Future Jobs: 3D-Drucker-Experte
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Future Jobs: Als 3D-Drucker-Experte menschliche Organe anfertigen

Die Dig­i­tal­isierung, die weltweite Ver­net­zung und der ras­ante tech­nol­o­gis­che Fortschritt haben den Arbeits­markt in den let­zten Jahren ordentlich verän­dert. Als junger Men­sch ist es gut möglich, dass Du bald einen Job ausüb­st, von dem Deine Eltern und Lehrer noch gar nicht wussten, dass es ihn ein­mal geben wird. So hast Du in Zukun­ft die Möglichkeit, als 3D-Druck­er-Experte dabei zu helfen, Men­schen mit kün­stlichen Orga­nen zu ver­sor­gen. Die Tech­nolo­gie des 3D-Drucks entwick­elt sich ständig weit­er. Wird es bald die ersten eige­nen Inge­nieurs-Stu­di­engänge für dieses span­nende Feld geben?

3D-Druck­er kom­men in der Indus­trie schon seit vie­len Jahren zum Ein­satz. Aber wusstest Du auch, dass 3D-Druck­er eine große Zukun­ft im medi­zinis­chen Bere­ich haben kön­nen? Neueste Entwick­lun­gen zeigen, dass es schon bald möglich sein kön­nte, leben­snotwendi­ge men­schliche Organe auszu­druck­en und in den Kör­p­er einzupflanzen: Der US-Forsch­er Antho­ny Ata­la arbeit­et bere­its daran, men­schliche Organe und Haut mit dem 3D-Druck­er herzustellen. Schon heute wer­den 3D-Druck­er in Oper­a­tionssälen ver­wen­det und an Uni­ver­sitäten helfen sie Medi­zin­ern in Aus­bil­dung, die Fein­heit­en des men­schlichen Organ­is­mus zu studieren. Wir sind ger­ade erst dabei zu begreifen, welche Möglichkeit­en diese Tech­nolo­gie bieten kann. Wenn Du Inter­esse an medi­zinis­chen und tech­nis­chen The­men hast, kannst möglicher­weise Du in Zukun­ft einen Teil zu dieser span­nen­den Entwick­lung betra­gen.

Mit 3D-Druck zur Handprothese

Kün­stliche Prothe­sen für amputierte Kör­perteile kön­nen richtig teuer wer­den, da diese gewöhn­lich in manueller Feinar­beit hergestellt wer­den müssen. Die fer­ti­gen Pro­duk­te kön­nen zwar echte High-Tech-Wun­der­w­erke sein, aber für viele Men­schen sind sie unbezahlbar. Die Her­stel­lung aus dem 3D-Druck­er kostet nur einen Bruchteil der maßge­fer­tigten Prothe­sen. Bis­lang ste­ht die Entwick­lung der gedruck­ten Kör­perteile aber noch am Anfang. Nur wenige Men­schen tra­gen schon ganze Arme oder Beine, die mit Hil­fe des 3D-Druck­ver­fahrens gefer­tigt wur­den. Das liegt unter anderem daran, dass es sehr schwierig ist, die richti­gen Mate­ri­alien zu find­en. Sta­bil und flex­i­bel müssen die Prothe­sen sein und den Belas­tun­gen des All­t­ags stand­hal­ten. Auch die indi­vidu­ellen Fein­heit­en des men­schlichen Kör­pers stellen die Prothe­sen­her­stel­lung vor große Her­aus­forderun­gen. Orthopä­den, die in diesem Bere­ich arbeit­en, sagen, dass es selb­st mit fort­geschrit­te­nen Druck­tech­niken noch Bedarf für „Handw­erk­er“ geben wird. Der 3D-Druck ist also ein mul­ti­diszi­plinäres Berufs­feld mit Zukun­ft, das sowohl dig­i­tale als auch fein­mo­torische Fähigkeit­en und Inge­nieurskun­st erfordert.

Macht Bioprinting Organspender überflüssig?

