Story / 18.03.2019

Hörsaal, Büro und zwei kleine Tabletten

Judith Ressmann arbeitet seit kurzem wieder in der Vodafone-Pressestelle am Campus, wie schon im letzten Jahr, als sie dort fünf Monate lang mit News, Journalisten-Anfragen und Zeitungsartikeln jonglierte. Und in der Zwischenzeit? Da hieß es lernen – im Hörsaal. Judith ist nämlich eine von 95 dualen Studenten, die eine Kombination aus Studium und Ausbildung bei Vodafone durchlaufen. Nach dem Abi war ihr klar, dass sie etwas mit Kommunikation machen wollte. Aber auch Praxis und Theorie sollten dabei sein. Von der Bewerbung zum dualen Studienplatz Die junge Frau hatte sich 2016 bei Vodafone beworben und die Rückmeldung kam postwendend. Es folgte ein dreistündiger Online-Bewerbungstest, ein Telefon-Interview und schließlich ein Assessment Center in Düsseldorf. „Ich war sehr beeindruckt vom Campus und von der Vodafone-Kultur“, erinnert sie sich noch heute. „Und vor allem total happy als die Zusage für den Studienplatz kam.“ Seitdem heißt es Pendeln und Kofferpacken, denn alle drei Monate wechseln sich Theorie und Praxis ab. Die Praxisphase ist für jeden Studenten an einem anderen Vodafone-Standort in Deutschland – bei Judith ist es Ratingen. Theorie und Vorlesungen finden an der DHBW in Stuttgart statt. Studiert werden können Fächer aus den Bereichen Vertrieb, Marketing und Medien, Finanzen, Personal, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Informatik. Sie hat sich für BWL, Medien und Kommunikation entschieden. Was ihr besonders gefällt? „Im Büroalltag bekommt man einen Eindruck davon, wie man das Wissen aus dem Studium nutzen kann und diese Verbindung finde ich toll. Das viele Umziehen hingegen ist anstrengend, aber im Unternehmen haben wir ziemlich freie Hand, uns zu organisieren. Das ist hilfreich.“ Ein Lebenslauf wie bei vielen anderen jungen Frauen? Bei Judith nicht ganz. Angefangen hatte es, dass Judith als Kind oft krank war. Krampfanfälle kamen hinzu. Bis endlich die Diagnose 'Epilepsie' feststand, war es ein weiter Weg. Für die damalige Schülerin ein Schock. Sie hatte schon einiges erlebt und 'Wanderjahre' hinter sich: 1997 in Herbolzheim bei Freiburg geboren, Grundschulzeit in Berlin, Gymnasium in Hessen und dann Bayern. Die Umzüge waren nötig, da die Eltern – vor allem ihre Mutter – ihre Jobs wechselten. Die Mutter arbeitete auch kurz nach der Geburt wieder Vollzeit, wohingegen ihr Vater auf Teilzeit reduzierte. So wurde Judith in einem 'emanzipierten Umfeld' groß, böse Zungen würden wohl eher von anstrengender Kindheit und Rabeneltern sprechen. Da widerspricht die duale Studentin vehement: „Nein, absolut nicht. Meine Eltern waren und sind immer für mich da. Sie haben mir vorgelebt, dass jeder seinen Weg gehen soll, und dass man gemeinsam immer eine Lösung findet. Das hat mich früh geprägt.“ Und es hat ihr sehr geholfen, als die Krankheit voll durchschlug. Don't drink, but drive An ein 'normales Leben', wie es ihre gleichaltrigen Freunde führten, war nach der Diagnose zunächst nicht zu denken. Party-Besuche, Übernachtungen bei Freundinnen? Fehlanzeige. Es gab bereits Medikamente, die allerdings oft noch 'wahre Hammer' waren. „Mir wurde gesagt, dass man sich benebelt fühlt und starke Nebenwirkungen bekommt. Das wollte ich nicht“, sagt Judith nachdenklich. Die Anfälle kamen aber in immer kürzeren Abständen, mittlerweile drehte sich das ganze Familienleben um ihre Erkrankung! Am 18. Juli 2013 – zwei Wochen vor ihrem 16ten Geburtstag, hatte sie einen erneuten Anfall. So ging es nicht weiter. Ihre Eltern und sie entschieden sich noch am selben Tag für die Tabletten-Einnahme. Die erste Dosis nahm sie dann an ihrem 16. Geburtstag. Seitdem ist sie anfallfrei! „Mein Leben änderte sich schlagartig. Es dauerte noch Monate, bis ich stabil auf die Medikamente eingestellt war. Dennoch waren sie bis heute mein tollstes Geschenk!“ Und wie reagierte ihr Umfeld auf ihre Erkrankung? „Letztlich bekommt es ja niemand mit, da es eine 'nichtsichtbare Behinderung' ist – anders als zum Beispiel bei einem Rollstuhlfahrer. Ich posaune es nicht raus, verheimliche aber auch nichts. Viele Arztbesuche waren entwürdigend. Ein Arzt bezweifelte sogar, dass ich Abi und eine Ausbildung machen kann“, schüttelt sie immer noch fassungslos den Kopf. Judith hat gelernt, mit der Epilepsie und den Einschränkungen zu leben – keinen Alkohol zu trinken, dafür täglich Medikamente einzunehmen. „Meine Freunde wissen über meine Krankheit Bescheid. Auf Partys bringen sie mir dann automatisch die Fahrer-Drinks“, sagt sie lachend, aber keineswegs resigniert. „So ist es eben.“ Dass sie Auto fahren darf, macht sie aber glücklich. „Heute ist das möglich, dank der Tabletten. Der Führerschein gibt mir die Freiheit, die ich nicht missen möchte. Dafür lege ich gern einmal pro Jahr ein Attest vor, dass ich anfallsfrei war.“ Judith beendet bald ihr Studium – sie startet gerade ins letzte Semester. Was nach dem Studium kommt? Noch unklar. Von Vodafone gibt es eine 'Anstellungszusage' für ein Jahr. Egal, wie sie sich entscheidet: Um Judith muss man sich keine Gedanken machen – sie geht ihren Weg. Mehr erzählt Judith im Interview mit dem EXPRESS.

