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Judith Ressmann

Gastautorin

judith.ressmann@vodafone.com
News / 12.09.2019

Sicher fahren, Geld sparen: Neue Kooperation zwischen Vodafone und EMIL

Der Telekommunikationsanbieter Vodafone bringt zusammen mit dem Versicherungs-Start-up EMIL nun eine innovative KFZ-Versicherungs-Kooperation auf den Markt. Mithilfe des 'Try-before-you-buy'-Konzeptes hat der Kunde die Möglichkeit eine günstigere Versicherungsprämie bei EMIL zu erhalten, nachdem der Fahrstil durch die Vodafone-App über mehrere Wochen bewertet wurde. EMIL ist Deutschlands erste KFZ-Versicherung, die monatlich pro gefahrenem Kilometer abrechnet. Ein erster Pilot des neuen Modells wird bereits diesen Oktober lanciert, kündigte Gion Baker, CEO Vodafone Automotive, in seiner heutigen Keynote auf der IAA in Frankfurt an. Erste Pay-per-Mile-Versicherung in Deutschland „Vodafone ist mit mittlerweile 20 Millionen vernetzten Fahrzeugen weltweit führend im Bereich innovativer Mobilitäts- und Sicherheitslösungen für Fahrzeuge aller Art. Wir freuen uns, die Partnerschaft mit der digitalen Versicherungsplattform EMIL bekannt zu geben und datenbasierte Mobilitätsdienste für ihre Kunden zu ermöglichen, um die Sicherheit im Straßenverkehr in Deutschland weiter zu verbessern“, so Gion Baker. Mit diesen Worten kündigt der CEO von Vodafone Automotive die neue Kooperation zwischen Vodafone und EMIL auf der IAA in Frankfurt an. Das Berliner Start-up EMIL ist Deutschlands erste Pay-Per-Mile-Versicherung. Pay-per-Mile bedeutet, dass Kunden nur dann zahlen, wenn sie ihr Auto tatsächlich nutzen. Schlummert das Auto allerdings in der Garage, fällt nur eine Grundgebühr ab monatlich 5 Euro an. Doch woher weiß das Start-up, wie das Auto tatsächlich genutzt wurde? Dafür gibt es einen kleinen Adapter, der im Auto mitfährt und die gefahrenen Kilometer erfasst. Ausschlaggebend für die Höhe der Prämie sind bei EMIL nach Vertragsabschluss lediglich die gefahrenen Kilometer; das Fahrverhalten spielt keine Rolle. Mithilfe des Adapters werden dem Kunden zusätzlich verschiedene Smart-Car-Funktionen ermöglicht, wie zum Beispiel das Finden der billigsten Tankstelle in der Nähe, die Führung eines Fahrtenbuches oder auch Wartungserinnerungen. Die Gothaer Allgemeine Versicherung AG ist Risikoträger des Tarifs und übernimmt den Schadenservice. Innovatives Try-before-you-buy-Modell Wer ein vergünstigtes Angebot bei der EMIL KFZ-Versicherung erhalten möchte, kann sich ab heute für das von EMIL und Vodafone gemeinsam entwickelte Modell anmelden. Im Anschluss wird das Fahrverhalten der Kunden über mehrere Wochen von der Vodafone-App gemessen und analysiert. Neben klassischen Faktoren wie zum Beispiel riskanten Fahrmanövern bewertet die Vodafone-App den Fahrstil der Nutzer auch anhand deren Handynutzung am Steuer. Laut Verkehrspsychologen der TU Braunschweig erhöht sich das Unfallrisiko um das sechs- bis siebenfache, wenn das Handy am Steuer genutzt wird. Bereits bei Tempo 50 werden 30 Meter blind zurückgelegt, wenn man für 2 Sekunden auf das Handy schaut. Eine repräsentative Umfrage der Allianz in 2016 hat ergeben, dass 60 Prozent der Fahrer, die in den vergangenen drei Jahren einen oder mehrere Autounfälle hatten, ihr Handy während der Fahrt benutzt haben. Bei Fahrern ohne Unfälle waren es nur 37 Prozent. Aus diesen Daten wird dann ein individuell auf das Fahrverhalten des Kunden abgestimmtes Versicherungsangebot erstellt, das bis zu 20% günstiger ist als der Normalpreis der EMIL-Versicherungspolice. Nach Vertragsabschluss bei EMIL spielt das Fahrverhalten keine Rolle mehr. „Der 'Try-before-you-buy'-Ansatz, den wir mit Vodafone als Kooperationspartner entwickelt haben, ist in dieser Form ein Novum am deutschen Versicherungsmarkt“, erläutert Bastian Knutzen Vorstand der EMIL Deutschland AG. „Das Modell ermöglicht uns eine noch bessere Risikoselektion und Preisdifferenzierung.“ Langfristige Zusammenarbeit zwischen Vodafone Deutschland und EMIL Nach dem Pilotprojekt in diesem Jahr streben Vodafone und EMIL eine langfristige Partnerschaft an, um weitere Synergien zwischen dem Vodafone Mobilitäts-Ökosystem und der EMIL Versicherungsplattform zu nutzen.

