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News / 17.06.2019

Sicherer Luftverkehr: Vodafone testet dynamische Flugverbotszonen für Drohnen

Bei Tests im spanischen Jaén konnte Vodafone als weltweit erstes Unternehmen zeigen, wie mithilfe von Mobilfunk-Technologien verhindert werden kann, dass Drohnen in Zonen wie Hochsicherheitsbereiche, Tatorte oder Veranstaltungsorte eindringen. Die Drohnen-Tests von Vodafone unterstützen die Ziele der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) mit Hauptsitz in Köln, die derzeit neue europaweite Regeln für den Betrieb von Drohnen entwickelt. Vodafone setzt dafür das sogenannte Vodafone Positioning System (RPS) ein – die weltweit erste Drohnenortungs- und Sicherheitstechnologie im Internet der Dinge. Frühere Tests in Deutschland haben gezeigt, dass RPS sicherer und weniger anfällig für Hack-Angriffe ist als GPS – und somit eine echte Alternative darstellt, um die Position einer Drohe zu verfolgen, wenn sie außerhalb des Sichtfelds fliegt. Zukünftig kann diese Technologie maßgeblich zur Sicherheit von Drohnen auf Langstreckenflügen beitragen: Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Drohnen unempfindlich gegen Hacking-Versuche sind und mit vertrauenswürdigen Behörden unter Verwendung starker Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kommunizieren können. Die Vodafone-Technologie könnte bereits acht Monate nach der Einführung der EASA-Vorschriften für Flugverbotszonen für Drohnen zur Verfügung stehen. Dies würde einen auf SIM-Karten basierenden Ansatz ermöglichen, der die Entwicklung von Drohnen beschleunigen würde, die außerhalb des Sichtfelds fliegen. Die Branche könnte so laut der Flugverkehrsinitiative SESAR bis 2050 jährlich 15 Mrd. EUR für die europäische Wirtschaft generieren und über 100.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Experten gehen davon aus, dass Drohnen als Teil der zukünftigen digitalen Gesellschaft die europäische Wirtschaft ankurbeln werden. Laut SESAR sollen die unbemannten Luftfahrzeuge bis 2050 sieben Mal mehr Flugstunden über unseren Köpfen verbringen als Flugzeuge, während sie Lieferungen, Inspektionen und sogar Kurzstreckentransporte durchführen. Und genauso wie bei Flugzeugen muss auch der Drohnenflug sorgfältig reguliert werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass Drohnen nicht in Gebiete eindringen, in die sie nicht fliegen sollen. Nachdem es in Großbritannien im vergangen Jahr zur Weihnachtszeit zu einer Reihe von Vorfällen mit Drohnen im Bereich von Flughäfen gekommen war, wurde der Fokus verstärkt auf die Frage gelegt, wie dauerhafte Flugverbotszonen geschützt werden können. Mit Blick auf die Zukunft wird zudem wichtig sein, dass Rettungsdienste und andere Behörden temporäre oder dynamische Flugverbotszonen einrichten können, um beispielsweise sicherzustellen, dass nur Polizeidrohnen in die Zone eines Tatorts fliegen können. Virtuelle Zäune als Schutz vor Drohnen Der Schutz von Flugverbotszonen wird durch sogenannte „Airspace Geo-Fences“ ermöglicht: Bei den Geo-Zäunen handelt es sich um eine virtuelle Barriere oder Rundumsicherung in einem realen geografischen Gebiet. Geo-Fencing kann verwendet werden, um einen permanent gesperrten Bereich wie einen Flughafen oder ein Gefängnis, oder einen temporär gesperrten Bereich wie ein Festival „einzuzäunen“. Drohnen können zudem für eine bestimme Aufgabe „eingezäunt“ werden, zum Beispiel, wenn sie Stromleitungen inspizieren. In der Regel werden die Flugverbotszonen von den Drohnen aus statistischen Offline-Datenbanken abgerufen. Viele Drohnen verfügen jedoch auch über einen internen Speicher mit diesen Informationen, da gerade bei temporären Geo-Zäunen eine Offline-Datenbank nicht gut genug ist. Vodafone konnte in einem kürzlich durchgeführten Test nachweisen, dass Geo-Zäune dynamisch generiert und aufgelöst werden können. Dabei wird RPS genutzt, um festzustellen, wann eine Drohne in das umzäunte Gebiet geflogen ist. Ein Team von Vodafone-Ingenieuren konnte in Spanien einen Geo-Zaun errichten und mit einer beliebigen Anzahl von Drohnen interagieren, die innerhalb dieser Zone flogen. Alle Drohnen waren über eine eingebaute SIM-Karte mit dem Vodafone-Mobilfunknetz verbunden. Kontrolle über Drohnen via Mobilfunknetz Für den Test haben die Ingenieure von Vodafone eine vollautomatische Flugverbotszone mit drei Ringen errichtet: Wenn eine Drohne in den äußeren Ring eindrang, erhielten sowohl der Drohnen-Bediener als auch der Manager der Flugverbotszone eine Warnung. Flog die Drohne weiter in den mittleren Ring der Flugverbotszone, wurde sie gezwungen auf der Stelle zu schweben. Wenn die zentrale Flugverbotszone auf den Bereich ausgedehnt wurde, über dem die Drohne schwebte, wurde ein Befehl über das Mobilfunknetz gesendet, der sie zur sofortigen Landung zwang. Es ist leicht vorstellbar, dass diese Vodafone-Technologie in Zukunft verwendet wird, um beispielsweise sicherzustellen, dass Polizeidrohnen einen Bereich durchsuchen können, ohne die Gefahr eines Zusammenstoßes mit anderen Drohnen. Und jeder Mobilfunkbetreiber kann diese Technologie anwenden: Vodafone hat seine RPS-Forschung und das damit verbundene geistige Eigentum ohne Lizenzgebühren für die Wiederverwendung öffentlich zugänglich gemacht, um die Geschwindigkeit der Drohnen-Sicherheit und der Geolocation-Innovation weltweit zu beschleunigen.

