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5G
Story / 09.11.2018

Deutschland. Digital. Erleben: Mobilfunk trifft Elektro-Auto

Deutschland. Digital. Erleben. Kaum eine Branche wandelt sich so sehr wie die der Automobiler. Neue Technologien erhalten Einzug in unsere Autos. Neue Konzepte prägen das Zukunftsbild der Mobilität. Neue Unternehmen mischen mit, wenn es darum geht Fahrzeuge von morgen zu entwickeln. Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter blickt zusammen mit Prof. Dr. Günther Schuh auf die großen Trends, die Auto-Deutschland bewegen. Der CEO der e.GO Mobile AG baute das Unternehmen mit heute 300 Mitarbeitern in nur drei Jahren vom universitären Start-up zum Pionier für Zukunfts-Mobilität auf. Im 5G Lab von Vodafone zeigen die beiden Innovationsfans wie Elektromobilität und Daten den Stadtverkehr sauberer und sicherer machen. Und sie testen wie es sich anfühlt, Bekannte oder Arbeitskollegen bei der Fahrt im autonomen Auto zu besuchen – als Hologramm. „Der befähigende Faktor für das autonome Fahren“ „Die Digitalisierung ist der Pate der neuen Mobilität.“ Prof. Dr. Schuh, der gemeinsam mit Hannes Ametsreiter im 5G Lab in die große, komplett abgedunkelte Testkammer blickt, in der die Technik-Experten von Vodafone schon heute am 5G-Netz arbeiten, ist überzeugt davon, dass Daten und Autos zusammengehören. „In dreierlei Hinsicht ist das so“, erklärt der CEO der e.GO Mobile AG zwischen zwölf Roboterarmen und einer Fernsteuerzentrale für riesige Baukräne. „Digitalisierung bringt Komfort ins Fahrzeug. Digitalisierung erhöht die Sicherheit im Auto. Und: Digitalisierung ist der befähigende Faktor für das autonome Fahren.“ Life, Kart, Mover: Drei Elektro-Fahrzeuge, die den Straßenverkehr revolutionieren sollen Prof. Schuh ist seit drei Jahren CEO der e.GO Mobile AG. Gemeinsam mit rund 300 Mitarbeitern hat sich das Start-up in dieser Zeit zu einem Pionier für Zukunfts-Mobilität entwickelt. Immer im Fokus: Elektromobilität. Insgesamt drei Fahrzeuge hat die e.GO Mobile AG bereits entwickelt. Allesamt angetrieben durch einen Elektromotor. Der e.GO Mover ist ein elektrischer Kleinbus für den innerstädtischen Verkehr. Der e.GO Life ein kompaktes Elektroauto für den Alltag mit Reichweiten von bis zu 160 Kilometern Fahrtweg. Das e.GO Kart ist ein elektrisches Freizeitgefährt, das als Pedelec mit bis zu 25 Kilometern pro Stunde in der Stadt bewegt werden kann. Die drei Modelle unterscheiden sich in ihrer Erscheinung und im Einsatz stark. Aber sie alle haben eines gemeinsam: „Die neuen Fahrzeuge können den innerstädtischen Verkehr revolutionieren. Sie können den Verkehr in Ballungsräumen sauberer, sicherer und effizienter machen“, so Prof. Dr. Schuh. Fernsteuerung von Fahrzeugen in Ausnahmesituationen Neben dem Elektroantrieb werden für den e.GO Mobile Chef vor allem Daten zur zentralen Komponente für das Auto der Zukunft. Daten, die per Mobilfunk in Echtzeit übertragen werden. Zum Beispiel um Fahrzeuge im Notfall aus der Ferne zu steuern. „Das ist keine Theorie. Das funktioniert schon heute“, erklärt Ametsreiter und führt Prof. Dr. Schuh im 5G Lab zu einer Fernsteuerzentrale. „Wir können von Düsseldorf aus einen Kran in Aldenhoven fernsteuern. In Zukunft schafft das neue Arbeitsmodelle“, so Ametsreiter. Quasi das Home-Office für Kranfahrer. „Die Fernsteuerung von Autos wird auch im Stadtverkehr wichtig. Wenn es zu Ausnahmesituationen kommt, dann muss es Sicherheitsmechanismen geben, die es ermöglichen aus der Ferne einzugreifen und Autos zu steuern“, erklärt Schuh. „Es geht in Zukunft darum die Sicherheit zu erhöhen und das autonome Fahren zu ermöglichen“, so Prof. Dr. Schuh. „Hierbei ist es wichtig, dass Autos sämtliche Verkehrsinformationen untereinander austauschen. Dabei müssen Sensoren, Mobilfunk und andere Technologien bestmöglich zusammenarbeiten.“ Kino, Büro, Freunde: Wie nutzen wir in Zukunft die Zeit im Auto? Doch was machen wir eigentlich zukünftig im Auto, wenn wir uns nicht mehr darauf konzentrieren müssen es selbst zu steuern? „Wir können die Zeit für Dinge nutzen, die uns wirklich wichtig sind“, so Ametsreiter. „Wenn das Auto autonom fährt, wird der Fahrersitz zum Bürostuhl oder zur Fernsehcouch. Freunde und Verwandte können uns dann bei der Fahrt im Auto besuchen – digital und trotzdem so, als ob sie tatsächlich vor Ort wären.“ Hologramme ermöglichen es uns jede Gestik und jede Mimik von Gesprächspartnern so nachzuempfinden, als wären diese tatsächlich bei uns. Damit das auch im fahrenden Auto funktioniert, braucht es extrem schnelle Netze mit geringen Reaktionszeiten und hohen Bandbreiten. Kurz: 5G. Als 5G-Hologramm im fahrenden Auto Prof. Dr. Schuh und Hannes Ametsreiter wollten wissen wie es sich anfühlt als Hologramm ein Gespräch zu führen. Mit Journalisten. Im fahrenden e.GO Mover. Im 5G Mobility Lab in Aldenhoven. Hier hat Vodafone jetzt den ersten echten 5G-Mast in Deutschland gestartet, um mit der Automobilbranche an Innovationen für den Straßenverkehr zu arbeiten. Unter anderem gemeinsam mit der e.GO Mobile AG. Während Ametsreiter 'backstage' im Aufnahmeraum in Düsseldorf von Kameras aufgezeichnet wird, erscheint 70 Kilometer entfernt in Aldenhoven, im e.GO Mover das lebensgroße Hologramm des Vodafone-Deutschlands Chefs. Ametsreiter hat als Hologramm auf der Rückbank vom Elektro-Kleinbus Platz genommen. Die Journalisten sitzen ihm im Wagen gegenüber. Sie unterhalten sich mit ihm so als wäre er tatsächlich vor Ort. Frei von Verzögerungen. Ohne jedes Ruckeln. „Das ist eine Weltpremiere“, so Ametsreiter. „Erstmals bringen wir ein Hologramm in ein fahrendes Auto.“ Die beiden Digitalisierungsfans sind sich einig: Es ist wichtig, mit solchen Innovationen schon heute in die Zukunft zu blicken. „Jeder hat Respekt vor neuen Dingen. Vor neuen Technologien. Es ist wichtig diese neuen Technologien greifbar zu machen“, so Ametsreiter nach seinem ersten Gespräch als Hologramm. Prof. Dr. Schuh ergänzt: „Wenn wir es gut machen, dann wird niemand Angst haben vor Innovationen. Und das ist wichtig. Denn wir können langfristig die Sicherheit im Auto steigern und das Fahrerlebnis verbessern. Ich glaube, dass wir jetzt an einer Schwelle sind, wo der Durchbruch gelingen wird.“

