„RTL – Wir helfen Kindern“-Pate Julian Draxler in Jordanien:

„Ich will die Kids für den Wiederaufbau ihrer Heimat Syrien fit machen!“

WM-Vorbereitung mal anders. Kurz vor dem Start des Fußball-WM-Trainingslagers hat sich Nationalspieler Julian Draxler die Zeit für eine ganz andere Herausforderung genommen: syrischen Flüchtlingskinder helfen! Als Projektpate von „RTL – Wir helfen Kindern“ ist der gebürtige Gladbecker dafür mit UNICEF, Wolfram Kons und einem RTL-Kamerateam nach Jordanien gereist. Einen ganzen Tag hat der 24-Jährige im Flüchtlingslager Zataari verbracht. Das Lager ist mit 80.000 Flüchtlingen, die teilweise schon seit vielen Jahren hier leben, das größte in der arabischen Welt. Intensive Gespräche, ein Hausbesuch bei einer Flüchtlingsfamilie und natürlich auch gemeinsames Kicken und spielen mit den Kindern standen auf dem Programm. Julian Draxler geht ohne Berührungsängste auf jeden zu, ist aufmerksam und fragt nach.

„Wenn man ein bisschen nachbohrt, merkt man schon, wie traumatisiert die Kinder sind. Ihnen fällt es oft nicht leicht, über das Erlebte zu reden“, so Julian Draxler. „Aber der Lebensmut ist auf keinen Fall verloren. Die Kids haben Lust zu lernen und haben Ideen und Wünsche für ihre Zukunft. Die 13-jährige Alaa hat mir erzählt, dass sie später beim Fernsehen als Moderatorin arbeiten will. Ihre zwei Jahre jüngere Schwester Rama will Kinderbuchautorin werden - und das in ihrer Heimat Syrien. Das zeigt, wie sehr sie sich nach ihrer gewohnten Umgebung, nach ihrer Heimat, sehnt.“ Vater Hani Jundi (34), berichtet Julian, wie seine Familie kurz bevor eine Granate das Haus zerstörte, 2014 fliehen konnte.

Julian Draxler: „Sieben Jahre Syrienkrieg und kein Ende ist in Sicht. Doch wenn der Krieg irgendwann aufhört, wollen diese Kinder und Jugendlichen zurück, um ihr Land wieder aufzubauen. Für diese Vision brauchen sie unsere Hilfe. Jetzt müssen sie fit für die Zukunft in ihrer Heimat gemacht werden, lernen und ihre Fluchterfahrungen verarbeiten. Ich habe hier mit eigenen Augen gesehen, wo das Geld ankommt und wie geholfen wird. Aber ich habe auch gesehen, was noch alles benötigt wird, wie es an allen Ecken und Enden fehlt. Bitte helfen Sie und spenden Sie für die Flüchtlingskinder von Zaatari!“

Mit den Spenden, die u.a. beim RTL-Spendenmarathon im November gesammelt werden, möchte „RTL – Wir helfen Kindern“ gemeinsam mit UNICEF die aktuelle Lebenssituation der Flüchtlingskinder verbessen und ihnen bessere Zukunftschancen ermöglichen. Mit dem Ausbau der bereits bestehenden Lernzentren, sogenannter „Makani-Zentren“, soll noch mehr Kindern und Jugendlichen durch Schulbildung und psychosoziale Betreuung das Gefühl von Normalität und Sicherheit vermittelt werden. In einem Zentrum können etwa 200 Kinder lernen und 500 Mädchen und Jungen werden dort psychosozial betreut. Rund 475 Euro kostet es, um einem Kind einen Platz in einem Makani-Zentrum für ein Jahr bereitzustellen.

„Das, was ich hier erlebt habe, bewegt mich sehr und macht den Wunsch nur noch größer, hier für diese Kinder alle Hebel in Bewegung zu setzen, dass sie eine bessere Zukunft haben. Der Besuch bei Familie Jundi und deren Schicksal hat mich am meisten bewegt. Trotz der schlimmen Erlebnisse, war die Familie total offen. Sie waren so lebensfroh, haben viel gelacht und waren super freundlich. Gleichzeitig denkt man immer wieder: Mensch, was hast du für ein Glück gehabt, so aufwachsen zu dürfen, wie du aufgewachsen bist. Ich hatte ganz normal die Möglichkeit in die Schule zu gehen. Ich hatte nie einem Krieg im Nacken oder eine Angst gespürt, die Familie oder gar die Heimat zu verlieren. Es ist wie im Fußball: Am Anfang fangen alle gleich an, doch dann entscheidet es sich: Wo lebe ich, welche Chancen habe ich, wie werde ich gefördert? Das ist mir heute noch mal ganz klar vor Augen geführt worden“, resümiert Julian Draxler nachdenklich.

Hintergrund zur Situation

Der Krieg in Syrien dauert schon mehr als sieben Jahre und hat eine halbe Million Menschenleben gefordert. Viele Städte sind großflächig zerstört und 45 Prozent der Bevölkerung wurde vertrieben. Mehr als 5,3 Millionen Menschen sind in die Nachbarländer Türkei, Libanon, Jordanien, Irak und auch nach Ägypten geflohen. Allein das kleine Königreich Jordanien beherbergt über 650.000 registrierte syrische Flüchtlinge. Das sind fast zehn Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes. Mindestens die Hälfte sind Kinder und jedes Fünfte ist unter fünf Jahren. Entsprechend ausgereizt sind die ohnehin begrenzten Ressourcen des Landes, wenn es um soziale Dienste wie Bildung und Kinderschutz geht.

Hintergrund zum Projekt

In Jordanien leben mehr als 334.000 geflüchtete Kinder, 212.000 davon sind im Schulalter aber nur 126.000 gehen in die Schule. Mit einem Netz aus nationalen und internationalen Partnern, die bereits in der Flüchtlingshilfe im Land tätig sind, sollen gezielt Bildungsmöglichkeiten und psychosoziale Betreuung für syrische Flüchtlingskinder und benachteiligte jordanische Kinder bereitgestellt werden. 239 dieser erweiterten Makani-Zentren gibt es in Jordanien inzwischen. In einem Zentrum können etwa 200 Kinder lernen und über 500 Mädchen und Jungen werden psychosozial betreut.

Psychosoziale Betreuung soll den Kindern und Jugendlichen das Gefühl von Normalität und Sicherheit zurückgeben. Das wird durch Sport- und Spiel-Aktivitäten erreicht, die auf Kultur und Alter des Kindes zugeschnitten sind. Sie sollen dem Kind helfen, schlimme Erlebnisse zu verarbeiten und den Jungen oder das Mädchen im Alltag stärken. So genanntes „Life Skills Training“ vermittelt Kindern und Jugendlichen Selbstbewusstsein und praktische Fähigkeiten und hilft ihnen, ihr Leben trotz aller Schwierigkeiten selbst in die Hand zu nehmen. Sie lernen zum Beispiel kreativ zu denken und gemeinsam Probleme im oft harten Alltag als Flüchtling zu lösen. Dazu gehören auch soziale Kompetenzen wie Zuhören, Kommunikation, Verständnis für andere Teamarbeit und Führungskompetenzen. Auch Computerkurse werden angeboten. In den Zentren finden insgesamt rund 90.000 Mädchen und Jungen einen Ort zum Spielen, Lernen und wieder nach vorne schauen.

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Laura Wontorra

"RTL – Wir helfen Kindern"-Patin
Laura Wontorra
Engagiert sich für die RTL-Kinderhäuser als Anlaufstelle für sozial benachteiligte Kinder.

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