News / 18.01.2019

Arbeiten, wo man will: So funktioniert Homeoffice bei Vodafone

Vor sechs Jahren fiel bei Vodafone der Startschuss fürs Homeoffice. Damals wurden die Büroräume der neu gebauten Firmenzentrale am Campus bezogen und die Mitarbeiter wechselten nicht nur die Räumlichkeiten – sie tauchten ein in eine ganz neue Arbeitswelt mit offenen Raumstrukturen, papierlosen Büros und digitalen Arbeitsweisen. Ein idealer Zeitpunkt, um auch die Homeoffice-Regelung einzuführen Sie ermöglicht es, dass Mitarbeiter bis zu 50 Prozent ihrer Arbeitszeit zu Hause oder an einem anderen Ort verbringen. Die Organisation war denkbar einfach: Es reicht, einen Antrag auszufüllen, schon konnte es losgehen. Dank neuester digitaler Telekommunikationsprodukte und umfassenden Work-Life-Services hat sich das Modell bei Vodafone durchgesetzt und wird von den Mitarbeitern geschätzt. In der Unternehmenszentrale sagen laut einer aktuellen internen Studie rund 80 Prozent, dass sie Homeoffice nutzen. Dadurch können sie ihr Berufs- und Privatleben besser organisieren. Für eine gute Work-Life-Balance bietet Vodafone noch weitere Möglichkeiten. Hier einige Beispiele: Unterstützung bei der Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen Ferienprogramme für Kinder Eine Vielzahl von lokalen Vereinbarungen für familienbewusste Arbeits- und Urlaubszeiten professionelle Kinderbetreuung [quote id="280"] Was gilt es bei der Organisation von Homeoffice noch zu beachten? Die Abstimmung mit dem Vorgesetzten ist selbstverständlich. Und wenn der Mitarbeiter für ein Projekt vor Ort gebraucht wird, dann ist die Fahrt ins Büro unerlässlich. Ansonsten gilt größtmögliche Flexibilität. Vodafone hat durch das Angebot von Homeoffice einen Wandel in der Unternehmenskultur geschaffen: Weg von der Präsenz-, hin zur Ergebniskultur. Bettina Karsch, Personalgeschäftsführerin bei Vodafone Deutschland steht hinter diesem Angebot: „Homeoffice ist bald Standard und bedeutet weit mehr als im heimischen Wohnzimmer den Laptop aufzuklappen. Die Mitarbeiter wissen am besten, was sie zu Hause und was sie im Büro erledigen. Diese Kombination ist ideal. Dafür schaffen wir als Arbeitgeber das richtige Umfeld, das auf gegenseitigem Vertrauen basiert. Denn es zählt nicht die Zeit, die jemand am Schreibtisch sitzt, sondern das Ergebnis.“ Und was sagen die Mitarbeiter dazu? Für Matthias Schulz, Vater zweier Kinder: „Ich bin immer für meine Kinder da und nicht nur der 'Gute-Nacht-Sage-Papa'. Ich kann meine Vaterrolle nur deshalb so gut ausleben, da ich bei Vodafone Homeoffice nutzen kann. Mit dieser Möglichkeit steht und fällt alles.“ Auch die Referentin der Finanz-Geschäftsführerin bei Vodafone, Stephanie Seipp arbeitet einen Tag pro Woche im Homeoffice, weil ihr Hauptwohnsitz zwei Stunden entfernt in Hessen liegt: „Ich bin durch diese Möglichkeit viel flexibler und kann mein Berufsleben besser mit meinem Privatleben in Einklang bringen. Das ist super!“ Bei allen Vorteilen: Der regelmäßige Kontakt zu den Kollegen und Vorgesetzten ist wichtig und darf nicht verloren gehen. Deshalb ist bei Vodafone die Arbeit im Büro weiterhin ein fester Bestandteil. Was zeichnet das Arbeiten bei Vodafone noch aus? Hier einige Merkmale am Campus in Düsseldorf: Laptop und Diensttelefon Neues, modernes und offenes Arbeitsumfeld: offene Büroflächen und zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten sorgen für flexible und mobile Arbeitsmöglichkeiten und fördern die Zusammenarbeit Think Tanks für spontane Gespräche, Lounge-Module oder Telefonzellen für vertrauliche Gespräche Meeting Points für informellen Austausch und Pausen mit kostenlosem Kaffee und Sprudelwasser (Grohe-Wasseranlage) Kommunikation über „Skype for Business“ in Verbindung mit bereitgestellten Headsets Drucken über NFC (Near Field Communication) dank Multifunktionsgeräten Lärmschutz durch wirkungsvolles Akustikkonzept mit schallabsorbierenden Oberflächen und Elementen Beleuchtung des Arbeitsplatzes über individuelle intelligente Stehleuchten, die manuell einstellbar und mit Helligkeitssensor ausgestattet sind; sichern eine gleichmäßige Ausleuchtung des Arbeitsplatzes Breitband Mobilfunk-Indoorversorgung der nächsten Generation im gesamten Gebäude Konferenzzone und Besprechungsräume buchbar über ein mobiles Raumbuchungstool BookIt (App) Ein großer Schritt in Richtung Zukunft, doch die Zukunft bleibt nicht stehen! Vodafone digitalisiert deshalb seine Arbeitsweisen kontinuierlich weiter und setzt auf agiles und crossfunktionales Arbeiten.

