Die unterschiedlichen USB-Ports inklusive USB Typ C.
Hand mit Galaxy Watch4 hält Skateboard
Eine Drohne lässt Baumsamen fallen um den Wald aufzuforsten

Wie Fake-Bewertungen deine Kaufentscheidung beeinflussen

So prak­tisch und bequem Onli­neshop­ping auch ist – eine aus­führliche Prü­fung der Waren ist lei­der nicht möglich. Du musst dich auf Fotos, die Beschrei­bung und Bew­er­tun­gen ander­er Kun­den ver­lassen. Aber geht dabei alles mit recht­en Din­gen zu? Oder wird hier und da auch mal get­rickst und manip­uliert? Wir ver­rat­en, was hin­ter Fake-Bew­er­tun­gen steckt und wie du sie gezielt ent­lar­ven kannst.

Viele Onli­neshops nutzen ein Bew­er­tungssys­tem mit Ster­nen, um dir die Kaufentschei­dung zu erle­ichtern. So kön­nen Kun­den meis­tens zwis­chen einem und fünf Ster­nen vergeben, um ein Pro­dukt oder eine Dien­stleis­tung zu bew­erten. Wer das dann noch im Detail aus­führen will, kann seine Mei­n­ung zusät­zlich mit einem aus­führlichen Kom­men­tar kund­tun.

Wenn du also Preise online ver­glichen hast, deine Rechte beim Onli­neshop­ping kennst und dich anhand der Kauf­be­w­er­tun­gen entsch­ieden hast, ste­ht einem erfol­gre­ichen Kauf nichts mehr im Weg. Oder etwa doch? Lei­der ist die Antwort manch­mal ja, denn es gibt Verkäufer, die Bew­er­tun­gen bewusst fälschen. So lan­den ihre Pro­duk­te in den Besten­lis­ten nicht nur ganz vorne, son­dern üben auch noch entschei­den­den Ein­fluss auf deine Kaufentschei­dung aus.

Clickworker erstellen Fake-Bewertungen bei Amazon & Co.

Um den „Krieg der Sterne“ hat sich mit­tler­weile ein ganz­er Markt entwick­elt: Soge­nan­nte Click­work­er wer­den dafür bezahlt, möglichst glaub­würdi­ge Nutzer­pro­file anzule­gen und pos­i­tive Bew­er­tun­gen zu ver­fassen. Alles, damit der Auf­tragge­ber und sein Pro­dukt in einem möglichst guten Licht daste­hen. So kommt es dann auch vor, dass ein und der­selbe Click­work­er unter ver­schiede­nen Namen oft mehrere Bew­er­tun­gen zu einem einzi­gen Pro­dukt abgibt.

Älteres Paar nutzt Tablet zum Onlineshopping.

Mit unseren Tipps kannst du Fake-Bew­er­tun­gen schnell ent­lar­ven.

So geht’s: gefälschte Kundenbewertungen entlarven

Eine eigentlich nüt­zliche Funk­tion wird also miss­braucht, um mehr Gewinn zu machen. Aber keine Sorge – mit ein wenig Fach­wis­sen und unseren Tipps kannst du Fake-Bew­er­tun­gen bei Ama­zon und anderen Online­händlern schnell ent­lar­ven.

Achte auf über­triebene For­mulierun­gen

Ist der Bew­er­tung­s­text allzu schwärmerisch ver­fasst oder hat er sog­ar einen werblichen Charak­ter, sollte dein Mis­strauen geweckt sein. Auch Wörter, Phrasen und Superla­tive wie „einzi­gar­tig“, „über­ra­gend“, „Spitzen­preis“ oder „das Beste über­haupt“ deuten auf gefälschte Kun­den­be­w­er­tun­gen hin.

Mis­straue zu lan­gen und zu detail­lierten Bew­er­tun­gen

Wer einen hal­ben Roman zu einem Pro­dukt oder ein­er Dien­stleis­tung schreibt, hat entwed­er zu viel Frust, Lob, Zeit oder wahrschein­lich­er: Er wird dafür bezahlt. Mal im Ernst, die wenig­sten wer­den sich die Mühe machen, eine Rezen­sion mit allen Vorteilen bis ins kle­in­ste Detail auszuar­beit­en. Wem ein Pro­dukt gefällt, der wird sich viel wahrschein­lich­er nur kurz und knapp dazu äußern.

