Podolski hält einen Fußball in die Kamera mit Vodafone Logo für die Baller League
Auf dem Bild vom DAZN Unlimited-Artikel sind die Fußballstars Erling Haaland, Harry Kane, Kylian Mbappé und Florian Wirtz abgebildet. Von links nach rechts trägt Haaland das hellblaue Trikot von Manchester City, Kane das rote Trikot des FC Bayern München, Mbappé das weiße Trikot von Real Madrid und Wirtz das rote Trikot von Bayer Leverkusen. Die Spieler sind in dynamischen Posen dargestellt, vor einem hellen, himmlischen Hintergrund mit einem angedeuteten Stadion. Unten im Bild befinden sich die Logos von DAZN und der UEFA Champions League.

„Mama, bekomm’ ich ein Smartphone?” Kinder und der Umgang mit digitalen Medien: Eine Diskussionsrunde

„Mama, Papa, bekomme ich ein Handy?”, fragte Anni irgend­wann in der Grund­schule. „Die anderen Kinder haben auch alle eins”, führte sie weit­er an. Als dieser Wun­sch das erste Mal offen kund­getan wurde, war ich unsich­er und skep­tisch. Braucht ein so junges Kind wirk­lich ein Smartphone?

„Ich finde nicht!”, war mein erster Gedanke. „Wozu?”, dachte ich mir. „Wozu braucht ein Kind in der Grund­schule ein Handy?!”. Und so ver­sucht­en wir Anni zu erk­lären, dass es doch noch gar keinen Sinn macht - so ein Handy. Und doch wurde dieser Wun­sch nach einem Mobil­tele­fon immer wieder mal am Rande geäußert. Irgend­wann dann, es muss in der drit­ten Klasse gewe­sen sein, bemerk­ten wir, dass sich die Kinder in soge­nan­nten Klassen-Chats aus­tauscht­en. Hausauf­gaben wur­den besprochen, Verabre­dun­gen aus­gemacht, und wenn Klasse­nar­beit­en anstanden, wurde in diesem Chat gegen­seit­ig erk­lärt und zusam­men gelernt.

Und Anni war außen vor. Weil sie eben kein Handy hat­te. So kam es, dass wir mit den Eltern ein­er Klassenkam­eradin sprachen. Wie sie das so sehen wür­den, fragten wir sie. Kurzum, es wurde tat­säch­lich Zeit, dem Wun­sch nach einem Smart­phone nachzugeben. Nicht {nur}, weil wir unser­er Großen eine Freude bere­it­en woll­ten. Nein. Viel mehr auch deshalb, um sie nicht auszu­gren­zen. Denn die Kom­mu­nika­tion unter den Kindern fand eben doch haupt­säch­lich über die What­sApp-Chats statt. Und so kam es, dass Anni damals doch ein Handy bekam. Und zwar das alte, aus­rang­ierte iPhone von Hen­ry und mit nur ein­er zusät­zlich instal­lierten App: What­sApp. Mehr Frei­heit für das Mäd­chen, ein wenig Skep­sis bei mir.

Das ist jet­zt fünf Jahre her. Fünf Jahre hat unsere Große nun ein Smart­phone und damit auch Kon­takt zur dig­i­tal­en Welt. Heute ist sie 13 und ihr Umgang mit dem Handy oder auch dem Inter­net ist schon fast selb­stver­ständlich. Und ich habe gel­ernt, zu ver­trauen. Und dieses Ver­trauen zahlt sich aus. In der Regel ist es so, dass Anni zu uns kommt, wenn sie Fra­gen hat.

Nun ist es bish­er so, dass Anni keinen eige­nen Account bei Face­book und Co. hat. Das Inter­esse war bish­er nicht vorhan­den. Gott sei dank, denke ich mir da irgend­wie. Seit ein paar Monat­en aber kommt nun immer wieder die Frage nach einem eige­nen Insta­gram-Account auf. Den hätte sie gern. Ich wiederum habe da Bedenken. Warum? Weil ich tagtäglich im Netz unter­wegs bin und weiß, wie gemein und unbe­dacht Men­schen im Inter­net {hal­lo du schöne Anonymität} zum Teil agieren. Ich möchte mein Kind davor schützen. Ich möchte nicht, dass sie ver­let­zen­den Kom­mentaren oder ähn­lichem aus­ge­set­zt ist. Ich finde, sie ist mit ihren 13 Jahren ein­fach noch zu jung.