Story / 15.01.2019

Frauen und Technik geht nicht? Doch, geht! Britta Rudolphi berichtet.

Jung, weiblich und Führungskraft in einem klassischen Männerbereich. Gibt es nicht? Doch! Das beste Beispiel ist Britta Rudolphi, die mit ihren gerade einmal 31 Jahren Head of Technology Innovation bei Vodafone Deutschland ist. Vor knapp sechs Jahren stieg sie als Technik-Trainee bei Vodafone ein, zwei Jahre später bekam sie erste Führungsverantwortung und heute arbeitet sie als Abteilungsleiterin in der Technik. Eingesessener Techie? Von wegen! Studiert hat sie an der Universität in Köln, allerdings nichts Technisches, sondern Medienwissenschaften auf Diplom. Ihr Herz schlug aber schon damals für Zahlen und Codes: In ihrer Diplomarbeit ging es um 'Netzneutralität', was im Vorstellungsgespräch bei Vodafone zu der Frage führte: „Könnten Sie sich auch eine Trainee-Ausbildung in der Technik vorstellen?“ „Ja klar, kann ich!“ Sie sagte trotz leichter Bedenken zu, obwohl sie ja 'kein richtiger Techie' war. Doch völlig unbegründet: Bei Vodafone schrauben Technik-Mitarbeiter längst nicht alle an Mobilfunkmasten herum oder konfigurieren Router. Ein gewisses Grundverständnis für Technik muss da sein, vieles Weitere kann man 'on the job' erlernen. Das Bauchgefühl muss stimmen Die meiste Zeit ihrer Trainee-Ausbildung verbrachte Britta in technischen Abteilungen, dort hatte sie das richtige Bauchgefühl. Nach Abschluss wurde sie Business Managerin des ehemaligen Netz-Chefs, zwei Jahre später übernahm sie die Führungsverantwortung für ein kleines Team, das für die Vermarktung der hauseigenen Labore verantwortlich war: den Vodafone Innovation Park. Doch hier war ihre Reise nicht zu Ende! Im letzten Jahr meisterte sie ihre bisher größte berufliche Herausforderung: Den Aufbau eines Fachlabors für die fünfte Generation im Mobilfunk, das sogenannte 5G-Lab. Seit Mai 2018 leitet sie nun den Innovationsbereich in diesem Lab, mit hauptsächlich männlichen Kollegen. Ein Problem? Nicht für sie! Als Frau in der Männerdomäne Was sie im Team verbindet ist die Begeisterung für Technik. Für Britta ist wichtig: Jeder soll im Team seine Stärken einbringen, ganz individuell. So gibt es keine Probleme bei der Gleichberechtigung. Ihr Geheimrezept für Neueinsteiger? Ein Mentor, von dem wichtiges Feedback in einer vertrauten Atmosphäre eingeholt werden kann. Das half ihr ungemein. „Ich bin gerade sehr glücklich mit meinem Job und weiß, dass sich alles noch festigen und ich einiges dazulernen muss. Wohin die Reise noch geht, wird sich zeigen. Ich bin offen, solange es Spaß macht“, so die 31-jährige Technikbegeisterte. Wer noch etwas mehr über Britta erfahren möchte, klickt hier.

