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Klartext / 21.07.2020

Zur EU-Ratspräsidentschaft: Die Stunde der Optimisten

Mit der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft am 1. Juli hat Deutschland die einmalige Chance erhalten, den Neustart Europas aus der Krise mit eigenen Impulsen zu gestalten. Sie muss genutzt werden. Die durch die Corona-Pandemie ausgelöste Krise ist noch nicht überwunden. Der Virus wird uns noch auf unabsehbare Zeit begleiten. Da ist die Sehnsucht nach einer Rückkehr zu einer wenn auch neuen Normalität nur allzu menschlich. Aber gerade in dieser heiklen, instabilen Phase sollten wir uns zutrauen, optimistisch zu sein, fortschrittlicher zu denken und mutiger zu handeln. Die von der deutschen Ratspräsidentschaft formulierten Leitgedanken gehen hier in die richtige Richtung und auch deutsche Unternehmen sollten an deren Umsetzung tatkräftig mitwirken. Zweifelsohne hat die nachhaltige Überwindung der Corona-Pandemie und die wirtschaftliche Erholung aktuell die höchste Priorität. Die Verbreitung des Virus hat Deutschland, Europa und die Welt in eine nahezu beispiellose Krise mit noch nicht vollständig absehbaren wirtschaftlichen Folgen gestürzt. Wie viele EU-Mitgliedstaaten hat auch Deutschland in den vergangenen Monaten Enormes geleistet: Die Politik, die in geradezu ungewohnter Einigkeit Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und Abfederung der unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen auf den Weg gebracht hat. Die Unternehmen, die zum Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter binnen kürzester Zeit einen neuen Arbeitsmodus und teilweise ein anderes Geschäftsmodell finden mussten. Und nicht zuletzt jede und jeder einzelne von uns, indem sie oder er nichts unversucht gelassen hat, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und dabei das private und berufliche Miteinander unter schwierigen Bedingungen neu zu gestalten. Als Vodafone haben wir unseren Teil dazu beigetragen, um – wie man so schön sagt – den Laden am Laufen zu halten. In den ersten Wochen nach Beginn der Kontaktbeschränkungen haben wir drei Millionen europäischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Unternehmen aller Größenordnungen den Weg zur Arbeit von zu Hause aus geebnet, vielen von ihnen zum ersten Mal. Mit unserer Initiative „GigaHelden“ haben wir in Deutschland mehr als 175.000 Männern und Frauen in systemrelevanten Berufen unbürokratisch und kostenlos zusätzliche mobile Datenpakete von je 100 Gigabyte zur Verfügung gestellt. Und viele Eltern konnten wir mit dem freien Zugang zu Bildungsinhalten beim Heimunterricht unterstützen – oder ihnen zwischendurch mit zusätzlichen kostenlosen Kinderfernsehkanälen wenigstens eine kleine Auszeit ermöglichen. Alle Infos zu unseren Initiativen gibt es im Corona-Ticker! Gemeinsam haben wir unsere Fähigkeit unter Beweis gestellt, dass wir die tiefgreifenden Herausforderungen einer solchen Krise meistern können. Diese gesellschaftliche Resilienz kann die deutsche Ratspräsidentschaft mit smarten Ideen und Maßnahmen unterstützen. Letztlich muss es unser Ziel sein, Wirtschaft und Gesellschaft so umzugestalten, dass sie noch widerstandsfähiger, nachhaltiger, digitaler und integrativer werden. Wer wie die deutsche Ratspräsidentschaft die Vision eines gerechten Europas Wirklichkeit werden lassen möchte, der muss dafür Sorge tragen, dass echte Chancengleichheit auch in Krisenzeiten kein bloßes Lippenbekenntnis bleibt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Digitalisierung. Insbesondere im Bereich der Schulbildung ist schnelles Internet und eine moderne IT-Ausstattung wichtig, aber nicht ausreichend. Wir müssen unseren Kindern auch digitale Skills vermitteln, mit denen sie in der Arbeitswelt von morgen erfolgreich sein können. Und wie wir gesehen haben, brauchen wir digitale Lernplattformen, damit Unterricht möglich bleibt, wenn es der Schulbesuch nicht mehr ist. Für die Skype-Session mit der Klasse, das Online-Seminar für die Kollegen oder den Facetime-Anruf mit der Großmutter müssen wir uns natürlich auch auf die hochleistungsfähigen Telekommunikationsnetze verlassen können. Sie sind die Lebensadern unseres Kontinents. In der Phase der strengen Kontakt-Beschränkungen hat Vodafone europaweit einen drastischen Nutzungsanstieg verzeichnet. So ist der mobile Datenverkehr um 15 Prozent, der Sprach-Datenverkehr um bis zu 40 Prozent und der Festnetz-Datenverkehr in einigen unserer Märkte um bis zu 70 Prozent gestiegen. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, haben wir in mehreren Bereichen Investitionen zur Erhöhung der Netzkapazität forciert. Dank dieser Investitionen und der Unterstützung der nationalen Regulierungsbehörden beim Management von Datenstaus, kam es lediglich zu minimalen Unterbrechungen der europäischen Dienste. Auch in Deutschland haben wir den Stresstest für unsere Netze mit Bravour bestanden. Doch darauf dürfen wir uns jetzt keineswegs ausruhen. Für ein stärkeres und innovativeres Europa darf die EU vor allem die technologische Evolution der TK-Netze nicht verschlafen. China und die USA haben die strategische Bedeutung von 5G früh erkannt und investieren zügig über skalierte Netzbetreiber in ihre Infrastruktur. Demgegenüber wird in Europa die Konsolidierung der völlig fragmentierten TK-Branche durch die regulatorischen Rahmenbedingungen weitgehend verhindert. Die Folge: Eine immer größer werdende Investitionslücke zu den chinesischen und amerikanischen Märkten, die ihrerseits durch gezielte Direkt-Investitionen in europäische Unternehmen die digitale Souveränität Europas in Frage stellen. Jetzt ist die Zeit für ein grundlegendes Umdenken und schnelles Handeln. Angesichts dessen wäre es geradezu fatal, durch das Bestreben, Steuern auf digitale Dienstleistungen zu erheben, am Ende TK-Netzbetreiber gleich doppelt zu besteuern. Der weitere Ausbau der 5G-Technologie wird sich auch am Leitgedanken eines Europas der Sicherheit und der gemeinsamen Werte messen lassen müssen. Dabei muss die Sicherheit und Resilienz kritischer Infrastrukturen gewährleistet, Cyber-Bedrohungen abgewehrt und dadurch die Öffentlichkeit geschützt werden. In Zukunft sollten daher in europäischen Netzen ausschließlich Netzkomponenten eingesetzt werden, die anhand von EU-Standards evaluiert und zertifiziert wurden. Ein lebendiges 5G-Ökosystem setzt die Verfügbarkeit geeigneter Netzkomponenten unterschiedlicher Hersteller voraus. Und um nicht langfristig von einem einzelnen Hersteller abhängig zu sein, sollten diese Netzbestandteile austausch- und miteinander kombinierbar sein. Deutschland beschreitet hier mit der Unterstützung des sogenannten OpenRAN-Ansatzes den richtigen Weg, weil er Innovation fördert, den Wettbewerb ankurbelt und die Lieferketten erweitert. Wie wichtig vor allem letzteres ist, hat uns die Corona-Pandemie eindrücklich vor Augen geführt. So massiv die Auswirkungen der aktuellen Krise auch sein mögen, sie verblassen neben der schwierigen aber notwendigen Transformation, mit der auf die Folgen des weltweiten Klimawandels reagiert werden muss. Diese kolossale Aufgabe darf die Weltgemeinschaft nicht länger aufschieben und die EU sollte hier Maßstäbe setzen. Deshalb ist es richtig, dass sich auch die deutsche Ratspräsidentschaft das Ziel eines nachhaltigen Europas auf die Fahnen geschrieben hat. Die EU-Kommission hat hier bereits mit dem vorgeschlagenen „Green New Deal“ für eine ökologische Wende der Industrie-Gesellschaft ein wichtiges Signal gesetzt: Bis 2050 soll Europa der erste klimaneutrale Kontinent werden. Die deutschen Unternehmen müssen dabei mit gutem Beispiel vorangehen. Vodafone will beispielsweise bereits bis 2022 zu 100 Prozent auf grünen Strom umsteigen und den CO2-Ausstoß um 92 Prozent reduzieren. Alle Infos zu unserer unternehmerischen Verantwortung! Klimaschutz und wirtschaftliches Wachstum stehen sich dabei aber keinesfalls unversöhnlich gegenüber. Vielmehr kann die rasante technologische Entwicklung auf beide Ziele einzahlen. Gefragt sind jetzt ressourcenbewusstes Handeln, innovative Ideen und letztlich auch die Bereitschaft, flexibel auf sich dramatisch verändernde Umstände zu reagieren. Spätestens jetzt sollte jedem klar sein, dass wir gemeinsam dazu fähig sind.

