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Gerhard Mack

CTO Vodafone Deutschland

gerhard.mack@vodafone.com
Klartext / 28.07.2020

Unser Technik-Mix für 5G

Es gibt einen Satz, den werden Sie von mir immer wieder hören: Ein Netz ist niemals fertig. Ich sage ihn deshalb immer wieder, weil er so wahr ist. In dem Moment, wo wir eine Technologie im Netz aktivieren, ist am Horizont schon die nächste in Sicht. Bei 5G war die Geschwindigkeit der Entwicklungen im ersten Jahr besonders rasant. Als Technik-Chef von Vodafone sage ich Ihnen: Es war die aufregendste Zeit, die ich bislang beruflich erleben durfte. Mit Anwendungen, an die vor einem Jahr kaum jemand gedacht hat. Mit Erfahrungen, die wir im Alltag mit den Menschen in der Stadt und auf dem Land gemacht haben. Mit Lehren, die wir aus eben diesen Erfahrungen gezogen haben. Und mit immer neuen Technologien, die 5G künftig noch besser machen. Alle unsere News zu 5G gibt es hier! Gute Infrastruktur fußt auf zielgenauer Planung Damit die neue Mobilfunk-Technik künftig an jedem Ort und für jeden unserer Kunden den Nutzen bringt, den dieser sich erhofft, braucht es vor allem eins: Einen Technik-Mix, mit dem wir 5G bedarfsgerecht ausbauen. Daran haben meine Netz-Mannschaft und ich in den vergangenen Monaten hart gearbeitet. Heute machen wir unseren 5G Technik-Mix komplett – um unseren Kunden je nach Anforderungen und geografischen Gegebenheiten mit 5G genau das bieten zu können, was sie benötigen: schnelle und stabile Netze, um sämtliche Services an jedem Ort ruckelfrei und in höchster Qualität nutzen zu können. In der Industrie. In der Stadt. Und auf dem Land. Zuhause und unterwegs. Eine Analogie: von U-Bahn, S-Bahn und Bus Gute Infrastruktur fußt auf einer zielgenauen Netz-Planung. Es ist nicht damit getan, nach dem Motto 'viel hilft viel' einfach überall Basisstationen aufzustellen und zu aktivieren. Zumindest nicht, wenn von den Basisstationen auch die Kunden profitieren sollen. Oberstes Credo einer guten Planung sollte sein: Was wird wo gebraucht? Ein Beispiel: Der öffentliche Nahverkehr. Mitten in den Großstädten, an den zentralen Hotspots, wo sich die Menschen tagtäglich tummeln, führt kaum ein Weg an unterirdischen Verbindungen vorbei. U-Bahn und Metro fahren im Minutentakt zwischen den Haltestellen. Sie sind das schnellste Mittel, damit tausende Anwohner und Berufspendler vom Bahnhof in die Innenstadt gelangen. Stadtteile und Wohnviertel sind meist per S-Bahn an die Innenstädte angebunden. Ihr Fahrplan ist nicht ganz so eng getaktet wie in der Innenstadt. Zwischen den Haltestellen liegen größere Entfernungen. Und schließlich gibt es die ländlichen Gemeinden. Die Menschen hier nutzen oft den Bus. Das ist gemütlich, zuverlässig und schnell: denn Stau gibt es hier nur selten. Ziel: stabile und schnelle Netze für jedermann Ähnlich ist es im Mobilfunk. Unser Netz transportiert Daten – um Menschen zu verbinden. An den Hotspots. In den Wohnvierteln. Auf dem Land. Überall dort, wo wir uns gerade aufhalten. Genau wie im öffentlichen Nahverkehr, sind die Anforderungen, die wir an den unterschiedlichen Orten ans Netz stellen verschieden. Und doch geht es im Kern immer um das gleiche: stabile und schnelle Netze, damit wir mit unseren Smartphones überall das machen können, was wir tun wollen. 5G kann und wird das möglich machen. Ein Netz, viele Dimensionen Der Weg dahin ist nicht einfach. Und er will gut durchdacht sein. Ich höre oft: nur was extrem hohe Bandbreiten bringt, ist 5G. Das ist falsch. Denn die Bandbreite ist nur eine Dimension, die 5G besonders macht. Eine wichtige, das steht außer Frage. Doch die anderen Dimensionen sind nicht weniger wichtig: Denn die höchsten Bandbreiten bringen nichts, wenn sie nicht bei den Menschen in den Häusern ankommen. Sie bringen erst dann einen Vorteil, wenn sie auch genutzt werden. Und schließlich bringen sie oft nur dann einen Nutzen, wenn sie in Echtzeit übertragen werden. Beim Ausbau von 5G gilt es sämtliche Dimensionen zu beachten: die Bandbreite, die Reichweite, die Latenzzeit. Und: die Zahl und die Art der Nutzer, die aufs Netz zugreifen. Denn ich nutze 5G anders als ein Roboter in der Automobil-Produktion. Dafür braucht es einen optimalen Technik-Mix. Unseren Technik-Mix komplettieren wir heute. Drei Frequenz-Bereiche, jeweils unabkömmlich für 5G in Deutschland Mobilfunk nutzt Funkfrequenzen, um Daten zu übertragen. Auch bei 5G. Es gibt Frequenzen, die physikalisch hoch liegen – zum Beispiel im Bereich von 3,5 Gigahertz. Das High-Band. Auf der anderen Seite gibt es niedrige Frequenzen (Low-Band) im Bereich von 700 Megahertz. Und es gibt Frequenz-Bereiche, die in der Mitte liegen, also zum Beispiel im Bereich von 1,8 Gigahertz. Das Mid-Band. Alle drei Frequenz-Bereiche werden gebraucht, um hierzulande ein optimales 5G-Netz zu bauen. Jeder Bereich ist auf seine Weise unabkömmlich. Jeder Bereich ist auf seine Weise einzigartig. Ganz weit oben: maximale Bandbreiten für Industrie und Menschenmassen Vor einem Jahr haben wir das erste 5G-Netz in Deutschland gestartet. Heute funken rund 1.000 5G-Antennen in unserem Netz. Aus meinem Technik-Herzen kann ich Ihnen sagen: Es ist wirklich der Wahnsinn, wie schnell 5G sein kann. Aus Technik-Herzen kann ich Ihnen aber ebenfalls sagen: Das alleine wird Deutschland bei 5G nicht an die Spitze bringen. Denn 5G ist mehr als nur Bandbreite. 