News / 06.11.2018

Planet statt Plastik: Vodafone sagt Plastikmüll den Kampf an

Es ist lieb gewordene Gewohnheit: Schnell noch den Kaffee-to-go im Plastikbecher holen und dann geht’s ran an die Arbeit. Und wenn der Becher leer ist? Dann wandert er in den Müll. Durch solche Verhaltensweisen hat sich in den letzten Jahren ein riesiger Plastik-Müllberg aufgetürmt, der für Mensch, Tier und den gesamten Planeten eine enorme Bedrohung ist. Allein in Deutschland werden 320.000 Einwegbecher weggeworfen – pro Stunde. National Geographic weist in seiner aktuellen weltweiten Initiative „Planet or Plastic?“ auf das Problem hin und fordert zum Umdenken auf. Vodafone Deutschland folgt seinem Senderpartner im Bereich GIGA-TV, allen voran CEO Hannes Ametsreiter: „Es sind die kleinen Dinge, die Großes bewegen. Einen Kaffee zum Mitnehmen haben wir in vier Sekunden umgerührt, in vier Minuten getrunken – aber ganze 400 Jahre braucht die Natur, um ihn abzubauen. Es ist höchste Zeit, dass wir umdenken und unsere Gewohnheiten hinterfragen.“ Vodafone setzt bundesweit auf Umdenken Das Ende für den Wegwerf-Kunststoff gilt bei Vodafone an allen Standorten in Deutschland – von Hamburg bis München, von Ratingen bis Berlin. Ob in der Kantine, an der Kaffeebar oder in der Teeküche: 38 verschiedene Plastikartikel wie Trinkbecher, Deckel, Rührstäbchen, Menüschalen oder Strohhalme werden verbannt und durch plastikfreie Artikel ersetzt. An ihre Stelle treten natürliche Rohstoffe wie Pappe, Bambus und Holz. Aber auch neue, smarte Materialien aus Mais oder Zuckerrohr. Der Clou: Sie sehen aus wie Plastik, sind aber in wenigen Wochen kompostier- und vollständig abbaubar. [quote id="260"] Vom Fahrstuhl bis zum Verpackungs-Cube. Aktionsinstallationen verdeutlichen das Problem Spektakuläre Installationen in der Aktionswoche vom 6. bis 10. November am Vodafone Campus verdeutlichen, wieviel Plastik allein dort zum Einsatz kommt. So wird bei der Fahrstuhl-Installation eine komplette Fahrstuhl-Kabine mit Kunststoffmüll gefüllt – versehen mit dem Hinweis: „Wir fahren Plastik runter, damit es für den Planeten aufwärts geht.“ Und im gläsernen Eck-Café Ferdinand kann man vor Müll weder rein- noch rausschauen – realer Plastikmüll versperrt die Sicht durch die Scheiben, auf denen der Hinweis steht: „Unser Müll von zwei Monaten – Zeit umzudenken.“ Besonders anschaulich ist der „Cube“: Er enthält die Menge Plastikmüll aller Vodafone-Mitarbeiter am Campus von nur einem Tag und entspricht der Menge, die alle zehn Sekunden in die Weltmeere gekippt wird. Ein 11x14 Meter großes Plakat an einer Campus-Fassade mit der Botschaft: „Planet statt Plastik. Denk um. Mach mit“ rundet die Offensive ab. Neben Düsseldorf wird es am Firmenstandort in Unterföhring bei München eine ähnliche Aktion geben. Sensibilisieren und motivieren fürs Thema Und wie sensibilisiert Vodafone seine Mitarbeiter für das Thema? Da helfen einfache Fragen: Wieso nehme ich die Plastikflasche, obwohl es Gläser gibt? Muss es der Plastikbecher sein, obwohl eine Mehrwegtasse im Regal steht? Niemand wird kritisiert – es geht ums Bewusstmachen, wie der tägliche Kunststoffverbrauch verringert werden kann. Und es geht um kleine Anreize: Wird zum Beispiel für den Kaffee 15 Mal die eigene Mehrwegtasse mitgebracht, gibt es das nächste Heißgetränk gratis. In der Kampagne von National Geographic heißt es: Jeder von uns kann sich täglich entscheiden! Die kleinen Dinge im Leben sind es, die Großes bewegen. Und so gilt: „Den Unterschied machst Du!“ [video width="1920" height="1080" mp4="https://s3-eu-central-1.amazonaws.com/vodafone-pr-live/wp-content/uploads/2018/11/06113622/Planet-statt-Plastik_Vodafone-sagt-Plastikm%C3%BCll-den-Kampf-an_Hannes-Ametsreiter.mp4" poster="https://s3-eu-central-1.amazonaws.com/vodafone-pr-live/wp-content/uploads/2018/11/06103353/Planet-statt-Plastik-Vodafone-sagt-Plastikm%C3%BCll-den-Kampf-an-3.jpg"][/video]