Schaue dir den Bew­ert­er genauer an

Du kannst immer sehen, wer das Pro­dukt bew­ertet hat. Klickst du auf das Pro­fil, ist meist auch erkennbar, wie viele Rezen­sio­nen und zu welchen The­men der jew­eilige Nutzer bere­its Kun­den­be­w­er­tun­gen ver­fasst hat. Han­delt es sich um sehr viele Bew­er­tun­gen, die auch noch einen engen The­men­bere­ich ein­gren­zen, deutet viel auf bewusste Fälschun­gen hin.

Mis­straue extrem gegen­sät­zlichen Bew­er­tun­gen 

Ger­ade bei Ama­zon fall­en einem die oft extrem gegen­sät­zlichen Bew­er­tun­gen auf. So geben manche Käufer nur einen Stern, weil ihnen vielle­icht ein kleines Detail nicht gefällt. Andere geben gle­ich fünf Sterne, lassen aber eine Begrün­dung ver­mis­sen. Siehst du also ein Pro­dukt, das 30-mal mit einem Stern und 20-mal mit fünf Ster­nen bew­ertet wurde, soll­test du nicht lange über­legen. Wie über­all gilt auch für glaub­würdi­ge Bew­er­tun­gen: Eine aus­ge­wo­gene Mis­chung macht den Geschmack.

Ignoriere die ältesten Bew­er­tun­gen

Über­legst du, ein Pro­dukt zu kaufen, soll­test du bei den Bew­er­tun­gen nicht allzu weit zurück­blät­tern. Denn oft sind ger­ade die, die sofort bei der Veröf­fentlichung eines Pro­duk­ts geschrieben wer­den, nicht die mit dem größten Wahrheits­ge­halt. Da es bei „Fake-Bew­er­tun­gen“ immer um schnelles Verkaufen geht, sind die erst später veröf­fentlicht­en Bew­er­tun­gen in der Regel glaub­würdi­ger als die „Schnellschüsse“.

Mach den Copy & Paste-Test

Ein ein­fach­er Trick, um gefälschte Kun­den­be­w­er­tun­gen zu ent­lar­ven: Kopiere den Text in eine Such­mas­chine und schau dir die Ergeb­nisse an. Auch Fake-Bew­ert­er wollen effizient arbeit­en und ver­wen­den neu­tral for­mulierte Textbausteine gerne häu­figer. Oft machen sie sich lediglich die Mühe, diese anders anzuord­nen. Stößt du also bei ein­er Suche auf gle­iche oder ähn­liche Inhalte, kannst du von ein­er gefälscht­en Kun­den­be­w­er­tung aus­ge­hen.

Sind Fake-Bewertungen strafbar?

Klar: Fake-Bew­er­tun­gen sind wed­er von den Betreibern der Onli­neshops und Verkauf­s­plat­tfor­men gewün­scht, noch lassen sich Kun­den gerne an der Nase herum­führen. Auch juris­tisch sind die gefälscht­en Kun­den­be­w­er­tun­gen prob­lema­tisch. So entste­ht damit in der Regel ein Ver­stoß gegen die All­ge­meinen Geschäfts­be­din­gun­gen (AGBs). Und nicht zulet­zt han­delt es sich um wet­tbe­werb­swidriges Ver­hal­ten, das jed­erzeit abgemah­nt wer­den kann.

Gütesiegel, denen du vertrauen kannst

Du soll­test dich generell nur auf Bew­er­tun­gen ver­lassen, wenn genug davon vorhan­den sind. Da es aber auch für die Anbi­eter ein wichtiges Anliegen ist, falsche Bew­er­tun­gen zu ent­tar­nen und ser­iöse zu kennze­ich­nen, gibt es mit­tler­weile spezielle Gegen­maß­nah­men. Ama­zon hat extra das eigene Güte­siegel „Von Ama­zon ver­i­fiziert­er Kauf“ einge­führt. Auch Trust Pilot oder Proven­Ex­pert sind spezial­isierte Anbi­eter, deren Güte­siegel für ser­iöse Bew­er­tun­gen ste­ht. Hier musst du dir über gefälschte Kun­den­be­w­er­tun­gen keine großen Gedanken machen. Und auch son­st nicht, da du ja jet­zt unsere Tipps kennst.

Das könnte Dich auch interessieren