Story / 19.08.2019

Zum Tag der humanitären Hilfe: Worauf es im Leben ankommt

Sich früh morgens aus dem Bett quälen, verschlafen die Stulle von Mama einpacken, im Bus nochmal kurz dösen. In der Schule dann von Mathe über Geschichte zu Deutsch hangeln und jede Stunde auf das erleichternde Pausenklingeln warten, um sich mit den Freunden über das vergangene Wochenende auszutauschen. So in etwa sehen viele ihre Schulzeit. Dabei sind öffentliche Verkehrsmittel, Bildung und auch ein Frühstück in vielen Ländern der Welt alles andere als selbstverständlich. Drei Vodafone-Mitarbeiterinnen haben sich auf den Weg gemacht, um Menschen in solchen Gegenden zu helfen. Wir erzählen ihre Geschichten – am heutigen 'Tag der humanitären Hilfe'. Heute vor 16 Jahren sind bei einem Anschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad 22 humanitäre Helfer ums Leben gekommen. Die UN-Generalversammlung hat daraufhin den 19. August als Gedenktag ausgerufen, um all jene zu ehren, die Menschen in Notsituationen beistehen. Dass man auch unabhängig von den großen Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen, Unicef oder Brot für die Welt eigeninitiativ viel bewegen kann, zeigen drei Vodafone-Mitarbeiterinnen. Juno Ziss, Rabea Hoffmann und Katrin Williams haben das Angebot von Vodafone einer bezahlten Auszeit genutzt und sich im Ausland sozial engagiert. Was sie in Nepal, Uganda und Sri Lanka erlebt haben? Und welche Einsichten sie im Koffer wieder mit nach Hause nahmen? Drei Monate Nepal Die 29-Jährige Juno war in der Personalabteilung von Vodafone aktiv, bevor es nach Nepal ging. „Ich empfinde es als großes Glück, in einem so komfortablen Land mit so vielen Chancen leben zu dürfen“, sagt die studierte Psychologin. „Ich wollte gerne etwas davon zurückgeben, irgendwo, wo das Leben nicht so einfach ist.“ Ende Februar 2018 tauschte sie dann den Schreibtisch im modernen Großraumbüro und die gemütliche Stadtwohnung für drei Monate gegen eine lokale Bücherei und ein spartanisches Zimmer in Bachhauli, Nepal. Fließend Wasser, sonstiger Komfort? Fehlanzeige. Dafür standen Elefanten, Wasserbüffel und Hühner gleich vor der Haustür. Ihr Einsatzort, eine kleine Bücherei rund 7.000 Kilometer entfernt von der Heimat, war nicht nur ein winziger Raum mit unzähligen Büchern und zwei Laptops mit Internetzugang, sondern diente gleichzeitig als Versammlungs- und Kindertagesstätte, Ort zum Bezahlen der Stromrechnung und als Anlaufstelle für die Dorfbewohner.  Dort bekamen sie Hilfe jeglicher Art: von kostenlosen Gesundheitschecks bis zu Anleitungen zum Herstellen von Hängematten oder zum Anbauen von Gemüse oder auch Info-Veranstaltungen zur Gesundheit von Nutztieren. Auch von Juno. Sie hat sich während ihrer Zeit vor Ort an den Rhythmus der Dorfbewohner angepasst, das bedeutete auch, um 5 Uhr, also bei Sonnenaufgang, aufzustehen. Die junge Psychologin hat sich vor allem um die Frauen des Ortes gekümmert, denn die Nepalesinnen leben zwischen zwei Welten. In der einen Welt wird die Wäsche im gleichen Eimer wie die Kartoffeln gewaschen, in der anderen Welt besitzt jede ein Smartphone. „Die Mentalität ist eine komplett andere“, erzählt Juno. „Das Leben dort ist sehr einfach, das Tempo ist viel ruhiger. Sogar die Menschen auf der Straße laufen langsamer“, erinnert sie sich schmunzelnd. Ihre Arbeit bestand vor allem in der alltäglichen Unterstützung der Frauen, wie zum Beispiel dem Wäschewaschen. Darüber hinaus hat sie den Frauen jeden Tag eine Yogastunde und Englisch-Unterricht