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Lara Kuschmann

lara.kuschmann@vodafone.com
Story / 19.07.2019

Vernetzt lernen statt isoliert pauken

Weiter geht’s in unserer Story-Reihe, mit der wir erneut einen Blick ins Jahr 2039 werfen. In der Uni etwas nicht verstanden? Schnell ist heute das Smartphone gezückt und ein Erklärvideo aufgerufen. Und das gilt nicht nur für Studenten wie mich, sondern auch für Schüler: Laut einer aktuellen Studie des Rats für kulturelle Bildung nutzen viele Kinder YouTube zum Lernen für die Schule. WhatsApp-Klassenchats, in denen Schulkinder sich vernetzen, sind schon lange Realität. Bücher schleppen? Dank Tablet und Co. wird auch das immer weniger. Ich frage mich: Wie sieht Bildung wohl in 20 Jahren aus? Digitale Lern-Netzwerke der Zukunft Ganz ehrlich? Ich glaube, im Jahr 2039 wird Bildung nicht mehr ausschließlich über Institutionen wie Schulen oder Universitäten stattfinden. Ich kann mir vorstellen, dass Bildung stattdessen verstärkt über neue Kanäle verfügbar sein wird. Doch wie kann das aussehen? Zeichnen wir doch mal folgendes Szenario: Das Lernen der Zukunft findet hauptsächlich im Netzwerk statt – sowohl online als auch offline. Ob Schüler oder Student – alle befinden sich in einem digitalen Lern-Netzwerk, zu dem aber auch eine feste Offline-Lerngruppe gehört. Lehrpläne, die vorschreiben, was alle lernen sollen? Gibt es nicht mehr. Jeder hat seinen eigenen Lern-Coach und digitalen Mentor, der ihm jederzeit zur Verfügung steht und den individuellen Lernfortschritt begleitet. Lernen von überall und zu jeder Zeit? Das sehen wir in Ansätzen heute schon. Und im Lern-Netzwerk der Zukunft ist das völlig normal. Persönlicher Austausch und Diskussion bleiben wichtig Egal ob in der Schule oder in der Uni – von einer Sache bin ich überzeugt: Der persönliche Austausch und die Diskussion wird nach wie vor von Bedeutung sein. Auch die Schule und die Universität als Orte des Aufeinandertreffens werden bleiben. Die Uni-Bibliothek dient als ruhiger Rückzugsort, aber eben dann, wenn ich sie brauche – und nicht jeden Tag. Außerdem ist meine Bibliothek der Zukunft mit einem 3D-Hologramm in Form einer Weltkugel ausgestattet. So kann ich mir jeden Ort ansehen, über den ich etwas lernen möchte. Mithilfe einer Augmented Reality Brille und einer speziellen Software wird das Lernen spielerisch leicht. Auch die Lernatmosphäre wird sich ändern. Ich glaube, Klassenräume und Uni-Hörsäle sind im Jahr 2039 Räume zum Wohlfühlen – und keine Lern-Fabriken. Medienkompetenz und Verständnis für digitale Technologien stärken Eines steht für mich unausweichlich fest: Die Bedeutung von digitalen Kompetenzen wird weiter zunehmen. Deshalb finde ich es klasse, dass Vodafone sich der Vermittlung von digitalen Kompetenzen annimmt und die Bildungsinitiative „Coding for tomorrow“ ins Leben gerufen hat, um Digitalisierung im Bildungsbereich voranzutreiben. Schüler können so ein grundlegendes Verständnis für digitale Technologien entwickeln. Doch nicht nur die IT- und Digitalkompetenz wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung zunehmen. Auch die Stärkung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen halte ich für unausweichlich, damit Schüler und Studenten beim vernetzten Lernen souverän mit digitalen Medien umgehen, sie verstehen und verantwortungsvoll einsetzen.