Klartext / 13.06.2019

Auktionsschäden reparieren – bevor es zu spät ist!

Die 5G-Auktion ist beendet. Endlich! Sie hat uns Kraft gekostet. Und Zeit im Wettrennen um die digitalen Spitzenplätze. Um es ganz deutlich zu sagen: Ich bin unglücklich mit der Entwicklung, die diese Frequenz-Auktion genommen hat. Zwar haben wir die Frequenz-Blöcke erhalten, die wir brauchen, um Deutschlands digitalen Weg zu gestalten. Doch der Preis dafür ist hoch: Es war die längste Auktion aller Zeiten. Und es war nach der UMTS-Auktion, deren Folgen wir noch heute spüren, die teuerste. Die Milliardenbeträge, die in Lizenzen geflossen sind, fehlen für dringend notwendige Investitionen ins Mobilfunknetz. Was mich am meisten daran stört: Diese Entwicklung war vorhersehbar. Sie war vermeidbar. Deutschland hat nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Das Ergebnis: riesige Schäden für Digital-Deutschland. Mein Appell: Lasst uns diese Auktionsschäden gemeinsam reparieren – bevor es zu spät ist.  Fast drei Monate lang haben wir alle gespannt nach Mainz geschaut. Dorthin, wo um die Frequenzen für die kommende Mobilfunkgeneration 5G gesteigert wurde. Es klingt fast ein wenig spielerisch. Doch ging es bei diesem Spiel um so viel: Um die digitale Zukunft unserer Nation. Heute wissen wir: Das Spiel endet mit großen Schäden. Schäden, die uns, wenn wir nicht sofort gemeinsam die letzte Chance ergreifen, um sie zu reparieren, noch viele Jahre belasten werden. Diese Schäden sind fast 6,6 Milliarden Euro schwer. Oder: Rund 50.000 neue Mobilfunk-Stationen. Zum Vergleich: Vodafone betreibt rund 25.000 Mobilfunkstationen in Deutschland. Wir erreichen damit mehr als 99 Prozent aller Menschen in Deutschland. Klar ist: Die letzten Prozentpunkte beim Netzausbau sind immer die schwierigsten. Mobilfunk auch aufs Land zu bringen, ist unser großes Ziel. Und es ist eine große Herausforderung. Klar ist ebenfalls: Mit dem Geld, was in Lizenzscheine geflossen ist, hätten wir diese Herausforderung problemlos meistern können. Doch die Realität sieht anders aus: Wir sind – trotz der milliardenschweren Investitionen – keinen Schritt weiter. Das hat Gründe. Und die sind hausgemacht. Grund Nummer 1: Wir haben nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt Deutschland war nicht bereit für eine ungeschönte Fehleranalyse. Dabei sind die Fehler, die begangen wurden so offensichtlich. Oder ärgern wir uns nicht alle noch immer viel zu oft, weil es in der Leitung knackt oder wir im Schneckentempo surfen? Uns fehlte der Mut uns von den Beispielen anderer Nationen leiten zu lassen. Viele unserer Nachbarn haben es besser gelöst als wir: Finnland hat die 5G-Lizenzen kostenlos vergeben. Die österreichischen Telekommunikationsunternehmen mussten deutlich weniger Geld aufbringen. Allein in Italien ist die Auktion sehr teuer geworden und hat den Staatshaushalt gefüllt. Deutschland aber hat kein Kostenproblem. Deutschland hat in erster Linie ein Infrastruktur-Problem. Nun gehen die Milliarden aus der Aktion an den Bundesfinanzminister. Das ist schön für den Staat. Aber das ist schlecht für die Bürger. Und für Digital-Deutschland. Grund Nummer 2: Die 5G-Auktion war nicht gerahmt von fairen Regeln Die Auktion war ein Spiel mit Startbedingungen, die für die Teilnehmer unterschiedlicher nicht hätten sein können. Auf der einen Seite stehen die, die seit Jahren in Deutschlands Infrastruktur investiert haben, während die Erlöse im Mobilfunkmarkt immer geringer wurden. Auf der anderen Seite die, deren Gewinn sich in den vergangenen Jahren vervielfacht hat, ohne auch nur ein einziges Funkloch zu schließen. Die Bundesnetzagentur hat einem vierten Bieter, der über kein eigenes Netz verfügt, mit regulatorischen Privilegien den Eintritt erleichtert. 1&1 genießt bei den Investitionsverpflichtungen eine Sonderstellung. Die drei anderen Unternehmen sitzen dagegen neben der Auktion auf zusätzlichen Milliarden-Verpflichtungen. Diese neuartige Konstellation bei der Auktion hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Preise in die Höhe rauschen. Grund Nummer 3: Die Ressourcen wurden künstlich verknappt Das Spektrum, auf das die nunmehr vier Spieler bieten konnten, wurde vor Auktionsbeginn verkleinert. Mit 100 Megahertz wurde ein nicht unwesentlicher Teil der verfügbaren Ressourcen, die Digital-Deutschland für eine bundesweite 5G-Infrastruktur zur Verfügung gestanden hätten, aus dem Spiel genommen. Er wurde für die Industrie reserviert. Für eigene, lokale Netze. Die allermeisten Menschen in Deutschland werden davon niemals profitieren. Im Gegenteil. Diese 100 Megahertz werden im bundesweiten 5G-Netz für lange Zeit fehlen. Deutschland ist das einzige Land, das der Industrie Sonderkonditionen für eigene Netze einräumt. Die Folge wird sein, dass die nationalen Mobilfunknetze um uns herum schneller und leistungsfähiger sein werden. In Deutschland fehlen uns dann etliche PS. Und ein Polo kann einem Porsche nur schwer Konkurrenz machen. Natürlich gehen für uns Telekommunikationskonzerne hier auch weitere potenzielle Businessmodelle verloren. Und damit Investitionsanreize. Wer auf Sand baut, baut gefährlich. Die Auktionsschäden akzeptieren? Ich meine nein Müssen wir uns nun mit dem verlorenen Spiel der 5G-Auktion zufrieden geben? Sollten wir das Ergebnis hinnehmen und zusehen, wie unsere Nachbarn uns einteilen? Ich meine nein! Deutschland hat den Anspruch auf eine erstklassige Infrastruktur. Unsere Wirtschaft hat den Anspruch auch bei der digitalen Revolution vorne mitzumischen. Unsere Bürger haben den Anspruch auch auf dem Land verlässlich zu telefonieren und schnell zu surfen. Um all dem gerecht zu werden, müssen wir die Auktionsschäden – ganz egal wie sie zustande gekommen sind – gemeinsam reparieren. So schnell wie möglich. Bevor es zu spät ist. Unser Vorschlag: Ein 5G-Bündnis für den echten Mobilfunkausbau Wie kann das funktionieren? In dem das Geld, das in die Lizenzgelder geflossen ist, rückwirkend für den echten Ausbau von Mobilfunk-Stationen investiert wird - durch eine entsprechende Förderung. Die Bundesregierung sollte die fast 6,6 Milliarden Euro, die sie dem Markt entzogen hat, in den Markt investieren – und damit die selbst gezogene Ausbau-Bremse lockern. Wir müssen ein Mobilfunk-Förderpaket schnüren. Deutschland braucht endlich eine schlüssige Antwort, auf die große Digitalisierungs-Frage. Unser Vorschlag: Ein echtes Reinvestitions-Programm. Ein 5G-Bündnis zwischen Netzbetreibern und Politik, bei dem das Geld, was in die Lizenzen geflossen ist, in neue Mobilfunk-Stationen investiert wird. Ein solches Bündnis würde unserer Infrastruktur einen riesigen Schub verleihen. Wir könnten die Funkloch-Debatte in Deutschland ein für alle Mal beenden. Wir brauchen eine gemeinsame Basis, um die Auktionsschäden zu reparieren Noch haben wir unsere digitale Zukunft nicht verspielt. Noch ist nicht in Stein gemeißelt, dass aus der Ferne gesteuerte Baukräne, vernetzte Roboterstraßen und autonome Autos unseren Alltag erst deutlich später verbessern als in anderen Ländern. Noch können wir die Zukunft zu unseren Gunsten gestalten. Doch diese Zukunft passiert nicht einfach so. Wir müssen sie uns hart erarbeiten. Dafür brauchen wir unsere Netz-Experten, die bauen. Und wir brauchen eine Politik, die nicht nur fordert, sondern auch fördert. Und so Basis dafür legt, die Auktionsschäden zu reparieren.