5G braucht auch Reichweite. Und eben diese lässt sich mit 3,5 Gigahertz-Frequenzen nur schwer erzielen. Die reichen in der Spitze bis zu einem Kilometer weit, versorgen also nur einen kleinen Bereich mit den extrem hohen Geschwindigkeiten. Um in der Analogie des Nahverkehrs zu bleiben: Die U-Bahn unter den Verkehrsmitteln, die im Minutentakt und vollbesetzt mit Menschen vom Bahnhof durch die Innenstadt rauscht. Das ist zum Beispiel im vollbesetzten Fußball-Stadion sinnvoll. Wenn in der Halbzeit 50.000 oder 60.000 Menschen zeitgleich mit ihren Smartphones im Netz unterwegs sind. Ganz niedrig: viel Netz in jedem Haus Raus aus dem vollbesetzten Stadion, hinaus aufs Land. In eine kleine Gemeinde. Idyllisch gelegen zwischen Feldern und weit weg vom industriellen Treiben. Dorthin, wo es zugegebenermaßen noch immer viel zu häufig nervige Funklöcher gibt. Dorthin, wo für die Einwohner der Bus das Verkehrsmittel der Wahl ist, um schnell zwischen den Gemeinden zu pendeln. Ich versichere Ihnen: Dass es hier noch immer zu viele Funklöcher gibt, weiß ich. Ich versichere Ihnen auch: Meine Technik-Mannschaft und ich arbeiten rund um die Uhr, um das zu ändern. Auch mit 5G. Die Anforderungen an unser Netz sind hier anders als im vollbesetzten Stadion. Hier werden nie so viele Menschen zeitgleich im Netz surfen und die Bandbreite untereinander 'aufteilen'. Hier geht es den Menschen um stabile Netze. Zuhause und unterwegs. Eine 5G-Station im 3,5 Gigahertz Bereich wäre für die Anwohner wenig hilfreich. Denn das schnelle Netz wäre nur im Ortskern verfügbar, nicht aber in jedem Haus und für jeden Anwohner. Die 700 Megahertz-Frequenzen sind hier perfekt geeignet, um die überschaubare Anzahl der Daten schnell und sicher zu transportieren. 5G kann dann zwar 'nur' 200 Megabit pro Sekunde, was deutlich mehr ist als das, was viele DSL-Leitungen können. Aber sie bringen 5G zuverlässig in einen Umkreis von bis zu zehn Kilometern. Eine Station versorgt so eine ganze Gemeinde problemlos mit schnellem Netz. In jedem Straßenzug. Und mindestens genauso wichtig: in jedem Haus. Denn die niedrigen Frequenzen bringen das schnelle Netz besser in unsere Häuser hinein als die 3,5 Gigahertz-Frequenzen. Ganz ohne Antennenwald. In der Mitte: schneller Mobilfunk für ganze Städte Warum erzähle ich Ihnen all das? Weil wir heute unseren Technik-Mix für 5G in Deutschland komplettieren. Mit dem Frequenz-Bereich, der 5G für Kunden in und um die Städte herum optimal bereitstellt. Heute starten wir den 5G-Ausbau mit 1,8 Gigahertz Frequenzen. In Frankfurt schalten wir mit einem Schlag beinahe eine komplette Metropole live. Im sogenannten Mid-Band. Wie der Name schon sagt, liegen diese Frequenzen in der Mitte zwischen den 3,5 Gigahertz- und den 700 Megahertz-Frequenzen. Diese Frequenzen sind vergleichbar mit der S-Bahn, die häufiger als der Bus in den ländlichen Gemeinden, aber nicht ganz so oft wie die U-Bahn am Hauptbahnhof fährt. 5G bringt hier hohe Bandbreiten – mehr als 500 Megabit pro Sekunde sind möglich – damit die vielen Nutzer gut und schnell surfen können. Und das mit einer Reichweite von bis zu 3 Kilometern, die eine Station mit 5G versorgen kann. Trotz der vielen Wolkenkratzer. Trotz der vielen Menschen auf den Straßen. Das Fundament steht: Jetzt geht's ans Eingemachte Mit diesem Technik-Mix wollen wir in Deutschland durchstarten. Wichtig dabei: Es gibt im Netz kein 'Entweder oder'. In vielen Gebieten werden wir 5G mit mehreren Frequenzen aktivieren. Denn eine gute Indoor-Abdeckung beispielsweise ist auch in Städten relevant.  Mit diesem Technik-Mix werden wir in diesem Jahr 5G für mehr als 10 Millionen Menschen verfügbar machen. Auf einer Fläche von mehr als 60.000 Quadratkilometern. Zum Vergleich: Diese Fläche ist größer als unser Nachbarland, die Niederlande. Dabei wollen wir nicht einfach nur schnell sein, sondern auch immer das richtige Verkehrsmittel wählen, um die Daten bestmöglich zu transportieren. Also die 5G-Frequenzen, die den jeweils größten Nutzen für unsere Kunden bringen. Packen wir es an. Bauen wir weiter. Alle Infos zum Start von 5G im Mid-Band gibt's hier!