Story / 05.07.2019

Der Mediziner für Zuhause

Ich bin 25 Jahre alt. Meine Lebenserwartung liegt laut WHO derzeit bei 79,4 Jahren. Gar nicht mal so hoch, geht mir durch den Kopf und ich denke an meine Großeltern, die dieses Alter bereits überschritten haben. Werden wir durch die zunehmende Digitalisierung des Gesundheitssystems länger und gesünder leben? Darüber, wie unsere Zukunft aussehen wird, können wir nur Vermutungen anstellen. Diese Story-Reihe wirft einen Blick in das Jahr 2039. Ob ich in 20 Jahren überhaupt noch zum Arzt gehen muss? Das ist nur eine Frage von vielen, die ich mir in diesem Zusammenhang stelle. Smart Health Denken wir mal an folgendes Szenario für das Jahr 2039: “In drei Wochen hast du einen Termin bei deinem Hausarzt, lass uns deine Werte messen”, macht Finn mich aufmerksam. Finn ist mein digitaler Assistent und eine künstliche Intelligenz. Sein Zuhause: die Cloud. Gerade spricht er mit mir über einen Lautsprecher im Badezimmerspiegel während ich mir die Zähne putze. Mein Spiegel informiert mich mit Grafiken über meinen aktuellen Gesundheitsstatus. Dieser wird mithilfe von Sensoren in meinem Schlafanzug und durch ein Armband erhoben, das ich am Handgelenk trage. Das intelligente System Finn analysiert meine Daten und kann anschließend eine Diagnose stellen, indem es meine Werte mit digital hinterlegten Krankenakten und Krankheitsverläufen abgleicht. Finn ist sozusagen mein Mediziner für Zuhause. Mein digitaler Assistent erkennt gesundheitliche Auffälligkeiten und kann mich entsprechend darauf hinweisen. Im Jahr 2039 kann ich meinen Körper optimal überwachen und dadurch meine Lebenserwartung steigern. Vertrauensfaktor Arzt Ich frage mich, ob ich das alles so genau wissen möchte. Wenn ich sterbenskrank bin, will ich auf den Tag genau wissen, wann ich sterbe? Und ist es für mich überhaupt so erstrebenswert, meine Lebenserwartung bis ins Unermessliche zu steigern? Als nächstes schießt mir durch den Kopf: Wie lange muss ich wohl arbeiten, um mir eine derartig hohe Lebenserwartung leisten zu können? Ich denke weiter darüber nach, wie wichtig mir eigentlich die Person Arzt ist. Wenn ich ehrlich bin, spielt für mich der Vertrauens- und Beruhigungsfaktor Arzt eine bedeutende Rolle. Ich glaube nicht, dass ich meinem digitalen Assistenten in gleichem Maß vertrauen könnte, wie meinem Hausarzt. Beruhigend zureden oder zuhören? Das schätze ich an meinem Arzt und das kann meiner Meinung nach auch kein digitaler Assistent leisten. Außerdem frage ich mich, wo dann noch das Persönliche, das Menschliche bleibt, wenn Arzt-Sprechstunden zu Online-Sprechstunden werden. Laut Bitkom kann sich zumindest fast jeder dritte Deutsche vorstellen, das Angebot einer Online-Sprechstunde in Anspruch zu nehmen. Wenn ich für Routinebesuche weniger zum Arzt muss, weil mein digitaler Assistent die Überwachung übernimmt, würde ich mir zumindest wünschen, dass dann mehr Zeit für persönliche Beratung beim Arzt bleibt. Daten über Daten Ich denke außerdem darüber nach, was mit all den Patientendaten passiert, die erhoben werden. Ich persönlich habe kein Problem damit, dass meine Daten erfasst und gespeichert werden. Ich sehe dabei das große Ganze: Meine Daten im Tausch für eine bessere Gesundheit? Für mich kein Problem. Die Generation meiner Eltern und Großeltern wird sicherlich mehr zögern, die Hoheit über ihre Daten abzugeben. Dennoch stellt sich auch für mich die Frage, wer langfristig die Macht über die vielen Daten erhält und wo diese zusammenlaufen. In einer Cloud? Doch wie sicher ist das? Für mich bleibt es spannend, zu beobachten, wie Unternehmen wie Vodafone die Digitalisierung des Gesundheitssystems vorantreiben und über das Internet der Dinge Ärzte und Patienten unterstützen. Welche Auswirkungen das für mich hat? Die Zukunft wird’s zeigen!