gegeben, oder auch bei Computerfragen oder Powerpoint geholfen. Juno hat sich während ihrer Zeit in Nepal in die Dorfgemeinschaft eingelebt und sogar  deren Sprache, Nepali, gelernt. Als die Rückreise anstand, hat das Dorf eine Woche lang Abschieds-Festivitäten für sie veranstaltet. „Dieses Leben war gefühlt weit mehr als 7.000 Kilometer entfernt von meiner Arbeit im Vodafone-Tower, von meiner Familie, den Freunden und allem Luxus, der damit verbunden ist“, erzählt die 29-Jährige. „Es ist ein großes Glück, so komfortabel mit so vielen Chancen leben zu dürfen, diese Erfahrung hat meine Lebenseinstellung grundlegend verändert.“ Ein Hilfsprojekt in Uganda Auch bei dem humanitären Einsatz von Rabea Hoffmann standen Frauen im Mittelpunkt. Junge Frauen mit Kind in Ostafrika. Die 46-jährige Vodafone-Mitarbeiterin hatte bereits 2011 an einem Auslands-Programm in Kenia teilgenommen und  in einem Kinderheim ausgeholfen. „Es hat mir damals so viel gegeben, mich sozial zu engagieren. Als ich hörte, dass man mit etwas Abstand einen weiteren Antrag stellen kann, habe ich es sofort gemacht“, erzählt sie motiviert. Sie landete bei einer Gastfamilie, deren Frau sich in den Slums um Teenage Moms kümmert: minderjährige Mädchen, die bereits ein oder zwei Kinder auf die Welt gebracht haben. Häufig werden die Mädchen von ihren eigenen Familien verstoßen, da uneheliche Schwangerschaften in einem so jungen Alter gesellschaftlich nicht akzeptiert werden. Die jungen Mädchen leben in Lehmhütten, die oft nicht größer als acht Quadratmeter sind. Es gibt weder fließend Wasser noch Strom, gekocht wird auf einem offenen Feuer vor der Tür. Hinzu kommt häusliche Gewalt. „Aufgrund von schlechter Bildung und Armut werden Probleme nicht besprochen, sondern mit Schlägen geklärt – unabhängig vom Geschlecht“, musste die 46-jährige lernen. Die Mütter sind in einem Teufelskreis gefangen: Sie haben selbst häufig keine Schulbildung und durch fehlende Kinderbetreuung bleibt ihnen dieser Weg verwehrt. Durch Hilfsarbeiten wie Wäschewaschen versuchen die Mädchen, sich und ihre kleine Familie durchzubringen. Rabea hat es sich zusammen mit ihrer Gastmutter Jackie zum Ziel gesetzt, den Mädchen eine Perspektive bieten. „Im ersten Schritt wollten wir die Mädchen erst einmal über Gewalt, Verhütung und HIV aufklären. Anschließend wollen wir sie dann finanziell unterstützen, ihnen aber vor allen Dingen eine Anlaufstelle bieten.“ Durch Spenden von Freunden, Familie und Kollegen war es den beiden Frauen möglich, ein Haus der Kirche für acht Monate anzumieten.  Stolz berichtet Rabea, dass die jungen Mütter nun eine Art Gemeinschaftszentrum haben, das sie als Arbeitsraum, Kindergarten und Treffpunkt nutzen können. Da die Frauen oft handwerklich sehr geschickt sind, kam Rabea die Idee, ihnen das Nähen beizubringen. Eine Nähmaschine spendeten ihre Eltern, eine ihre Vodafone-Kollegen. Zusätzlich hatte Rabea bereits vor Antritt der Reise 1.200 Euro gesammelt, sodass auch Stoffe gekauft werden konnten. „Ich gebe zu, dass die ersten Arbeiten auf den Maschinen nicht sonderlich gut waren, aber sie hatten großen Spaß an der Sache und waren engagiert.“ So fingen die Teenies an, Einkaufstaschen zu kreieren und kleinere Näharbeiten zu verrichten. „Unser Ziel ist es, eine Vollbeschäftigung für die Mädchen zu schaffen, Patenschaften zu finden, um Schulgebühren und ganz langfristig ein Mutter-Kind-Heim finanzieren zu können“, erklärt Rabea. Die 46-jährige hat sich dieses Projekt zu Eigen gemacht und reist nun so oft es geht nach Uganda, um noch mehr Mädchen die Chance auf ein besseres Leben zu ermöglichen. Bildung für Kinder in Sri Lanka „Ich habe zwei eigene und vier angeheiratete Kinder großgezogen. Sie alle haben einen guten Start ins Leben bekommen.