News / 12.06.2019

Vodafone ersteigert Mobilfunk-Lizenzen für 5G

Vodafone Deutschland hat sich bei der aktuellen Auktion durch die Bundesnetzagentur wichtige Frequenzen für die nächste Mobilfunkgeneration 5G gesichert. Das Unternehmen ersteigerte wertvolle 90 MHz im Bereich 3,6 GHz sowie 40 MHz im Bereich bei 2,1 GHz. Somit hat das Unternehmen in der Gesamtausstattung sein Auktionsziel erreicht und weitere Frequenzen bis zum Jahr 2040 gesichert. Insgesamt hat der Telekommunikationskonzern knapp 1,88 Milliarden Euro in die Frequenzauktion investiert – und damit in Vodafones wie auch Deutschlands Zukunft. Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland: „Die Auktion ist beendet. Und wir haben die Frequenz-Ausstattung bekommen, auf die wir abgezielt haben. Leider haben wir als Branche aber einmal mehr viel Geld für Lizenzpapiere ausgeben müssen, das wir lieber in den Netzausbau investiert hätten. Umso wichtiger ist jetzt, dass Politik und Branche gemeinsam ein Reinvestitions-Programm erarbeiten, mit dem die Erlöse direkt in den Mobilfunkausbau fließen. Denn nur so schafft Deutschland das, was für eine digitale Zukunft neben 5G am nötigsten ist: das Schließen der letzten großen Funklöcher.“ Vodafone Deutschland ersteigerte jetzt insgesamt 130 MHz. Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Frequenzen: 3,6 GHz (= 5G-Pionierband): 90 MHz für 1,073 Millionen Euro mit einer Lizenzdauer bis 2040. 2,1 GHz: 40 MHz für 806,5 Millionen Euro.  Davon 2 x 15 MHz ab 2021 verfügbar und 2 x 5 MHz ab 2026 verfügbar – jeweils lizenziert bis 2040. Gesamte Frequenz-Nutzungsrechte von Vodafone Deutschland: [table id=3 /]