Story / 21.06.2019

Eine Welt ohne Stau und Verkehrsunfälle?

Jeden Tag legen die Deutschen gut 3,2 Milliarden Kilometer zurück. Als Folge des Anstiegs der Bevölkerung und der Beschäftigung erreicht die Verkehrsnachfrage damit einen neuen Höchststand. Pro Person sind das täglich 39 Kilometer. Das ergibt eine Mobilitätsstudie des MBVI. Wir Deutschen sind also unterwegs wie nie zuvor. Vor diesem Hintergrund frage ich mich, wie wohl die Mobilität der Zukunft aussehen wird. Heute startet unsere neue Story-Reihe, in der wir voller Spannung und Erwartung 20 Jahre in die Zukunft blicken. Gleichzeitig sollen auch Sorgen und Ängste ihren Platz und ihre Berechtigung haben. In 20 Jahren bin ich 45 und stehe hoffentlich mit beiden Beinen fest im Leben. Heute frage ich mich: Wie wird wohl mein Weg zur Arbeit im Jahr 2039 aussehen? Und: Werden verstopfte Straßen der Vergangenheit angehören? Von Bompeln und Smombies im Jahr 2039 Um acht Uhr morgens verlasse ich das Haus und mache mich auf den Weg zur Arbeit. Ich steige in mein Auto, meinen Führerschein habe ich nicht dabei. Den benötige ich auch nicht mehr, da mein Auto selbständig, autonom fährt. Meine Kinder müssen die Führerscheinprüfung im Jahr 2039 gar nicht erst absolvieren. Während der Fahrt lese ich und werfe einen Blick nach draußen: Menschen laufen mit Blick aufs Handy und vergessen die Welt um sich herum. Sie sind Smartphone-Zombies – sogenannte Smombies – und bleiben dennoch an roten Ampeln stehen. Bompeln, also in den Boden eingelassene Ampeln, signalisieren ihnen in Form von LED-Streifen, die Straße nicht zu überqueren, wenn sich ein Fahrzeug nähert. An meinem Arbeitsplatz angekommen, entfällt die lästige Parkplatz-Suche, die mich früher immer viel Zeit und Nerven gekostet hat. Denn auch das übernimmt mein Auto, dem freie Parkplätze angezeigt werden. Es wird automatisch dorthin gesteuert. So kann ich entspannt in meinen Arbeitstag starten. Fragen über Fragen Entspannt für mich – aber zu welchem Preis? Heute, im Jahr 2019 nutze ich öffentliche Verkehrsmittel vor allem aus dem Grund, weil ich dabei nicht selbst am Steuer sitzen muss. So kann ich nebenbei zum Beispiel ein gutes Buch lesen und trage nicht unnötig zur Verstopfung der Straßen bei. Was ich mich nur frage: Wenn im Jahr 2039 autonomes Fahren zur Selbstverständlichkeit wird, wer wird dann noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren? Verstopfen dann nicht autonom fahrende Autos die Straßen? Das Auto als Heimkino oder als Schlafplatz während einer langen Fahrt – klingt verlockend! So viel Euphorie und spannende Erwartung diese Vorstellung auch in mir hervorruft... sie ist gleichzeitig von Ängsten, Sorgen und offenen Fragen begleitet: Wie viel Kontrolle und Verantwortung bin ich bereit abzugeben? Wer übernimmt die Verantwortung für Unfälle im Straßenverkehr? Wird die Infrastruktur der Stadt, in der ich dann lebe, überhaupt so weit sein? Was ist das Mindestalter zum Autofahren, wenn das Auto selbst fährt und kein Führerschein benötigt wird? Und wer macht überhaupt die Regeln für das Programmieren dieser Autos? Fragen über Fragen, auf die ich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Antwort habe. Schluss mit Schwarzmalerei Gleichzeitig sehe ich natürlich auch viele positive Aspekte, die die Mobilität der Zukunft mit sich bringt. So können zum Beispiel ältere Menschen in Zukunft auch in hohem Alter noch mobil sein und wir werden in unserer Fortbewegung flexibler. Die Zahl der Verkehrstoten verringert sich, der Verkehr wird planbarer. Wir als Verkehrsteilnehmer können uns untereinander vernetzen, miteinander kommunizieren und unsere Fahrtzeit effizienter gestalten. Und das sind nur wenige von vielen Vorteilen. Eines steht jedenfalls für mich fest: Unternehmen wie Vodafone machen sich nicht nur bereit für die Mobilität der Zukunft, sondern gestalten sie aktiv mit. So sehen wir Sicherheitskonzepte für den Straßenverkehr der Zukunft bereits heute auf der Straße. Ich finde es wichtig, dass wir uns schon heute im Jahr 2019 Gedanken darüber machen, wie wir die Straßen in Zukunft sicherer machen und einer Welt ohne Stau und Verkehrsunfälle näherkommen können.