Klartext / 16.06.2020

Mobilfunk-Gipfel: Mehr Netz für Deutschland

Von Gipfeln sagt man ja bekanntlich, dass da oft viele viel bereden und am Ende nichts dabei rauskommt. Dieser, denke ich, war anders. Der heutige Mobilfunk-Gipfel ist, wenn er hält, was er verspricht, ein Durchbruch für Digital-Deutschland. Weil er der Digitalisierung endlich Beine macht – und Politik und Netzbetreiber die Zukunft gemeinsam gestalten lässt. Indem er Netz dahin bringt, wo vorher keines war. Und mit einer Lethargie bricht, die dieses Land lange genug gelähmt hat. Der 1. Mobilfunk-Gipfel vor zwei Jahren war gut. Er hat die Netzbetreiber zu mehr Ausbau verpflichtet, dem wir dem Land auch schuldig waren. Seitdem haben wir gemeinsam viel erreicht. In zwei Jahren viel erreicht – aber definitiv noch nicht genug Seit dem 1. Mobilfunkgipfel haben wir gezeigt, dass Deutschland auch Zukunft kann. Wir bauten das erste 5G-Handynetz und die erste 5G-Fabrik. Wir schickten das erste 5G-Luftschiff und den ersten 5G-Zug auf Reisen. Wir vernetzten 5G-Tankstellen und eine blinde Skifahrerin. Aber bei all dem haben wir neben der Kür nicht die Pflicht aus den Augen verloren. Seit dem 1. Gipfel haben wir auch LTE erstmals zu vielen weiteren Millionen Menschen gebracht. Dafür mussten wir in den letzten zwei Jahren ordentlich buddeln und schrauben. An deutschlandweit 14.000 Standorten haben unsere Techniker neue LTE-Masten errichtet, auf 4G aufgerüstet oder die Kapazitäten erweitert. Einen richtigen Schub verpassten wir 4G vor allem an Deutschlands Grenzen. Dort lagen seit Jahren ganze Gemeinden im Funkloch, weil bestehende Regelungen untersagten, unsere LTE-Stationen mit voller Kraft zu fahren. Seit rund einem Jahr können wir hier erstmals voll aufdrehen. So haben wir über 1 Million Menschen entweder erstmalig oder endlich richtig versorgen können. In diesem Jahr sollen weitere 300.000 Bürgerinnen und Bürger folgen. Möglich gemacht hat das schlichter Pragmatismus – entwickelt von uns, der Bundesnetzagentur und dem Ministerium von Bundesminister Andreas Scheuer. Neben den Grenzen nahmen wir auch Deutschlands Schiene in den Blick: Hier haben wir 1.100 LTE Stationen angeschaltet oder verstärkt. Und so für besseren Empfang auch auf der Zugstrecke gesorgt. Aber mal ehrlich: Die Zahl ist nett. Die digitale Realität in den Waggons der Republik eben nicht. In Sachen Empfang ist da immer noch – gelinde gesagt – gehöriges Potential. Surfen im Zug: vom ewigen Ärgernis zum andauernden Erlebnis Warum ist das so? Weil ähnlich wie bei der Grenz-Problematik uns bislang ein anachronistisches Reglement im Wege stand. Eines, das man nur überwindet, wenn man es bricht. Schon mal auf dem platten Land aus dem ICE geschaut? Und eine Funkstation in der Nähe gesehen? Dann war das wohl eher die Ausnahme. Denn bislang waren uns Stationen auf den für Bahnfahrten wichtigen 900 Megahertz-Frequenzen nur in 4 Kilometer Abstand der Gleise erlaubt. Mit dem Resultat, dass wir irgendwo neben einem Hochsitz im tiefsten Wald stehen und versuchen durften, irgendwie den vorbeifahrenden ICE zu erreichen. Das konnte und kann nicht funktionieren. Das wollen und werden wir ändern – gemeinsam mit der Deutschen Bahn. In einer so genannten Betreiber-Ansprache wollen wir uns künftig darauf einigen, mit unseren 900 Megahertz-Masten bis 500 Meter rechts und links der Gleise funken zu können. Warum? Weil wir damit auf einen Schlag über 12.000 Funkmasten für den Bahnverkehr optimieren könnten. An fast 20.000 Kilometern Bahnstrecke. Und wir so gemeinsam mit der Bahn endlich ein Netz in Deutschlands Zügen bauen können, für das man sich nicht mehr schämen muss. Das Kraftpaket der Bundesregierung trägt übrigens seinen Teil dazu bei: Die bislang für ein Näherrücken an die Gleise hinderliche, weil veraltete GSMR-Technik der Bahn wird mit dessen Fördergeldern ausgetauscht. Am Ende bringt, so abenteuerlich das klingen mag, Corona auch mehr Netz in unsere Züge. Und damit weniger „Puls“ für alle, die sie täglich nutzen. Was der Mobilfunk-Gipfel 2.0 jetzt bringen kann Deutschlands Netze sind gut, aber längst noch nicht gut genug. Im europäischen Vergleich haben wir immer noch nicht die Spitzenposition, die dieses Land verdient. Aber wir holen auf – schneller als viele andere Länder in Europa bauen wir aus. Und kämpfen uns damit sukzessive dahin, wo wir eigentlich hingehören: an die Spitze. Für diese Aufholjagd legt der heutige Mobilfunk-Gipfel die richtige Grundlage. Der jetzige Gipfel ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Indem er Politik und Betreiber gemeinsam in die Pflicht nimmt. Und indem er fördert und fordert. Mit einem Ausbauprogramm, das die weißen und grauen Flecken im Land angeht. Mit einer Fördersumme, die ihresgleichen in Europa sucht: 5.000 Standorte wollen wir gemeinsam angehen – sie bauen, wo es bislang kein Netz gab, weil es unwirtschaftlich war. Insgesamt 1,1 Milliarden Euro will der Bund dafür zusteuern. Und auch wir Netzbetreiber wollen und werden hier unseren Teil beitragen. In der Gipfel-Erklärung geht der Bund aber nicht nur das Problem der Finanzen an, sondern auch das der tatsächlichen Machbarkeit. Denn vielfach scheiterte der Bau eines Funkmasts nicht am Geld, sondern schlicht an der Tatsache, dass wir Betreiber ewig keine Genehmigungen bekamen – oder dass kein geeigneter Platz für einen solchen Masten zu finden war. Frei nach: Jeder will Netz, aber keiner will einen Funkturm in der Nähe. Das soll sich jetzt ändern. Die bis zu anderthalb Jahre dauernden Genehmigungen, bis wir endlich bauen können, will der Bund nun auf drei Monate verkürzen. Und uns zugleich viele seiner Liegenschaften anbieten, um darauf schnell und pragmatisch zu bauen. Wie ich denke, eine win-win Lösung. Für die Politik. Für uns. Und fürs Land. Jetzt heißt es für uns: machen. Die Mittel und Möglichkeiten, die dieser Gipfel uns gibt nutzen und Digital-Deutschland endlich dahin bringen, wo es hingehört: ganz nach vorne. Packen wir’s an.