“ Das war der Ansporn für die 51-jährige Vodafone-Mitarbeiterin Katrin Williams, sich humanitär zu engagieren. Die Diplomingenieurin für Anlagenbau hat direkt nach dem Studium eine Familie gegründet, aber immer auch 'voll gearbeitet'. Familie und Karriere hat sie unter einen Hut gebracht. Mit so viel Frauenpower ausgestattet, war sie sich sicher, auch in anderen Teilen der Erde helfen zu können. Anfang dieses Jahres startete Katrin zu ihrem neunwöchigen sozialen Freiwilligeneinsatz in Sri Lanka. Ihre dortige Aufgabe: Die individuelle Betreuung und Förderung der Schulkinder vor Ort. Vor allem Kinder, die in ländlichen Gebieten wohnen, sprechen häufig nur die Landessprachen Tamil und Sinhala und haben Schwierigkeiten mit der englischen Sprache. „Mein Ziel war es, den Kindern schon früh einen Zugang zu Bildung und der englischen Sprache zu ermöglichen. Nur so haben sie die optimalen Voraussetzungen für ihre spätere Schullaufbahn und ihr Berufsleben.“ Katrin gestaltete den Englischunterricht aktiv mit. „Das hat viel Spaß gemacht, zumal die Menschen vor Ort so aufgeschlossen und höflich sind. Was mich jedoch geschockt hat, war der Einsatz des Rohrstocks durch die einheimischen Lehrkräfte.“ Auch im Hinblick auf das alltägliche Leben musste sich Katrin umgewöhnen: Zum einen ist das Klima ganz anders als in Deutschland. Die hohe Luftfeuchtigkeit und tropischen Temperaturen machten ihrem Kreislauf anfangs zu schaffen. Aber auch die Lebensumstände waren neu: Die Zimmer ihres Hostels hatten keine Fensterscheiben, sondern nur Gitter. Das Zimmer musste Katrin sich mit zwei weiteren Einsatz-Helferinnen teilen. „Privatsphäre gibt es für ein paar Wochen nicht“, erinnert sie sich. Außerdem waren Flexibilität bei der Lebensmittelauswahl und die Toleranz von ungeladenen Gästen wie Kakerlaken und übergroßen Insekten gefragt. „Ich habe versucht, mich auf alles einzulassen und zu akzeptieren. Insgesamt bin ich persönlich an diesen Erfahrungen sehr gewachsen, und würde es jederzeit wieder tun.“ 3 Erlebnisse, ein Fazit Die drei Frauen haben sich in unterschiedlichen Ländern engagiert, aber alle sind sie mit einer Einsicht zurück nach Deutschland gekommen: „Uns geht es verdammt gut!“ Es fängt gerade auf dem Heimweg an zu regnen? Das Essen im Restaurant war nur lauwarm? Rabea Hoffmann weiß, dass das keine Gründe sind um unzufrieden zu sein. „Wir haben hier Möglichkeiten, von denen andere nur träumen können.“ Auch Juno hat einen neuen Vorsatz gefasst: „Ich versuche mir ein Stück nepalesische Gelassenheit zu erhalten“, erzählt die Düsseldorferin. Was sie vor ihrer Reise geahnt hat, erlebt sie nun tagtäglich. „Wir merken meistens gar nicht mehr, wie unglaublich es ist, wirklich alles haben zu können. Und damit meine ich nicht den Konsum von Luxusgütern, sondern sauberes Wasser aus der Leitung, heiße Duschen und eine funktionierende Müllabfuhr.“ Katrin Williams kann da nur beipflichten. Für die Reise hat sie ihre Komfortzone verlassen und legt so ein Projekt jedem ans Herz. „Die Relationen werden wieder geradegerückt und der Blick auf das Wesentliche geschärft. Wenn man dann das Leben anderer ein Stückchen besser gemacht hat,  ist das toll – auch wenn es leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.“

