Halloween-Experiment: Würdest Du die Kontrolle über Deinen Körper abgeben, um die Welt zu retten?

Halloween-Experiment: Würdest Du die Kontrolle über Deinen Körper abgeben, um die Welt zu retten?

Computeralgorithmen, die Schauergeschichten schreiben und von künstlicher Intelligenz erstellte Gruselkunst. Bereits in der Vergangenheit hat das Massachusetts Institute of Technology (MIT) Halloween-Experimente mit einer ordentlichen Portion Nervenkitzel gewagt. Dieses Jahr gehen die Forscher mit ihrem sozialen Experiment noch einen Schritt weiter. Sie stellen eine existenzielle Frage: Können User im Internet einen Menschen steuern, um die Welt zu retten?

Übrigens: Hast Du schon unsere Insta-Filmquiz-Storys zu Halloween entdeckt? Ziege uns, ob Du ein Experte im Filmeraten bist. 

Ein neues Online-Spiel, indem die Spieler Aufgaben von Zuschauern erhalten und diese für Geld absolvieren, erobert die Welt. Jeder kann noch so skurrile Aufgaben vorschlagen, jeder kann live darüber abstimmen, welche Idee Wirklichkeit werden soll. Je mehr Aufgaben ein Spieler erledigt, desto schwerer werden die nächsten und umso mehr Geld kann der Spieler verdienen. Bis das Sozialexperiment irgendwann wahnsinnig schief geht.

Das ist eine grobe Zusammenfassung des dystopischen Hollywood-Films Nerve aus dem Jahr 2016 – und außerdem fast exakt der Versuchsaufbau zum neuen MIT Halloween-Experiment mit dem Namen Beeme. Dieses Wortspiel verbindet das englische Wort Bee (zu Deutsch: Biene) – da die Menschheit wie ein Schwarm zusammenarbeiten soll, sowie Be me (zu Deutsch: sei ich) – da die Nutzer eine fremde Person fernsteuern und sich in ihre Lage versetzen sollen.

MIT-Halloween-Experiment: Online-Nutzer steuern Weltenretter

Im Rahmen des neuen Sozialexperiments gibt ein Proband am 31. Oktober um 23 Uhr in der Nacht (deutsche Zeit: 1. November 4 Uhr morgens) seinen freien Willen auf, um von der Online-Community gesteuert zu werden. Wie im Film kann jeder Teilnehmer etwas vorschlagen und alle Nutzer stimmen darüber ab, was die gesteuerte Person als nächstes tun soll.

Im Experiment geht es allerdings nicht um Geld. Das MIT hat sich eine Geschichte ausgedacht, in der die ferngesteuerte Person die Welt retten muss, indem sie eine fiktive künstliche Intelligenz KI namens Zookd daran hindert, der Welt ernsthaften Schaden zuzufügen.

Und so kannst auch Du dabei sein

Am 1. November 4 Uhr morgens deutscher Zeit soll es losgehen. Dann gibt ein Schauspieler die Kontrolle über sein Handeln auf. Nach Deinem Login auf der Bemee-Webseite kannst Du Dich der kollektiven Intelligenz anschließen und den auserkorenen Superhelden in den Kampf gegen das Böse steuern. Über einen Livestream können die Nutzer sehen, was der Proband sieht und tut.

Spiel mit ernstem Hintergrund und wichtigen Fragestellungen

Das als Online-Game verpackte MIT-Halloween-Experiment soll aber nicht nur Spaß machen. Die Forscher versprechen sich Aufschluss darüber, ob eine Menschenmasse, koordiniert durch kollektive Intelligenz, gemeinsam wichtige Ziele verfolgen kann. Oder ob sie im Chaos versinkt, weil sich manche Nutzer einen Spaß daraus machen, das System zu stören.

Mit anderen Worten: Kann die Menschheit wie ein Schwarm funktionieren, wenn sie dazu gezwungen wird? Zum Beispiel, wenn eine fremde KI die Welt bedroht?

Die Forscher des MIT möchten den Mitspielern/Probanden in diesem Halloween-Experiment so viel Freiraum wie möglich gewähren. Nur wenige Regeln werden diese Freiheit eingrenzen. Zum Beispiel wenn die Sicherheit des Probanden gefährdet oder ein Gesetz gebrochen wird.

Was ist Deine Meinung über dieses Experiment? Wird die kollektive Intelligenz der Menschheit in der Lage sein, einen Menschen sinnvoll und zielgerichtet fernzusteuern? Oder werden Trolle und Störenfriede das ganze ins Chaos stürzen? Sag es uns in den Kommentaren!

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