Story / 11.10.2018

Nur die Liebe zählt: Vater, Sohn und ein Coming-out

Vier Jahre ist es her! Damals hatte der heute 23-jährige Maurice Wendelstorf, der seit einem Jahr bei Vodafone als dualer Student in der Niederlassung Ratingen arbeitet, sein Coming-Out. Für seinen Vater Frank, der ebenfalls bei Vodafone arbeitet und Bereichsleiter in Stuttgart ist, kam es nicht überraschend, trotzdem musste er einen Moment innehalten. Doch das war es. So witzelt dieser vor kurzem beim gemeinsamen Fotoshooting mit seinen Töchtern Julia und Kimberley sowie seinem Sohn Maurice: „Ich habe drei ganz tolle Töchter!“ Wertschätzung pur und der richtige, unkomplizierte Umgang, freut sich Maurice über dessen Haltung. Bälle fangen konnte er nie! „Meiner Frau sind manche Gesten und Bewegungen viel eher aufgefallen als mir. Allein beim Thema Sport: Bälle fangen konnte Maurice nie, und beim Laufen sagte meine Frau oft: „Das sieht irgendwie schwul aus“, erinnert sich Frank. Doch mehr Gedanken machten sich die Eltern nicht. „Wir haben immer gesagt, mal schauen, wo die Reise hingeht. Damals war er acht Jahre alt.“ Während der Pubertät wuchs Maurice zu einem hübschen Kerl heran, war umgeben von attraktiven Mädels, aber eine Freundin hatte er nie. „Auch das fanden meine Frau und ich manchmal merkwürdig, aber da wir uns ja nicht zu 100 Prozent sicher sein konnten, haben wir Maurice nie darauf angesprochen“, so der 51-jährige, der dem Thema grundsätzlich offen gegenübersteht. So sponserte er aus seinem Budget auch 2016 den ersten Christopher Street Day von Vodafone, der in Stuttgart stattfand – noch bevor er wusste, dass sein Sohn homosexuell ist. Kein Versteckspiel Und wie erging es Maurice? Obwohl er eine tolle Beziehung zu seinen Eltern und Schwestern hatte, fiel es ihm unheimlich schwer, sich zu outen. „Dafür gab es zwei Gründe: Zum einen war ich mir lange Zeit selbst nicht sicher. Mit 14 oder 15 Jahren dachte ich erstmals, dass da vielleicht etwas anders mit mir ist. Zum anderen hatte ich im Freundeskreis gerade erlebt, dass die Eltern ihren Sohn aufgrund seines Outings rausgeschmissen hatten.“ Für Maurice war es anfangs schwer, sich selbst einzugestehen, dass er homosexuell ist und Schluss sein musste mit dem Versteckspiel. „Am Ende war das Outing spontan. Ich hatte das Gefühl, wenn ich jetzt gleich nach Hause komme, sage ich es einfach. Ich wollte endlich ehrlich sein.“ Zur Sicherheit hatte er für einen möglichen Rausschmiss ein paar Notfallsachen im Kofferraum seines Wagens, als er seine Familie im Hausflur zusammenrief. Seine ältere Schwester war bereits im Studium, aber seine jüngere Schwester kam die Treppe herunter. Nach dem „großen Moment“ reagierte sie als erste, sagte nur kurz „wusste ich schon“, zuckte die Schultern und verschwand schmunzelnd. Maurice` Mutter reagierte intuitiv herzlich und gelassen, Frank brauchte kurz, um zu überlegen, welche Reaktion nun die richtige ist. Dann ging er auf seinen Sohn zu, nahm ihn in den Arm und sagte filmreif: „Du bleibst immer mein Sohn, danke für dein Vertrauen!“ Grenzenlose Erleichterung Für Maurice ein Moment der grenzenlosen Erleichterung und Freude: „Es braucht wirklich seine Zeit, es bei sich selbst zu erkennen und es auch zu akzeptieren. Aber es tut so gut, wenn man es einmal gesagt hat – auch wenn man einige Freunde verliert, aber man gewinnt auch neue hinzu.“ Nachdem es einmal offiziell war, hat sich das Elternpaar zusammengesetzt, darüber gesprochen, was genau die Homosexualität ihres Sohnes nun für die Familie bedeutet, wie sie damit umgehen wollen. Vor allem ging es aber darum, wie sie ihren Sohn nun unterstützen können. Der Vater fand Hilfe bei seinem Vodafone-Kollegen Rolf Wieselhuber, der das selbst als Sohn durchlebt hat. „Rolf hat sich Zeit genommen und ich konnte ihn alles zu dem Thema fragen. Er gab mir Tipps, berichtete von seinen eigenen Erfahrungen und hat mir sehr geholfen, alles möglichst richtig bzw. in Maurice Sinn zu machen.“ Und Frank weiß nun aus eigener Erfahrung, dass es das Beste ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen: „Mit was werden die Kinder konfrontiert, wie kann ich als Elternteil unterstützen, wie gehe ich selbst mit der Realität um? Das alles sind Punkte, die man einmal bis zum Schluss durchdacht haben muss.“ Maurice rät allen, denen es so geht wie ihm: „Sagt eurer Familie und euren Freunden, wie es um Euch steht. Die Erleichterung danach ist einfach wunderbar. Seid stolz darauf wie ihr seid und lasst euch von niemandem einreden ihr wärt nicht perfekt!“ Heute – vier Jahre später – hat sich alles eingespielt. Maurice` Familie steht hinter ihm, nordet ihn auch mal ein, wenn er ihnen „zu schwul“ wird. „Das erdet mich dann wieder“, lacht Maurice, der mittlerweile weiß, dass Homosexualität auch heute kein vorurteilfreies Thema ist. „Jeden zweiten Tag habe ich in irgendeiner Form eine negative Begegnung“, erzählt Maurice, der allerdings bei Vodafone durchweg positive Erfahrungen sammeln konnte. Die Tatsache, dass Vodafone ein LGBT-Netzwerk hat, die CSDs unterstützt und Wert auf ein offenes Arbeitsumfeld legt, ist für ihn nicht selbstverständlich. „Einige meiner Freunde arbeiten bei anderen großen Firmen. Die Bezahlung ist zwar perfekt, aber die Arbeitsbedingungen sind häufig bei weitem nicht so offen wie bei uns. Das macht den Alltag dann zum Hürdenlauf. Ich bin dankbar und stolz, in so einem toleranten und vielfältigen Unternehmen zu arbeiten.“ Und zeigt, dass es beim Thema Homosexualität auch im Jahr 2018 noch offene Baustellen gibt. Mehr Fakten zum Thema Diversity und Offenheit gegenüber sexueller Identität bei Vodafone gibt es hier.