News / 31.10.2018

5G Mobility Lab: Vodafone startet ersten 5G-Mast in Deutschland

Es ist 11 Uhr Vormittags. Der elektrische Kleinbus e.GO Mover fährt vernetzt im 5G Mobility Lab in Aldenhoven über das 400.000 Quadratmeter große Testgelände. Vodafone Deutschland Chef Hannes Ametsreiter hat zum Gespräch über die kommende Mobilfunkgeneration 5G eingeladen. Ins 5G Mobility Lab. In den fahrenden Elektrokleinbus e.GO Mover. Es ist ein Gespräch der besonderen Art. Denn Hannes Ametsreiter selbst ist nicht vor Ort. Er führt das Gespräch aus der Vodafone-Zentrale im rund 70 Kilometer entfernten Düsseldorf. Dennoch sieht der Gesprächspartner vor Ort jede Bewegung, jede Gestik, jede Mimik des Vodafone Deutschland-Chefs. Ametsreiter spricht als Hologramm. Frei von Kabeln und im fahrenden Auto. Ständig in Bewegung. Entlang der ersten echten 5G-Station von Vodafone in Deutschland. Sie funkt ab sofort im Live-Netz des Düsseldorfer Telekommunikationskonzerns. Das erste 5G-Gespräch mit einem Hologramm im fahrenden Auto. Eine Premiere. [quote id="257"] „Wir sind der 5G-Partner der deutschen Wirtschaft. Wir helfen Zügen Gefahren zu sehen. Wir machen den Fahrersitz im Auto zur Fernsehcouch. Wir lassen Deutschlands Industriehallen mit 5G zu Smart Factories werden. Und wir schaffen mit 5G neue Formen der Kommunikation – mit Hologrammen machen wir aus langweiligen Videokonferenzen persönliche Erlebnisse. Sogar im fahrenden Auto“, so Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter. Als Hologramm erklärt er weiter: „Wir wollen mit 5G Mehrwert schaffen. Deshalb bringen wir das Netz jetzt an die Orte, wo schon heute Mehrwert entstehen kann. Zu unseren 5G-Partnern. In die Industriehallen und an die Orte, wo die deutsche Wirtschaft digitale Innovationen bereit macht für den Alltag.“ Starke 5G-Partnerschaften für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort Deutschland Zu den ersten 5G-Partnern von Vodafone zählen unter anderem die Deutsche Bahn, Continental, Audi und die e.GO Mobile AG. Technologie-Partner beim Hologramm-Interview sind Ericsson und Intel. Zusammen mit der e.GO Mobile AG will der Düsseldorfer Telekommunikationskonzern in Kürze die erste 5G-Produktionsstätte in Deutschland starten. „Mit einem 5G-Netz in unserem neuen Werk in Aachen Rothe Erde erreichen wir in Echtzeit volle Transparenz über Prozess- und Logistikdaten auf dem Shopfloor. Durch den nun möglichen digitalen Schatten sind perfekte Regelkreise in der Produktionssteuerung abbildbar“, so Prof. Dr. Günther Schuh, CEO von e.GO Mobile, der ebenfalls als Hologramm beim Interview dabei ist. [video width="3840" height="2160" mp4="https://vf-medien.de/wp-content/uploads/2018/10/Das-erste-5G-Hologramm-im-fahrenden-Auto.mp4" poster="https://vf-medien.de/wp-content/uploads/2018/10/Das-erste-5G-Hologramm-im-fahrenden-Auto.jpg"][/video] 5G-Partner Deutsche Bahn: Züge lernen Gefahren zu erkennen Gemeinsam mit der Deutschen Bahn startet der Düsseldorfer Telekommunikationskonzern den Ausbau von 5G entlang einer Teststrecke der Erzgebirgsbahn zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg. Hier soll unter anderem getestet werden, wie Züge Hindernisse und Gefahren auf den Gleisen selbstständig erkennen und darauf reagieren. Auch Audi zählt zu den 5G-Partnern von Vodafone. Die Partner arbeiten gemeinsam an der 5G-Kommunikation von Fahrzeugen untereinander sowie an der Anbindung von Infrastruktur zur Unterstützung von Anwendungen mit Bedarf an hohen Datenraten und niedriger Latenz. Ziel ist es, das Fahrzeug als elementaren Teilnehmer in das Internet der Dinge zu integrieren, um in diesem digitalen Ökosystem innovative Serviceangebote bereit zu stellen. [quote id="258"] Erster 5G-Mobilfunkmast: Technologie für die Automobilindustrie Der erste Mobilfunkmast von Vodafone funkt ab sofort im '5G Mobility Lab' in Aldenhoven. „Hier entsteht die Zukunft für den Straßenverkehr. Gemeinsam mit den Automobilern optimieren wir 5G hier für die Anforderungen der Branche. Wir bringen das Netz in Einklang mit anderen Zukunftstechnologien für das Auto“, so Ametsreiter. Im 5G Mobility Lab forscht Vodafone seit mehr als einem Jahr an Zukunftskonzepten für die Mobilität von morgen. Per Mobilfunk sprechen Autos hier miteinander. Gemeinsam mit der Automobilbranche optimiert Vodafone das Zusammenspiel von Mobilfunk, Sensoren, Kamerasystemen und weiteren Technologien, um doppelte Böden und die höchstmögliche Sicherheit für den Straßenverkehr der Zukunft zu schaffen. Per 5G können Autos in Echtzeit Daten miteinander austauschen – so schnell wie das menschliche Nervensystem. Winzige Echtzeit-Rechenzentren (Edge Cloud) direkt bei den Mobilfunkmasten sind dafür die Basis. Im 5G Mobility Lab hat Vodafone echtes 5G in Zusammenarbeit mit Ericsson jetzt erstmals in Europa für die Automobilbranche verfügbar gemacht. Mit Continental erforschen die Düsseldorfer hier ein digitales '5G-Schutzschild' für Fußgänger und Radfahrer im Straßenverkehr und den '5G-Stau-Warner' zur Vermeidung von Auffahrunfällen auf der Autobahn. Bis 5G-fähige Endgeräte kommerziell im Privat- und Geschäftskundenbereich verfügbar sind, setzt Vodafone bei 5G vor allem auf Standorte, an denen die Industrie schon frühzeitig von der 5G-Technologie profitiert. Gemeinsam sollen die Anforderungen und Herausforderungen der Industriepartner erkannt und beim weiteren Ausbau von 5G berücksichtigt werden. '5G Ready': Das '5G-Maschinennetz' und '5G-Beam' funken bereits im Netz von Vodafone Mit dem 5G-Maschinennetz und mit der Technologie 5G-Beam bringt Vodafone bereits erste 5G-Technologien ins eigene Mobilfunknetz und macht dieses damit schon heute '5G Ready'. Das 5G-Maschinennetz funkt bereits an rund 90 Prozent der LTE-Masten von Vodafone und schafft so die Infrastruktur für das Internet der Dinge. Eine einzige Mobilfunkantenne kann so bis zu 50.000 Dinge gleichzeitig vernetzen. An ersten Orten in Deutschland ist die Technologie '5G-Beam' aktiviert. Dahinter steht eine aktive und intelligente Antennentechnik (Beamforming), die zeitgleich zahlreiche Kunden zuverlässig und gezielt mit hohen Bandbreiten versorgt. Die 5G Beam-Technologie vereint bis zu 128 speziell angeordnete winzige Antennen auf kleinstem Raum. Die einzelnen Antennen sind nicht nur besonders klein, sondern auch intelligent. Sie kennen immer die beste Luftschnittstelle, um Kunden auf direktem Wege zu erreichen. In ländlichen Gebieten kann die '5G Beam' Technologie in Kombination mit dem GigaCube als Ersatz für langsame DSL-Leitungen genutzt werden.