News / 19.05.2020

10 Jahre LTE: Die Zukunftstechnologie wird zum Alleskönner

Worum geht's? Morgen vor 10 Jahren endete die LTE-Frequenzauktion in Deutschland. Noch im selben Jahr startete Vodafone hierzulande das erste LTE-Netz. Damals mit Top-Geschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde und ausschließlich auf dem Land – als Ersatz für fehlende DSL-Anschlüsse. Unsere Städte und Smartphones erreichte LTE zwei Jahre später. Heute können rund 80 Millionen Menschen mit ihren Telefonen im LTE-Netz von Vodafone surfen – mit bis zu zehn Mal höheren Geschwindigkeiten als zum Start. Mit dem LTE-Ausbau erreichten uns auch zahlreiche Internet-Trends: die Ice Bucket Challenge, Pokémon Go und Streaming-Dienste hätten es ohne das schnelle Netz für unsere Smartphones wohl schwerer gehabt. Und obwohl bereits die neue Mobilfunk-Generation 5G gestartet ist, hat LTE noch lange nicht ausgedient, erklärt Vodafone Technik-Chef Gerhard Mack. Jede Sekunde rauschen 30 Gigabyte Daten durch das Mobilfunknetz von Vodafone. Das sind pro Sekunde so viele Daten, wie sie in 20.000 vollgeschriebene Bücher hineinpassen. Die einzelnen LTE-Stationen transportieren dabei täglich fünf Mal so viele Daten, wie noch vor fünf Jahren. Tendenz steigend. Für das neue Geschäftsjahr kündigt Mack ein zusätzliches LTE-Ausbauprogramm an: Seit Jahresbeginn haben die Vodafone-Techniker fast 3.000 LTE-Bauprojekte geschafft. Bis zum Ende des Geschäftsjahres folgen 6.000 weitere, um Funklöcher zu schließen und die Mobilfunk-Kapazitäten zu erhöhen. Morgen vor 10 Jahren: Nach einer schon mehr als einen Monat andauernden Versteigerung, in der Vertreter von Vodafone, Telekom, Telefónica und E-Plus in Mainz um die Frequenzen für den neuen Mobilfunk-Standard LTE boten, ging es plötzlich ganz schnell: Die vier großen Netzbetreiber gaben nach 224 Runden keine weiteren Gebote mehr ab. Für insgesamt 4,4, Milliarden Euro waren die neuen Mobilfunk-Frequenzen vergeben. Der Weg war frei für LTE in Deutschland. Noch im selben Jahr fällt der Startschuss für den Bau des neuen Netzes: Vodafone aktiviert im Dezember die ersten LTE-Stationen in Deutschland. Alle auf dem Land. Zum Beispiel in Rammenau in Sachsen. Zeitgleich bringen die Düsseldorfer die ersten LTE-Tarife an den Start - damals mit Übertragungsraten von maximal 50 Megabit pro Sekunde. Für Smartphones gab es die neue Mobilfunktechnologie damals allerdings noch nicht. In den ersten zwei Jahren war LTE zusammen mit mobilen Routern und Surfsticks ein reiner Festnetzersatz - und wurde deshalb ausschließlich in ländlichen Regionen ausgebaut. Erst 2012 erreichte die "Zukunftstechnologie" LTE die Städte und unsere Smartphones. Heute kaum noch vorstellbar: Das erste LTE-Telefon kam nicht von Samsung, Huawei oder Apple, es kam mit dem Velocity 4G vom Anbieter HTC. Ice-Bucket Challenge, Pokémon Go und Co: Internet-Trends gehen im LTE-Netz viral Seitdem hat sich viel getan: Im Netz und auf unseren Smartphones. Zahlreiche Internet-Trends hätte wohl nie gegeben, wäre aus der Zukunftstechnologie LTE nicht ein allgegenwärtiger Alleskönner geworden. Während die Vodafone-Techniker LTE ins Land brachten, wurden auf unseren Telefonen Facebook, Instagram und Youtube selbstverständlich. Mit der Möglichkeit schnell mobil zu surfen, erreichten auch Challenges und virale Phänomene unsere Smartphones: 2014 fanden wir alle plötzlich tausende Videos in unseren Social Media Timelines, in denen sich Freunde und Verwandte einen Eiswasserkübel über den Kopf schütteten: Die Ice Bucket Challenge ging im Mobilfunknetz viral und hatte einen ernsten Hintergrund. Sie rief die Nervenkrankheit ALS ins Bewusstsein und generierte auf diese Weise Spenden zur Bekämpfung der Krankheit. Zwei Jahre später gingen Millionen Menschen mit ihren Smartphones im LTE-Netz auf die digitale Jagd nach kleinen Fabelwesen: Das Pokémon Go-Fieber erreichte Deutschland. Ohne Smartphones und schnelle Netze wäre das wohl undenkbar gewesen. Heute schicken wir mit unseren Smartphones bei TikTok zu tausenden mal mehr und mal weniger lustige Kurzvideos auf die Reise durch unsere Mobilfunk-Netze. Das Netz entwickelt sich weiter: Neue Spitzengeschwindigkeiten & kristallklare Telefonie Mit den Internet-Trends entwickelte sich auch das LTE-Netz ständig weiter: 2016 aktivierte Vodafone in Hannover erstmals Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 375 Megabit pro Sekunde. Nur ein Jahr später zogen die Düsseldorfer das Tempo nochmal an: Das halbe Gigabit pro Sekunde wurde möglich. In wenigen Jahren hatte Vodafone die Bandbreiten im LTE-Netz verzehnfacht. Zeitgleich wurde in Deutschland auch das Telefonieren per LTE möglich. Was bis dahin nur im 2G- oder 3G-Netz funktionierte, klappt seit 2016 mit deutlich besserer Sprachqualität im LTE-Netz. Vodafone brachte die Technologie Crystal Clear 2016 europaweit erstmals zum Kunden. Heute ist die kristallklare Telefonie längst netzübergreifend möglich. "LTE wird uns noch viele Jahre begleiten" Heute ist all das für uns normal: Das LTE-Netz von Vodafone ist für 80 Millionen Menschen in Deutschland verfügbar. Fast 21.000 LTE-Stationen bringen das Netz bereits zu 98,6 Prozent der Bevölkerung. Alle gängigen Smartphones unterstützen die Mobilfunk-Technologie. Vodafone-Kunden bewegen sich während 93 Prozent der Tageszeit an Orten, an denen LTE funkt (time on 4G). Doch noch immer gibt es Funklöcher. „Das LTE-Netz in Deutschland ist gut. Aber noch lange nicht gut genug, Wir wollen noch besser werden“, so Vodafone Deutschland Technik-Chef Gerhard Mack. „Ein Netz ist niemals fertig. Technologie entwickelt sich weiter. LTE ist ein Musterbeispiel dafür“, so Mack. „LTE ist heute bis zu zehn Mal schneller als zu Beginn, verbraucht deutlich weniger Strom und ist auch zum Telefonieren da. Und LTE ist noch lange nicht am Ende. Diese Mobilfunk-Generation wird uns noch viele Jahre begleiten. Wir werden mit ihr noch viele nervige Funklöcher auf dem Land schließen. Und wir werden viele Sensoren, Smartphones und Gegenstände mit ihr vernetzen.