Klartext / 07.05.2020

Bye, bye 3G – Vodafone setzt künftig noch mehr auf LTE und 5G

Die Coronakrise zeigt uns aktuell mehr denn je, wie wichtig digitale Kommunikation für unsere Wirtschaft, die Zusammenarbeit und auch Familien ist. Arbeiten von zu Hause, Video-Telefonie, online einkaufen, kontaktlos bezahlen, Filme und Musik genießen oder virtuell mit Freunden spielen – wir sind mit unseren Smartphones und Tablets immer online. Und auch immer mehr alltägliche Geräte sind mit der Welt vernetzt. Damit alles zuverlässig funktioniert, benötigen wir schnelle, stabile und sichere Mobilfunk-Netze. Der kontinuierliche Ausbau unserer Netze treibt die Digitalisierung Deutschlands voran. Im Sommer 2019 haben wir das erste 5G-Netz in Deutschland gestartet und zudem über 8.000 Neu- und Ausbauprojekte gestemmt. Vor zwei Wochen haben wir als erster Netzbetreiber Deutschlands damit begonnen, 5G im 700 MHz-Spektrum in die Fläche zu bringen. Mit Dynamic Spectrum Sharing haben wir als erster Mobilfunk-Anbieter eine neue Technologie eingeführt, mit der wir LTE und 5G sinnvoll verzahnen. Wir bringen also viele neue Innovationen auf den Weg. Manchmal ist es aber auch notwendig, sich zudem von veralteten Technologien zu trennen. Vor allem, wenn man so die bestehenden noch besser machen kann. Ohne 3G: Mehr Tempo, mehr Kapazität, höhere Effizienz und bessere Abdeckung bei LTE So ist es auch mit der fast 20 Jahre alten 3G- (UMTS-)Technologie. Ihr gegenüber hat die Nachfolge-Generation 4G (LTE) entscheidende Vorteile: Im LTE-Netz surfen Kunden mit bis zu zehnfach höherer Geschwindigkeit. Und durch die 3G-Abschaltung wird sich das Tempo für unsere Kunden nochmals deutlich erhöhen: Während die Top-Geschwindigkeit in unserem 3G-Netz bis zu 42 Mbit/s beträgt, sind es im LTE-Netz bis zu 500 Mbit/s. Wesentlich besser als im 3G-Netz ist auch die Bevölkerungsversorgung im LTE-Netz: Wir erreichen heute bereits 98,6 Prozent der Haushalte in Deutschland. Das sind 79 Millionen Bundesbürger und damit nahezu die gesamte Bevölkerung in Deutschland – damit ist auch in besiedelten ländlichen Regionen schnelles mobiles Internet verfügbar. Im Vergleich zum 3G-Netz, das etwa 80 Prozent der Haushalte in Deutschland erreicht, steht LTE also schon heute 20 Prozent mehr Haushalten zur Verfügung und zukünftig noch mehr. Zudem ist LTE deutlich energieeffizienter als 3G und verbraucht für die gleiche übertragene Datenmenge rund 7x weniger Strom. Netzausbau: Wie unsere Netze in den einzelnen Bundesländern wachsen, zeigen wir in interaktiven Grafiken!  Eine Ära endet: Vodafone verabschiedet 3G am 30. Juni 2021 in den wohlverdienten Ruhestand Seit Einführung des digitalen Mobilfunks in Deutschland hat sich einiges getan. Mobilfunkstandards wie 3G wurden von neuen Entwicklungen abgelöst und sind damit nicht mehr zeitgemäß. Um Staus auf den immer wichtigeren Daten-Autobahnen zu vermeiden, planen deshalb alle Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland die 3G-Abschaltung. Einige unserer europäischen Nachbarn sind uns sogar schon einen Schritt voraus. So hat mit Vodafone/Ziggo ein großer Netzbetreiber in den Niederlanden die 3G-Technologie bereits Anfang 2020 abgeschaltet. Bei Vodafone Deutschland planen wir, die 3G-Technologie am 30. Juni 2021 in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken. Danach ist endlich Platz für noch mehr Netz für alle. Anders ausgedrückt: Wir schaffen mehr Kapazität für schnellere Netz-Generationen. Mit dem weiteren Ausbau des 4G-Netzes vor allem in ländlichen Regionen. Und mit dem Aufbau des neuen 5G-Netzes, das eine Schlüssel-Technologie für das Internet der Dinge wird. 3G-Abschaltung bei Vodafone: So gehen wir vor Grundsätzlich gilt: Antennen sind technologie-neutral und bleiben deshalb auch an unseren Mobilfunk-Standorten montiert. Nur vereinzelt tauschen wir altes Equipment aus. Stattdessen reduzieren wir das 3G-Frequenzspektrum schrittweise. Dabei widmen wir die 3G-Kapazität in aufeinander folgenden Schritten bis zum Abschaltungsdatum für LTE um. Für unsere 3G-Kunden hat das keine spürbaren Auswirkungen. Wohl aber für unsere LTE-Kunden, denn die können Teilbereiche des 3G-Spektrums schon heute für LTE nutzen. Damit sind sie schneller, sicherer und besser im Netz unterwegs. Beste Voraussetzung für die 3G-Abschaltung Die Voraussetzung für die 3G-Abschaltung im Vodafone-Netz ist ideal. Der Datenverkehr im 3G-Netz sinkt seit Jahren kontinuierlich und macht nur noch fünf Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs im Vodafone-Mobilfunknetz aus. Zudem haben wir mit allen MVNOs, Service-Partnern und Branded Resellern LTE-Vereinbarungen getroffen. Auch unsere eigenen Tarife werden bis zum Stichtag allesamt LTE enthalten. Für unsere Kunden steht LTE damit also ohne Aufpreis zur Verfügung. Die Zahl der tatsächlich von der 3G-Abschaltung betroffenen Kunden im Vodafone-Netz selbst ist nur noch vergleichsweise gering. Derzeit nutzen weniger als 3 Prozent der Vodafone-Kunden das alte Netz. Sie alle werden wir bis zum Abschaltungszeitpunkt kostenfrei umstellen. Sorgen machen muss sich wegen der 3G Abschaltung kein Vodafone-Kunde: Anrufe sowie SMS sind weiterhin über 2G (=GSM) möglich, ebenso wichtige Funktionen wie eCall, das automatische Notrufsystem im Auto. [quote id="403"] Vodafone ermöglicht sanften Wechsel von 3G auf LTE Unseren 3G-Kunden ermöglichen wir bis zum Abschaltungszeitpunkt einen sanften Wechsel ins LTE-Netz. Alle 3G-Kunden im Vodafone-Netz erhalten einen mobilen Internetzugang ins wesentlich bessere LTE-Netz. Alte SIM-Karten, die kein LTE unterstützen, tauschen wir kostenlos aus. Ebenso werden wir den Kunden, die noch ein altes Handy ohne LTE nutzen, kostengünstige LTE-Hardware anbieten. Unser Tarif-Portfolio gestalten wir so, dass auch preissensible UMTS-Kunden ein passendes LTE-Angebot finden. Auch Geschäftskunden, die noch auf UMTS-Hardware setzen, müssen sich keine Sorgen machen – sie werden beim Umstieg ebenso intensiv beraten und betreut wie die Privatkunden. Mein Fazit Bye, bye 3G: Die fast 20 Jahre alte und längst überholte Mobilfunk-Technologie UMTS hat ausgedient und geht am 30. Juni 2021 in den wohlverdienten Ruhestand. Die Abschaltung ist alternativlos. Die derzeit von 3G belegten Frequenzen benötigen wir für den Ausbau unserer LTE- und 5G-Netze. Nur so können wir eine zukunftssichere Mobilfunk-Infrastruktur bauen, welche die rasant wachsenden Anforderungen unserer Kunden erfüllt und Deutschlands Führungsanspruch bei digitalen Infrastrukturen untermauert.