News / 23.05.2019

Vernetzter Straßenverkehr: V2X-Technologie ist bereit für den Alltag

Die Mobilfunk-Technologie V2X wird Realität. Der Kommunikations-Standard für den vernetzten Straßenverkehr ist bereit für den Alltag. Fahrzeuge können so auf direktem Wege und über das übergreifende Mobilfunknetz miteinander kommunizieren - und sich gegenseitig vor Gefahren warnen. Schon heute im bestehenden LTE-Netz. Zukünftig auch per 5G. Der Datenaustausch in Echtzeit optimiert den Verkehrsfluss, vermeidet Staus, verhindert Verkehrsunfälle und hilft Rettungskräften schneller zum Unfallort zu gelangen. Dass das keine Zukunftsmusik ist, zeigt die 5GAA (5G Automotive Association) heute in Berlin. Das internationale Bündnis für den vernetzten Straßenverkehr gibt in der Hauptstadt Einblicke in die Technologie für den vernetzten Straßenverkehr. Branchenübergreifend arbeitet Vodafone hier mit insgesamt 115 Partnern zusammen am Straßenverkehr der Zukunft. Zu den 5GAA-Partnern zählen unter anderem BMW, Daimler, das Fraunhofer-Institut, Ford, Huawei, Qualcomm, Jaguar, Continental und Nokia. [arve url="https://youtu.be/nPaWMcVpktU" /] „Vernetzte Mobilitätsstandards sind keine Zukunftsvision“, sagt Maxime Flament, Chief Technology Officer der 5GAA in Berlin. „Die vorgestellten Lösungen sind bereit für den Einsatz. V2X-Technologie ist eine wichtige Grundlage für eine sichere Fahrumgebung für Fußgänger, Radfahrer, Motorradfahrer und Autos. Die globalen Feldtests befinden sich bereits in der Endphase und die ersten Lösungen sind nun bei mehreren Anbietern erhältlich.“ In Berlin zeigen die Partner der 5GAA anhand von insgesamt fünf Beispielen wie die direkte Kurzstrecken-Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und der übergreifende Informationsaustausch über das Mobilfunknetz den Straßenverkehr optimieren. Ampeln informieren Autos so beispielsweise über die Dauer von Grünphasen und Fahrzeuge warnen sich gegenseitig vor Hindernissen und Unfällen auf der Straße. Freie Fahrt für schnelle Hilfe: Der digitale Rettungsgassen-Assistent Ford und Vodafone zeigen in Berlin, wie Rettungskräfte dank V2X-Technologie im Notfall schneller zum Unfallort gelangen, um dort lebenswichtige Hilfe zu leisten. Denn, wenn Einsatzfahrzeuge auf dem Weg zum Unfallort behindert werden, kann das fatale Folgen haben. Der TÜV SÜD gibt an, dass jede Minute, die Rettungskräfte schneller am Unfallort sind, die Überlebenschance von Unfallopfern um 10 Prozent erhöht. Doch viel zu häufig stehen Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Notfallambulanz im Stau – weil die Rettungsgasse nicht funktioniert. Laut ADAC weiß nur jeder zweite Autofahrer in Deutschland, wie eine Rettungsgasse richtig gebildet wird. Die Technologie-Partner präsentieren wie ein digitaler Rettungsgassen-Assistent direkt vom Einsatzfahrzeug ausgelöst wird, die vorausfahrenden Autofahrer warnt und sie anleitet, die Rettungsgasse richtig zu bilden – um eine Behinderung der Einsatzfahrzeuge zu vermeiden. Der Informationsaustausch zwischen den Fahrzeugen funktioniert dabei  direkt und ohne ohne Verzögerung - dank Mobilfunk auch über mehrere Kilometer Entfernung.