“ Wie sich unsere Netze entwickeln, zeigen unsere interaktiven Grafiken zum Netzausbau! Jede Sekunde mehr als 30 Gigabyte Daten Die Datenmengen im Mobilfunk wachsen jedes Jahr um 50 Prozent. „Jede Sekunde rauschen in Deutschland mehr als 30 Gigabyte Daten durch unser Netz“, so Mack. Zum Vergleich: Die Datenmenge, die in nur einer Sekunde deutschlandweit durchs Vodafone-Netz rauscht, entspricht der Datenmenge von 20.000 vollgeschriebenen Büchern. Pro Tag hat sich die Datenmenge im Mobilfunknetz von Vodafone auf mehr als 3.000 Terabyte erhöht. Das ist fast 10 Mal so viel wie noch vor fünf Jahren. Dadurch hat auch jede LTE-Station deutlich mehr zu tun als in der Vergangenheit: 2015 transportierte eine LTE-Station im Schnitt etwa 30 Gigabyte Daten am Tag. Heute schafft jede LTE-Station pro Tag problemlos mehr als 140 Gigabyte Daten. Vodafone startet zusätzliches LTE-Ausbauprogramm Deshalb baut Vodafone das LTE-Netz weiter aus. Seit Jahresbeginn haben die Techniker – trotz Corona – fast 3.000 LTE-Bauprojekte geschafft, um die verfügbaren Kapazitäten zu erhöhen und LTE an Orte zu bringen, wo bislang nur im Schneckentempo gesurft wurde. Für das neue Geschäftsjahr kündigt Vodafone jetzt ein zusätzliches Ausbauprogramm an: „Wir werden 6.000 weitere Bauprojekte in Angriff nehmen.“ Weniger 3G für noch mehr LTE Für noch mehr LTE, nutzt Vodafone jetzt schrittweise auch die Kapazitäten, die aktuell noch für die veraltete 3G-Technik (UMTS) genutzt werden. Heute surfen nur noch weniger als drei Prozent der Vodafone-Kunden mit ihren Smartphones im 3G Netz. Bis Ende Juni 2021 stellt Vodafone dann die kompletten 3G-Kapazitäten für das schnellere LTE-Netz zur Verfügung. „Es ist an der Zeit 3G in den Ruhestand zu verabschieden, um das Mobilfunk-Erlebnis in Deutschland mit noch mehr LTE zu verbessern. Wir erhöhen die Geschwindigkeiten auf der Datenautobahn“, so Mack. Neue Mobilfunk-Generation 5G bereits gestartet Während Vodafone den LTE-Ausbau in Deutschland noch einmal forciert, ist bereits die neuste Mobilfunk-Technik gestartet. 5G kann je nach Frequenz noch höhere Bandbreiten schaffen, vernetzt noch mehr Menschen und Maschinen zeitgleich und ermöglicht den Datenaustausch in Echtzeit – also so schnell wie das menschliche Nervensystem. Das bringt vor allem für die Industrie Vorteile, um beispielsweise Roboter und Transportfahrzeuge zu vernetzen. „Mobilfunk steht nicht still“, erklärt Gerhard Mack. Im vergangen Jahr hat Vodafone das erste 5G-Netz in Deutschland gestartet. Gemeinsam mit der DFL haben die Düsseldorfer 5G erstmals in die Bundesliga gebracht, mit Airbus ein Luftschiff per 5G gesteuert, mit der e.GO Mobile AG die erste 5G-Fabrik in Betrieb genommen und mit Total die ersten 5G-Tankstellen gestartet. Heute funken an weit mehr als 100 Standorten fast 400 5G-Antennen im Vodafone-Netz. Bis zum Ende des Jahres machen 8.000 Antennen 5G für mehr als 10 Millionen Menschen alltäglich. „Dabei setzen wir in Deutschland mit unterschiedlichen Frequenzen auf einen optimalen Mix aus Bandbreite und Reichweite“, so Mack. Premiere: Erstmals bringt eine Antenne LTE und 5G „Für mich als Technik-Chef ist das eine wahnsinnig aufregende Zeit“, so Mack. Der Ausbau von 5G und LTE schließen sich übrigens nicht aus. Kürzlich hat Vodafone als erster Netzbetreiber in Deutschland den Ausbau von 5G in der Fläche begonnen. Dank der Technologie Dynamic Spectrum Sharing bauen die Düsseldorfer im selben Schritt, wo 5G aktiviert wird auch das LTE-Netz weiter aus. „Das ist aus Technik-Sicht eine Sensation. Mobilfunk wird intelligent und stellt uns immer das Netz zur Verfügung, das wir brauchen.“ Maschinennetz vernetzt Sensoren auf 97 Prozent der Fläche in Deutschland Mit der Ausbreitung vom LTE-Netz hat in den vergangenen Jahren auch das Internet der Dinge an Bedeutung gewonnen: Längst funken nicht mehr nur Smartphones im Netz. Vernetzte LKW-Reifen schlagen Alarm, wenn der Reifendruck zu hoch ist. Wasserzähler übermitteln per Mobilfunk den aktuellen Zählerstand. In der Landwirtschaft helfen Sensoren den Bauern bei der Milchproduktion und erhöhen die Lebensqualität für die Tiere. Zum Beispiel MooCall: Das Handy für die Kuh alarmiert den Landwirt, wenn die Geburt eines Kälbchens ansteht, damit er rechtzeitig helfen kann. Für die Vernetzung von Sensoren im Internet der Dinge brachte LTE eine spezielle Technik hervor: Narrowband IoT. Das Maschinennetz vernetzt Sensoren besonders energiesparend und ist heute bereits auf 97 Prozent der Fläche in Deutschland verfügbar. Jede Mobilfunk-Station schreibt ihre eigene Geschichte „Jede Mobilfunk-Station schreibt ihre eigene Geschichte. Jede für sich ist einzigartig. Da gibt es die Geschichten, wo wir LTE auf dem höchsten Berg in Deutschland oder auf dem offenen Meer aktivieren. Es gibt die Geschichten, wo wir LTE für Menschen verfügbar machen, die bislang im Funkloch lebten. Und die Geschichten, wo LTE ganz neue Technologien und Innovationen ermöglicht. Technologien, die das Leben für uns Menschen ein Stück weit besser machen.“