News / 16.10.2018

Zur Digital Mobility Conference: So funktioniert 'V2X'

Wenn die Automobilbranche in die Zukunft blickt, dann fällt immer wieder auch der etwas sperrige Begriff 'V2X'. Oder: 'vehicle to everything'. Auch heute, wenn sich bei der 'Digital Mobility Conference' vom Bitkom in Berlin alles um die digitale Revolution der Mobilität dreht, führt an diesem Kürzel kein Weg vorbei. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Was genau ist das für eine Technologie, die als wichtige Komponente für das Auto der Zukunft gilt? Ein Überblick. Wenn es um Konzepte für das autonome Auto geht, dann ist vor allem eine Frage entscheidend: Wie gelangt ein Auto an alle Informationen, die es benötigt um selbstständig durch die Innenstadt zu steuern, während für die Insassen der Fahrersitz zur Fernsehcouch oder zum Bürostuhl wird. Damit ein Auto autonom fahren kann, muss es sämtliche Umgebungs- und Verkehrsinformationen zu jeder Zeit abrufen können. Es muss wissen, wenn der Verkehr am nächsten Autobahnkreuz ins Stocken gerät. Es muss wissen, wenn ein Fußgänger hinter einem parkenden Auto plötzlich die Straße überquert. Und es muss wissen, wenn wenige Kilometer voraus plötzlich Blitzeis einsetzt und die Straße in wenigen hundert Metern spiegelglatt sein wird. Der Messenger für den Straßenverkehr Genau an dieser Stelle setzt die Mobilfunktechnologie 'V2X' an. Vereinfacht gesagt steckt dahinter ein 'Messenger', über den sämtliche Verkehrsteilnehmer miteinander kommunizieren. Vom Auto über den Fußgänger bis zur Ampel. In 'Privatchats' oder im übergreifenden 'Gruppenchat' werden wichtige Informationen automatisch geteilt. Wenn Informationen mit Autos in direkter Nähe ausgetauscht werden müssen – beispielsweise wegen akuter Gefahrensituationen – direkt und in Echtzeit. Wenn die Informationen, die übertragen werden, nicht zeitkritisch sind, dann über das herkömmliche Mobilfunknetz und über mehrere Kilometer Entfernung. [arve url="https://youtu.be/X6MCSjg3Sh8" /] SIM-Karte macht das Fahrzeug zum Smartphone auf Rädern Damit Autos über den 'Messenger' Informationen teilen und erhalten können, brauchen sie, ähnlich wie das Smartphone, eine SIM-Karte und ein sogenanntes 'V2X-Modul'. Über die SIM-Karte erhalten die Autos Zugang zum Mobilfunknetz und damit zum Internet der Dinge. Mehr als 14 Millionen Fahrzeuge bringt Vodafone auf diese Weise weltweit bereits ins Netz. Das 'V2X-Modul' ist fest im Fahrzeug verbaut und lässt das Auto über den "Messenger" mit den anderen Verkehrsteilnehmern 'chatten'. Im Zusammenspiel machen SIM-Karte und 'V2X-Modul' das Auto zum Smartphone auf vier Rädern. Alle Umgebungsinformationen, die ein Auto bei einer Fahrt sammelt, laufen hier zusammen und werden über das Mobilfunknetz mit sämtlichen Verkehrsteilnehmern geteilt. Ganz egal ob diese sich in 500 oder ihn 5.000 Metern Entfernung befinden. Das können beispielsweise Informationen über Straßensperrungen, über die zunehmende Verkehrsdichte auf der geplanten Route oder über einsetzenden Nebel sein. Schließlich können das aber auch Informationen einer Ampel sein, die dem Auto mitteilt, wie lange die aktuelle Grünphase noch anhält und mit welcher Geschwindigkeit das Auto fahren muss, um die nächste Kreuzung ohne abzubremsen überqueren zu können. Das Erfassen von Informationen erfolgt hierbei beispielsweise über Sensoren oder Kamerasysteme. So könnte ein Sensor zum Beispiel ein Schlagloch erkennen und diese Information an das V2X-Modul übermitteln. Von hier aus wird diese wiederum mit anderen Verkehrsteilnehmern geteilt. Denn das Auto der Zukunft wird technologieübergreifend gebaut. Sensoren, Kameras, WLAN und Mobilfunk müssen sich bestmöglich ergänzen, um höchstmögliche Sicherheit zu schaffen. Dafür braucht es doppelte Netze. "Wir werden das Auto niemals selbst bauen. Aber wir können es mit neuen Technologien ein Stück weit intelligenter machen", erklärt Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter. Auf Basis der über Mobilfunk übermittelten Informationen kann ein Auto zukünftig das Fahrverhalten automatisch anpassen, die Geschwindigkeit reduzieren und beispielsweise die Autobahn verlassen noch bevor das Stauende in Sicht ist. Das spart Zeit. Das spart Kraftstoff. Das spart Nerven. Wenn jede Sekunde zählt geht's direkt von Auto zu Auto Noch spannender wird es, wenn jede Sekunde zählt. Oder besser: Wenn jede Millisekunde zählt. Wenn es darum geht, Unfälle zu vermeiden und die Zahl von Verletzten im Straßenverkehr zu reduzieren. Beispielsweise wenn ein vorausfahrendes Auto plötzlich ausschert oder ein Kind dem Ball hinterher auf die Straße rennt. In diesen Situationen macht 'V2X' den Informationsaustausch in Echtzeit möglich. Die Technologie kann dann so schnell reagieren wie das menschliche Nervensystem. Und die Technologie hat einen entscheidenden Vorteil: sie kennt keine Schrecksekunde. Die Informationen werden in diesen Situationen nicht, wie sonst, auf herkömmlichem Wege an den nächsten Mobilfunkmasten gesendet und von hier mit allen Verkehrsteilnehmern in weiterer Umgebung geteilt. Wenn jede Millisekunde zählt, werden die Autos selbst zur fahrenden Mobilfunkstation. Sie teilen zeitkritische Informationen über einen speziell dafür vorbehaltenen Frequenzbereich direkt von Auto zu Auto – ohne Umweg über den nächstgelegenen Mobilfunkmast. Das spart wertvolle Zeit. Echtzeit-Informationen als Handlungsempfehlung für Fahrassistenz-Systeme Die schnelle Informationsübertragung zwischen den Autos funktioniert schon heute. Bei branchenübergreifenden Projekten testet Vodafone die Technologie 'V2X' bereits live und im echten Straßenverkehr. Informationen, beispielsweise über ein Stauende, über einen Unfall oder über einen sich nähernden Rettungswagen, werden hier bereits zwischen den Verkehrsteilnehmern geteilt und haben visuelle und akustische Warnungen für den Fahrer zur Folge. Damit Autos diese Informationen nutzen können, um später tatsächlich autonom zu fahren, müssen sie mit entsprechenden Fahrassistenz-Systemen im Auto verknüpft werden. Beispielsweise um die Geschwindigkeit eigenständig zu regulieren, einem Fußgänger auszuweichen oder um eine Rettungsgasse automatisch zu bilden. Vodafone arbeitet deshalb schon heute eng mit Automobilzulieferern wie Continental und Herstellern wie Ford zusammen, um die komplexen Systeme miteinander in Einklang zu bringen. Live und im echten Straßenverkehr von Düsseldorf wie beim Projekt 'KoMoD', ebenso wie in geschlossener Testumgebung im '5G Mobility Lab' in Aldenhoven.