Story / 11.10.2018

Studie: Hausarrest und Schläge – weil sie ein Handy besitzen

Hausarrest, Schläge, runter von der Schule. Und wenn es ganz hart kommt, werden Mädchen auch schon mal verheiratet – im Alter von 15 Jahren. Was muss passiert sein, das Mädchen so heftige Strafen drohen? Eigentlich nicht viel – sie besitzen lediglich ein Handy. Eine erfundene Geschichte? Leider nein, sondern durchaus möglich in Indien. Dieses ist eines der Ergebnisse einer globalen Studie, die sich mit der Nutzung von Mobiltelefonen in Entwicklungsländern beschäftigt hat. Darüber hat nun die die Non-Profit-Organisation Girl Effect und die Vodafone Foundation die Ergebnisse der ersten umfassenden, weltweiten Studie über den Zugang und die Nutzung von mobiler Technologie unter jugendlichen Mädchen veröffentlicht. Die globale Studie zeigt klar, dass die gesellschaftliche Benachteiligung von Mädchen diese bei der Nutzung von Mobiltelefonen einschränkt. So besitzen Jungen 1,5 Mal eher ein Mobiltelefon und 1,3 Mal eher ein Smartphone als Mädchen. Der Grund ist, dass Mädchen aufgrund gesellschaftlicher Benachteiligung und anderer Barrieren unverhältnismäßig stark daran gehindert werden, Mobiltelefone zu besitzen und zu nutzen. Die Statistiken basieren auf Analysen in sechs Ländern (Ruanda, Malawi, Tansania, Nigeria, Indien und Bangladesch). Die USA wurden ausgeschlossen, da dort viele Jungen und Mädchen ein Mobiltelefon besitzen, was die Umfragedaten aus Afrika und Asien verzerrt hätte. [video width="1920" height="1080" mp4="https://s3-eu-central-1.amazonaws.com/vodafone-pr-live/wp-content/uploads/2018/10/11103919/Girl-Effect-und-Vodafone_Zugang-zu-digitalen-Medien-f%C3%BCr-M%C3%A4dchen-auf-der-ganzen-Welt.mp4" poster="https://s3-eu-central-1.amazonaws.com/vodafone-pr-live/wp-content/uploads/2018/10/11103947/Girl-Effect-und-Vodafone_Zugang-zu-digitalen-Medien-f%C3%BCr-M%C3%A4dchen-auf-der-ganzen-Welt_NIGERIA.jpg"][/video] In Entwicklungsländern nutzen Mädchen Mobiltelefone häufiger als erwartet: Zwar besitzen nur 44 % der in der Studie befragten Mädchen ein eigenes Gerät, doch mehr als die Hälfte von ihnen (52 %) können auf geliehene Mobiltelefone zugreifen. Die Studie zeigt, dass sich Mädchen durch Mobiltelefone besser vernetzt fühlen (50 %), auf Bildungsmöglichkeiten zugreifen können (47 %), sich seltener langweilen (62 %), besser auf eingeschränkte Informationen zugreifen können (26 %) und ein besseres Selbstvertrauen haben (20 %). Wir können uns global vernetzen, mehr über Schulthemen erfahren und viele Dinge über das Internet lernen. Wir können uns über Sachen informieren, die wir nicht kennen. (Mädchen, 19, Bangladesch) Trotzdem ergab die in 25 Ländern durchgeführte qualitative und quantitative Studie, dass der Zugang und die Nutzung für Mädchen durch negative gesellschaftliche Normen, aufgrund derer Mädchen nicht dieselben Freiheiten wie Jungen genießen, dramatisch eingeschränkt ist. Mehr als zwei Drittel (67 %) der befragten Jungen besaßen ein eigenes Mobiltelefon, unter den Mädchen waren es nur 44 %. Und 28 % der Jungen liehen sich Geräte von Freunden, bei den Mädchen waren es mit 52 % über die Hälfte. Außerdem nutzen Jungen in Ländern wie Nigeria, Malawi und Tansania Mobiltelefone für weitaus differenziertere Aktivitäten als Mädchen, zum Beispiel für WhatsApp und Facebook, um im Internet Nachrichten zu lesen oder einen Job zu finden. In diesen Ländern beschränkt sich die Nutzung für Mädchen eher auf grundlegende tagtägliche Aktivitäten, die ein geringeres Maß an technischen Kenntnissen erfordern, wie Telefonate mit den Eltern oder die Verwendung des Taschenrechners. In Ländern wie Indien und Bangladesch werden Mädchen, die ein Mobiltelefon nutzen, häufig von der Gemeinde verurteilt, weshalb ihre Eltern den Zugang