Klartext / 22.04.2020

Mein Technik-Herz schlägt höher

Zugegeben: Wir Techniker sind manchmal speziell. Wir freuen uns über Dinge, die für viele Menschen kaum nachvollziehbar sind. Bei uns in der Telekommunikationsbranche trifft das wohl in besonderem Maße zu. Da bringen uns Begriffe ins Schwärmen, die kryptischer kaum sein könnten. Ein paar Beispiele gefällig? 'Beamforming' – tolle Technologie. Sie hilft uns die vorhandenen Mobilfunk-Kapazitäten effizienter zu nutzen. 'Massive Mimo' – super wichtig. Nur so können viele tausend Gegenstände und Maschinen – zum Beispiel in einer Fabrik – zeitgleich im Internet der Dinge kommunizieren. 'Network Slicing' – unverzichtbar! Hilft uns unseren Industrie-Kunden maßgeschneiderte und eigenständige Netze zur Verfügung zu stellen. Sie sehen: Es sind vor allem die schwer greifbaren Dinge, die unbändige Freude bei mir und meinen vielen Technik-Kollegen auslösen, während eben diese Dinge bei den meisten von Ihnen – berechtigterweise – vermutlich eher Fragezeichen hinterlassen.  Was bedeutet eigentlich Beamforming oder Network Slicing? Die wichtigsten Begriffe rund um 5G einfach erklärt! Heute kommt ein weiterer kryptischer Begriff hinzu. Vielleicht noch kryptischer als die oben genannten Beispiele: 'Dynamic Spectrum Sharing'. Bitte was? Zugegeben: klingt irgendwie wild. Und ist auf den ersten Blick alles andere als selbsterklärend. Aber ich versichere Ihnen: Dieser Begriff lässt mein Technik-Herz höher schlagen. Wieso? Lassen Sie es mich Ihnen erklären. Mit einfachen Worten. Mit transparenten Einblicken. Und vor allem: aus tiefstem Herzen eines Technik-Fans. Neue Technik für mehr 5G: Unsere News zum 5G-Ausbau in der Fläche. Infos hier! Unser Netz wird dynamisch und intelligent Dynamic Spectrum Sharing. Es liegt auf der Hand: Bei dieser neuen Mobilfunk-Technologie, die wir heute erstmals in Deutschland im Netz aktivieren, geht es um Dynamik. Und: Um eine gewisse Form der Intelligenz. Vereinfacht gesagt: Unser Netz wird dynamischer. Und es wird schlauer. Und das Beste daran: Davon profitieren mehr Menschen als jemals zuvor, die bislang häufig nur mit Schneckentempo surfen konnten. [video width="1920" height="1080" mp4="https://s3-eu-central-1.amazonaws.com/vodafone-pr-live/wp-content/uploads/2020/04/19183533/Vodafone_Film1_Logo_DSS.mp4" poster="https://s3-eu-central-1.amazonaws.com/vodafone-pr-live/wp-content/uploads/2020/04/15174743/Dynmic-Spectrum-Sharing-Bild-Video.jpg"][/video] Eine Antenne für zwei Netze Dynamic Spectrum Sharing ist eine neue Antennen-Technologie, die wir ab sofort in unseren Netzen aktivieren. Diese Technologie ist besonders. Denn mit ihr stellt uns eine Antenne erstmals überhaupt zwei Netze zeitgleich bereit: 4G und 5G. Wofür bislang unterschiedliche Antennen an einem Standort nötig waren, reicht jetzt ein und die selbe Antenne. Sie bringt immer das Netz, das wir gerade benötigen. Meint: Wenn ich mit einem 5G-Smartphone im Umkreis der Mobilfunk-Antenne im Netz surfe, surfe ich mit 5G. Meint aber auch: Wenn ich in der selben Umgebung mit einem gängigen LTE-Smartphone ein Video streame, streame ich mit 4G. Das funktioniert ähnlich, wie an der Kasse im Supermarkt, wo ich gefragt werde, ob ich Bargeld dabei habe oder mit Karte zahlen möchte. Nur mit dem Unterschied, dass die Antenne mich nicht extra fragen muss, welches Smartphone ich dabei habe: Sie erkennt das ganz allein und stellt das passende Netz bereit. Ganz nebenbei: Weil wir die neue Technologie mit 700 Megahertz bauen, bringt eine Mobilfunk-Station 4G und 5G deutlich weiter ins Land und deutlich stärker in die Häuser hinein. Sprich: Das leidige Ruckeln beim Surfen mit dem Smartphone in den heimischen vier Wänden hat ein Ende. Und: Eine Antenne schließt deutlich größere Funklöcher als bislang. [video poster="https://s3-eu-central-1.amazonaws.com/vodafone-pr-live/wp-content/uploads/2020/04/19184610/Titelbild_so-funkt-5G.jpg" width="1920" height="1080" mp4="https://s3-eu-central-1.amazonaws.com/vodafone-pr-live/wp-content/uploads/2020/04/19184106/Vodafone_Film2_Logo.mp4"][/video] Unser CEO Hannes Ametsreiter spricht Klartext und erklärt, warum Deutschland einen Mix aus Bandbreite & Reichweite braucht! Mehr dazu hier. Wie wir uns Mobilfunk teilen Nur in den seltensten Fällen sind wir allein im Netz unterwegs, das eine Mobilfunk-Station bereitstellt. Denn Mobilfunk ist ein 'Shared Medium'. Wir teilen uns das Netz mit all unseren Mitmenschen. Mit unseren Freunden, Nachbarn und Familienmitgliedern. Eben mit allen Handynutzern, die sich ebenfalls im Umkreis einer Mobilfunk-Station befinden. Da kommt schnell eine berechtigte Frage auf: Wie reagiert eine Antenne, die die neue 'Dynamic Spectrum Sharing'-Technologie nutzt, wenn zeitgleich Menschen mit 5G-Smartphones und mit 4G-Handys im Netz surfen? Eine simple Antwort Die Antwort ist kurz und simpel: Dynamic Spectrum Sharing löst diese Herausforderung dynamisch. Die Technologie unterscheidet nicht nur zwischen 4G und 5G. Sie reagiert auch quasi in Echtzeit. Ohne das wir es bemerken, teilt sie die vorhandenen Mobilfunk-Kapazitäten entsprechend der Nutzer vor Ort auf. Ein Beispiel: Sind 10 Menschen ausschließlich mit 5G-Smartphones im Netz unterwegs, stellt die Antenne die komplette Kapazität für die 5G-Nutzer bereit. Greifen wiederum nur 4G-Nutzer auf das Netz zu, nutzt die Antenne die gesamte Kapazität für 4G. Surfen schließlich vier Menschen mit 4G-Telefonen und zeitgleich sechs Personen mit 5G-Telefonen im Umkreis einer Mobilfunkstation, stellt die Antenne einen Teil der Gesamtkapazität für 4G und einen etwas größeren Teil für 5G bereit – entsprechend der Anzahl der Nutzer. Alle Infos zu unseren Netzen gibt es hier. Das betrifft uns alle Technisch ist das eine Sensation. Etwas, was vor nicht allzu langer Zeit unvorstellbar gewesen wäre. Ich nehme es niemandem übel, der meine Begeisterung hierfür nur schwer teilen kann, weil es schlicht zu abstrakt ist. Ein Punkt aber, der betrifft uns alle. Und ich bin mir sicher, dass dieser Punkt uns alle begeistert. Denn Dynamic Spectrum Sharing ist die Lösung damit möglichst viele Menschen gleichzeitig vom Netzausbau, der hierzulande in der Vergangenheit zugegebenermaßen oft gestockt hat, profitieren können. Noch steht 5G in den Startlöchern. Mit unserem 5G-Netz erreichen wir noch in diesem Jahr deutlich mehr als 10 Millionen Menschen. Doch was bringt mir 5G, wenn ich, wie so viele da draußen noch kein 5G-Smartphone besitze. Wo neuerdings 5G aber kein 4G verfügbar wäre, würden in den nächsten Jahren viele Menschen weiter in einem gefühlten Funkloch leben. Denn bis wir alle ein 5G-Smartphone besitzen, wird es noch eine gute Weile dauern – was im Übrigen ganz normal ist. Also: Warum sollten wir all die Menschen mit 4G-Smartphones nicht heute schon mit auf die 5G-Reise nehmen? Indem auch sie vom Netzausbau, der zeitgleich das LTE-Netz erweitert, profitieren. Ist doch irgendwie eine ziemlich coole Sache, oder?

