderen sehen noch etliche praktische, legale und technische Probleme.

 

Video: Youtube / MOTOR1

 

Erst im März diesen Jahres hat Volkswagen Sedric (=Self Driving Car) vorgestellt, ein autonom gesteuertes Shuttle-Fahrzeug. Zwar hat VW nicht offiziell verlauten lassen, dass Moia das Fahrzeug einsetzt, jedoch dass die Tochter eine zentrale Rolle in der Studie einnehmen wird, die der Konzern mit Sedric durchführt.

 

Was meinst Du: Sind Services wie die von Moia und Door2Door eine sinnvolle Ergänzung für die Mobilität der Zukunft? Sag uns deine Meinung in den Kommentaren.

 

Fotos: Moia / door2door
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