News / 14.05.2019

2018/19: Vodafone weiter stark im Geschäft

Vodafone Deutschland wächst weiterhin stabil: Im Geschäftsjahr 2018/19 steigen die Gesamt Service-Umsätze um 1,5%* auf 10,3 Mrd. Euro. Der Festnetz-Serviceumsatz erhöht sich um 2,6%* auf 4,18 Mrd. Euro und der Mobilfunk-Serviceumsatz steigt um 0,8% auf 6,126 Mrd. Euro. Im Laufe des letzten Geschäftsjahres konnte Vodafone 264.000 neue Festnetz-Breitbandkunden und 715.000 neue Mobilfunk-Vertragskunden gewinnen. Das wirkt sich auch positiv auf den Ertrag aus: Vodafones EBITDA wächst im Geschäftsjahr 2018/19 um 4,3%*. Die EBITDA-Marge legt um 0,9%pkte* auf 37,4% zu. Alle Kennzahlen zum Geschäftsjahr 2018/19 gibt es auch hier in der Übersicht. „Wir sind gut unterwegs. Und wir werden noch besser: Mit unserem Netzausbau-Programm und einer hoffentlich baldigen Integration des Unitymedia-Kabelnetzes dürfen sich unsere Kunden auf attraktive Angebote in unserem deutschlandweiten Highspeed-Netz freuen“, so Hannes Ametsreiter, CEO von Vodafone Deutschland. [quote id="310"] Festnetz: Voll digital und mit Gigabit-Geschwindigkeiten auf Wachstumskurs Im Festnetz wächst Vodafone im Geschäftsjahr 2018/19 weiter und steigert seinen Festnetz-Serviceumsatz um 2,6%*, getrieben durch das Umsatzwachstum im Kabelgeschäft von 4,1%*. Auch im DSL-Geschäft legt Vodafone mit einem Plus von 1,1% erneut ein Wachstumsjahr hin. Mit der Volldigitalisierung seines Kabelglasfasernetzes hat das Unternehmen die Grundlage für Gigabit-Geschwindigkeiten geschaffen. So kann Vodafone Stand heute 8,8 Mio. Haushalte mit Gigabit-Anschlüssen bedienen. „Wir bringen das Gigabit nach Deutschland – und das schneller als jeder andere. In den letzten acht Monaten haben wir mehr als doppelt so viele Gigabit-Anschlüsse gebaut wie alle Glasfaser-Unternehmen in den letzten zehn Jahren zusammen“, so Ametsreiter. Mit 264.000 neuen Breitband-Kunden im Geschäftsjahr 2018/19 verzeichnet Vodafone inzwischen eine Kundenbasis von 6,9 Millionen, ein Wachstum von 4,0%. 3,1 Mio. Kunden nutzen einen DSL-Anschluss (+1,1%) und 3,8 Mio. Kunden profitieren mit ihren Anschlüssen vom noch schnelleren Vodafone Kabelglasfasernetz (+6,4%). Hier ist die starke Nachfrage nach hohen Geschwindigkeiten ungebremst: Im vierten Quartal haben sich über 70% der Kabel-Neukunden für Tarife mit 200 Mbit/s oder mehr entschieden, rund 20% der Neukunden im Gigabit-Ausbaugebiet haben bereits einen Anschluss mit 1000 Mbit/s gewählt. Mobilfunk: Jetzt 47,9 Mio. SIM-Karten im Netz Im Geschäftsjahr 2018/19 wachsen die Mobilfunk-Serviceumsätze um 0,8%. Nicht zuletzt durch die hohe Nachfrage nach dem GigaCube konnte Vodafone im Laufe des Jahres 715.000 neue Vertragskunden gewinnen. Die Anzahl seiner SIM-Karten (eigene Mobilfunk- und MVNO-Kunden sowie IoT-Karten) im Netz kann Vodafone um rund 3,5% auf jetzt 47,9 Mio. steigern. Vodafone forciert den LTE-Ausbau in Deutschland und schließt Funklöcher Im vergangenen Geschäftsjahr hat Vodafone sein schnelles Mobilfunknetz zu weiteren 1,6 Millionen Menschen in Deutschland gebracht. Und der Ausbau geht weiter: Seit Jahresbeginn hat Vodafone bereits 1.500 LTE-Bauprojekte realisiert, 3.800 weitere folgen in diesem Geschäftsjahr. Schon heute sind mit den entsprechenden Smartphones bereits Geschwindigkeiten von 500 Megabit pro Sekunde und mehr in über 90 Städten in Deutschland verfügbar. Beim Internet der Dinge ist Vodafone weltweit Marktführer mit mehr als 80 Millionen vernetzten Maschinen. In Deutschland baut Vodafone aktuell das Maschinennetz (Narrowband IoT) aus. Bis September funkt die Infrastruktur für das Internet der Dinge auf 95 Prozent der Fläche in Deutschland. Dafür aktiviert Vodafone die Technologie an 2.000 weiteren Mobilfunkmasten. Vodafone überzeugt weiter durch hohe Performance: EBITDA wächst um 4,3%* Die Wachstumsinitiativen gepaart mit einem guten Kostenmanagement spiegeln sich auch in den Ergebnissen wider: Das EBITDA wächst im Geschäftsjahr 2018/19 um 4,3%*. Die EBITDA-Marge legt um 0,9%pkte* auf 37,4% zu. Unitymedia-Übernahme: Mehr Gigabit für noch mehr Menschen in Deutschland Mit der geplanten Übernahme von Unitymedia will Vodafone zum ersten bundesweiten Infrastruktur-Wettbewerber der Telekom werden. Hannes Ametsreiter: „Wir haben der EU-Kommission ein umfangreiches Maßnahmenpaket für noch mehr Wettbewerb vorgeschlagen, das den Wettbewerb in Deutschland auf eine neue Stufe hebt. Nun hoffen wir auf grünes Licht aus Brüssel.“ Vodafone will bis 2022 schnelle und bezahlbare Gigabit-Anschlüsse für 25 Millionen Haushalte schaffen und damit signifikant die Gigabit-Ziele der Bundesregierung unterstützen. Dafür wird das Unternehmen in den nächsten Jahren rund 12 Mrd. Euro in das Kabelnetz und damit in den Wirtschaftsstandort Deutschland investieren. Alle Kennzahlen zum Geschäftsjahr 2018/19 in der Übersicht.   * bereinigt um Sondereffekte durch Ausgleichszahlungen aus Beilegung eines Rechtsstreits um Einspeise-Entgelte öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten aus dem Geschäftsjahr 2017/18

News / 07.05.2019

Geplante Unitymedia-Übernahme: Maßnahmenvorschlag an EU-Kommission kann Wettbewerb auf neue Stufe heben