Bio­print­ing von leben­dem Gewebe macht Fortschritte in vie­len Bere­ichen. Für Patien­ten mit Knochenkrebs gibt es Möglichkeit­en, zer­störte Knochen­teile durch maßge­druck­te Implan­tate zu erset­zen. Im let­zten Jahr gelang es Forsch­ern in Spanien erst­mals, men­schliche Haut im 3D-Druck­er herzustellen und erst kür­zlich haben britis­che Wis­senschaftler eine Horn­haut für ein Auge aus­ge­druckt. Bere­it zur Trans­plan­ta­tion sind die weichen Organ­teile zwar noch nicht, aber das ist nur eine Frage der Zeit.

Zu den größten Her­aus­forderun­gen beim Bio­print­ing zählt, lebende Zellen zu einem Organ zu formieren, das vom emp­fan­gen­den Organ­is­mus auch angenom­men wird. Beson­ders, wenn es um sich mikroskopisch verästel­nde Blut­ge­fäße geht, ist Feinar­beit gefragt. Bei der derzeit­i­gen Meth­ode wer­den Sub­stanzen wie Gela­tine oder Hydro­gel speziell prä­pari­ert und mit organ­is­chen Stof­fen wie Stam­mzellen, Blut­plas­ma und Pro­teinen angere­ichert. Diese Biot­inte sprüht der 3D-Druck­er dann auf ein Gewe­begerüst aus abbaubarem Kun­st­stoff und baut so ein men­schlich­es Kör­perteil.

Kün­stliche Organe kön­nen Medi­zin­ern auch ohne Trans­plan­ta­tion eine große Hil­fe sein. Für kom­plizierte Oper­a­tio­nen erstellen Medi­z­in­tech­niker mit Hil­fe von CT- oder MRT-Ver­fahren Scans von erkrank­ten Orga­nen. Diese kön­nen inner­halb weniger Stun­den als plas­tis­ches Mod­ell gedruckt wer­den. Ein Chirurg kann das kopierte Organ dann genau unter­suchen und sog­ar eine Probe-OP vornehmen. In dem Fall kann der Oper­a­teur sowohl genauer arbeit­en, als auch Dauer und Risiken der echt­en Oper­a­tion min­imieren. Ein weit­er­er Vorteil von Orga­nen aus dem 3D-Druck­er ist die Ver­mei­dung von Tierver­suchen in der Forschung.

Zukunftsberuf 3D-Druck-Spezialist

Zurzeit gibt es noch keine spezielle Aus­bil­dung zum 3D-Druck­er-Experten mit medi­zinis­chem Schw­er­punkt. So langsam begreifen aber mehr und mehr Branchen, dass 3D-Druck­ver­fahren schnelle, nach­haltige Pro­duk­tion mit kostengün­sti­gen Ressourcen möglich machen. Hier­für wer­den nicht erst in Zukun­ft immer mehr Spezial­is­ten benötigt. Unter dem Fach­be­griff „addi­tive Fer­ti­gung“ kannst Du Dich darüber informieren, was die Fach­hochschulen bei den mech­a­nis­chen und Inge­nieurs­berufen anbi­eten. An den Unis gibt es bis­lang keinen konkreten Stu­di­en­gang, der sich auss­chließlich mit 3D-Druck befasst, aber hier find­est Du Stu­di­engänge, die die The­men­bausteine 3D-Druck und addi­tive Fer­ti­gung bein­hal­ten.

Wie bei vie­len Future Jobs musst Du aber nicht auf einen speziellen Stu­di­en­gang warten, son­dern kannst Dich gemäß Dein­er Inter­essen aus­bilden. Wenn Dich die medi­zinis­che Seite des 3D-Drucks fasziniert, kön­ntest Du zum Beispiel Deine Ken­nt­nisse aus dem Inge­nieursstudi­um in einem Medi­z­in­tech­nik-Unternehmen erweit­ern.

Du bist Dir noch nicht sich­er, welch­er zukun­ftssichere Beruf für Dich in Frage kommt? Kein Prob­lem, einen ersten Schritt kannst Du mit dem Future Jobs Find­er von Voda­fone machen. Beant­worte ein paar Fra­gen über Dich und Deine Inter­essen und finde in nur weni­gen Minuten etwas über Deine dig­i­tale Kar­riere her­aus.

Was find­est Du von den Entwick­lun­gen beim medi­zinis­chen 3D-Druck bish­er am span­nend­sten? Wie glaub­st Du, sieht die Zukun­ft mit Orga­nen aus dem Bio­print­er aus? Schreib uns ein­fach in die Kom­mentare!

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