Digitale Gesichtstäuschungen für die große Leinwand: Disney entwickelt jetzt Deepfakes
Junge Frau stellt HomeKit am iPhone ein.

Digitale Gesichtstäuschungen für die große Leinwand: Disney entwickelt jetzt Deepfakes

Dis­ney hat eine Tech­nolo­gie vorgestellt, mit der sich Deep­fakes – also com­put­er­gener­ierte Verän­derun­gen von bewegten Gesichtern – im großen Maßstab pro­duzieren lassen. Die Ergeb­nisse kön­nten in zukün­fti­gen Fil­men etwa ver­stor­bene Schaus­piel­er wieder auftreten lassen.

Deep­fakes haben vor eini­gen Jahren erst­mals auf Video­por­tal­en für Auf­se­hen gesorgt. Mit­tels dig­i­tal­en Effek­ten und neu­ronalen Net­zen lassen sich damit bewegte Gesichter in Videos mit unheim­lich real­is­tis­chem Aus­maß aus­tauschen. Der Unter­schied zu unver­fälschtem Video­ma­te­r­i­al ist zwar noch auszu­machen, schwindet aber mit jedem Entwick­lungss­chritt.

Dis­ney hat jet­zt über­raschend bekan­nt gegeben, dass sie schon länger an Verbesserun­gen dieser Tech­nolo­gie forschen. Die Ergeb­nisse – von Dis­ney Megapix­el-Deep­fakes genan­nt – hat das Entwick­lerteam jet­zt in einem Video und ein­er Forschungsar­beit vorgestellt.

Megapixel-Deepfakes für die große Leinwand

Die dig­i­tal­en Gesicht­stäuschun­gen sehen auf den ersten Blick nicht mehr oder weniger beein­druck­end aus, als andere bekan­nte Deep­fakes. Das Beson­dere bei Dis­neys Megapix­el-Deep­fakes ist allerd­ings die Größenord­nung: Während bish­erige Tech­nolo­gien überzeu­gende Ergeb­nisse nur in kleinem Maßstab abliefern, kön­nen hier auch größere Auflö­sun­gen ver­wen­det wer­den. Laut Dis­neys Pro­gram­mierteam kom­men Deep­fakes, die auf dem Open Source Mod­ell Deep­fake­lab errech­net wur­den, bloß auf eine Größe von 256 x 256 Pix­eln. Ihr eigenes Megapix­el-Mod­ell kommt hinge­gen auf eine Auflö­sung von 1024 x 1024 Pix­eln.

Der Zweck dieser Unternehmung dürfte es sein, die spek­takulären Gesichts-Effek­te auf die große Lein­wand zu brin­gen. Wenn die tech­nol­o­gis­chen Möglichkeit­en da sind, ste­ht Filmemach­ern in Zukun­ft nichts mehr im Wege, Gesichter von Schaus­piel­ern nach Belieben auszu­tauschen, selb­st wenn die Men­schen dahin­ter bere­its zu alt oder ver­stor­ben sind – was inter­es­sante Ergeb­nisse mit sich brin­gen dürfte.

Kommen jetzt die Disney-Prinzessinnen aus Megapixel-Deepfakes?

Dis­ney hat bere­its bei den Star-Wars-Fil­men auf Tricks und Kniffe zurück­greifen müssen, um Gesichter beliebter Charak­tere überzeu­gend darzustellen: 2016 haben die Dig­i­tal-Effects-Spezial­is­ten für „Star Wars: Rogue One“ etwa eine junge Prinzessin Leia per CGI her­beigeza­ubert. Dies war zwar beein­druck­end, aber noch nicht hun­dert­prozentig überzeu­gend. In diesem Jahr ist dann eine von Fans erstellte Nach­bear­beitung dieser Szene im Inter­net aufge­taucht. Dank Deep­fake sieht die Rogue-One-Prinzessin nun tat­säch­lich aus wie die junge Car­rie Fish­er. Für die real­is­tis­che Über­tra­gung dieser Tech­nolo­gien auf meter­große Lein­wände und hochau­flösende Groß­bild-TVs hat Dis­ney nun wiederum den näch­sten Schritt getan.

Was hältst Du von Dis­neys Megapix­el-Deep­fakes? Hast Du beson­ders witzige oder beein­druck­ende Deep­fakes auf Youtube ent­deckt? Dann teile Deine Lieblingsvideos hier in den Kom­mentaren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Dich auch interessieren