Klartext / 23.12.2019

Von wegen Stromfresser: Was 5G und eine Energiesparlampe gemeinsam haben

Worum gehts? 5G spart Strom. Und das gewaltig. Die neuste Mobilfunk-Generation überträgt die gleiche Datenmenge mit fast 80% weniger Energie als sein Vorgänger 4G. Und sogar mit 98% weniger als das alte 3G. Damit spart der Wechsel auf 5G im Verhältnis mehr Energie als die Umstellung von der Glühbirne zur Energiesparlampe. Denn die kommt auf maximal 80% Energie-Ersparnis. Mit dem Start der neuen Mobilfunk-Generation wächst die Sorge vor explodierendem Strombedarf. Erste Stimmen sagen, 5G brauche drei Mal mehr Energie als LTE. Fakt oder Vorurteil: Was ist dran am Mythos 'Stromfresser 5G'? Unser Datenhunger wächst. Das Smartphone? Fester Bestandteil in unserem Alltag. Smartwatches und Fitnesstracker? Werden immer beliebter. Filme und Serien? Werden auch unterwegs mit dem Smartphone geguckt. Fast 2 Milliarden Gigabyte Daten rauschten 2018 durch die deutschen Mobilfunknetze (Quelle: Bundesnetzagentur). Das sind 13 mal mehr Daten als noch 2012. Lassen Sie mich ehrlich sein: Das sind Zahlen, die mich als Technik-Chef von Vodafone, aber vor allem auch als Technik-Fan begeistern. Allein durch unser Mobilfunknetz rauschen heute täglich 2,6 Millionen Gigabyte Daten. Und das ist erst der Anfang: Der Ericsson Mobility Report prognostiziert, dass sich das Datenvolumen weltweit von 2018 bis 2024 verfünffacht. In Deutschland würden die Mobilfunknetze dann mehr 10 Milliarden Gigabyte Daten im Jahr übertragen. [quote id="376"] Unser Ziel, unsere Herausforderung Beeindruckende Zahlen, die für uns als Digitalisierungskonzern zu einer großen Herausforderung werden. Ein großes Ziel von mir und meiner Technik-Mannschaft: Unseren wachsenden Datenhunger stillen ohne dafür auch den Stromverbrauch in ansatzweise ähnlichem Umfang ansteigen zu lassen. Ein kleiner Vergleich Zur Einordnung: Unser Netz braucht weniger Strom, als ein Prozent aller Haushalte in Deutschland zusammen verbrauchen. Mit der Energie, mit der wir 99,7 Prozent der Bevölkerung ein Jahr lang mit Mobilfunk versorgen, könnten im selben Zeitraum nicht mal 0,01 Prozent der Bevölkerung ein Elektroauto nutzen. Der Löwenanteil der Energie, die wir für den Betrieb eines Mobilfunknetzes brauchen, kommt direkt an den Mobilfunk-Stationen zum Einsatz. Davon betreiben wir in Deutschland fast 25.000. Gerade einmal etwas mehr als 10 Prozent von der Energie, die unser Netz benötigt, brauchen unsere Rechenzentren, die die Daten speichern und verarbeiten. Deshalb ist es besonders wichtig direkt bei der Übertragungstechnik – also an den Mobilfunk-Stationen – intelligente Wege einzuschlagen, um den immer größeren Datenmassen, die wir alle jeden Tag fürs Streamen, Netzwerken und Durchstöbern von sozialen Netzwerken erzeugen, so stromsparend wie möglich gerecht zu werden. Die einzig logische Konsequenz: 5G. [quote id="379"] Das Beispiel mit dem Bus Studien sagen, 5G braucht drei Mal mehr Strom als LTE. Tatsächlich ist der Stromverbrauch einer 5G-Station höher als der einer LTE-Station. Aber: Eine 5G-Station transportiert dafür auch deutlich größere Datenmengen als eine LTE-Station. Haben Sie zuletzt auch überlegt öfter mal auf den Bus oder andere öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, um unsere Umwelt zu schonen? Vermutlich geht es vielen so. Dabei verbraucht ein Bus zweifelsfrei mehr Treibstoff als das eigene Auto. Klar ist aber auch: Wenn sich zahlreiche weitere Menschen ebenfalls entscheiden, statt mit dem Auto mit dem Bus zu fahren, reduziert das den Treibstoffverbrauch in der Summe enorm – und schont die Umwelt. Ganz ähnlich funktioniert es im Mobilfunk. 