zu einem solchen Gerät oftmals verbieten. Mädchen, die gegen die Regeln verstoßen, werden zudem häufiger bestraft – das können Schelte oder Schläge sein. Zum Teil wird ihnen aber auch verboten, in die Schule zu gehen, oder sie werden früher verheiratet. Ein 15-jähriges Mädchen erhält Hausarrest, wird geschlagen und ihr wird die Möglichkeit genommen, zur Schule zu gehen. Es kann sogar passieren, dass man sie verheiratet. (Mädchen, 17, Indien) Die Nutzungseinschränkungen bedeuten auch, dass Mädchen heimlich handeln und gefährliche Dinge tun, um an ein Mobiltelefon zu gelangen. In Regionen wie Nordnigeria, wo Mädchen die elterliche Erlaubnis benötigen, um Mobiltelefone nutzen zu dürfen, geben Jungen ihren Freundinnen oft heimlich ein Telefon, um sie kontaktieren zu können, wenn ihnen danach ist. Folglich sehen Mädchen elterliche Sicherheitsbedenken als das größte Hindernis für den Zugang zu mobilen Geräten (47 %), während Jungen die Kosten als größtes Hindernis angeben (60 %). Kecia Bertermann, Technical Director of Digital Research bei Girl Effect, sagt dazu: „Der ungleiche Zugang zu Technologie rückt zunehmend in den wissenschaftlichen Fokus. Diese Studie zeigt, wie die Realität für Mädchen wirklich aussieht, und dass sie ganz am Ende der Schlange stehen, wenn es um den Zugang zu Mobiltelefonen geht. Mädchen erleben mehr Risiken, haben aber gleichzeitig weniger Vorteile. Ohne die Zeit oder Erlaubnis, sich mit Mobiltelefonen vertraut zu machen und sie umfassend zu nutzen, wird die Medienkompetenz von Mädchen behindert. Und da manche Mädchen Mobiltelefone heimlich nutzen müssen, haben sie oft Angst, ihren Eltern oder Freunden von Sicherheitsproblemen zu erzählen. Dadurch sind sie größeren Gefahren ausgesetzt.“ In Malawi und Ruanda, wo der Zugang für Mädchen eingeschränkt und ihre Medienkompetenz gering ist, befürchten die Mädchen sogar, dass Mobiltelefone sie vom „richtigen Weg“ abbringen könnten, weil sie mit Jungen in Kontakt kommen, was schließlich zu einer ungewollten Schwangerschaft führen könnte. Manche glauben, dass Jungen und Mädchen unterschiedlich sind. Sie sagen, Jungen dürften in jedem Alter ein Mobiltelefon haben, während Mädchen dadurch schwanger werden könnten. (Mädchen, 19, Malawi) Und trotzdem: Durch die Bank weg glauben Mädchen, dass sie durch ein eigenes Mobiltelefon sicherer sind. Sie unterstreichen sehr viel mehr als Jungen, wie wertvoll ein Mobiltelefon sein kann, um bestimmte Gefahren in ihrem Leben zu verringern. In Ländern, in denen Mädchen weniger Zugang haben und Mobiltelefone weniger differenziert nutzen, wird dieses Argument oft als Hauptrechtfertigung für den Besitz eines eigenen Telefons genannt. Andrew Dunnett, Director der Vodafone Foundation, erklärt: „Mädchen werden einfach zurückgelassen. In vielen Ländern ist der Zugang zu Mobiltelefonen ganz entscheidend für Gesundheit, Lernen und die Entwicklung von Mädchen. Wir müssen uns der Realität stellen: Mädchen und Jungen haben nicht die gleichen Rechte, wenn es um den Zugang zu Mobiltelefonen geht. Deshalb müssen wir Dienste entwickeln, die die Mädchen erreichen und ihre Bedürfnisse in diesem Kontext erfüllen. Diese Studie soll die Tech- und Entwicklungssektoren informieren und dabei unterstützen, die Bedürfnisse von Mädchen zu erfüllen. Nur so können wir einen wirklichen Fortschritt beim Erreichen der UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung machen.“ Die Vodafone Foundation und Girl Effect setzen sich dafür ein, Unterstützung für sieben Millionen benachteiligte Mädchen in acht Ländern zu schaffen und ihnen Zugang zu den mobilen Services zu bieten, die sie brauchen. Was Vodafone sonst noch unternimmt um Mädchen auf der ganzen Welt Zugang zu digitalen Medien zu verschaffen, lest ihr auf featured.