News / 12.10.2018

Erste 5G-Technologie: Maschinennetz funkt großflächig in Deutschland

Sechs Monate, tausende Städte und Gemeinden, unzählige modernisierte Mobilfunkmasten in ganz Deutschland. Die Technik-Spezialisten von Vodafone haben ein neues Netz über Deutschland gelegt – und so in nur einem halben Jahr die Infrastruktur für das Internet der Dinge gebaut. Mit einer ersten 5G-Technologie. Das neue  Maschinennetz ist speziell optimiert für die kostengünstige und energiesparende Vernetzung von Gegenständen. Als erster Telekommunikationskonzern hat Vodafone die 5G-Technologie 'Narrowband IoT' damit großflächig in ganz Deutschland aktiviert. Das ermöglicht jetzt die kostengünstige Vernetzung von Gegenständen, die sich im ganzen Land bewegen. Beispielsweise in der Logistik: Rohstoffe, Pakete oder Container können über das Maschinennetz während der gesamten Wertschöpfungskette an allen Standorten vernetzt und überwacht werden. "Das Maschinennetz ist ein zentrales Standbein für die digitale Revolution und ein wichtiger Schritt zu 5G. Der schnelle Ausbau in ganz Deutschland eröffnet unserer Industrie und unseren Städten neue digitale Möglichkeiten", so Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter.  [quote id="254"] Im März hatte Vodafone den Ausbau des Maschinennetzes in Düsseldorf und Berlin gestartet. Nur sechs Monate später hat der Telekommunikationskonzern die Technologie in mehreren tausend Städten und Gemeinden aktiviert und damit das zum Ausbau-Start formulierte Ziel erreicht. Im neuen Maschinennetz können theoretisch bis zu 4 Milliarden Geräte gleichzeitig funken. Eine einzige Mobilfunkzelle kann mit der Technologie bis zu 50.000 Gegenstände parallel vernetzen. Eine Investition in die Zukunft: Denn schon heute vernetzt Vodafone weltweit 74 Millionen Gegenstände per Mobilfunk. Tendenz steigend: Jeden Monat wandern rund zwei Millionen weitere Dinge ins Netz. Vom LKW-Reifen, der sich bei Druckverlust beim Fahrer meldet, über den Wasserzähler, der täglich seinen aktuellen Stand übermittelt, bis zum E-Bike, das Alarm schlägt, wenn es gestohlen wird. IoT-Sensoren machen jeden Gegenstand smart Mit der Technologie können Daten jetzt deutschlandweit wesentlich energie- und kostensparender übertragen werden. Denn das Maschinennetz ist ein Stromsparnetz. Die Bandbreite der Dinge, die ins Maschinennetz wandern, ist riesig. Egal um welchen Gegenstand es sich handelt: Ein einfacher Sensor reicht aus, um ihn smart zu machen. Die Zustände, die die IoT-Sensoren erfassen, sind vielfältig. Das können unter anderem Bewegung, Feuchtigkeit oder Füllstand sein. Panasonic: Vorreiter im Maschinennetz Der Elektronikkonzern Panasonic macht Klimaanlagen für Privathaushalte im Maschinennetz intelligent. Gemeinsam wollen die Partner so die Fernwartung und Fernsteuerung von Klimaanlagen ermöglichen. Zahlreiche Städte wollen die Technologie nutzen, um zur 'Smart City' zu werden. Globaler Ausbau im weltweit größten Narrowband IoT-Netzwerk Vodafone treibt den Ausbau des Maschinennetzes auch global voran. In Tschechien, Griechenland, Irland, Italien, Spanien, Australien, Niederlande, Südafrika und in der Türkei hat Vodafone die Technologie bereits aktiviert. Bis Ende des Jahres 2019 soll das weltweit größte Narrowband IoT-Netzwerk in zehn europäischen Ländern funken. Auch Großbritanien, Rumänien und Ungarn sollen die Technologie zeitnah erhalten.