5G ist der Bus, der zwar mehr Energie braucht als das einzelne LTE-Auto. Der 5G-Bus transportiert aber viel mehr Daten. Kurzum: Um in Zukunft die gleiche Datenmenge zu transportieren, wie es eine 5G-Station kann, bräuchte es mehrere LTE-Stationen. Die dann wieder für die gleiche Datenmenge in Summe mehr Strom bräuchten, als eine 5G-Station. Eine kleine Hochrechnung In Zahlen lässt sich das ziemlich einfach herunterbrechen: 5G braucht für die Übertragung von einem Gigabyte Daten – damit können wir rund eine Stunde lang unsere Lieblingsserie bei Netflix streamen – etwa eine Wattstunde Energie (Wh). LTE braucht dafür ca. 3,5 Wattstunden Energie und 3G sogar 40 Wattstunden Energie. Eine herkömmliche Glühbirne (60 Watt) leuchtet mit einer Wattstunde Energie übrigens etwa zwei Minuten. Alltagsbeispiele, die wir alle kennen Was bedeutet das im Alltag? Nehmen wir den Wert von einer Kilowattstunde Strom als Basis. Mit dieser Menge Energie können Sie mit 5G drei Wochen am Stück im 5G-Netz surfen. Mit dem Vorgänger LTE kommen Sie immerhin auf etwas mehr als 8 Tage. Bei 3G reicht es gerade mal noch für einen Tag mobiles Surfen. Die selbe Menge Strom brauchen Sie übrigens um eine Maschine Wäsche zu waschen, um 15 Hemden zu bügeln, um 70 Tassen Kaffee zu kochen oder um vier Tage lang ein Zimmer zu beleuchten – mit einer Energiesparlampe. Und die verbraucht bis zu 80 Prozent weniger Strom als eine herkömmliche Glühbirne. 5G ist also wie eine Energiesparlampe, nur effektiver. Ein Blick in die Zukunft Blicken wir in die Zukunft. Ins Jahr 2024. Bis dahin werden wir übrigens unseren gesamten Strom bei Vodafone längst auf Grün gestellt haben. Nehmen wir an, dass sich das jährliche Mobilfunk-Datenvolumen auch in Deutschland verfünffacht – auf dann mehr als 10 Milliarden Gigabyte Daten. Eine unvorstellbare Größenordnung. 5G-Antennen könnten diese Datenmassen mit dem Einsatz von etwa 10 Millionen Kilowattstunden (kWh) Energie transportieren. Würden wir auf 5G verzichten und ausschließlich das LTE-Netz weiter ausbauen, bräuchten wir deutlich mehr LTE-Antennen und etwa 35 Millionen kWh Strom für die Datenübertragung. Würden die Datenmassen ausschließlich mit 3G übertragen, bräuchte das sogar rund 400 Millionen Kilowattstunden Strom. Eine kleine Erklärung Wie kann das sein? 5G ist intelligenter als seine Vorgänger. In der Technik sprechen wir von Beamforming. Vereinfacht: 5G funkt Nutzer-orientiert. Das Netz und seine Leistungsfähigkeit passen sich an unseren tatsächlichen Bedarf an. Bewegen wir uns mit dem Smartphone in der Nähe einer 5G-Station, bewegt sich das Netz mit uns und stellt, genau dort wo wir uns bewegen, zielgerichtet die höchste Leistung bereit. Das bedeutet auch: Wo sich kein Nutzer bewegt, gehen kaum Netzkapazitäten ungenutzt verloren. Und: Hier wird kaum Strom verbraucht. LTE hingegen funkt Standort-orientiert. Die Mobilfunk-Technik rund um einen Standort stellt immer gleichbleibend und unabhängig von den Nutzern, die sich hier bewegen, Netzkapazitäten zur Verfügung und überträgt wie verarbeitet permanent Basisinformationen. Auch dann, wenn diese gar nicht gebraucht werden, weil sich über Stunden kein Nutzer im Radius des Standortes aufhält. Es liegt auf der Hand: Dabei gehen Netzkapazitäten verloren. [quote id="378"] Was ist dran an den Mythen zum Stromfresser 5G? Was ist also dran an den Mythen rund um den 'Stromfresser' 5G? Als leidenschaftlicher Technik-Fan meine ich: nicht viel. Das Datenvolumen in Deutschland wächst. Weil wir alle immer mehr digitale Services nutzen. Unsere Aufgabe ist es einen Weg zu finden, diese Datenmengen, die wir alle nutzen wollen, so intelligent und energiesparend wie möglich zu übertragen. Oder würden Sie behaupten eine Glühlampe ist umweltfreundlicher als eine Energiesparlampe?