Im Rahmen des Unitymedia-Übernahmeverfahrens hat Vodafone der EU-Kommission ein Maßnahmenpaket (remedies) vorgeschlagen. Das Paket wird in Deutschland für mehr Wettbewerb im Breitband- und mehr Unabhängigkeit im Fernsehmarkt sorgen. Das Maßnahmenpaket steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Übernahme. „Unser Maßnahmenpaket hebt den Wettbewerb in Deutschland auf eine ganz neue Stufe. Es ist gut für den Verbraucher. Gut für den Wettbewerb. Und gut für die Fernsehsender“, so Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter.  „Mit der Übernahme von Unitymedia werden wir zum ersten, bundesweiten Infrastruktur-Wettbewerber der Telekom. Darüber hinaus öffnen wir unser Kabelnetz für einen weiteren, starken, bundesweiten Wettbewerber – die Telefónica Deutschland. Wir bieten unserem neuen Highspeed-Partner Geschwindigkeiten an, die schneller sind, als das schnellste VDSL-Angebot der Telekom. Zudem schaffen wir noch bessere Distributionswege für alle TV-Sender und machen sie so noch unabhängiger von unserem TV-Kabelnetz.“ [quote id="309"] Geplante Übernahme schafft erstmals nationalen Infrastruktur-Wettbewerber gegen die Telekom Mit der geplanten Übernahme der Unitymedia will Vodafone den Wettbewerbsdruck im Markt deutlich erhöhen und erstmals neben der Telekom einen zweiten, bundesweiten Festnetz-Anbieter schmieden. Das damit wiedervereinte Kabelnetz will das Unternehmen in allen Bundesländern der Republik aufrüsten – und so bis 2022 schnelle und bezahlbare Gigabit-Anschlüsse für 25 Millionen Haushalte schaffen. Mit Gigabit-Geschwindigkeiten für künftig dann rund zwei Drittel der Bevölkerung unterstützt Vodafone signifikant die Gigabit-Ziele der Bundesregierung. Dafür wird das Unternehmen in den nächsten Jahren rund 12 Mrd. Euro in das Kabelnetz und damit in den Wirtschaftsstandort Deutschland investieren. Im so genannten Phase 2-Verfahren hat die EU-Kommission die geplante Übernahme der Unitymedia in Deutschland durch Vodafone einer intensiven Prüfung unterzogen. Mit dem der EU-Kommission vorgestellten Maßnahmenpaket bietet Vodafone eine Lösung für eine potentielle Verminderung des Wettbewerbs durch Vodafones DSL-Angebote im Unitymedia-Gebiet sowie Bedenken hinsichtlich möglicher Wettbewerbsbeschränkungen im Fernsehmarkt. Zudem hatte Vodafone bereits zuvor erklärt, künftig keine Erhöhungen von sogenannten Einspeise-Entgelten vorzunehmen, die von den Sendern zu entrichten sind. [quote id="308"] Maßnahme 1: Vodafone öffnet sein Kabelnetz für Telefónica. Für noch mehr Breitband-Wettbewerb Für noch mehr Wettbewerb im Breitbandmarkt hat Vodafone jetzt einen Kabel-Großhandelsvertrag mit Telefónica Deutschland geschlossen. Diese Highspeed-Partnerschaft ermöglicht es Telefónica, nach erfolgter Übernahme eigene Kabelprodukte über die vereinigten Kabelnetze an dann 23,7 Mio. Haushalte zu verkaufen. Telefónica profitiert vom Zugang zu Download-Geschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s im kombinierten Kabelnetz – die damit schneller angeboten werden als die aktuell schnellsten VDSL-Angebote im Markt. Das stärkt auch das Angebot der Over-the-Top (OTT)-TV-Dienste von Telefónica. Der Kabel-Großhandelsvertrag ist langfristig ausgelegt, wobei sich Telefónica Deutschland verpflichtet, während der Vertragslaufzeit ein Mindestmaß an Kunden zu erreichen. Maßnahme 2: Mehr Qualität, Flexibilität und Unabhängigkeit für TV-Sender Die zweite Maßnahme im Wettbewerbs-Paket fokussiert auf den Fernsehmarkt. Klar ist: Der Zuschauertrend geht in Richtung online. Mit dem Gigabit-Ausbau und der Partnerschaft mit Telefónica schafft Vodafone die Grundlage für eine schnellere und bessere TV-Verbreitung sowie für neue Distributions-Möglichkeiten für die Sender. Mit ihren TV-Angeboten übers Internet können Sender Kundenbeziehungen damit völlig unabhängig von Vodafone und seiner TV-Plattform eingehen. Damit die Fernsehsender von dieser Entwicklung profitieren können, verpflichtet sich Vodafone, Sendern die Verbreitung ihrer Inhalte im Internet nicht einzuschränken und die Netzübergänge so zu gestalten, dass ausreichende Übertragungungs-Kapazität über das Internet vorhanden ist. TV-Sender werden damit unabhängiger vom klassischen TV-Kabelnetz und damit von Vodafone. Das Paket der Abhilfemaßnahmen einschließlich des Kabel-Großhandelsvertrags steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Übernahme durch die EU-Kommission. Diese wird das Paket nun einem Markttest unterziehen, der voraussichtlich im Mai 2019 abgeschlossen sein wird. Vodafone geht davon aus, dass die Europäische Kommission ihre Entscheidung über die Transaktion bis Juli 2019 treffen wird und der Abschluss der Übernahme dann noch in demselben Monat erfolgen kann.

