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Corona und die Stunde der Netzbetreiber

Jetzt ist es da: Deutschland schottet sich ab. Die Erwachsenen im Home Office. Die Schulen und Kindergärten geschlossen. Veranstaltungen abgesagt. Geschäfte schließen. Für die Bürgerinnen und Bürger ist Distanz das Gebot der Stunde. Das Leben zieht um ins Digitale. Für uns bei Vodafone heißt es jetzt: Nähe schaffen, auf Distanz. Durch ein Mehr an digitaler Teilhabe. Und die funktioniert nur, wenn wir funktionieren. Ich sage meinen Kolleginnen und Kollegen seit ein paar Tagen stets: Jetzt gilt es! Jetzt ist Eure Stunde. Denn niemals zuvor in der Geschichte Deutschlands waren wir Netzbetreiber mehr gefragt und mehr gefordert. Nie zuvor hing das Funktionieren dieser Gesellschaft mehr auch von uns ab. Aber auch nie zuvor waren unsere Herausforderungen größer. Eines ist klar: Wir bei Vodafone werden alles tun, diese Krise zu meistern. Damit Menschen auch weiterhin miteinander kommunizieren können. Und die Wirtschaft weiter funktioniert. Unser aller Aufgabe ist es hier, sich jetzt mit aller Demut und Kraft auf unsere Aufgabe zu konzentrieren: Das tun, was Anderen hilft.

Das passiert bei Vodafone: Hier geht es zum Corona-Ticker!

Corona Task-Force: Krisen- und Pandemiepläne aktiviert
Um diese Situation zu managen, befinden wir uns bei Vodafone bereits seit gut zwei Wochen im Krisenmodus. Unsere Krisen- und Pandemiepläne sind aktiviert. Eine eigene Task-Force tagt zweimal täglich und beobachtet die Situation bei uns sowie im Land sehr genau. Wie schützen wir unsere Mitarbeiter? Was passiert in unserem Netz? Was tun wir in Shops, Hotlines und beim Hausbesuch unserer Techniker? Wie beantworten wir Kundenfragen? Und wie unterstützen wir Unternehmen?

Die Task-Force steht in ständigem Kontakt zu Behörden und Ministerien und ist mit dem nötigen Durchgriff ausgestattet, um notwendige Maßnahmen schnell und unkonventionell umzusetzen. Mit diesen Maßnahmen haben wir bereits vor einiger Zeit begonnen. Wir haben uns vorbereitet. Und die aktuelle Situation in Deutschland zeigt: Das war auch richtig so.

Faktor Mensch: Mitarbeiterschutz ist oberste Priorität
Bereits letzte Woche hatten wir die Hälfte unserer Mitarbeiter in unseren Liegenschaften ins Home Office geschickt – um soziale Kontakte größtmöglich zu reduzieren. Und hierfür das zwei Schichten-Modell eingeführt. Heißt: Die eine Hälfte der Mitarbeiter arbeitete vor Ort, die andere aus dem Home Office.

Mit der in dieser Woche eingeführten Schul- und Kitaschließung haben wir die Home Office Möglichkeit zusätzlich erweitert. Das Credo ist nun: 100% Home Office, wenn möglich. Sprich: Auch jeder, der Kinder zuhause zu versorgen hat, kann das künftig vom Home Office aus tun. Den wenigen Kolleginnen und Kollegen von uns, die weiter in besonders kritischen Bereichen an Vodafone-Standorten arbeiten, wollen wir über eine Bescheinigung zur Unentbehrlichkeit Betreuungsplätze zusichern.

Zusätzlich haben wir bereits seit zwei Wochen alle Dienstreisen massiv eingeschränkt, die Teilnahme an Veranstaltungen abgesagt und auch interne Meetings auf ein minimales Maß reduziert. Warum? Weil wir unser Netz zwar weiter betreiben können, auch wenn fast alle Mitarbeiter künftig von zuhause aus arbeiten. Aber weil ein Netz ohne Mitarbeiter schlicht nicht funktioniert. Daher ist der Schutz unserer Mitarbeiter neben dem Schutz unserer Netze derzeit unsere oberste Priorität.