Klartext / 17.07.2019

So. Funkt. 5G.

Was war das für ein besonderer Tag gestern. Einen Monat nach dem Ende der Frequenz-Auktion haben wir das erste 5G-Handy-Netz in Deutschland gestartet. Mit für uns schon jetzt verfügbaren Frequenzen im 3,5 Gigahertz Bereich. Deutschlands Start in das 5G-Zeitalter. Der Start einer neuen Mobilfunk-Generation, mit der so viele Hoffnungen verbunden sind – vor allem in der Industrie. Als Technik-Chef gebe ich zu: Das erlebt man nicht alle Tage. Heute surfen unsere Kunden mit den ersten 5G-Produkten und mit der 5G-Option in zahlreichen Tarifen erstmals im neuen 5G-Netz. Dafür hat meine Mannschaft in den vergangenen Wochen und Monaten hart und viel gearbeitet. Mein Lob und mein ganzer Stolz richtet sich an ein Team, das immer bereit war, die Extrameile zu gehen und erneut über sich hinaus gewachsen ist. Dieser Einsatz macht es möglich, dass auf den 5G-Smartphones unserer Kunden an ersten Orten ab heute wirklich das kleine 5G-Symbol erscheint. Doch wie funktioniert das eigentlich? Und was macht 5G so besonders? So. Funkt. 5G.  Latenz. Wenn über 5G gesprochen wird, dann fällt dieser Begriff immer wieder. 5G – das Echtzeit-Netz. So schnell wie das menschliche Nervensystem. Wie ist das eigentlich möglich? Weshalb rauschen die Daten noch viel schneller als bislang von Smartphone zu Smartphone. Oder im Internet der Dinge von Maschine zu Maschine. Ein Hauptgrund hierfür: MEC. Mobile Edge Computing. Oder: die kleinsten Rechenzentren im Netz. Sie sind direkt in der Nähe der Mobilfunk-Stationen und kaum größer als ein handelsübliches Notebook. Daten, die wir mit unseren Smartphones auf die Reise schicken, müssen dann nicht mehr hunderte Kilometer unter der Erde bis zum nächsten Rechenzentrum rauschen, um verarbeitet und weitergeleitet zu werden. Das alles passiert direkt am Ort des Geschehens. Das spart Zeit. Und das erhöht die Sicherheit. Zum Beispiel in der Industrie. Wenn Daten den Unternehmens-Campus gar nicht mehr verlassen. [quote id="327"] Was 5G so besonders macht Würden Sie eigentlich eine 5G-Antenne erkennen? Vermutlich nicht auf Anhieb. Von außen fällt das meistens schwer. Auch für mich. Aber: Technisch ist der Unterschied riesig. Eine 5G-Antenne vereint im inneren 64 kleine Antennen. Jede einzelne richtet sich speziell am Kunden aus. Jede Antenne bündelt die verfügbaren Kapazitäten. Jeweils für die Nutzer, die gerade wirklich im Netz unterwegs sind. Jeder einzelne Nutzer surft dann schneller als bislang. Denn eine 5G-Station funkt nicht mehr mit der Gießkanne – so, wie wir es bislang von LTE kennen. 5G-Antennen funken gezielt. Und bewegen sich mit dem Nutzer. Zum Beispiel wenn dieser mit dem Auto oder Zug unterwegs ist. Kurz gesagt: Beamforming. Und nicht jede 5G-Antenne sieht gleich aus. 5G ist flexibel. Es gibt, ähnlich wie bei LTE, die großen Mobilfunk-Stationen: Sie stehen entlang der Autobahnen, am Rande der Großstadt oder auf den Hausdächern. Aber es gibt auch die ganz kleinen 5G-Antennen, oft Small Cells genannt. Nicht größer als ein Smartphone. Sie funken vor allem in der Industrie. Ihre Stärke: Sie bringen eine optimale Netzabdeckung in Gebäude oder Industriehallen hinein. Hinter dicke Beton- und Stahlwände. Im Werk der e.GO Mobile AG, wo das neue Elektroauto e.GO Life gefertigt wird, sind 36 von den sogenannten 'Small Cells' bereits im Einsatz. Dank 'Network Slicing' mit garantierten Bandbreiten. Denn mit 5G schneidern wir für unsere Industriekunden das Netz nach Maß. [quote id="329"] Unsere ersten Stationen sind am Netz – und für unsere Kunden nutzbar Gestern haben wir mehr als 60 5G-Antennen an den ersten 25 Stationen in unserem Netz aktiviert. Mit den für uns schon jetzt verfügbaren 3,5 Gigahertz-Frequenzen bringen wir 5G zu unseren Kunden. Wichtig: Nicht mit einem Testnetz für Prototypen. Sondern als echtes 5G-Handy-Netz, das unsere Kunden ab sofort mit dem ersten 5G-Smartphone und ab morgen mit dem ersten mobilen 5G-Router nutzen können. Kurz gesagt: Heute erscheint bei ersten Kunden in Deutschland das kleine 5G-Symbol oben links im Screen vom Smartphone. Das ist ein echter Auftakt. Natürlich funkt 5G mit den ersten 5G-Stationen noch lange nicht flächendeckend. Denn: Ein Mobilfunknetz ist niemals fertig. Und: Alles was einmal groß werden will, muss klein beginnen. Der Startschuss ist heute gefallen. Für mich und meine Mannschaft ist das kein Grund zum Zurücklehnen. Im Gegenteil. Die kommenden Monate und Jahre werden intensiv. Wir werden viel Geld, Zeit und Arbeit investieren. Mit der Zuteilung der weiteren Frequenzen, werden wir die Kapazitäten in unserem 5G-Netz erhöhen. Wir werden noch schneller. Unser 5G-Netz größer. Wir haben zum Start nicht alle Stationen in einer Metropole aktiviert. Unsere ersten 5G-Stationen stehen in Großstädten und in kleineren Gemeinden. An Orten, mit unterschiedlichsten geografischen Voraussetzungen und Anspruchsgruppen. Weil wir lernen wollen. Wir wollen verstehen, wann und wo unsere Kunden 5G schon jetzt brauchen. Denn wir wollen unsere 5G-Reise optimieren und entsprechend der Bedürfnisse unserer Kunden planen. Ich freue mich auf die Reise. Ich freue mich auf all die digitalen Abenteuer, die wir gemeinsam erleben werden. Ich freue mich auf 5G.