News / 20.04.2020

Vodafone und Kulturkanal ARTE beschließen langfristige Zusammenarbeit

Vodafone und der europäische Kulturkanal ARTE haben sich auf eine langjährige Partnerschaft geeinigt. Durch die Zusammenarbeit wollen der Düsseldorfer Digitalisierungskonzern, der in Deutschland 25 Millionen TV-Haushalte erreicht, und der europäische Kulturkanal ARTE die Verbreitung und Nutzung von Inhalten auf den Kabel-TV-Plattformen von Vodafone noch komfortabler und attraktiver machen. Im ersten Schritt ist die Integration digitaler Komfortfunktionen wie beispielsweise „Instant Restart“, das Zurückspringen an den Anfang einer laufenden Sendung, vorgesehen. Zudem erhalten Vodafone-TV-Kunden auf der TV-Plattform GigaTV bald direkten Zugang zur ARTE Mediathek. „Für unsere Kunden ist die erzielte Einigung eine gute Nachricht. Theater und Konzerthäuser sind geschlossen, der Kultur- und Musikgenuss findet vorranging im Netz statt. ARTE bietet in seiner Mediathek eine vielfältige Auswahl spannender Sendungen, hochwertiger Features und hörenswerter Konzerte. Mit der langfristig ausgelegten Partnerschaft können wir unseren Kunden bald das kulturelle Angebot aus der ARTE-Mediathek bereitstellen. Gemeinsam konzentrieren wir uns darauf, den Zuschauern ein großartiges Fernseherlebnis mit einem abwechslungsreichen TV-Angebot zu bieten, das jederzeit und überall abrufbar ist“, sagt Andreas Laukenmann, Geschäftsführer für Privatkunden bei Vodafone Deutschland. „In diesen ungewöhnlichen Zeiten tut ARTE sein Bestes, um die Welt in die Wohnzimmer zu bringen, tiefgründige Orientierung und intelligente Unterhaltung zu bieten. Auch wir freuen uns, erklärt Markus Nievelstein, Geschäftsführer von ARTE Deutschland, „dass sich durch diesen Vertrag der Kreis unserer Zuschauer erweitert und nicht nur unser hochwertiges Fernsehprogramm, sondern auch die vielfältigen digitalen Angebote des Senders nun zahlreichen Kabelhaushalten zugänglich werden.“ ARTE und Vodafone (wie auch Unitymedia in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg) waren seit Beginn 2013 unterschiedlicher Auffassung über die Bedingungen der Verbreitung des Senders im Kabelnetz. Die Frage, ob diese Verbreitung eine vertragliche Grundlage und insbesondere eine Vergütung erfordert, war Gegenstand zahlreicher Gerichtsverfahren. Diese Rechtsstreitigkeiten werden nunmehr im Nachgang zu dem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) im Februar 2020 und als Folge des jetzt geschlossenen Kooperationsvertrages beendet. Bereits im Jahr 2018 hatten sich Vodafone und Unitymedia mit ARD und ZDF auf außergerichtliche Vergleiche geeinigt. Zuletzt hatte sich Ende 2019 das Deutschlandradio mit Vodafone auf einen Vergleich verständigt. Weitere Klagen über die Verbreitungsbedingungen im Kabelnetz von Vodafone gibt es nicht.

