Wikitude: Mit Augmented Reality die Welt entdecken

junge Frau mit Kopfhörern lauscht Youtube Music
Die Nachbildung eines Pokéball steht in Russland.

Wikitude: Mit Augmented Reality die Welt entdecken

Wo gibt’s die leck­er­ste Piz­za? Liegt ein Gel­dau­tomat auf dem Weg? Und warum ste­ht da eigentlich ein Ein­horn auf der Straße? Wik­i­tude sorgt nicht nur in All­t­ags­fra­gen für einen erweit­erten Durch­blick, son­dern erweckt auch Gegen­stände oder Fabel­we­sen zum Leben. Wir wer­fen einen Blick auf die Aug­ment­ed Real­i­ty-App, die Deine Welt ein Stück ein­fach­er und auch aufre­gen­der macht.

Wer sich im frem­den Großs­tadt-Dschun­gel zurechtfind­en möchte, hangelt sich entwed­er durch Google Maps und diverse City-Por­tale – oder lässt sich mit Aug­ment­ed Real­i­ty-Apps wie Wik­i­tude die gewün­scht­en Infor­ma­tio­nen direkt und dig­i­tal vor Augen führen. Mit der Mobile-App leis­tete die gle­ich­namige öster­re­ichis­che Fir­ma Pio­nier­ar­beit im Bere­ich der stan­dort­be­zo­ge­nen Aug­ment­ed Real­i­ty. Seit die Free­ware 2008 veröf­fentlicht wurde, hat sie sich zum wahren Super­vi­sor für die erweit­erte Real­ität gemausert.

wikitude_3

Foto: WIKITUDE press kit

Suchmaschine für die erweiterte Realität

Ein Stadt­bum­mel am Fre­itagabend: Dir fällt auf, dass Du Dir mal wieder einen Haarschnitt gön­nen kön­ntest. Zwei Smart­phone-Klicks später weißt Du, dass sich im Umkreis von 50 Metern exakt drei Friseurlä­den befind­en, zwei davon geöffnet haben und ein­er mit einem „Hap­py Friday“-Schnäppchen lockt. Ein Sym­bol über dem Geschäft weist Dir auf dem Kam­er­abild den Weg. Um das nötige Klein­geld zu ordern, gib­st Du noch fix „Gel­dau­tomat“ in die Such­leiste ein und schon plop­pen auf dem Dis­play zwei weit­ere Sym­bole auf – wer die Welt durch Wik­i­tude sieht, find­et oft mehr, als er sucht.

Von Attraktionen bis Zusatzinfos: Der allwissende Stadtführer

Damit der Wik­i­tude World Brows­er so schlaue Tipps geben kann, braucht Dein Smart­phone eine Inter­netverbindung, denn die Infor­ma­tio­nen bezieht er von Quellen wie Wikipedia oder Tri­pAd­vi­sor. Die gesucht­en Hin­weise wer­den dann in der Live-Kam­er­aan­sicht oder ein­er Liste anzeigt. So hast Du mit Wik­i­tude sowohl Notaus­gänge als auch die näch­ste Toi­lette, Wis­senswertes zu Sehenswürdigkeit­en, Öff­nungszeit­en und Aktio­nen von Geschäften im erweit­erten Blick.  Auch Rezen­sio­nen und Kon­tak­t­dat­en von Hotels sowie Restau­rants erhältst Du mit einem Klick

Geo-Tracking: Informationen nach Standort gefiltert  

Zen­trales Ele­ment bei Wik­i­tude ist die Geo-Track­ing-Funk­tion, wobei GPS, Kom­pass und Bewe­gungssen­sor des Smart­phones kom­biniert wer­den. Sämtliche Suchergeb­nisse sind also für den stan­dort­be­zo­ge­nen Nutzen opti­miert – das heißt, sie beziehen sich auf Deine aktuelle Umge­bung. Um Deine sicht­bare Welt mit dig­i­tal­en Infos zu ergänzen, arbeit­et die Soft­ware mit Bilderken­nung und legt einen virtuellen „Lay­er“ über die Kam­er­aan­sicht. Mit dieser Tech­nik kann die App aber weit mehr, als nur bei der Ori­en­tierung weit­erzuhelfen.

Ein bisschen Zauberei: 3D-Animationen aus der Zeitschrift

Ähn­lich wie mit Ama­zons Fire­fly-Funk­tion lassen sich auch mit Wik­i­tude Gegen­stände „scan­nen“, um Pro­duk­t­in­for­ma­tio­nen oder auch Links zu Online-Shops und Bew­er­tun­gen von den sozialen Net­zw­erken zu erhal­ten. Allerd­ings hat Wik­i­tude noch einige Über­raschun­gen im erweit­erten Kam­er­afokus: Inhalte aus­gewählter Mag­a­zine, Ver­pack­un­gen oder ander­er bedruck­ter Medi­en lassen sich drei­di­men­sion­al zum Leben erweck­en. Dann düst zum Beispiel das ani­mierte Motor­rad vom Hochglanz­fo­to aus der Motor­sport-Zeitschrift oder bret­tert in einem Video über den High­way.

 

wikitude_5

Foto: WIKITUDE press kit

Es lebe Deine Fantasie: Mit Wikitude eigene AR-Ideen umsetzen

Wie sähe es aus, wenn Du Deine Welt mit eige­nen Ideen virtuell auf­pep­pen kön­ntest? Würdest Du vielle­icht Dein fer­tiges Traumhaus an gewün­schter Stelle platzieren oder Jedi-Rit­ter auf dem Sport­platz kämpfen lassen? Mit ein biss­chen Fan­tasie und tech­nis­chem Know-how kannst Du Deine Aug­ment­ed Real­i­ty-Vision ver­wirk­lichen, indem Du ein­fach selb­st eine AR-App bas­telst. Dafür stellt das Unternehmen sein Soft­ware Devel­op­ment Kit (SDK) zur (nicht ganz kosten­freien) Ver­fü­gung. Die Tech­nolo­gie soll bere­its in über 10.000 Apps inte­gri­ert wor­den sein. So behauptet sich Wik­i­tude nach eige­nen Angaben mit mehr als 100.000 Entwick­ler-Accounts als größte unab­hängige AR-Plat­tform.

Nicht nur tech-affinen Pro­gram­mier­ern, son­dern auch Aug­ment­ed Real­i­ty-Fans ohne IT-Ken­nt­nisse bietet Wik­i­tude eine Möglichkeit, eigene Kam­pag­nen oder Pro­jek­te in die erweit­erte Real­ität zu holen. So kannst Du mit dem Tool Wik­i­tude Stu­dio zum Beispiel Deinem Fir­men­l­o­go, ein­er Grafik oder Schriftzeile ein drei­di­men­sion­ales Update ver­passen.

Wer erst­mal nur als Rezip­i­ent die erweit­erte Real­ität von Wik­i­tude ent­deck­en möchte, kann sich die Mobile-App sowohl als Android- und iOS-Nutzer, als auch Besitzer eines Win­dows- oder Black­ber­ry Phones kosten­los herun­ter­laden.

Mit welchen virtuellen oder dig­i­tal­en Fea­tures würdest Du Deine reale Welt gerne bere­ich­ern? Schreib uns, was Du von der Aug­ment­ed Real­i­ty-App hältst und Dir kün­ftig von der Tech­nik erhoff­st.

Titelbild: WIKITUDE press kit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Dich auch interessieren