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20 Jahre SMS: 160 Zeichen zum Erfolg

SMS Tipperin

„Mer­ry Christ­mas“: Nur 15 von 160 möglichen Zeichen nutzte Neil Pap­worth am 3. Dezem­ber 1992, um die weltweit erste Kurzmit­teilung zu schick­en - von einem PC an ein Handy ins britis­che Voda­fone-Netz.

Nie­mand ahnte, dass in diesem Moment der Short Mes­sag­ing Ser­vice, kurz SMS, seinen Siegeszug rund um den Globus startete. Mit­tler­weile wer­den jährlich ca. 55 Mil­liar­den der kurzen Nachricht­en in Deutsch­land, davon 20 Mil­liar­den im Voda­fone-Netz, aus­ge­tauscht.

Wir hat­ten die Möglichkeit, ein Inter­view mit SMS-Pio­nier Neil Pap­worth zu führen:

Was war der Grund für die Aktion, warum haben Sie die SMS ver­schickt?
Neil: „Wir woll­ten zeigen, dass SMS im All­t­ag funk­tion­iert.”

Neil Papworth

Warum durftest Du die SMS ver­schick­en?
Neil: „Ich gehörte zu dem Team, das SMS testete und hat­te einiges für die Instal­la­tion und Inte­gra­tion für Kun­den erledigt.”

Wo warst Du an dem Tag genau und wer war noch da?
Neil: „Ich war im Labor bei Voda­fone UK, dem „Canal House” in New­bury, Berk­shire. Zusam­men mit Leuten von Voda­fone und Sema.

Woher wusstest Du, dass die Nachricht angekom­men ist und wer hat sie emp­fan­gen?
Neil: „Richard Jarvis war auf der Voda­fone Xmas-Par­ty. Der Kol­lege neben ihm hat mit einem Voda­fone Man­ag­er tele­foniert (old-school!), der neben mir stand.”

Wie bist Du eigentlich am 3. Dez. auf Mer­ry Christ­mas als Text gekom­men? Dacht­est Du, die SMS ist so lange unter­wegs?

Neil: „Was hätte ich son­st an eine Wei­h­nachts­feier schick­en sollen?”

Was war das für ein Moment als die SMS ver­schickt wurde und ankam?
Neil: „Echt pro­fes­sionell. Wir waren unter Druck, mussten liefern & tat­en es auch. Wenn’s funk­tion­iert, denkst Du nur „GR8 !”

Wann hast Du das erste Mal real­isiert, dass Du Pio­nier eines mega-erfol­gre­ichen glob­alen Kom­mu­nika­tion­sin­stru­ments sind?
Neil: „Ha, ich habe da über­haupt nicht dran gedacht, bis es in allen Medi­en stand - zum 10. Geburt­stag der SMS, also vor 10 Jahren!”

Welchen Ein­fluss hat­te die SMS auf Dich per­sön­lich?

Neil: „Habe noch fast 20J mit der SMS gear­beit­et. Jedes Jahr bin ich 5 Min berühmt, vom Artikel in der Lokalzeitung bis zum Auftritt in ein­er Super­Bowl Wer­bung!”

Nutzt Du immer noch die SMS, um zu kom­mu­nizieren?

Neil: „Oh ja, aber nicht mehr so oft. Ich nutze Chat & Mails, wenn ich am PC bin. Da sehe ich wer online ist, son­st schicke ich eine SMS.”

Was war die wichtig­ste oder unvergesslich­ste SMS, die Du geschickt oder emp­fan­gen hast?
Neil: „Die Ankündi­gung der Geburt mein­er 3 Kids an Fre­unde & Fam­i­lie.”

Welch­er Berühmtheit würdest Du eine SMS senden und was wür­den Sie schreiben?
Neil: „Ich bin großer Formel1 Fan. Würde meinem Lands­mann Jen­son But­ton smsen: „Sehen uns beim Ren­nen in Mon­tre­al. Lust auf‘n Bier?”

Wer sollte Dir niemals eine SMS schick­en?
Neil: „Meine Kinder. Bis sie alt genug sind, ein Handy zu besitzen und die RG selb­st bezahlen!” 

Stell Dir vor, Du kön­ntest eine SMS an alle Handys in der Welt schick­en, was wäre Deine Nachricht?
Neil: „Don’t text and dri­ve!

Wann hast Du das let­zte mal einen richti­gen Brief mit der Hand geschrieben?
Neil: „OMG! Als ich bei Voda­com in Jo’burg  war habe ich einige Briefe an meine Mut­ter geschickt!  Das war so ’94.”

Vie­len Dank für das Gespräch.

Bei Twit­ter disku­tieren wir mit euch unter dem Hash­tag #20JahreSMS die emo­tion­al­sten SMS-Geschicht­en und unnütze Fak­ten.

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