Deshalb unser ganz eigen­er Kom­pro­miss, der bish­er so gut funk­tion­iert: Anni stöbert bei mir mit. Sie schaut über meinen Zugang immer mal wieder, fol­gt darüber auch gewis­sen Accounts. Mein Insta­gram-Account ist somit ein waschechter Fam­i­lien-Account: Hen­ry, Anni und ich - wir alle nutzen meinen Zugang. Und son­st ist sie sehr frei. Sie hat ihre What­sApp-Chats, schaut gele­gentlich bei YouTube rein und hat außer­dem einen Kinder-Account bei Net­flix. Einen Fernse­her haben wir hier näm­lich nicht mehr und so schauen wir nur online. Ich bin der Mei­n­ung, dass der Gebrauch für die Kinder heute nor­mal ist. Gle­ichzeit­ig möchte ich aber, dass mein Kind noch Büch­er in die Hand nimmt und nicht stun­den­lang surft. Dass sie einen gesun­den Umgang zum Inter­net pflegt.

Kindersicherheit im Internet?

Ein Rück­blick.

In der Grund­schule von Anni ist in der vierten Klasse etwas passiert. Etwas, das später zum The­ma eines ganzen Eltern­abends wer­den sollte. In einem Klassen-Chat der Par­al­lelk­lasse wurde von einem Jun­gen ein pornografis­ches Foto ver­schickt. Mehrere Kinder ver­traut­en sich ihren Eltern an und diese wiederum melde­ten den Vor­fall umge­hend der Klassen­lehrerin. Diese handelte.

Als ich da damals auf diesem Eltern­abend saß und davon hörte, wurde mir mul­mig und schlecht. Ich kon­nte und wollte ein­fach nicht glauben, dass so junge Kinder Zugriff auf {in diesem Fall} Pornografie haben. Das war für mich so weit weg, nie im Leben wäre ich über­haupt auf die Idee gekom­men. Das hat mich wirk­lich erschüt­tert. Gle­ichzeit­ig war ich sehr froh, dass so viele Kinder aus der betrof­fe­nen Par­al­lelk­lasse das Ver­trauen hat­ten, ihre Eltern zu informieren.

Wie aber schützt man sein Kind vor nicht kindgerecht­en oder gar gefährlichen Inhalten? 

Irgend­wann kom­men sie alle mit dem Netz in Kon­takt, das kann man gar nicht ver­hin­dern. Ich finde deshalb, dass es wichtig ist, seine Kinder zu stärken. Ver­trauen in das Kind zu haben, und vor allem auch ein gutes Vor­bild in Sachen Medi­en­nutzung zu sein ist, dann der näch­ste Schritt. Aber es gibt da noch mehr Möglichkeit­en für mehr Sicher­heit - dazu kom­men ich gleich.

Digitaler Elternabend zum Thema „Kindersicherheit im Internet“

Let­zte Woche fand in Berlin, ini­ti­iert von Voda­fone, ein dig­i­taler Eltern­abend {live} zu genau diesem The­ma statt. Wirk­lich sehr sehenswert und inter­es­sant! Wenn ihr also ein wenig Zeit habt, kann ich euch die Diskus­sion­srunde nur ans Herz legen.

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Kinder und die digitale Welt!

Ins­ge­samt fünf Exper­tin­nen und Experten, alle­samt auch Eltern, sprachen in ein­er Diskus­sion­srunde über dieses doch so große und wichtige The­ma. Sie berichteten von eige­nen Erfahrun­gen und teil­ten Expertenwissen.

Kinder wach­sen heute in ein­er dig­i­tal­en Welt auf. Anders als in mein­er Kind­heit, ist das Inter­net für Kinder dieser Zeit selb­stver­ständlich. Schon Kleinkinder bedi­enen Smart­phones und Tablets zum Teil ganz intu­itiv. Das birgt Chan­cen, viele Chan­cen und ganz neue Möglichkeit­en als noch vor 30 Jahren - aber es birgt eben auch gewisse Risiken.