Für Nähe auf Distanz: So schützen wir unsere Netze
Klar ist: Mehr Home Office und die Schließungen von Schulen und Kindergärten werden zu veränderter Nutzung in unseren Netzen führen. Am Montag konnten wir das bereits feststellen: Der Datenverkehr im Festnetz nahm leicht um 10-15% zu. Änderungen sahen wir vor allem in der Tagesverteilung. Die Kurve der Datennutzung am Montag glich eher der eines regulären Sonntags. Im Mobilfunk sank der Datenverkehr leicht. Allerdings nahm die Zahl der Anrufe um rund 20% zu. Bei all dem blieben unsere Netze stabil. Der gestrige Dienstag verhielt sich ähnlich. Nach wie vor sehen wir uns also gut gerüstet, erst recht für die klassischen Anwendungen. Allerdings zeigen Nachbarländer, wie massive Gaming- und Streaming-Nutzung zusätzlich Last auf Netze bringen kann.

Spezielle Teams beobachten die Situation sehr genau und können zeitnah Maßnahmen auf den Weg bringen, um bei Bedarf gegenzusteuern. Sie arbeiten in vier besonders geschützten Betriebscentern über Deutschland verteilt im Schichtbetrieb. Zur Not können sie unser Netz aber auch von zuhause betreiben. Für mehr Sicherheit im Netz haben wir derzeit den Ausbau depriorisiert. So verstärken wir unsere Netz-Ressourcen zusätzlich und verhindern kurzfristige, geplante Abschaltungen von Stationen während Umbaumaßnahmen.

Unternehmen und Behörden: Sonderteams sichern kritische Spieler ab
Gerade Unternehmen, kleine wie große, kommen in diesen Tagen mit einer Vielzahl an Fragen und Wünschen auf uns zu. Ob wir für sie Home Office Lösungen liefern oder für ihre Mitarbeiter in großen Mengen GigaCubes bereitstellen sollen, weil ihre Festnetz-Qualität im Home Office eine Arbeit dort nicht wirklich darstellbar macht. Auch hierfür haben wir ein eigenes Team aufgestellt, das Unternehmen und Unternehmern versucht, schnell und unkonventionell zu helfen – und damit die Wirtschaft am Laufen zu halten.

Für kritische Infrastruktur-Betreiber wie Energieunternehmen, für Krankenhäuser oder Polizeidienststellen haben wir Sonderteams aufgestellt. Diese Kolleginnen und Kollegen können zu jeder Tages- und Nachtzeit ausrücken, um Störungen schnell zu beheben. So leisten wir auch dort unseren Beitrag, wo Deutschland uns jetzt am Nötigsten braucht.

Eine Aufgabe – für 16.000 Menschen
In diesen Tagen befinden wir uns als Gesellschaft in einer Phase der Unsicherheit. Und noch mehr in einer der großen Veränderungen. Unser Spielraum wird minimiert – und zugleich brauchen wir ein Höchstmaß an Flexibilität. Das zwingt uns, die Dinge neu zu denken, erfinderisch zu sein. Aber gerade das macht uns als Menschheit aus. Und genau deshalb bin ich zuversichtlich, dass die Welt auch diese Krise meistern wird.

Bei Vodafone helfen in Deutschland gerade jeden Tag 16.000 Menschen, dass das gelingt. Ihnen allen, den Kolleginnen und Kollegen im Netzbetrieb, den Menschen im Shop oder an der Hotline, denen die da rausfahren, obwohl es nicht mehr selbstverständlich ist, aber auch allen, die ab jetzt von zuhause ihre Pflicht tun – ihnen allen gebührt mein großer Dank. Das ist Eure Stunde, liebe Kolleginnen und Kollegen. Jetzt müssen wir zeigen, dass wir funktionieren.

Bleiben Sie uns gewogen. Und vor allem: Bleiben Sie gesund.