News / 06.05.2019

"Wir bauen das Gigabit, weil es Zukunft schafft"

Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter erklärt Christoph Keese im Podcast wieso Deutschland einen Gigabit-Motor so dringend benötigt, welche politischen Hürden den Netzausbau erschweren und wieso er dennoch auf die digitale Zukunft des Landes wettet. „In Deutschland ziehen wir nicht alle gemeinsam an einem Strang. Es fehlt das klare Bekenntnis für eine perfekte Infrastruktur und die Unterstützung für diejenigen, die wirklich darin investieren wollen“, so Ametsreiter zu den Hindernissen beim Ausbau der Mobilfunknetze. Noch könne Deutschland die Fehler korrigieren: „Ich bin kein Fan der Vergangenheit. Die ist passiert. Wir sollten nach vorne schauen und die Zukunft dieses Landes gestalten. Es dieses Mal gemeinsam besser machen. Packen wir es an.“ [quote id="307"] Unter der Erde sieht Ametsreiter Deutschland auf einem guten Weg: „Wir haben mit dem Gigabit in unserem Kabelglasfasernetz einen echten Motor für Digital-Deutschland gestartet. Fast neun Millionen Gigabit-Anschlüsse in wenigen Monaten – nirgendwo wird schneller gebaut. Das ist der richtige Weg. Ich bin überzeugt: Das Gigabit schafft Zukunft.“ Für die Zukunft wünscht sich Ametsreiter einen effizienten Breitbandausbau: "Die letzte Meile zum Haus ist eine große Herausforderung. Es ist enorm teuer, die Straße jeweils in Eigenregie aufzureißen. Es wäre besser, es zu machen wie beispielsweise die Spanier und Portugiesen. Der Staat legt Leerrohre, so wie er Autobahnen baut – also staatliche Investition in die Infrastruktur. Jeder Anbieter dürfte dann seine Kabel durch diese Rohre ziehen. Das ist effizienter. Und das heizt den Wettbewerb an." Das gesamte Interview ist in der Welt am Sonntag zu lesen. [arve url="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/612603156&color=%23ff5500&auto_play=false&hide_related=false&show_comments=true&show_user=true&show_reposts=false&show_teaser=true&visual=true" title="Vodafone CEO Hannes Ametsreiter zu den Herausforderungen beim Netzausbau in Deutschland" /]