News / 07.03.2019

Vodafone dreht auf: Mehr Netz für die 200 größten Open-Air-Events 2019

Mit guter Laune haben die Jecken den Winter vertrieben und die Open Air-Saison 2019 eröffnet. Ob unter strahlendem Sonnenschein, im vollgepackten Festzelt, im strömenden Regen oder unter den Sternen: tanzen, schlendern und feiern geht immer. Auch in diesem Frühling, Sommer und Herbst zieht es an jedem Wochenende wieder hunderttausende Feierfreudige nach draußen. Damit die Veranstalter und Künstler, Sportler und Fans, Musiker und Besucher ein stabiles Mobilfunknetz haben, errichtet Vodafone auf den 200 größten Open-Air-Events in Deutschland zusätzliche temporäre Mobilfunk-Stationen. Ob auf dem Mannheimer Maimarkt, beim CHIO in Aachen, auf der Cranger Kirmes, der Kieler Woche oder bei Rock am Ring: Die Feierlustigen fangen überall ihre Eindrücke per Smartphone ein und teilen diese auf Facebook, Instagram, WhatsApp & Co. Eine echte Herausforderung für das Mobilfunknetz, denn die Smartphone-Nutzer telefonieren deutlich mehr als an normalen Tagen und auch die transportierte Datenmenge steigt auf kleinstem Raum rasant an. Denn das Smartphone wird zum Multifunktionstool. Es dient als Videokamera, Navi, Fahrplanauskunft, Musikplayer, Geldbörse oder einfach nur zum Telefonieren – etwa für (spontane) Verabredungen. Für ein stabiles Netz bei den 200 größten Events rüstet Vodafone die bestehenden Mobilfunkstationen vor Ort gezielt auf und setzt zusätzlich mobile Masten ein. Vodafone verfügt in seinem bundesweiten Bestand inzwischen über rund 150 solcher mobiler Basisstationen. Ein Teil davon wird an jedem Wochenende per LKW durch die Republik gefahren, um kurzzeitig bei Massen-Veranstaltungen wie Open-Air-Festivals und Volksfesten eingesetzt zu werden und das Netz für diese Events gezielt zu verstärken. Zudem werden die Netze vor Ort speziell zu den einzelnen Events nach dem Prinzip der Hochlast-Parameter justiert: Die Netzkapazität wird genau dorthin gelenkt, wo sich die Besucherströme aufhalten – etwa in den Zeltlagern, vor den Bühnen, auf den Festwiesen oder in den Straßen. Durch all diese Maßnahmen erreichen die Festival-Besucher Surfgeschwindigkeiten von bis zu 225 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Für alle Partytiger, Hard-Core Rocker und Cocktail-Prinzessinnen ermöglicht LTE Handygespräche in kristallklarer Qualität und Breitband-Internet für unterwegs. Im Festtreiben bietet das Smartphone auch ein Stück mehr Sicherheit, denn Notrufe per Handy („112“) haben im Mobilfunknetz immer Vorrang und erreichen innerhalb weniger Sekunden die jeweilige Einsatzleitstelle der Feuerwehr.