News / 01.10.2018

Sicherheitszentrale für das autonome Fahren

Aldenhoven Testing Center. Rund 70 Kilometer Entfernung bis Düsseldorf. Unweit der A44, erreichbar über eine Landstraße durch das offene Feld. Hier tüfteln Deutschlands Experten aus Wissenschaft, Industrie und Politik ab sofort an Sicherheitstechnologien für die Straßen in unseren Städten. Vodafone versorgt das 400.000 Quadratmeter große Verkehrstestfeld mit moderner Mobilfunk-Technologie. Seit der Eröffnung des '5G Mobility Labs' tauschen Testfahrzeuge hier per Mobilfunk Informationen aus, um sich gegenseitig vor Gefahren zu warnen. Jetzt können solche Technologien hier auch bei echten, innerstädtischen Verkehrssituation erprobt werden. 'CERMcity' ist gestartet. Auf dem Areal lassen sich ab sofort komplexe Stadtszenarien an Kreuzungen, Parkbereichen, Haltestellen, Kreisverkehr, Zebrastreifen und Häuserfronten nachstellen.  Auf der Testumgebung soll so ab sofort das dynamische Miteinander von Autos, Fußgängern, Bussen und weiteren Verkehrsteilnehmern realitätsnah erforscht werden. Die RWTH Aachen koordiniert das Gesamtprojekt mit einem Fördervolumen in Höhe von 3,3 Millionen Euro. Die neue 'CERMcity' kann durch Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Politik zur Erprobung neuer Innovationen genutzt werden. Vom Start-up bis zum Großkonzern. Vom Chip-Hersteller bis zum Automobil-Zulieferer. „Wir haben mit dieser einzigartigen Infrastruktur die Chance, die Sicherheit und Effizienz im innerstädtischen Verkehr drastisch zu erhöhen – Vernetzung und Automatisierung bieten hierfür disruptive Potenziale.“, so Prof. Lutz Eckstein, Leiter des Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH und Initiator des Projekts. "Technologie kann Leben retten" Sicherheit ist das oberste Gebot für den Straßenverkehr der Zukunft. Denn noch immer kracht es viel zu häufig auf Deutschlands Straßen. Allein im Jahr 2017 gab es täglich neun Verkehrstote. "Das sind neun Verkehrstote zu viel", so Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter. "Technologie kann Leben retten. Deshalb lohnt es sich neue Technologien schnell und branchenübergreifend in den Alltag zu bringen. Wir werden Autos nie selbst bauen. Aber wir können sie ein Stück weit intelligenter machen. Eine starke Infrastruktur ist dafür die Basis." Kooperationen mit Ford und Continental Die Kommunikation von Verkehrsteilnehmern per Mobilfunk funktioniert in der Testumgebung quasi verzögerungsfrei. Per V2X-Technologie (vehicle to everything) tauschen Autos, Radfahrer und sogar Ampeln Informationen miteinander aus und warnen sich vor Gefahren. Sogar dann, wenn diese für Menschen oder Sensoren noch gar nicht sichtbar sind. Gemeinsam arbeitet Vodafone im '5G Mobility Lab' unter anderem mit Continental, Ford und der RWTH Aachen an digitalen Innovationen für den Straßenverkehr. Bei der Eröffnung von 'CERMcity' zeigt Vodafone gemeinsam mit Ford unter anderem den Einsatz eines 'digitalen Rettungsgassen-Assistenten'. Per Mobilfunk senden Einsatzfahrzeuge dabei einen Alarm an vorausfahrende Fahrzeuge. Diese werden dann akustisch und visuell angeleitet die Rettungsgasse richtig zu bilden. Smarter Parken in der CERMcity Die Automotive-Experten von Vodafone haben zudem intelligente Parksensoren entwickelt. In der 'CERMcity' erkennen die Ultraschall-Sensoren ob Parkflächen belegt oder frei sind und übermitteln diese Informationen über das Maschinennetz von Vodafone an einen zentralen Server. Dieser könnte in Zukunft beispielsweise von Parkhausbesitzern verwaltet werden. Der zentrale Server stellt die Informationen über die Verfügbarkeit der Parkplätze den Verkehrsteilnehmern zur Verfügung. Die Batterien der Parksensoren verfügen über Batterielaufzeiten von mehreren Jahren.

Klartext / 24.09.2018

5G: Die Weichen richtig stellen. Jetzt.

