Sie sind hier: Newsroom / Unternehmen /

Die Bienen-Königin

Albert Einstein sagte einmal: „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.” Damals hat er höchstwahrscheinlich nicht geahnt, dass er mit dieser Aussage im 21. Jahrhundert eine Vodafone Mitarbeiterin dazu inspiriert sich als Imkerin zu engagieren.

Kleine, technologische Insekten, die darauf programmiert werden Blüten zu bestäuben schwirren von Baum zu Baum und von Blume zu Blume. Klingt nach Zukunftsmusik? Vielleicht nicht mehr lange, denn jährlich stirbt circa ein Drittel der Bienenvölker. Vodafone Mitarbeiterin Martina Karnitz möchte ihren Teil gegen diese Entwicklung beitragen. Seit drei Jahren befasst sich die 50-Jährige intensiv mit den kleinen flauschigen Insekten. Angefangen hat sie damit einen Streifen ihres Gartens nicht mehr zu mähen. „Meine Nachbarn dachten, ich sei zu faul“, lacht sie. Aus diesem wilden Rasenstreifen gedeihte nach und nach eine duftende Wildblumenwiese und damit ein Paradies für Insekten, insbesondere Bienen. Nur wenig später wagte sie dann den Schritt selbst zu imkern und kaufte sich ihr erstes eigenes Bienenvolk. Für 75 Euro deutlich günstiger als so manch anderes pelziges Haustier.

Die Karrierestufen einer Biene
Martina lässt ihre Bienen naturgemäß selbst wirtschaften und ist immer noch tagtäglich von deren Organisation begeistert. Jede Biene im Stock muss in ihrem Leben die gleichen Etappen durchlaufen. Erfreut beobachtet die Hobby-Imkerin, wenn aus den Waben neue Bienchen schlüpfen, herangefüttert werden und schon nach kurzer Zeit ihren ersten Job im Schwarm übernehmen: den Ammen- und Putzdienst. Die nächste Stufe ist für die plüschigen Insekten das Dasein einer Arbeiterbiene, die vornehmlich für die Produktion und Verarbeitung von Wachs zuständig sind. Weiter geht es dann mit Wachbienen, die für die Stocksicherheit zuständig sind, bis die Biene, als Krönung ihrer vorherigen Arbeiten, als Sammlerin Feld und Wald erkunden darf und sich um das Einbringen von Blütenpollen kümmert.

Mitarbeiterin Martina Karnitz ist „die Bienenkönigin“ und arbeitet nebenbei als Imkerin. © Vodafone

Drohnenschlacht
„Ganz schön ausgefüllt und zugleich kurz – so ein Bienenleben, wenn man nicht gerade die Königin ist, die durchaus mehrere Jahre alt werden kann“, erklärt Martina. Aber nicht so hart wie das Leben der männlichen Biene, der Drohne. Diese darf sich zwar erst ordentlich austoben und die Königin befruchten, dann aber, wenn der Herbst kommt, wird sie von den eigenen Bienen aus dem Stock vertrieben. „Bei der so genannten Drohnenschlacht geht es richtig hart zu Sache. Oftmals stechen drei Bienen auf eine Drohne so lange ein, bis sie benommen am Boden liegt. Die Wespen und Amseln kennen den Zeitpunkt der Drohnenschlachten und freuen sich auf das leicht gefundene Futter“, beschreibt Martina den geregelten Ablauf der Natur. Als Kind hat sie die Serie Biene Maja geliebt: „Aber das ist echter Hollywood-Kram. Die Wahrheit sieht anders aus – leider!“

Immer mit der Ruhe
„In drei Jahren bin ich auch erst einmal gestochen worden – und da habe ich mich falsch verhalten.“ Erzählt die Imkerin. Langsame und ruhige Bewegungen sind wichtig im Umgang mit Bienen, und das Wegpusten einer Biene sollte man auch besser lassen. „Sie mögen kein Kohlenmonoxid, der aber beim Ausatmen produziert wird. Das macht sie aggressiv.“ Auch ihren siebenjährigen Enkel Julian hat Martina bereits von der Imkerei überzeugt. Julian hat keine Angst vor den vielen Bienen, sondern freut sich, wenn er mit seiner Oma am Stock ist und das organisierte Arbeiten beobachten kann.