Story / 17.01.2019

Arm, und doch so reich! Nepal zieht Juno Ziss in seinen Bann

Der Wecker klingelt! Raus aus dem Bett, Morgenritual abspulen und ab ins Büro. Dort heißt es: E-Mails bearbeiten, telefonieren, sich mit Kollegen besprechen, Unterlagen sichten und Vieles mehr. Ein normaler Büro-Arbeitstag, wie ihn viele in Deutschland kennen. So geht es auch Juno Ziss. Sie ist Psychologin und arbeitet seit 2015 bei Vodafone als Personalerin. Der Job macht ihr Spaß, es geht ihr richtig gut und sie ist dafür sehr dankbar. Doch kann das alles sein? Für sie nicht. Sie möchte etwas zurückgeben – am besten in einem Land, in dem das Leben nicht so einfach ist. So erfüllte sie sich den Traum von einem Leben auf Zeit in Nepal und machte sich mit leichtem Gepäck auf den Weg. „Sensationell, dass humanitäre Einsätze so unterstützt werden!“ Ok – vorher gab es noch einige bürokratische Hürden zu nehmen und organisatorische Dinge zu erledigen. „Alles machbar!“, sagt die junge Düsseldorferin. „Für mich war es vor allem ein Glücksgriff, dass Vodafone mir mit seinem sozialen Programm die Möglichkeit einer bezahlten Auszeit ermöglicht hat. Sensationell, dass humanitäre Einsätze so unterstützt werden!“ Im Frühjahr 2018 ging es los – in das kleine Dorf Bachhauli im Süden Nepals. Sie tauschte ihre gemütliche Wohnung in Düsseldorf gegen ein spartanisches Zimmer in dem Dorf, das rund 7.000 Kilometer entfernt von ihrer Heimat liegt. Fließend Wasser, sonstiger Komfort? Fehlanzeige. Dafür standen Elefanten, Wasserbüffel und Hühner gleich vor der Haustür. Ihr Einsatzort, die Bücherei, war nicht nur ein Mini-Raum mit Büchern, zwei Laptops samt Internet. Nein, er diente gleichzeitig als Versammlungs- und Kindertagesstätte, Ort zum Bezahlen der Stromrechnung und als Anlaufstelle für die Dorfbewohner.  Dort bekamen sie Hilfe jeglicher Art: von kostenlosen Gesundheitschecks bis zu Info-Veranstaltungen zum Anbau von Gemüse und zur Gesundheit der Nutztiere. „Dieses Leben war gefühlt weit mehr als 7.000 Kilometer entfernt von meiner Arbeit im Vodafone-Tower, von meiner Familie, den Freunden und allem Luxus, der damit verbunden ist“, erzählt die 29-jährige. „Es ist ein großes Glück, so komfortabel mit so vielen Chancen leben zu dürfen.