News / 02.04.2020

Vodafone Deutschland: Veränderungen in der Geschäftsleitung

Christoph Clément, Mitglied der Geschäftsleitung für Legal, Regulatory, Public Affairs, Compliance & Corporate Security, hat Vodafone auf eigenen Wunsch zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres verlassen, um sich neuen Aktivitäten zu widmen. Um eine stärkere Fokussierung auf die verschiedenen thematischen Schwerpunkte zu ermöglichen, werden nach Cléments Ausscheiden die Bereiche Legal und Regulatory seit 1. April neu strukturiert. In diesem Zuge ziehen Stefanie Reichel und Michael Jungwirth in die Geschäftsleitung der Vodafone Deutschland ein. Stefanie Reichel wird als Director Legal & Compliance neues Mitglied in der Vodafone-Geschäftsleitung. Reichel war im letzten Jahr als Bereichsleiterin Compliance und Corporate Security zu Vodafone gestoßen. Sie blickt auf eine 20-jährige, branchenübergreifende Erfahrung in unterschiedlichen Rechts- und Compliance-Funktionen zurück, zuletzt als General Counsel der Zurich Versicherungs-Gruppe in Deutschland. Zuvor verantwortete sie den Compliance-Bereich der ERGO, für die sie unter anderem ein neues, gruppenweites Compliance Management-System etablierte. Hier geht`s zur Vita von Stefanie Reichel. Michael Jungwirth kommt als Director Public Policy and External Affairs neu in die Vodafone-Geschäftsleitung. Jungwirth blickt auf mehr als 17 Jahre Telekommunikationserfahrung zurück. Er begann seine Arbeit als politischer Referent für den Telekommunikationsbereich im österreichischen Verkehrsministerium, danach wechselte er zur Telekom Austria. Vor seinem Wechsel zu Vodafone war er dort Personal und Regulierungschef der Gruppe. In den letzten vier Jahren bei Vodafone hatte er die Verantwortung für den Bereich Public Policy und General Secretariat inne. Hier geht`s zur Vita von Michael Jungwirth. „Christoph Clément hat uns in den vergangenen Jahren sicher durch zahlreiche schwierige Fahrwasser geführt – mit strategischer Weitsicht, politischem Sachverstand und hoher Integrität. Ich danke ihm für seine Arbeit und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute“, so CEO Hannes Ametsreiter. „Zugleich freue ich mich, dass wir mit Stefanie Reichel und Michael Jungwirth erfahrene Manager aus den eigenen Reihen für neue, herausfordernde Aufgaben bei Vodafone gewinnen konnten. Ich freue mich auf die gemeinsame Zusammenarbeit.“

News / 07.05.2019

Geplante Unitymedia-Übernahme: Maßnahmenvorschlag an EU-Kommission kann Wettbewerb auf neue Stufe heben

Im Rahmen des Unitymedia-Übernahmeverfahrens hat Vodafone der EU-Kommission ein Maßnahmenpaket (remedies) vorgeschlagen. Das Paket wird in Deutschland für mehr Wettbewerb im Breitband- und mehr Unabhängigkeit im Fernsehmarkt sorgen. Das Maßnahmenpaket steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Übernahme. „Unser Maßnahmenpaket hebt den Wettbewerb in Deutschland auf eine ganz neue Stufe. Es ist gut für den Verbraucher. Gut für den Wettbewerb. Und gut für die Fernsehsender“, so Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter.  „Mit der Übernahme von Unitymedia werden wir zum ersten, bundesweiten Infrastruktur-Wettbewerber der Telekom. Darüber hinaus öffnen wir unser Kabelnetz für einen weiteren, starken, bundesweiten Wettbewerber – die Telefónica Deutschland. Wir bieten unserem neuen Highspeed-Partner Geschwindigkeiten an, die schneller sind, als das schnellste VDSL-Angebot der Telekom. Zudem schaffen wir noch bessere Distributionswege für alle TV-Sender und machen sie so noch unabhängiger von unserem TV-Kabelnetz.“ [quote id="309"] Geplante Übernahme schafft erstmals nationalen Infrastruktur-Wettbewerber gegen die Telekom Mit der geplanten Übernahme der Unitymedia will Vodafone den Wettbewerbsdruck im Markt deutlich erhöhen und erstmals neben der Telekom einen zweiten, bundesweiten Festnetz-Anbieter schmieden. Das damit wiedervereinte Kabelnetz will das Unternehmen in allen Bundesländern der Republik aufrüsten – und so bis 2022 schnelle und bezahlbare Gigabit-Anschlüsse für 25 Millionen Haushalte schaffen. Mit Gigabit-Geschwindigkeiten für künftig dann rund zwei Drittel der Bevölkerung unterstützt Vodafone signifikant die Gigabit-Ziele der Bundesregierung. Dafür wird das Unternehmen in den nächsten Jahren rund 12 Mrd. Euro in das Kabelnetz und damit in den Wirtschaftsstandort Deutschland investieren. Im so genannten Phase 2-Verfahren hat die EU-Kommission die geplante Übernahme der Unitymedia in Deutschland durch Vodafone einer intensiven Prüfung unterzogen. Mit dem der EU-Kommission vorgestellten Maßnahmenpaket bietet Vodafone eine Lösung für eine potentielle Verminderung des Wettbewerbs durch Vodafones DSL-Angebote im Unitymedia-Gebiet sowie Bedenken hinsichtlich möglicher Wettbewerbsbeschränkungen im Fernsehmarkt. Zudem hatte Vodafone bereits zuvor erklärt, künftig keine Erhöhungen von sogenannten Einspeise-Entgelten vorzunehmen, die von den Sendern zu entrichten sind. [quote id="308"] Maßnahme 1: Vodafone öffnet sein Kabelnetz für Telefónica. Für noch mehr Breitband-Wettbewerb Für noch mehr Wettbewerb im Breitbandmarkt hat Vodafone jetzt einen Kabel-Großhandelsvertrag mit Telefónica Deutschland geschlossen. Diese Highspeed-Partnerschaft ermöglicht es Telefónica, nach erfolgter Übernahme eigene Kabelprodukte über die vereinigten Kabelnetze an dann 23,7 Mio. Haushalte zu verkaufen. Telefónica profitiert vom Zugang zu Download-Geschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s im kombinierten Kabelnetz – die damit schneller angeboten werden als die aktuell schnellsten VDSL-Angebote im Markt. Das stärkt auch das Angebot der Over-the-Top (OTT)-TV-Dienste von Telefónica. Der Kabel-Großhandelsvertrag ist langfristig ausgelegt, wobei sich Telefónica Deutschland verpflichtet, während der Vertragslaufzeit ein Mindestmaß an Kunden zu erreichen. Maßnahme 2: Mehr Qualität, Flexibilität und Unabhängigkeit für TV-Sender Die zweite Maßnahme im Wettbewerbs-Paket fokussiert auf den Fernsehmarkt. Klar ist: Der Zuschauertrend geht in Richtung online. Mit dem Gigabit-Ausbau und der Partnerschaft mit Telefónica schafft Vodafone die Grundlage für eine schnellere und bessere TV-Verbreitung sowie für neue Distributions-Möglichkeiten für die Sender. Mit ihren TV-Angeboten übers Internet können Sender Kundenbeziehungen damit völlig unabhängig von Vodafone und seiner TV-Plattform eingehen. Damit die Fernsehsender von dieser Entwicklung profitieren können, verpflichtet sich Vodafone, Sendern die Verbreitung ihrer Inhalte im Internet nicht einzuschränken und die Netzübergänge so zu gestalten, dass ausreichende Übertragungungs-Kapazität über das Internet vorhanden ist. TV-Sender werden damit unabhängiger vom klassischen TV-Kabelnetz und damit von Vodafone. Das Paket der Abhilfemaßnahmen einschließlich des Kabel-Großhandelsvertrags steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Übernahme durch die EU-Kommission. Diese wird das Paket nun einem Markttest unterziehen, der voraussichtlich im Mai 2019 abgeschlossen sein wird. Vodafone geht davon aus, dass die Europäische Kommission ihre Entscheidung über die Transaktion bis Juli 2019 treffen wird und der Abschluss der Übernahme dann noch in demselben Monat erfolgen kann.

