Berlin als Vorreiter in Sachen Mobile Payment

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Berlin als Vorreiter in Sachen Mobile Payment

Am 15.04.2015 startet mit NFC City Berlin Deutsch­lands größte Mobile Pay­ment-Ini­tia­tive. Damit soll hierzu­lande der Impuls für das mobile Bezahlen mit dem Smart­phone gegeben wer­den. Unter­stützt wird das auf der NFC-Tech­nolo­gie basierende Bezahlsys­tem von allen deutschen Mobil­funkan­bi­etern sowie sechs großen Han­del­skonz­er­nen.

Near Field Com­mu­ni­ca­tion oder kurz NFC heißt der inter­na­tionale Über­tra­gungs­stan­dard, bei dem Dat­en per Funk aus­ge­tauscht wer­den. Für das Bezahlen eignet sich die Tech­nolo­gie dank schneller und sicher­er Über­tra­gung beson­ders gut.

Berlin wirbt für Bezahlung mit dem Smartphone

Die Ini­tia­tive NFC City Berlin will nun auf dieses Bezahlsys­tem aufmerk­sam machen und nicht zulet­zt Akzep­tanz dafür beim Ver­brauch­er schaf­fen. In Berlin wur­den hier­für mehr als 2.000 Kassen­sys­teme für das “Mobile Pay­ment“ aufgerüstet und damit die Zahl der NFC-Akzep­tanzstellen ver­dop­pelt. Darunter zählen die Fil­ialen der Einzel­han­dels­ket­ten Gale­ria Kaufhof, Real, Rewe, Pen­ny, Kaiser’s und Obi. Auch die Unternehmen der Rewe Group Tem­ma und Oh Ang­ie sind mit dabei.

Über die Web­site zahl-einfach-mobil.de kann sich jed­er noch ein­mal genau über die Möglichkeit des mobilen Bezahlens informieren.

Um die ganze Sache in Schwung zu brin­gen, winkt vom 15. April bis 14. Juni ein Spezialange­bot: Zahlst Du in diesem Zeitraum das erste Mal mit Deinem Smart­phone, erhältst Du eine ein­ma­lige Beloh­nung von 10 Euro auf Dein Guthabenkon­to. Die Gutschrift erfol­gt durch den Mobil­funkan­bi­eter.

Dabei ist es ganz egal, ob Du nun das Netz von Voda­fone, der Deutschen Telekom oder Tele­fóni­ca Deutsch­land ver­wen­d­est – alle drei Anbi­eter unter­stützen die NFC-Tech­nolo­gie.

Das brauchst Du für’s mobile Bezahlen

Jedes halb­wegs zeit­gemäße Smart­phone beherrscht NFC. So unter­stützen beispiel­sweise sämtliche Sam­sung-Geräte aus der Galaxy-Rei­he die Tech­nolo­gie. Auch mit dem iPhone 6 kannst Du die Bezahlart per NFC-Stick­er nutzen.

Als Voda­fone-Ver­tragskunde bekommst Du eine spezielle NFC-SIM Karte oder einen NFC-Stick­er, wom­it Du Dein Smart­phone für das kon­tak­t­lose Bezahlen aus­rüsten kannst. Infos hierzu find­est Du hier.

Zum Thema Sicherheit

Mit Hil­fe der Voda­fone Wal­let und der Smart­Pass App hast Du all Deine Gutschriften und Aus­gaben immer im Blick. Nach jedem Kauf erhältst Du eine Benachrich­ti­gung auf Dein Smart­phone.

Du kannst selb­st entschei­den, ob Du jede Zahlung vorher über die App freigeben möcht­est oder Zahlun­gen unter 25 Euro schnell und ein­fach durch dran­hal­ten Deines Smart­phones an das Kassen­ter­mi­nals des Händlers aus­lösen möcht­est. Zahlun­gen über 25 Euro müssen immer durch Eingabe Dein­er Geheimzahl direkt am Händler Ter­mi­nal bestätigt wer­den.

Übri­gens bemerkt man den Ver­lust seines Smart­phones in der Regel schneller als den Ver­lust des Porte­mon­naies.

Zusät­zliche Sicher­heit ist auch durch die Benachrich­ti­gung nach jedem Einkauf geboten, da fehler­hafte Transaktionen/Missbrauch sofort wahrgenom­men und gemeldet wer­den kön­nen.

Woman paying with nfc technology on mobile phone, shopping, supe

Wie funktioniert NFC überhaupt?

Near Field Com­mu­ni­ca­tion arbeit­et kon­tak­t­los über eine sehr kurze Dis­tanz von max­i­mal vier Zen­time­tern. Dadurch ist es Drittgeräten nicht möglich, die über­tra­ge­nen Dat­en aus der Ferne abz­u­fan­gen. Ganz im Gegen­satz zu Blue­tooth- oder WLAN-Verbindun­gen, bei denen Dat­en über möglichst weite Ent­fer­nun­gen trans­portiert wer­den sollen.

Außer­dem geht der Verbindungsauf­bau mit ein­er zehn­tel Sekunde ganz fix von­stat­ten und bedarf auch keinem manuellen Zutun. Der Verbindungsauf­bau von Blue­tooth oder WLAN dauert mit ein­er ganzen Sekunde dage­gen ver­gle­ich­sweise lange und muss außer­dem vom Nutzer zunächst instal­liert wer­den. Bei NFC reicht allein die physis­che Nähe aus, um eine Datenüber­tra­gung auszuführen.

Wo kommt NFC sonst noch zum Einsatz?

Für viele Stu­den­ten gehört die NFC-Tech­nolo­gie schon längst zum All­t­ag: meist sind in den Stu­den­te­nausweisen näm­lich solche Chips ver­baut, wom­it beispiel­sweise in der Men­sa bargeld­los bezahlt wird. Genau so funk­tion­iert auch das Prinzip von GiroGo der Sparkasse: bis 20 Euro kann damit ohne Pin und Unter­schrift bezahlt wer­den. Die Deutsche Bahn nutzt NFC für ein­fach­es Reisen: Das kurze Inter­agieren zwis­chen Smart­phone und soge­nan­nten Touch­points erset­zt den üblichen Tick­etkauf.

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Bezahlart mit Zukunft?

Ob das kon­tak­t­lose Bezahlen beim deutschen Ver­brauch­er trotz aller Vorteile und Sicher­heit­en angenom­men wird, bleibt abzuwarten. Schließlich ver­trauen die Deutschen bei kleineren Beträ­gen dem guten alten Bargeld immer noch am meis­ten, wie die Mark­t­analyse von GS1 Ger­many zeigt. Eben ganz nach dem Mot­to: Nur Bares ist Wahres.

Foto: iStock Pho­to

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