“ Die junge Psychologin, die sich bei Vodafone um die Entwicklung von Führungskräften kümmert, tauschte ihr eng getaktetes und hochspezialisiertes Arbeitsumfeld gegen täglichen Yoga- und Englisch-Unterricht für die Frauen in Bachhauli, sie half bei Computer- und Powerpoint-Fragen. „Das Leben dort ist unvorstellbar einfach“, sagt Juno. In einem orangefarbenen Plastik-Bottich wird die Wäsche gewaschen, aber auch die Kartoffeln. Um 11 Uhr war Zeit für Yoga, als Matte diente eine einfache Schaumstoffrolle. Eingekauft wurde in einem Mini-Shop, einem Büdchen auf nepalesisch. Die Düsseldorferin ist in das Dorfleben eingetaucht, hat Nepali gelernt und sich vor allem um die Frauen gekümmert. „Sie haben mich beeindruckt, wie sie zwischen den Welten leben: Wäsche waschen im Bottich und Surfen im Internet. Alle haben ein Smartphone – selbst die Dorfälteste – und sie sind auf Facebook aktiv.“ Das Leben in Nepal ist vollkommen anders als bei uns. „Das Tempo ist viel ruhiger, die Menschen gehen sogar auf der Straße langsamer“, sagt Juno Ziss. Und die Mentalität ist anders: Wenn ein Stuhl wackelt, dann ist das eben so. Statt ihn zu reparieren, lebt man damit. Was hat sich nach Nepal für sie verändert? „Ich versuche, mir ein Stück Gelassenheit zu erhalten, mich nicht so hetzen zu lassen“, sagt Juno. Was sie vorher schon geahnt hat, ist jetzt noch täglich spürbar: „Wir merken zu 99 Prozent der Zeit gar nicht, wie unglaublich es ist, wirklich alles haben zu können. Und damit meine ich nicht den Konsum von Luxusgütern, sondern sauberes Wasser aus der Leitung, heiße Duschen, eine funktionierende Müllabfuhr.“ Mit nur einem Rucksack ist Juno Ziss nach Bachhauli aufgebrochen. Mit einem Füllhorn an Erfahrungen und Erinnerungen ist sie zurückgekommen. Eine Woche lang dauerte der Abschied von den Dorfbewohnern. Seit dieser Zeit, über die auch die Rheinische Post berichtet hat, zehrt sie von ihrem 'anderen Leben' in Nepal. Und wenn sie ihr Abschiedsgeschenk, einen maßgeschneiderten Sari, manchmal zu Hause anschaut, kommt sie ins Träumen.