Klartext / 07.06.2018

Europas klares Signal für Gigabit-Netze und Wettbewerb

Dass die Europäische Union eigentlich viel besser als ihr Ruf ist, gerät dieser Tage schon mal in den Hintergrund. Dabei vergessen viele, dass es die EU war, die schon in den 1990er Jahren die Grundlagen für Wettbewerb in der Telekommunikation in Deutschland und für das mobile Telefonieren und Surfen gelegt hat. Ohne die Vorgaben aus Brüssel wären die Menschen in Deutschland vielleicht noch immer auf einen Anbieter angewiesen und der schnelle Download von Videos und Musik am Strand wäre vielleicht etwas, das wir nur aus dem Urlaub in den USA oder vom Hörensagen kennen. Dienstag hat die Europäische Union einen weiteren sehr wichtigen Impuls gesetzt, der für die Menschen wie Unternehmen in Europa und gerade in Deutschland viel Positives bringen wird: ein Zeichen für die Gigabit-Gesellschaft und für den Wettbewerb. Es ist mittlerweile allgemein bekannt: Deutschland braucht Gigabit-Netze, wenn es in einer globalisierten und digitalisierten Welt seinen Status als Industrienation und Schmiede von Innovationen erhalten will. Gleichzeitig brauchen wir Lösungen, wie nicht nur die Menschen in den Städten, sondern auch auf dem Land schnelles Internet bekommen. Beides hat sich auch die Bundesregierung zum Ziel gesetzt. Das Gigabit-Gesetz aus Brüssel Wer sich fragt, welche Antworten der so genannte Kodex für die elektronische Kommunikation bereithält, den man vielleicht besser als Gigabit-Gesetz bezeichnen würde, wird an vielen Stellen fündig. Natürlich ist der Kompromiss ein echter europäischer. In einer Union von 28 Mitgliedstaaten mit teilweise stark divergierenden Interessen von Verbrauchern, Regierungen, Behörden und Industrien entstehen manchmal Gesetze, die es ein wenig an Klarheit vermissen lassen. Das ist im Übrigen auch bei manchem Gesetz aus Berlin nicht anders. Und dennoch sind die Botschaften, die das Europaparlament und der Rat der Minister gestern gesendet haben sehr deutlich. Das will die EU in Zukunft umgesetzt sehen Europa braucht Gigabit-Netze. Die Zukunft des digitalen Binnenmarktes kann nicht auf langsamen Kupferleitungen aufgebaut werden, hierin sind sich Bundesregierung und die EU absolut einig, wie man auch im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD nachlesen kann. Investitionen gemeinsam stemmen. Kein Anbieter und auch nicht der Staat kann Deutschland alleine vollständig mit Gigabit-Netzen ausbauen. Es braucht Kooperationen von Unternehmen, die die EU Ko-Investitionen nennt. Und es braucht Anreize für die Anbieter, die Netze auszubauen. Das fördert den Wettbewerb der Infrastrukturen, weil jedes der investierenden Unternehmen direkten Zugriff auf sein Netz hat. Das leidige Warten auf den Techniker, der dann am Ende nicht kommt, sollte dann der Vergangenheit angehören. Ko-Investitionen können in Zukunft gerade auch den ländlichen Gebieten in Deutschland zugute kommen, wenn diese mit Gigabit-Netzen erschlossen werden sollen. Die Telekom muss sich bewegen. Damit die Ausbaukosten sinken, hat die EU gleich der für die Umsetzung des Kodex zuständigen Bundesnetzagentur eine wichtige Aufgabe gegeben. Die Telekom muss endlich gezwungen werden, ihre Leerrohre zu öffnen. Damit soll also der Infrastrukturschatz gehoben werden, den der Ex-Monopolist ererbt hat und der es anderen Anbietern ermöglichen kann, ihre eigenen Netze mit signifikant weniger Kosten zu verlegen. Mit dieser Maßnahme werden nicht nur Unternehmen und private Haushalte an Gigabit-Netze angeschlossen, sondern auch die Mobilfunknetze noch schneller und besser auf 5G aufgerüstet. Absage an die „Regulierungsferien“. Die EU bekennt sich klar zum Wettbewerb und gibt das Signal, genau darauf zu achten, wie die EU Länder und ihre Behörden das Gigabit-Gesetz umsetzen. In der jüngeren Vergangenheit haben Unternehmen, die selbst nach mehr als 20 Jahren Liberalisierung noch den Markt beherrschen, immer wieder Erleichterungen bei der Regulierung oder Regulierungspausen gefordert. Dem hat Brüssel eine klare Absage erteilt. Regulierungsferien gegen bloße Investitionsversprechen wird es nicht geben. Die Botschaft des gestrigen Tages aus Brüssel ist also klar. Es ist der Infrastruktur-Wettbewerb der Gigabit-Investitionen bringt! Intelligente Regulierung kann dabei helfen, das Ziel der Bundesregierung für eine flächendeckende Versorgung Deutschlands bis 2025 mit Gigabit-Netzen zu erreichen. Das Gigabit-Gesetz der EU, das vermutlich Ende 2018 in Kraft treten und von den EU Ländern bis 2020 umgesetzt werden muss, gibt dafür eine Steilvorlage.