Und so habe ich mir bewusst Zeit genom­men, um diese Diskus­sion­srunde zu ver­fol­gen. Ein­er­seits, weil mir das The­ma „Kinder­sicher­heit im Inter­net” als Mut­ter extrem wichtig ist, ander­er­seits, weil ich die Runde an sich sehr span­nend fand. Fünf Eltern­teile, fünf Experten, fünf Ansicht­en, fünf ver­schiedene Wege mit dem The­ma umzuge­hen. Ist es doch immer auch ein Mehrw­ert, wenn man noch ein­mal Impulse von außen bekommt.

Die fünf Experten:

Mario Stiller, Inter­net- und Medi­en­coach, Vater ein­er Tochter

Kristin Langer, Medi­en­päd­a­gogin - tätig in der Elternberatung

Markus Wort­mann, Krim­i­nologe und Grün­der von „Sicheres Netz hil­ft e.V.“

Julia Gün­ther, Lehrerin und Mut­ter von drei Kindern

Jen­nifer, Blog­gerin {Frau Brummkreisel}, lebt mit 6 Kindern Patchwork

„Von Anfang an digital - wie und wann sollten wir unseren Kindern den Umgang erlauben?“

Das richtige Maß ist entschei­dend - da ist sich die Runde einig. Erstaunlich ist aber, dass es, wie so oft, nicht nur einen richti­gen Weg gibt. So empfehlen der Inter­net- und Medi­en­coach sowie Frau Langer als Medi­en­päd­a­gogin ganz klar, auf sein Gefühl zu ver­trauen. Denn Eltern ken­nen ihr eigenes Kind am besten.

Jedes Kind ist unter­schiedlich weit in sein­er Entwick­lung, manche sind bere­its reifer, andere brauchen noch Zeit - all das sollte bei der Entschei­dung in Sachen Inter­net­nutzung berück­sichtigt und bedacht wer­den. Span­nend fand ich, dass man sein Kind nicht in Rich­tung „dig­i­tale Medi­en” drän­gen sollte. Ger­ade in den ersten Jahren ist es wichtig und gut, auch mal in einem Buch zu lesen, zu spie­len - Medi­engeräte deshalb ein­fach aus dem Blick­feld nehmen. Getreu dem Mot­to „aus den Augen, aus dem Sinn”. Denn, was Kinder nicht sehen, danach wer­den sie erst ein­mal auch nicht verlangen.

Wir haben es so gehal­ten, dass wir Anni in Sachen dig­i­tale Medi­en begleit­et haben. Wir haben mit ihr zusam­men etwas auf dem Com­put­er oder dem Tablet geschaut, haben uns mit ihr hinge­set­zt und uns zusam­men auf die Couch gekuschelt. Aufmerk­samkeit ist mein­er Mei­n­ung nach ganz wichtig.

Cyber Mob­bing und das Lehren von Medi­enkom­pe­tenz an Schulen. Das waren unter anderem noch zwei weit­ere The­men des dig­i­tal­en Eltern­abends. Bei­des mein­er Mei­n­ung nach sehr wichtige The­men. Denn ger­ade Cyber Mob­bing ist vol­lkom­men unter­schätzt und gefährlich. Die Erfahrun­gen sowie Empfehlun­gen der Experten emp­fand ich per­sön­lich als sehr span­nend. Im Nach­hinein hat mich ger­ade das The­ma Cyber Mob­bing noch sehr beschäftigt. Wie schützt man sein Kind, wie stärkt man es?

Und da sind wir schon beim The­ma „Medi­enkom­pe­tenz an Schulen”. Meine Erfahrung ist es, dass hier noch viel zu wenig an Schulen passiert. Es herrscht Handyver­bot im Schul­ge­bäude, zumin­d­est an unser­er Schule. Gel­ernt wird noch ganz klas­sisch an der Tafel und im Arbeit­sheft. Die Dig­i­tal­isierung ist in den Klassen­z­im­mern noch lange nicht angekom­men. Häu­fig frage ich mich aber, ob das vielle­icht eher ein Nachteil ist?! Was denkt ihr?

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