Story / 20.12.2018

Happy LGBTmas! – Einsatz lohnt sich

Frau liebt Mann, Frau liebt Frau. Oder nochmal anders? Bei Vodafone hat Offenheit einen hohen Wert – jeder darf und soll so sein, wie er ist. Und das ist vor allem dem unternehmenseigenen LGBT-Netzwerk zu verdanken. Dieses informiert, netzwerkt und berät rund ums Thema LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender) und hat nun ganz aktuell zum dritten Mal den LGBT-Award für herausragendes Engagement verliehen. Ausgezeichnet wurde der Bereichsleiter Frank Wendelstorf. Doch was hat er gemacht? Er hat sich über die Maße dafür eingesetzt, dass Vodafone auch öffentlich zu LGBT steht. Vor vier Jahren hat er die erste Vodafone-CSD-Beteiligung eingefädelt. In Stuttgart – mit eigenem Budget und Zeit! Mittlerweile gibt es jährlich vier CSDs in ganz Deutschland, bei denen Vodafone mit eigenen Wagen und vor allem zahlreichen Mitarbeitern aktiv Flagge zeigt. Zusätzlich ist er beim Thema 'Coming Out' sehr offen. Seit den ersten gemeinsamen Schritten ist viel geschehen. Über die anfängliche Teilnahme an CSDs und externen Events hinaus hat sich das Netzwerk mittlerweile als interne Unternehmensberatung in Kulturfragen etabliert. Manager wie Frank sind zu unverzichtbaren Wegbegleitern bei der Gestaltung des kulturellen Wandels geworden. Da fließen schon einmal Tränen … Gerührt von einer bewegenden Rede des LGBT-Netzwerkleiters, Markus Baumhaus, floss das eine oder andere Tränchen bei der Verleihung. Nicht nur bei Vater Frank Wendelstorf und seinem ebenfalls anwesenden Sohn Maurice, sondern auch bei den anderen Gästen, die sichtlich bewegt waren. Ein deutliches Zeichen, wie wichtig der offene Umgang mit LGBT ist. [quote id="279"] Frank Wendelstorf ist sich sicher: „Für Toleranz und vor allem für Wertschätzung muss gekämpft werden. Immer und kontinuierlich. Denn es lohnt sich, die Kraft und die Ideen sowie die Vielfalt aller zu nutzen. Nur so kann Großes entstehen.“ Vodafone sieht das genauso und legt einen großen Wert auf eine Unternehmenskultur, die Unterschiede schätzt, fördert und respektiert. Für ein Umfeld, in dem sich niemand verstellen muss, setzt sich das Unternehmen ein und bekommt große Unterstützung des Vodafone LGBT-Netzwerks, das sich aktiv und kritisch mit dem Thema 'Sexuelle Identität' auseinandersetzt. Dieses gibt es seit 2014 und ist auch für Heterosexuelle offen. Neben einer kritischen Auseinandersetzung auf allen Führungsebenen ist eine jährliche Studie zur LGBT-Situation bei Vodafone eines der wichtigsten Tools zur LGBT-Kulturveränderung im Unternehmen. Die Ergebnisse machen sichtbar, wo Vodafone beim Thema LGBT steht und was noch verbessert werden muss. Viele Maßnahmen – ein Ziel: „Offenheit gegenüber jeder sexuellen Identität ist bei Vodafone enorm wichtig. Reden allein reicht nicht: Wir müssen handeln”, so Bettina Karsch, Geschäftsführerin Human Resources bei Vodafone Deutschland.

Story / 14.12.2018

Zwischen Kinderschuhen und Arbeitsalltag: Wir brauchen moderne Väter wie Matthias Schulz