Derzeit wird Deutschlands digitale Zukunft diskutiert. In den Medien wie hinter den Kulissen. Grund ist der Entwurf der Bundesnetzagentur zur 5G Auktion, mit dem die Weichen für das Netz der nächsten Generation gestellt werden sollen. Fest steht: Deutschland muss ein Leitmarkt für 5G werden. Dafür muss aber die Einigung jetzt schnell kommen und sie muss für alle finanziell wie technisch machbar sein. Wenn die Politik diese Entscheidung jetzt aufschiebt, wenn sie die Weichen zu spät und falsch stellt, dann fährt der 5G-Zug aufs Abstellgleis. Und damit auch Deutschlands Zukunft. [quote id="244"] Worum im Kern gestritten wird … Im Kern geht die gesamte Diskussion am Ende um vier Streitpunkte: die so genannte Diensteanbieterverpflichtung, National Roaming, das lokale wie regionale Spektrum genauso wie die Ausbauverpflichtung. Alles sperrige Begriffe, in der Tat. Aber wir müssen uns darüber klar werden, dass, so sperrig sie sind, sie darüber entscheiden, wie gut 5G in Deutschland sein wird. Alle diese vier Punkte bestimmen wie schnell 5G nach Deutschland kommt. Und wie schnell 5G dann sein wird. Deutschland braucht ein erstklassiges 5G-Netz. Und das wollen wir Netzbetreiber bauen. Wir können es aber nur bauen, wenn wir die Möglichkeit haben, die milliardenschweren 5G-Investitionen wieder zurückzuverdienen. Ansonsten gehen der Branche im Bau womöglich die nötigen Investitionsmittel aus. Marktvergleich: Ein paar unbequeme Wahrheiten Schon heute fließt viel Geld aus dem Ausbaumarkt. Weg von den Netzbetreibern hin zu Unternehmen, die deren Netze nur nutzen – und nicht bauen. Sie kassieren, während andere investieren. Und es geht ihnen blendend, wenn man sich ihre Zahlen anschaut: In den letzten drei Jahren ist der stärkste von ihnen fünfzehnmal mehr gewachsen als der stärkste Netzbetreiber. Und hat seinen Gewinn doppelt so stark gesteigert. Zusätzlich bekommt er von jedem ausgegebenen Euro rund fünfmal mehr zurück als jeder Netzbetreiber. Ohne Risiko. Schon heute haben diese Firmen Zugang zu LTE zu kommerziellen Bedingungen. Oder sogar das Recht, ein Mobilfunknetz zu 30 Prozent selbst zu nutzen. [quote id="245"] Diensteanbieterverpflichtung: Zwangszugang als Innovationskiller Mit der Diensteanbieterverpflichtung oder sogar einer Ausweitung auf eine so genannte MVNO-Verpflichtung wollen sich Firmen, die nicht ausbauen, weiter optimieren und günstigen Zwangszugang zu einem 5G-Netz sichern. Übertragen Sie derlei nur mal auf den Automarkt: Dann wäre BMW ab morgen staatlich gezwungen, jede neue Motor-Technologie umgehend Lada zur Verfügung zu stellen. Wie viel würde BMW dann noch in Forschung und Entwicklung stecken? Die Bundesnetzagentur hat das in ihrem Entwurf abgelehnt. Gut so! Aber sie hat noch Lücken gelassen, die es zu reparieren gilt. Widersprüchliche Formulierungen müssen beseitigt werden. Es bedarf eines klaren Petitums für kommerzielle Freiheit und gegen einseitige Begünstigungen zu Lasten der Netzbetreiber. Ansonsten können diese Lücken auch die Amazons und Apples dieser Welt auf den Plan rufen, die dann ohne einen Masten zu bauen den Markt auf den Kopf stellen. Dem Netzausbau wäre damit in jedem Fall ein Bärendienst erwiesen. [quote id="246"] National Roaming: Partikular-Interessen vor der Zukunft der deutschen Wirtschaft? Mit dem so genannten National Roaming wollen diese Firmen Zugang zu gleich allen drei Netzen vergünstigt erhalten. Dieser Zwangszugang für Dritte verzerrt den Wettbewerb und entwertet Investitionen. Die angedachte „goldene Brücke“ für einen vierten Netzbetreiber ist für Internet-Deutschland eine Sackgasse. Die Erleichterungen beschränken den Ausbau des vierten auf lukrative Regionen und schließen keinen einzigen weißen Flecken. Im Gegenteil: Sie nehmen uns bundesweiten Netzbetreibern die Mittel, 5G schnell weiter in die Fläche zu treiben. Ihre National Roaming-Forderung verknüpfen verschiedene Unternehmen derzeit mit dem Versprechen, irgendwann auch selbst zu bauen. Ich glaube daran nicht. Eines davon hätte das seit über drei Jahren mit dem Netz der Telefónica machen können. Fest steht: Es hat bisher keinen einzigen Mast aufgestellt. [quote id="247"] National Roaming schließt keine Funklöcher. Das tun nur Funkmasten Neben dem bundesweiten National Roaming wird derzeit auch das lokale National Roaming diskutiert, bei dem Netzbetreiber ihre Netze in weißen Flecken zusammenschalten. Ich halte das für einen Irrglauben: Das lokale National Roaming hilft eben nicht, weiße Flecken zu schließen. Da helfen nur Funkmasten. Wo kein Betreiber einen Mast hat, gibt’s auch kein Netz, das man zusammenschließen kann. Die Millionen, die wir dafür in IT stecken müssten, stecken wir lieber in den Netzausbau. Eine andere Frage ist es, Masten gemeinsam zu nutzen, ohne die Netze zusammen zu schalten. Dem verschließen wir uns selbstverständlich nicht. Bayern hat hier einen guten Weg beschritten, um völlig unrentable Gebiete auszubauen. Sie fördern den Ausbau von Mobilfunkmasten in weißen Flecken, die Netzbetreiber tragen die verbleibenden 20 Prozent des Gesamtinvests. Wo Gemeinden noch Funklöcher haben, können sie so gefördert Standorte zur Verfügung stellen, die die Netzbetreiber dann nutzen können. Das bringt Empfang ins Funkloch und zugleich Mieteinnahmen in die Gemeindekassen. Dieser Ansatz erscheint mir vernünftig. [quote id="248"] Lokales und regionales Spektrum: Antennenwälder und weniger Luft zum Atmen Spektrum ist für Netzbetreiber wie Luft zum Atmen. Je mehr, desto besser. Aber es wird in der nächsten Mobilfunkgeneration eher weniger: ¼ des 5G Spektrums sollen lokale Firmenstandorte und Regionen zugeteilt bekommen. Für eigene Netze. Damit bekommt jedoch Deutschland zugleich ein langsameres, bundesweites 5G als andere Länder. Das so genannte lokale Spektrum für Firmen ist noch nachvollziehbar. Aber wenn ganze Regionen künftig ihre eigenen 5G Mini-Netze bauen, bauen sie vor allem Antennenwälder. Und wir alle bauen uns damit eine 5G-Kleinstaaterei. Ich stehe diesem Flickenteppich kritisch gegenüber. Vor allem, weil er große Gefahren birgt. Regionales Spektrum: Auktions-Monopoly am Tisch mit private equity? Denn regionales Spektrum ist – anders als unsere bundesweiten Lizenzen – sehr günstig und ganz ohne große Verpflichtungen außerhalb der Auktion zu erwerben. Wer auf Profit aus ist, macht hier mit. Und sammelt Deutschlands lukrativste Städte. Ohne auch nur einen Euro ins Land zu investieren. Ich nenne das Auktions-Monopoly. Denn das ist so, als ob Ihr Gegenspieler sich Parkstraße und Schlossallee zum Preis der Badstraße kaufen könnte. Das ist nicht nur unfaires Spiel. Gegen so einen können Sie vor allem nie gewinnen. Warum sollten Sie dann investieren? Bei derlei rufen wir nicht nur private equity auf den Plan, sondern Anbieter wie 1&1, Freenet & Co, die sich dann die reichsten Städte griffen, während die bundesweit tätigen Netzbetreiber die teure Ausbauarbeit auf dem Land übernehmen müssten. Hier brauchen wir unbedingt die explizite Klarstellung der Bundesnetzagentur, dass regionale Frequenzen auch nur für regionale Geschäftsmodelle genutzt werden dürfen und ein Sammeln von Regionen ausgeschlossen ist. Heißt: Es darf hier kein „cherry picking“ von bisherigen MVNOs & Co. geben, die so durch die Hintertür das für sie Beste aus beiden Welten verbinden. [quote id="250"] Ausbauverpflichtung: Eine irrationale Diskussion Beim Thema Ausbau müssen wir selbstkritisch sagen: 4G ist in Deutschland noch nicht gut genug. Aber wir arbeiten hart daran, schließen die weißen Flecken und verbessern den Empfang, in Stadt und vor allem Land. Zugleich schaffen wir mit jedem neuen 4G-Mast auch eine größere Basis für 5G. Beim gesamten Thema Ausbau erleben wir derzeit eine irrationale Diskussion. Schon der Vorschlag der Bundesnetzagentur geht zu weit und viele Vorstellungen der Politik gehen ins Unermessliche: Erstens, weil für eine so geforderte Ausbau-Umsetzung der Bundesnetzagentur in der Fläche bis 2022 gar nicht genügend Bau-Ressourcen im Markt zur Verfügung stehen. Eine Verschiebung auf 2025 wäre angezeigt. Zweitens, weil hierfür derzeit die falschen Frequenzen unter den Hammer kommen. Diese sind auf Kapazität ausgelegt, nicht auf Flächenversorgung. Ein Netz mit diesen Frequenzen in die Fläche zu treiben, wie es sich die Politik vorstellt, würde Deutschland einen Mastenwald aus hunderttausenden von Antennen bringen. Drittens würde allein Vodafone ein Netzausbau mit diesen Frequenzen rund 19 Milliarden Euro kosten, was finanziell gar nicht darstellbar ist. Wir werden Land und Fläche nicht vernachlässigen Land und Fläche werden wir nicht vernachlässigen. Sie wollen wir sukzessive mit weiteren 5G-Frequenzen adressieren, die günstigere Ausbreitungsbedingungen haben. Die Frequenzen hierfür haben wir zum Teil bereits erworben. Wir werden sie nutzen, wenn wir sie bundesweit einsetzen dürfen. Gut ist, dass die BNetzA klar sagt, dass es rechtliche Grenzen für Ausbauverpflichtungen gibt. Niemandem ist damit gedient, wenn Gerichte die Entscheidung der BNetzA kippen. Hierdurch würde die Einführung von 5G tatsächlich weit zurückgeworfen. [quote id="249"] Fazit: Der Leitmarkt 5G braucht ein solides Fundament Im Papier der Bundesnetzagentur geht manches bereits in die richtige Richtung, einiges ist noch reparaturbedürftig, denn sonst wird es brandgefährlich. Wir wollen, dass Deutschland das bestmögliche 5G-Netz bekommt. Dafür wollen wir Netze bauen, ihre Lücken schließen und sie noch schneller machen. Dazu wollen wir uns gerne auch verpflichten. Das aber können wir nur, wenn investitionsfreundliche Rahmenbedingungen finden. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit Politik und Bundesnetzagentur einen fairen Ansatz finden werden. Einen, der Deutschlands digitale Zukunft baut und gestaltet. Denn genau das möchten wir tun.