Klartext / 06.03.2019

Netzausbau: Drei deutsche Denkfehler und wie wir sie überwinden können

5G nimmt Fahrt auf. Die ersten 5G-Smartphones erblicken das Licht der Welt. In den Industriehallen stehen vielversprechende 5G-Technologien in den Startlöchern. Was noch fehlt? Zumindest hierzulande? Das Netz. In Deutschland legen wir uns auf dem Weg an die digitale Weltspitze selbst Steine in den Weg. Steine, die wir – wenn wir es nicht unverzüglich tun – in den nächsten Jahren mühevoll aufsammeln müssen. Drei deutsche Denkfehler werden den Netzausbau in Deutschland auf lange Jahre lähmen. Oder aber wir denken endlich um. Und drehen das Blatt zu unser aller Gunsten. Der erste deutsche Denkfehler: „4G-Probleme mit 5G lösen“ Die Netze in Deutschland sind nicht optimal. Ich ärgere mich selbst massiv, wenn ich aus der Leitung fliege oder im Schneckentempo surfe. Kunden erleben genau das viel zu häufig. Dieser Zustand wird unserem Anspruch als Industrie- und Technologie-Nation nicht gerecht. Und er widerspricht dem Anspruch unserer Bürger jederzeit verlässlich telefonieren und Daten teilen zu können. [quote id="295"] Was dabei vergessen wird: Es handelt sich um 4G-Probleme. Politiker projizieren nun fälschlicherweise die Hoffnungen, die mit 5G verbunden sind, in den berechtigten Wunsch der Bürger, die bestehenden 4G-Probleme zu lösen. Das klingt vielversprechend. Aber es ist ein Trugschluss. 5G kann diese 4G-Probleme nicht lösen. 5G ist zu Beginn ein reines Datennetz. Wir werden mit 5G nicht telefonieren. Die deutschen 4G-Probleme sind hausgemacht. Sie sind eine Spätfolge der UMTS-Frequenzauktion. Mit fast 50 Milliarden Euro eine der teuersten aller Zeiten. Dieses Geld fehlt bis heute für den Bau neuer Mobilfunkmasten. Dass dieser Bau in Deutschland durchschnittlich zwei Jahre dauert – vom Antrag, über die Genehmigung bis zur Maststellung – ist ein weiteres Laster im europäischen Wettlauf. In anderen Ländern dauert das gerade einmal sechs Monate. Wir müssen die 4G-Probleme in Deutschland mit 4G lösen. Nur neue LTE-Masten können Funklöcher schließen. National Roaming – so schön der Begriff auch klingen mag – wird kein einziges Funkloch schließen. Funklöcher sind meist dort, wo kaum Menschen leben. Dort gibt es echte weiße Flecken, in denen kein Netzbetreiber eine Abdeckung hat. Wie soll an diesen Orten durch nationales Roaming etwas besser werden? [quote id="297"] Ich wünsche mir eine Ausbau-Allianz. Wir drei Netzbetreiber, die wir wirklich in Deutschlands Infrastruktur investieren wollen, teilen uns die weißen Flecken auf. Jeder baut dann ein Drittel davon aus und alle drei Netzbetreiber integrieren ihre Antennen an diesen Masten. Das ist dann ein 'Geben und Nehmen'. Fair und gerahmt von festen Regeln. Nicht wie beim nationalen Roaming, wo drei Spieler geben und ein vierter sich ins gemachte Netz setzt. Der zweite Denkfehler: „5G mit einem Mal an jede Kanne bringen“ Wir Netzbetreiber haben die Aufgabe, dieses Land auszubauen. Und dabei dürfen wir keinen vernachlässigen. Weder die Menschen in der Stadt noch die auf dem Land. Weder die große Industrie, noch den Mittelstand – aber genauso wenig die kleinen Betriebe. Wir müssen sie alle mitnehmen, wenn Digitalisierung gelingen soll. Und dazu gehört vor allem: Empfang. Und ein gutes Netz. Aber bei diesem Ausbau sollten wir smart und bedarfsorientiert vorgehen. Dabei müssen wir uns in Deutschland die Frage stellen: Wo brauchen wir 5G zu Beginn wirklich? Die Forderung nach schnellem Netz an jeder Milchkanne ist verständlich. Nur braucht es dafür wirklich überall umgehend 5G? Brauchen Bauernhöfe bereits morgen unbedingt blitzschnelle Reaktionszeiten und 10 Gigabit in der Luft? Ich glaube nicht. Millionen von Milchkannen funktionieren gut mit dem 4G-Maschinennetz. Genau das macht Bauern zu smarten Farmern. Denn mit LTE und unserem neuen Maschinennetz können viele Dinge genauso gut kommunizieren, wie sie es mit 5G tun würden. Und da sind wir schon richtig weit. Es funkt bereits im gesamten LTE-Netz. Aber ich gebe zu: Auf dem Land müssen wir noch besser werden. Und daran arbeiten wir. Der 4G-Ausbau auf dem Land muss 2019 Top-Priorität werden. Denn er schließt nicht nur die letzten Lücken, sondern ist auch Voraussetzung für das dann folgende 5G. Ich will ehrlich sein: Es ist gar nicht möglich 5G mit einem Schlag an jede Milchkanne zu bringen. Das lehrt uns die Physik. Jedes Netz muss sich entwickeln – über viele Jahre. Die letzten Prozentpunkte sind beim Ausbau immer die schwierigsten. Wenn wir die verfügbaren Kapazitäten in Deutschland zu Beginn nutzen, um 5G aufs Land zu bringen, klingt das erst einmal gut. Es gibt dann allerdings einen großen Verlierer: die deutsche Wirtschaft. Denn wir können jeden Euro nur an einer Stelle ausgeben. Und jeder Techniker kann zu einem Zeitpunkt nur an einem Ort seine Arbeit verrichten. [quote id="296"] Der dritte Denkfehler: „Investieren Sie jetzt. Wir sagen Ihnen die Konditionen später“ Würden Sie privat ein Haus kaufen, von dem Sie nicht wissen wo es steht und wie viele Zimmer es hat? Bei der bevorstehenden Frequenz-Auktion sollen wir Netzbetreiber genau das tun. Wir sollen ein klares Bekenntnis für Investitionen in Milliarden-Höhe abgeben, ohne die Rahmenbedingungen hierfür zu kennen. Ein Spiel ohne feste Regeln. Dabei geht es ausgerechnet bei diesem Spiel um so verdammt viel: nämlich um die digitale Zukunft Deutschlands. Und die – genau wie ihre nötigen Milliarden-Investitionen – braucht Rechts- und Planungssicherheit. Die Politik schafft mit schwammigen Formulierungen und unverhältnismäßigen Privilegien für einzelne Spieler Unklarheit für all diejenigen, die tatsächlich in Deutschlands Infrastruktur investieren wollen. Was genau heißt National Roaming? Was Regional Roaming? Wer darf dann zu welchem Preis Netze nutzen? Und auch wenn das Thema Regional Roaming gerade vom Tisch zu sein scheint, wer garantiert, dass das nicht rückwirkend wiederkommt? Zwischen all den Unwägbarkeiten wird jetzt gerade die nächste Debatte aufgemacht: das Thema Campus-Lösungen, also der lokalen Frequenzen, die man bei 5G günstig erwerben kann. Meint das wie ursprünglich geplant einzelne Industrie-Standorte? Oder doch ganze Städte? Meint das 5G für den firmeneigenen Bedarf oder sollen daraus auch Angebote für Dritte entstehen? Die Folge wäre ein 5G-Flickenteppich in Deutschland. Hinzu kommt zu all dem: Das Huawei-Thema ist nach wie vor ungelöst. Wie gehen wir in Deutschland damit klug um? Fest steht: Sollte Huawei tatsächlich aus dem Netz ausgeschlossen werden, würde das nicht nur den 5G-Ausbau in Deutschland deutlich verzögern und noch einmal teurer werden lassen. Das würde Deutschland auch beim bestehenden Mobilfunknetz noch einmal zurückwerfen. Die Folge: Das Wagnis zu investieren wächst. Der Ausbau auf dem Land lahmt – und wird nie vom neuen Netzbetreiber angegangen. Die Zahl der Arbeitslosen im Telekommunikations-Sektor wächst rapide. Die Beispiele in Frankreich, Spanien oder Italien zeigen das deutlich. Wollen wir deren Beispiel wirklich folgen? Ich sage: Nein! Deutschland braucht beim 5G-Ausbau endlich Klarheit. Der Weg zurück zu einer digitalen Vorreiterrolle kann nur von klaren und vor allem fairen Spielregeln gerahmt sein. Ich bin nicht per se gegen einen vierten Wettbewerber. Im Gegenteil: Ich liebe es mich mit anderen zu messen. Nur die eine Grundidee von Wettbewerb darf dabei nicht auf der Strecke bleiben: Wettbewerb muss fair sein. Sonst gibt es in Digital-Deutschland einzelne Gewinner und Millionen Verlierer.

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