Klartext / 24.05.2018

Ich war Zuhause

Kundenzufriedenheit und ein ausgezeichneter Service sind für uns essentiell. Denn Kundenzufriedenheit ist die einzige Währung, die langfristig zählt. Dafür arbeiten wir jeden Tag. Nun gibt es aber strukturelle Besonderheiten im Telekommunikationsmarkt, die dazu führen, dass die Zufriedenheit unserer DSL-Kunden an bestimmten Punkten nicht mehr in unserer Hand liegt – denn die letzte Meile, das ist die Internet-Leitung vom Vermittlungskasten bis zum Haus des DSL-Kunden, gehört der Deutschen Telekom. Darum sind wir, genau wie auch andere Betreiber, bei der Anschaltung von DSL-Anschlüssen und bei der Behebung von Leitungsproblemen vom Techniker der Deutschen Telekom abhängig. Und so müssen wir viel zu oft zusehen, wie Kunden sich frustriert an uns wenden für Dinge, für die wir nichts können. Als Service-Chef von Vodafone möchte ich hier verständlich machen, woher die Unzufriedenheit vieler DSL-Kunden genau rührt und wo die Probleme liegen. Kunden leiden unter Begebenheiten, bei denen wir machtlos sind Natürlich sind auch wir nicht frei von Fehlern. Doch vor allem sehen wir uns seit geraumer Zeit regelmäßig und auf breiter Basis mit Kundenbeschwerden konfrontiert, die sich um die Bereitstellungszeiten von Internetanschlüssen, Nicht-Zustandekommen von Erst- oder Zweitterminen mit Telekom-Technikern, unnötige Offline-Zeiten oder der Angst vor einem Anbieterwechsel handeln. Hier leiden unsere Kunden unter Begebenheiten, bei denen wir machtlos sind. Diese Servicedefizite schaden unserer Reputation als kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen und sie schaden dem Digitalstandort Deutschland, weil sie das Vertrauen der Verbraucher untergraben. Die daraus resultierende Unzufriedenheit von Kunden und Verbrauchern nehmen wir sehr ernst. Um den Dingen auf den Grund zu gehen und zu sehen, welches Ausmaß die Gegebenheiten in Deutschland wirklich haben, hat Vodafone eine repräsentative Studie in Auftrag gegeben. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass wir in Deutschland ein großes und der Volkswirtschaft schadendes Service-Problem haben. Millionen Urlaubstage für einen Techniker, der dann nicht kommt So leiden Kunden darunter, dass jeder dritte Technikertermin der Deutschen Telekom beim ersten Versuch platzt. Und warten wiederholt vergeblich – sogar bis zu vier Mal, bis sie endlich online sind oder die Störung behoben ist. Dabei werden Urlaubstage verschenkt für einen Techniker, der dann nicht kommt. Insgesamt gehen so 2,2 Millionen Urlaubstage in Deutschland jährlich verloren, die nicht der Erholung dienen. Dies führt zu einem Schaden von 956 Millionen Euro – gerechnet in Bruttowertschöpfung eines durchschnittlichen Arbeitstages. Kein Wunder, dass das Kunden vor einem Anbieterwechsel zurückschrecken lässt: 58% der Deutschen bleiben lieber bei ihrem Anbieter nur aus Angst, zu lange offline zu sein. Die Furcht ist begründet: Im Durchschnitt ist jeder Kunde im Netz der Deutschen Telekom anderthalb Tage im Jahr offline. Die Studie zeigt zugleich, dass Kunden, die nicht bei der Telekom, aber auf ihr Netz angewiesen sind, benachteiligt werden. Während 71% der Termine von Telekom-Kunden zur vereinbarten Zeit stattfinden, kommen nur 60% der Termine bei Wettbewerbskunden zustande. Nicht nur das: Kunden vom Wettbewerber werden auch häufiger sitzen gelassen: Bei 15% der Wettbewerbskunden kommt der Techniker gar nicht, während 9% der Telekom-Kunden unnötig warten. Das heißt auch: Kunden, die nicht bei der Telekom sind, aber von ihrem Netz abhängig, müssen sich 1,21 Millionen mehr Urlaubstage nehmen als Telekom-Kunden. Was die Studie auch zeigt ist, dass wir in Deutschland im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn ziemlich weit abgeschlagen sind: Die Bereitstellung der Anschlüsse bei uns dauert bis zu vier Mal länger als in den Vergleichsländern. Damit sind wir, der „Digitalstandort“, das Schlusslicht. Unsere Studie soll Bewegung in die Service-Wüste Deutschlands bringen. Sie soll adressieren, welche Mängel wir wirklich in Deutschland haben und eine längst überfällige Debatte über dieses Problem anzustoßen. Sie soll dazu aufrufen, anzupacken und im Sinne der Verbraucher endlich zu handeln. Der Branchenverband VATM bestätigt die Ergebnisse der WIK Studie. Lesen Sie auch unsere News zu diesem Thema.