Junge Frau schaut auf ihr iPhone.
Hand mit Galaxy Watch4 hält Skateboard
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BioPhone – So überwachst Du Puls und Atmung per App

Der Beschützer aus der Hosen­tasche. Daran wird ger­ade in den USA gear­beit­et. Die Rede ist von der Bio­Phone-App. Die Soft­ware soll Puls und Atmung bald schon zuver­läs­sig anhand von Smart­phone-Dat­en messen kön­nen. Und zwar aus der Hosen­tasche – völ­lig ohne direk­ten Kör­perkon­takt oder weit­ere Geräte. Beson­ders für ältere Men­schen kön­nte daraus ein umfassender und trotz­dem diskreter Helfer entste­hen, der in Not­fällen automa­tisch alle nöti­gen Schritte ein­leit­et.

Wie funktioniert die BioPhone-App?

Bio­Phone ist eine Herzrat­en-App, die Du wom­öglich schon bald auf Deinem Smart­phone instal­lieren und benutzen kannst. Neue Sen­soren oder spezielle Hard­ware sind also nicht nötig, damit die App Deinen Puls oder Deine Atmung überwachen kann. Denn in einem aktuellen Smart­phone sind schon alle nöti­gen Sen­soren vorhan­den. Hin­ter dem Pro­jekt Bio­Phone steckt ein Team vom Mass­a­chu­setts Insti­tute of Tech­nol­o­gy (MIT) aus den USA.

Das Ziel: Eine Möglichkeit find­en, um Puls und Atmung allein mit dem Smart­phone überwachen zu kön­nen – ohne direk­ten Kör­perkon­takt.
Die Annahme: Die Beschle­u­ni­gungssen­soren* in Smart­phones sind mit­tler­weile so präzise, dass selb­st kle­in­ste Bewe­gun­gen genau erkan­nt wer­den kön­nen. Wie zum Beispiel eben Pulss­chlag und Atmung.
Die Auf­gabe: Bio­Phone so gestal­ten, dass die App diese Kle­in­st­be­we­gun­gen zuver­läs­sig erken­nt und von anderen Bewe­gun­gen unter­schei­den kann.

Woman jogging and listening music

Das Team hat schon große Fortschritte bei der Entwick­lung gemacht – die vor kurzem veröf­fentlicht­en Ergeb­nisse aus einem Ver­gle­ich­stest sind wirk­lich erstaunlich. Und so lief der Test ab: Zwölf Frei­willige wur­den zum Fit­ness-Work­out gebeten. Davor und danach trat­en alle zur Puls- und Atmungsmes­sung an – ein­mal gemessen von der Bio­Phone-App und ein­mal von nor­malen Mess­geräten. Und jet­zt das Verblüf­fende: Die App lag jet­zt schon nur unge­fähr einen Pulss­chlag und einen Vier­tel-Atemzug pro Minute daneben. Das kom­plette MIT-Paper zu Bio­Phone mit allen Infos und Details find­est Du hier (auf Englisch).

Wer kann von der BioPhone-App profitieren?

Jed­er, der Puls und Atmung doku­men­tieren möchte oder muss, kön­nte das in Zukun­ft mit der Bio­Phone-App noch ein­fach­er erledi­gen. Näm­lich vol­lau­toma­tisch in jed­er Sit­u­a­tion – ob im All­t­ag oder beim Sport. Ide­al wäre die App auch als ständi­ger Begleit­er für ältere Men­schen geeignet: Das Smart­phone kön­nte anzeigen, dass es Zeit für eine Pause oder ein wenig Erhol­ung ist – oder ein hohes Stress-Lev­el erken­nen und daraufhin automa­tisch eine fest­gelegte Ver­trauensper­son informieren. Das alles ohne irgendwelche Verk­a­belun­gen, spezielle Geräte oder direk­ten Kör­perkon­takt. Ein Smart­phone in der Hosen­tasche mit instal­liert­er Bio­Phone-App kön­nte dem­nächst schon aus­re­ichen.

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*Wozu hat ein Smart­phone über­haupt Beschle­u­ni­gungssen­soren? Dank dieser schlauen Helfer kann sich Dein Smart­phone ori­en­tieren. So dreht sich zum Beispiel die Anzeige mit, wenn Du Dein Smart­phone drehst oder Dein Smart­phone wird zum Lenkrad in vie­len Renn­spie­len oder es schal­tet sich stumm, wenn Du es umdrehst oder, oder, oder. Du siehst, in den Teilen steckt wirk­lich eine Menge Poten­zial.

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