Wikitude: Mit Augmented Reality die Welt entdecken

Wikitude: Mit Augmented Reality die Welt entdecken

Wo gibt’s die leckerste Pizza? Liegt ein Geldautomat auf dem Weg? Und warum steht da eigentlich ein Einhorn auf der Straße? Wikitude sorgt nicht nur in Alltagsfragen für einen erweiterten Durchblick, sondern erweckt auch Gegenstände oder Fabelwesen zum Leben. Wir werfen einen Blick auf die Augmented Reality-App, die Deine Welt ein Stück einfacher und auch aufregender macht.

Wer sich im fremden Großstadt-Dschungel zurechtfinden möchte, hangelt sich entweder durch Google Maps und diverse City-Portale – oder lässt sich mit Augmented Reality-Apps wie Wikitude die gewünschten Informationen direkt und digital vor Augen führen. Mit der Mobile-App leistete die gleichnamige österreichische Firma Pionierarbeit im Bereich der standortbezogenen Augmented Reality. Seit die Freeware 2008 veröffentlicht wurde, hat sie sich zum wahren Supervisor für die erweiterte Realität gemausert.

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Foto: WIKITUDE press kit

Suchmaschine für die erweiterte Realität

Ein Stadtbummel am Freitagabend: Dir fällt auf, dass Du Dir mal wieder einen Haarschnitt gönnen könntest. Zwei Smartphone-Klicks später weißt Du, dass sich im Umkreis von 50 Metern exakt drei Friseurläden befinden, zwei davon geöffnet haben und einer mit einem „Happy Friday“-Schnäppchen lockt. Ein Symbol über dem Geschäft weist Dir auf dem Kamerabild den Weg. Um das nötige Kleingeld zu ordern, gibst Du noch fix „Geldautomat“ in die Suchleiste ein und schon ploppen auf dem Display zwei weitere Symbole auf – wer die Welt durch Wikitude sieht, findet oft mehr, als er sucht.

Von Attraktionen bis Zusatzinfos: Der allwissende Stadtführer

Damit der Wikitude World Browser so schlaue Tipps geben kann, braucht Dein Smartphone eine Internetverbindung, denn die Informationen bezieht er von Quellen wie Wikipedia oder TripAdvisor. Die gesuchten Hinweise werden dann in der Live-Kameraansicht oder einer Liste anzeigt. So hast Du mit Wikitude sowohl Notausgänge als auch die nächste Toilette, Wissenswertes zu Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten und Aktionen von Geschäften im erweiterten Blick.  Auch Rezensionen und Kontaktdaten von Hotels sowie Restaurants erhältst Du mit einem Klick

Quelle: Youtube/ Wikitude

Geo-Tracking: Informationen nach Standort gefiltert  

Zentrales Element bei Wikitude ist die Geo-Tracking-Funktion, wobei GPS, Kompass und Bewegungssensor des Smartphones kombiniert werden. Sämtliche Suchergebnisse sind also für den standortbezogenen Nutzen optimiert – das heißt, sie beziehen sich auf Deine aktuelle Umgebung. Um Deine sichtbare Welt mit digitalen Infos zu ergänzen, arbeitet die Software mit Bilderkennung und legt einen virtuellen „Layer“ über die Kameraansicht. Mit dieser Technik kann die App aber weit mehr, als nur bei der Orientierung weiterzuhelfen.

Ein bisschen Zauberei: 3D-Animationen aus der Zeitschrift

Ähnlich wie mit Amazons Firefly-Funktion lassen sich auch mit Wikitude Gegenstände „scannen“, um Produktinformationen oder auch Links zu Online-Shops und Bewertungen von den sozialen Netzwerken zu erhalten. Allerdings hat Wikitude noch einige Überraschungen im erweiterten Kamerafokus: Inhalte ausgewählter Magazine, Verpackungen oder anderer bedruckter Medien lassen sich dreidimensional zum Leben erwecken. Dann düst zum Beispiel das animierte Motorrad vom Hochglanzfoto aus der Motorsport-Zeitschrift oder brettert in einem Video über den Highway.

 

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Foto: WIKITUDE press kit

Es lebe Deine Fantasie: Mit Wikitude eigene AR-Ideen umsetzen

Wie sähe es aus, wenn Du Deine Welt mit eigenen Ideen virtuell aufpeppen könntest? Würdest Du vielleicht Dein fertiges Traumhaus an gewünschter Stelle platzieren oder Jedi-Ritter auf dem Sportplatz kämpfen lassen? Mit ein bisschen Fantasie und technischem Know-how kannst Du Deine Augmented Reality-Vision verwirklichen, indem Du einfach selbst eine AR-App bastelst. Dafür stellt das Unternehmen sein Software Development Kit (SDK) zur (nicht ganz kostenfreien) Verfügung. Die Technologie soll bereits in über 10.000 Apps integriert worden sein. So behauptet sich Wikitude nach eigenen Angaben mit mehr als 100.000 Entwickler-Accounts als größte unabhängige AR-Plattform.

Quelle: Youtube/ Wikitude

Nicht nur tech-affinen Programmierern, sondern auch Augmented Reality-Fans ohne IT-Kenntnisse bietet Wikitude eine Möglichkeit, eigene Kampagnen oder Projekte in die erweiterte Realität zu holen. So kannst Du mit dem Tool Wikitude Studio zum Beispiel Deinem Firmenlogo, einer Grafik oder Schriftzeile ein dreidimensionales Update verpassen.

Quelle: Youtube/ Wikitude

Wer erstmal nur als Rezipient die erweiterte Realität von Wikitude entdecken möchte, kann sich die Mobile-App sowohl als Android– und iOS-Nutzer, als auch Besitzer eines Windows– oder Blackberry Phones kostenlos herunterladen.

Mit welchen virtuellen oder digitalen Features würdest Du Deine reale Welt gerne bereichern? Schreib uns, was Du von der Augmented Reality-App hältst und Dir künftig von der Technik erhoffst.

Titelbild: WIKITUDE press kit

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