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Längste Mondfinsternis: Der Mond wird Vodafone

  • 1969 startete die erste Mondmission– 50 Jahre später kehrt das deutsche Start-up PTScientists zurück
  • Vodafone baut das erste LTE-Netz auf dem Mond – und überträgt live HD-Videos von der Mondoberfläche
  • Wissenschaftliche Experimente im Gepäck treiben Erforschung des Erdtrabanten voran

Mit einer Stunde und 44 Minuten (von 21.30 bis 23.14 Uhr) erleben wir an diesem Freitag, 27. Juli 2018, auch in Deutschland die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Weil nicht das ganze Sonnenlicht von der Erde abgeschirmt wird, scheint der Mond während der totalen Finsternis in dunkelrot. Man könnte meinen, der Erdtrabant schickt einen Gruß an seine künftigen Besucher. Denn nächstes Jahr wird das deutsche Start-up PTScientists das wohl spannendste Abenteuer der Menschheit fortführen: Die erste private Raumfahrt möglich machen und die Erforschung des Mondes vorantreiben. Und dank Vodafone-LTE wird es erstmalig möglich sein, HD-Videos live von der Mondoberfläche zu übertragen.

„Mit unserem Engagement wollen wir auch zeigen, dass aus ganz Kleinem ganz Großes entsteht: mit Mut, Pionier- und Erfindergeist. Made in Germany”

Hannes Ametsreiter CEO Vodafone Deutschland

Erstmals in der Geschichte werden die Wissenschaftler des Berliner Start-ups PTScientists eine privatwirtschaftliche Mission zum Mond starten. Bei der Mission to the Moon unterstützen Vodafone und sein Technologie-Partner Nokia Bell Labs dabei, das erste LTE-Netz auf dem Mond zu errichten – so groß wie eine Pralinenschachtel und leichter als ein Päckchen Zucker. Das Netz verbindet zwei Audi lunar quattro Rover mit einer Basisstation im Autonomous Landing and Navigation Module (ALINA).

LTE löst das bisherige Energieproblem im All. Dank der Technologie können die Mondrover – gesteuert aus dem Mission Control Center in Berlin – sich zeitgleich fortbewegen, den Mond erforschen und dabei hochauflösende Bilder zurück zur Erde schicken. Bislang ging für Videokommunikation und Steuerung voriger Missionen ein Großteil der verfügbaren Energie drauf. Das zwang im All oft zu technischen Kompromissen und langen Pausen, in denen Mondfahrzeuge „wieder aufgeladen“ werden mussten.

Mit dem Mondnetz wird es möglich sein, hochauflösende Bilder der Landestelle von Apollo 17 (1972) und des Mondfahrzeuges zu erhalten – und zu erfahren, wie sich die Materialen des Mondfahrzeugs verändert haben und ob vielleicht sogar Staub auf dem Fahrzeug liegt. Zugleich ist dies der erste Schritt, eine Kommunikationsinfrastruktur auch für zukünftige Missionen zu testen. „Mit unserem Engagement wollen wir aber nicht nur einen Infrastruktur-Beitrag leisten, sondern auch zeigen, dass aus ganz Kleinem ganz Großes entsteht: mit Mut, Pionier- & Erfindergeist. Made in Germany“, sagt Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter.

Zudem hat das Landemodul ALINA viele wissenschaftliche Experimente im Gepäck. So soll beispielsweise ein Pflanzenexperiment das Wachstum unter extremen Bedingungen auf dem Erdtrabanten erforschen.