Harter Acht-Stunden-Arbeitstag im Technik-Bereich. Dann Baby wickeln, Indianer spielen und Fußball-Wochenende mit den Kindern erleben. Matthias Schulz gehört zu den 'neuen Vätern', die Beruf und Familie unter einen Hut bringen. Impulse dazu erhält er beim Vodafone-Väternetzwerk, in dem der 40-Jährige seit drei Jahren aktiv ist. „Gleichberechtigung von Frauen kann nur funktionieren, wenn Männer mehr Familienaufgaben übernehmen.“ Home-Office, Elternzeit, Teilzeit … … darin ist er Profi. Als Vater von zwei Jungs im Alter von 5 und 8 Jahren ist es nicht immer einfach. Das weiß er nur zu gut. Aber eins stand von Anfang an für ihn fest: „Ich bin immer für meine Kinder da und nicht nur der 'Gute-Nacht-Sage-Papa'.“ Doch wie? Möglich wird es durch flexible Arbeitszeiten und die Aufteilung der Betreuung mit seiner Frau. Sie arbeitet in Teilzeit, er unterstützt an ihren langen Tagen mit Home-Office. Nach den Geburten hat er sogar mehrere Monate Elternzeit genommen. Das Väternetzwerk als Sprachrohr Matthias Schulz´ Wunsch ist es sich für Themen rund ums Vatersein einzusetzen, deswegen ist er Mitglied im Väternetzwerk bei Vodafone. Hier besprechen Matthias und seine Kollegen, was Väter aktuell beschäftigt. Etwa, ob das sechs Monate alte Baby geimpft werden soll oder wie es mit der Vorbereitung auf die Grundschule läuft. Die Väterrunde organisiert aber auch verschiedene Aktionen: So fand im letzten Jahr ein Skater-Event statt und es werden regelmäßig Vorträge der Väter GmbH angeboten, die Kollegen in der Mittagspause besuchen können. Unter allen Themen ist eins ein Dauerbrenner: Der Umgang mit Medien bei Kindern und Jugendlichen. Ein weites Feld, für das es viele Antworten gibt. Diskutieren hilft auf jeden Fall. Zusammenhalt ist wichtig Nach drei Jahren Väternetzwerk ist Matthias Schulz eins ganz klar geworden: Es liefert viele Informationen, aber noch viel mehr Zusammenhalt. Allein das Wissen, dass man mit seinen Sorgen und Alltagsherausforderungen nicht allein ist, ist für ihn Gold wert. Matthias Schulz ist ein Netzwerk-Fachmann, denn er ist nach seinem Beitritt im Väternetzwerk auch Mitglied im LGBT-Netzwerk bei Vodafone geworden. Dort tauschen sich LGBTs (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender) aus. Seine Inspiration zum Beitritt nahm er einem internen Interview, dort fiel der Satz: „Ein Heterosexueller outet sich jeden Tag. Unbewusst.“ Ob er nun von einem Wochenende mit seiner Frau erzählt oder von alltäglichen Problemen, könnte er dies nicht, müsste sich der Vater stark verstellen. Dabei kam ihm die Idee einer Zusammenarbeit der beiden Netzwerke: „Man will für sein Kind immer das Beste. Doch wie schafft man einen Rahmen, in dem es für das Kind kein Problem ist, sich zu outen?“ Diese und weitere Fragen sollen besprochen werden. Ein großer Vorteil: Der andere Blick auf die Themen. Wer Ziele hat, der hat Erfolg Damit hätte Matthias Schulz nicht gerechnet: Beim ersten Väter Summit in Frankfurt am Main hat Vodafone in der Kategorie 'Innovatives Väternetzwerk' gewonnen. Ausschlaggebend war unter anderem der Workshop 'Papa, bin ich schwul?'. Managerin Diversity & WorkLife Erdmute Thalmann und Initiator Matthias Schulz haben den Preis stellvertretend für das Kernteam entgegengenommen. Die Preisverleihung war für den stolzen Vater nicht nur eine spannende Erfahrung, sondern auch persönliche Bestätigung: „Ich habe alles richtig gemacht.“ Andere Keynote-Speaker des Summits hätten sich ein solches Netzwerk gewünscht. Vatersein bei Vodafone Eins ist für Matthias Schulz klar: „Ich kann meine Vaterrolle nur deshalb so gut ausleben, da ich bei Vodafone Home-Office nutzen kann. Mit dieser Möglichkeit steht und fällt alles.“ Vodafone sieht das übrigens genauso: Gibt den Mitarbeitern Flexibilität und Vertrauen, dann können sie motivierter arbeiten. Deswegen gibt es verschiedene Angebote für Väter wie zum Beispiel Elternzeit, eine unternehmenseigene KITA oder ein Ferienprogramm für Kinder. Dabei setzen die Väter bei Vodafone ein klares Zeichen: Waren es 2013/14 noch 115 Väter in Elternzeit, so sind es 2017/18 schon 222, die dieses Angebot wahrnehmen. Der Anfang ist gemacht, aber Väter werden zukünftig noch stärker und bewusster ihre Vater-Rolle wahrnehmen. Wir wollen sie darin stärken, indem wir die richtigen Rahmenbedingungen bieten.