News / 24.05.2018

Repräsentative Studie deckt auf: So steht es um Deutschlands Telko-Ärgernis Nr. 1

Der Internetanschluss ist wie Strom und fließend Wasser in den allermeisten Haushalten nicht mehr wegzudenken. Umso ärgerlicher ist es, wenn das Internet nicht läuft – ob durch einen Anbieterwechsel oder eine Störung. Die Folge: Unzufriedenheit und Unverständnis bei den Kunden. Nicht ohne Grund wohl das Telko-Ärgernis Nummer 1 in Deutschland. Dabei haben im DSL-Bereich Vodafone und andere Betreiber gar keinen Einfluss darauf, wie schnell ein Anschluss bereitgestellt oder eine Störung behoben wird. Der notwendige Techniker kommt nämlich von der Deutschen Telekom, die die Kontrolle über die ‚letzte Meile‘ bis zum Kunden hat. Das Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK Consult) hat in einer repräsentativen Befragung von 4.457 Konsumenten in Deutschland sowie in einer Analyse von internen Vodafone-Daten das Problem ausgewertet. „Geplatzte Techniker-Termine sind nicht nur ein Ärgernis, sondern auch ein wirtschaftliches Problem für Deutschland“, sagt Service-Vorstand Gerhard Mack. „Das Service-Defizit in Deutschland schadet unserer Reputation als kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen und schadet vor allem dem Digitalstandort Deutschland. Als Dienstleistungsunternehmen ist es unser oberstes Ziel, unsere Kunden zufriedenzustellen. Dafür arbeiten wir jeden Tag – doch wir sind in vielen Fällen auf die Telekom angewiesen und die erfüllt ihre Pflicht nicht“, so Mack weiter. In einem ebenfalls veröffentlichten Klartext äußert sich Gerhard Mack weiter zu diesem Thema. Milliarden Schäden durch geplatzte Telekom-Termine [quote id="201"] Laut Umfrage schlägt jeder dritte erste Technikertermin der Deutschen Telekom fehl. Erst nach drei bis vier Terminen sind 98% der Kunden wirklich online oder die Störung ist behoben. Auf den Techniker-Termin zu warten heißt meistens auch, einen Urlaubstag nehmen zu müssen. Die deutschen Bundesbürger verschenken in Summe 2,2 Millionen Urlaubstage pro Jahr für Telekom-Techniker, die nicht kommen oder nicht helfen können. Gerechnet in Bruttowertschöpfung eines durchschnittlichen Arbeitstages sind das 956 Millionen Euro, die Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Deutschland entgehen – für Erholungszeiten, die gar nicht der Erholung dienen. Freiberuflern und Selbstständigen entsteht durch “Offline-Tage“, an denen sie ihren Internetanschluss nicht nutzen können, sogar ein Schaden von knapp fünf Milliarden Euro – wenn man die durchschnittlichen Bruttowertschöpfung pro Arbeitstag in Deutschland zugrundelegt. „Es besteht keine Verbindung zum Internet“ Die schlechten Erfahrungen der Deutschen mit dem Telekom-Techniker prägen nachhaltig: 58% der Deutschen schrecken vor einem Anbieterwechsel zurück, weil sie Angst haben, lange offline zu sein. Eine Erfahrung, die den Wettbewerb verhindert. Und durch die auch zahlreiche mögliche Wechsel zu einer besonders leistungsfähigen Breitband-Technologie wie Glasfaseranschlüssen verhindert werden. So bleibt Deutschland weiterhin auf den hinteren Plätzen bei der Aufnahme von leistungsfähigen Breitband-Anschlüssen und wird es schwer haben, die ambitionierten Ziele der Digitalen Agenda zu erfüllen. Die Ergebnisse der Befragung bestätigen, dass die Angst der Kunden, offline zu sein, begründet ist. Im Durchschnitt ist jeder Kunde im Netz der Deutschen Telekom anderthalb Tage im Jahr offline. Das bedeutet: Die Deutschen sind in Summe 32,7 Millionen Tage im Jahr vom Netz abgeschnitten. Versetzt vom Wettbewerber Die Studie bestätigt: Telekom-Kunden werden bevorzugt, die Wettbewerber benachteiligt: Während 71% der Termine von Telekom-Kunden zur vereinbarten Zeit stattfinden, kommen nur 60% der Termine bei Wettbewerbskunden zu Stande. Kunden vom Wettbewerber werden auch häufiger sitzen gelassen: Bei 15% der Wettbewerbskunden kommt der Techniker gar nicht, während 9% der Telekom-Kunden unnötig auf den Telekom-Techniker warten. Das heißt auch: Kunden, die nicht bei der Telekom, aber von deren Netz abhängig sind, müssen sich 1,21 Millionen mehr Urlaubstage nehmen als Telekom-Kunden. Schlusslicht Bundesrepublik Deutschland Deutschland fällt bei der Bereitstellungszeit hinter seinen europäischen Nachbarn weit zurück: So dauert in Deutschland die Bereitstellung der Anschlüsse bis zu vier Mal länger als in den Vergleichsländern, bei Geschäftskunden bis zu sechs Mal so lange. Die Studie ist eine repräsentative Primärerhebung unter 4.457 Konsumenten in Deutschland. Weiterhin vergleicht die vorliegende Studie die Leistungen des deutschen Incumbents mit denen aus anderen europäischen Ländern. Hierzu wurden interne Daten der Vodafone Group verwendet, die den Vergleich über mehrere europäische Länder hinweg ermöglichen, in denen Vodafone Internet-Leistungen anbietet. Diese Daten wurden, soweit dies möglich war, für Deutschland mit Hilfe der Primärdatenerhebung validiert. Der Branchenverband VATM bestätigt die Ergebnisse der WIK Studie. Zur kompletten Studie geht es hier.

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