News / 24.09.2018

Zum Start von KoMoD: Einparken wie von Geisterhand

Startschuss für die Autos der Zukunft: In Düsseldorf fahren ab sofort intelligente Fahrzeuge in der Stadt. Sie sprechen miteinander und warnen sich gegenseitig vor Gefahren. Auf dem rund 20 Kilometer großen Testfeld KoMoD (Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf) erforschen die insgesamt 16 branchen- und technologieübergreifenden Projektpartner die vernetzte Mobilität. Live und im täglichen Berufsverkehr. Erstmals in Deutschland tauschen Autos, Busse und weitere Verkehrsteilnehmer dabei in realer Umgebung sowohl auf der Autobahn als auch in innerstädtischen Verkehrssituationen Informationen aus – vom Autobahndreieck über Ampelanlagen bis zum Vodafone-Parkhaus. Dort fuhren Autos zur offiziellen Eröffnung des Testfeldes sogar fahrerlos. Lange Suche nach dem freien Parkplatz Die Parkplatzsuche in Städten und Parkhäusern dauert mitunter länger als die eigentliche Fahrt zum Ziel. Laut einer Studie von INRIX verbringt ein Mensch in Deutschland durchschnittlich 41 Stunden im Jahr mit der Suche nach einem freien Parkplatz. Das ist nicht nur zeitraubend, sondern verursacht auch unnötigen Lärm und Abgase. Intelligente Sensoren erleichtern die Suche Vodafone und das Institut für Kraftahrzeuge der RWTH Aachen zeigen in KoMoD wie eine vernetzte Parkhilfe, die nervige Suche nach Parkplätzen für Autofahrer digital erleichtert. Dafür werden spezielle Ultraschall-Sensoren, die von den Mobilitätsexperten von Vodafone Automotive in Italien entwickelt wurden, verfügen über Akkulaufzeiten von bis zu vier Jahren. Sie werden einfach und ohne großen Aufwand montiert und melden über das Maschinennetz von Vodafone (Narrowband IoT), welche Parkplätze frei und welche belegt sind. Zukünftig nutzen Autos diese Informationen, um auf schnellster Router zum freien Stellplatz zu fahren. Fahrerlos in die letzte freie Lücke Bei KoMoD zeigt Vodafone gemeinsam mit der RWTH Aachen wie das Auto in Zukunft sogar fahrerlos einparken kann. Auf Basis der durch den zentralen Server bereitgestellten Informationen weiß das Testfahrzeug der RWTH welche Parkplätze frei sind und steuert eigenständig dort hin. Mit Sensoren durch das Vodafone-Parkhaus Im Bereich der Einfahrt steigt der Fahrer aus dem Testfahrzeug aus. Per App sagt er dem Auto, dass es auf einem der freien Stellplätze einparken soll. Ein zentraler Server übergibt dem Auto Routeninformationen, um auf schnellstem Wege zum Parkplatz zu gelangen. Auf dieser Basis steuert das RWTH-Testfahrzeug vollautomatisiert durch das Vodafone Parkhaus bis zum freien Stellplatz und parkt selbstständig ein. Auf Wunsch des Fahrers wird das Fahrzeug per App zur Abholung zurückgerufen. Das Auto parkt eigenständig aus, findet den Weg zum Fahrer und lässt diesen wieder einsteigen.