News / 09.10.2018

Versprechen gehalten: Düsseldorfer GIGA-Schule bekommt Breitband

Düsseldorf. Vodafone hält Wort und löst sein Versprechen aus dem GIGA-Schulwettbewerb ein. Den hat das Düsseldorfer Max-Planck-Gymnasium im vergangenen Juni gewonnen und damit ein umfangreiches Digitalpaket an Land gezogen. Zum attraktiven Gewinn im Gesamtwert von rund 200.000 Euro gehören vier Komponenten: Ein superschneller Breitband-Anschluss mit Gigabit-Geschwindigkeit, ein digitales Hardware-Paket mit Raspberry Pi 3‘s und speziellen Kameras, mehrere Digital- und Coding-Workshops sowie spezielle Bewerbungs- und Berufsvorbereitungskurse. Kaum stand der Gewinner fest, hat Vodafone den Bau des Breitband-Anschlusses direkt in die Wege geleitet. Nach knapp fünf Monaten ist es nun soweit: Heute erhielt das Max-Planck-Gymnasium seine Glasfaseranbindung und das Surfen mit Gigabit-Geschwindigkeit kann losgehen. Auch in den nächsten drei Jahren übernimmt Vodafone die Kosten für die gigabitschnelle Leitung. „Der GIGA-Schulwettbewerb war und ist aus unserer Sicht ein voller Erfolg. Es ist beeindruckend, mit wie viel Elan die Schule ihre Digitalisierung vorantreibt“, freut sich Christian Klapka, der das Projekt von Anfang an bei Vodafone betreut hat. „Ein schneller und stabiler Breitband-Anschluss ermöglicht es, sich störungsfrei voll und ganz auf den Unterricht konzentrieren zu können“, meint Schulleiterin Corinna Lowin. „Durch eine gute digitale Ausrüstung unterstützen und motivieren wir Schülerinnen und Schüler.“ Dass es die Schule ernst meint mit der Digitalisierung, davon konnte sich das Vodafone-Team bereits beim diesjährigen Schulfest im September überzeugen. Lehrer, Schüler und Eltern der Schule kamen in großer Runde zusammen und haben sich bei Sonnenschein und Grillwürstchen auch über den GIGA-Erfolg der Schule informiert. Neben Vodafone waren die Jungen Tüftler und das IOX-Lab auf dem Schulgelände, die ihre Kursangebote vorstellten. Highlight war aber ganz klar das Gewinner-Team der Schule, das an einem eigenen Stand nochmal seine Bewerbungsexponate vorstellte. Und was läuft in Sachen Digitalisierung, wenn nicht gefeiert wird? Viel! Die Lehrer integrieren bereits zahlreiche Hardware-Komponenten wie Raspberry Pi 3‘s aus dem GIGA-Schulpaket in ihren Kursen und tüfteln mit ihren Schülern um die Wette. Wer hier wohl mehr Spaß hat?

Story / 08.10.2018

Menschen bei Vodafone: Der Recruiting-Chef

Wenn Tag für Tag hunderte Bewerbungen eintreffen, ist es alles andere als leicht, sich unter den vielversprechenden Kandidaten und Kandidatinnen für die richtigen zu entscheiden – Nils de Rop kann davon ein Lied singen. Für den Recruiting-Chef von Vodafone Deutschland („Head of Active Sourcing & Recruiting“) ist das sein täglich Brot. So ist er mit der Zeit zu einem absoluten Experten geworden, wenn es um die Themen rund um Bewerbung und Vorstellungsgespräch geht. Neben ein paar nützlichen Tipps, verrät er auch, was er bei einer Bewerbung nicht so gern sieht. Im Bereich Human Resources (HR) wirkt Nils de Rop bereits seit seinem Uni-Abschluss. Nachdem er sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Göttingen erfolgreich beendet hatte, stieg er als HR-Trainee bei der Deutschen Telekom ein. Anschließend unterstützte er dort als Experte für Personalstrategie. Nach einem weiteren Zwischenstopp bei ThyssenKrupp Elevators als Manager International Human Resources, kam er 2011 zu Vodafone. Hier war er in den ersten Jahren im Business Partnering tätig, also in dem Personalbereich, der andere Geschäftsbereiche des Unternehmens in allen wesentlichen HR-Fragen berät. Im Mai 2018 trat er schließlich seinen Job als Recruiting-Chef an. Seine erste Aufgabe: Den Online-Bewerbungsprozess von Vodafone „entschlacken“! Die Bedeutung von Online-Bewerbungen nimmt im Zeitalter der Digitalisierung stetig zu und gerade hier fand Nils de Rop eine wichtige Stellschraube: „Wenn es zu viele Klicks sind, dann brechen einige den Bewerbungsprozess ab, deshalb haben wir ihn vereinfacht“, erklärt der Recruiting-Chef. In Online-Formularen werden daher nur noch die Punkte abgefragt, die für die jeweilige Stelle ausschlaggebend sind. Passt der Bewerber mit seinen Bewerbungsunterlagen auf die Stelle und ins Unternehmen, kommt es recht schnell zu einem Telefoninterview und danach zum persönlichen Vorstellungsgespräch. Nils de Rop empfiehlt den Kandidaten, ihr Anschreiben kurz und prägnant zu halten. Wovon er abrät? „Manchmal wiederholen die Bewerber im Anschreiben noch einmal alles, was schon im Lebenslauf steht. Das Anschreiben sollte einen Mehrwert gegenüber dem Lebenslauf bieten.“ Kann die Bewerbung überzeugen und es kommt zu einem Vorstellungsgespräch, ist laut Nils eine gute Vorbereitung das A und O: „Eine verpasste Chance im Vorstellungsgespräch ist Passivität – etwa, wenn jemand keine Fragen stellt und nichts zum Unternehmen oder zu der Rolle weiß, um die es im Vorstellungsgespräch geht.“ Aktiv und kreativ sein lautet also die Devise. Natürlich gibt es neben seinem Job auch noch andere Dinge, die Nils de Rops Herz höher schlagen lassen. In seiner Freizeit schnürt er gerne mal die Laufschuhe oder spielt Badminton. Außerdem ist er großer Kanada-Fan und engagiert sich dazu noch in der Deutsch-Kanadischen-Gesellschaft e.V. Obwohl Nils de Rop sich ebenfalls für Agiles Arbeiten und die Digitale Transformation begeistert und sich auch vorstellen kann, dass künftig Maschinen die Lebensläufe nach Merkmalen auslesen, ist er sich über eines im Klaren: „Human Resources ist ein menschliches Geschäft. Die letzte Entscheidung muss immer ein Mensch treffen“, so Nils de Rop.