Story / 19.09.2018

Vom klassischen Navi zum Echtzeit-Reiseführer

Sie sind nicht mehr wegzudenken aus unserem Alltag. Ob quer durch Deutschland in den Urlaub. Inmitten des Großstadtdschungels zum nächsten Arbeitsmeeting. Oder am Wochenende über hunderte Kilometer Entfernung zu Freunden im anderen Bundesland. Sind wir mal ehrlich: All diese Fahrten würden uns deutlich mehr Stress bereiten, wenn es das Navigationssystem nicht gäbe. Die digitalen Assistenten im Auto weisen uns seit fast 30 Jahren einfach und zuverlässig den Weg zum Ziel. Und die Navis werden immer schlauer. Das klassische Navigationssystem wird zum Echtzeit-Reiseführer. Aus zielsicherer Routenführung wird ein digitales Informationspaket mit sämtlichen Umgebungsdaten – vom Wetter bis zum Schlagloch. Ein wichtiges Instrument dabei: Mobilfunk. 'Eva' – der erste elektronische Verkehrslotse für Autofahrer Das erste Navigationsgerät kam in den 1980er Jahren in Hildesheim zur Welt. Bosch entwickelte bei seiner damaligen Tochter Blaupunkt das nach Firmenangaben weltweit erste ‚Navi' für den Straßenverkehr. Der Prototyp hatte 1983 den Namen Eva – was so viel bedeutete wie ‚Elektronischer Verkehrslotse für Autofahrer‘. Die Landkarte war noch auf einer Kassette gespeichert – und deren Datenvolumen reichte gerade einmal für die Straßendaten der Hildesheimer Innenstadt. Mit dem ‚TravelPilot‘ folgte im Jahr 1989 das erste serienreife Auto-Navi für den Straßenverkehr in Europa – damals übrigens zum stolzen Preis von 7.000 Mark. Heute ist der Neukauf eines Autos ohne integriertes Navi kaum noch vorstellbar. Die Preise der Kartensysteme sind deutlich günstiger als noch vor einigen Jahren. Im Durchschnitt kostete ein Navigationssystem im Jahr 2017 etwa 166 Euro. Im Jahr 2005 war der Preis noch fast viermal so hoch. Sinkende Preise, steigende Informationsvielfalt Doch nicht nur die Preise der Navigationssysteme ändern sich. Die Informationsvielfalt, die Kartensysteme in Zukunft bieten, wird immer größer. Aus dem klassischen Navi wird schon bald ein Echtzeit-Reiseführer, der Autofahrern sämtliche Umgebungsinformationen zur Verfügung stellt. Dabei geht es dann nicht mehr ausschließlich um die schnellste und kürzeste Route zum Zielort. Viel mehr werden Kartensysteme auch Informationen teilen, um Autoinsassen vor Gefahren zu warnen, ihnen eine möglichst komfortable Fahrt zu ermöglichen und um Wissenswertes zu der Stadt zur Verfügung zu stellen durch die man gerade fährt. V2X – oder: wie Autos sprechen lernen Wie kann das funktionieren? In Zukunft werden Autos miteinander sprechen. Schon heute testet Vodafone gemeinsam mit Partnern der Automobilindustrie die Mobilfunktechnologie V2X (vehicle to everything). Dabei tauschen Fahrzeuge direkt und ohne Umwege Verkehrsinformationen aus. Denn jedes Auto wird mit einem speziellen ‚V2X-Modul‘ selbst zur Mobilfunk-Basisstation. Nähert sich ein Auto beispielsweise einem Stauende, benachrichtigt es darüber unmittelbar auch die nachfolgenden Fahrzeuge. Sogar Autos, die noch mehrere Kilometer vom Stauende entfernt sind, erhalten die Nachricht und können ihr Fahrverhalten anpassen. Das schützt vor Auffahrunfällen am Stauende. Kartensysteme als Echtzeit-Reiseführer Auf diese Weise können Autos künftig sämtliche Informationen austauschen. Auch jene Informationen, die von Sensoren an den Fahrzeugen erfasst und in Kartensysteme integriert werden. Nähert sich auf der Autobahn zwischen Köln und Düsseldorf beispielsweise plötzlich ein Unwetter mit Hagel, Starkregen und dichtem Nebel, bemerken Autos das. Sie teilen diese Informationen mit dem zentralen Kartensystem und so unmittelbar auch mit den Fahrzeugen, die noch nicht selbst vom Unwetter betroffen sind, aber in wenigen Minuten hineinrauschen würden. Die Fahrer dieser Autos würden die Informationen dann über das Kartensystem detailgetreu angezeigt bekommen und entsprechend reagieren. In Zukunft könnte das Auto auf Basis dieser Informationen sogar eigenständig die Geschwindigkeit reduzieren und entsprechende Maßnahmen einleiten. Ähnlich würde der Informationsaustausch funktionieren, wenn beispielsweise Kamerasysteme im Auto einen Unfall oder einen Gegenstand auf der Fahrbahn bemerken, wenn Sensoren Straßenschäden erkennen oder wenn das Auto plötzlich auf Blitzeis reagiert. Verknüpft mit den detaillierten Koordinatensystemen von Navigationsgeräten können diese Informationen zukünftig die Sicherheit auf der Straße deutlich erhöhen. Und sie würden für mehr Komfort sorgen. Denn wenn all diese Umgebungsinformationen in Echtzeit im Kartensystem integriert werden, kann auch die Fahrroute eines Fahrzeugs immer und aktuell an die Verkehrsbedingungen angepasst werden. Die kommende Mobilfunkgeneration 5G wird dafür essentiell. Denn 5G macht den Datenaustausch in Echtzeit überhaupt erst möglich. Vodafone und HERE entwickeln den 5G Atlas Gemeinsam mit dem Kartenhersteller Here arbeitet Vodafone schon heute an einem 5G Atlas. Im 5G  Mobility Lab in Aldenhoven erforschen die Partner unter realen Verkehrsbedingungen, wie sich Kartensysteme und Mobilfunk optimal ergänzen. „Gemeinsam mit HERE entwickeln wir den 5G Atlas fürs autonome Fahren. In ihm kommen hochpräzise Karten mit Echtzeit-Vernetzung zusammen“, sagt Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter.

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