Story / 26.10.2018

Erdmute Thalmann: Die Diversity und Work-Life Managerin

Kinder oder Job? Ein intensives Hobby oder Karriere? Warum nicht beides? Das ist die zentrale Frage mit der sich Erdmute Thalmann beschäftigt. Sie kümmert sich bei Vodafone um alle Themen rund um Work-Life-Balance und stellt sich täglich die Frage: Geht da noch mehr? „Was aktuell meine Themen sind?“ wiederholt Erdmute Thalmann schmunzelnd die Frage. Sie holt ein DIN A4 Blatt voll mit bunten Klebezetteln hervor und lacht: „Das ist nur die Seite mit den dringenden Themen.“ Seit neun Jahren verantwortet Erdmute Thalmann das Thema Kompatibilität von Privatleben und Job. Sie unterstützt die Umsetzung von Vereinbarungen, wie die Eltern-Policy, Home-Office oder Inklusion. Außerdem steuert sie die Verwaltung der 141 Kitaplätze und der abwechslungsreichen Ferienprogramme für Kinder von Vodafone-Mitarbeitern und vermittelt Unterstützung für Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen. Zusätzlich sondiert sie die vielen Angebote, die externe Partner parat haben. „In meinen ersten Jahren – damals noch bei Arcor – habe ich mich mit Reporting, Mitarbeitervorteilen und Vergütung der Mitarbeiter beschäftigt. Doch dann bin ich Mutter geworden“, erzählt Erdmute. „Ich musste mich komplett umorganisieren und mein Leben stetig neu sortieren. Da kamen Krippe, Kindergarten und Hort, der Wechsel zu Vodafone, der Umzug des Arbeitsplatzes nach Düsseldorf und vieles mehr. Doch mittlerweile habe ich meine perfekte Work-Life-Balance gefunden und ich möchte möglichst vielen Mitarbeitern dabei helfen auch ihre zu finden. Das motiviert mich jeden Tag aufs Neue.“ Eine große Herausforderung für Erdmute besteht darin, dass Vodafone sehr unterschiedliche Berufsgruppen hat. Dazu gehören die Mitarbeiter der Call-Center, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr im Schichtbetrieb arbeiten. Oder die Kollegen aus dem Vertrieb und der Technik, die täglich auf weit entfernten Außeneinsätzen unterwegs sind. Ebenso hat Vodafone mehr als 1.000 Mitarbeiter, die im Einzelhandel tätig sind und an die Öffnungszeiten der Filialen gebunden sind. Aber auch Mitarbeiter aus dem gesamten Innendienst in der Düsseldorfer Zentrale und den regionalen Außenstellen wünschen sich Unterstützung und flexible Arbeitszeiten. Hinzu kommen noch die Veränderungen der Organisationsstrukturen oder der Arbeitsweise, wie das agile Arbeiten, die sie ständig im Blick behält. „Am meisten mag ich an meinem Job, dass er sehr dynamisch ist. Ich kann mich nie auf meiner Arbeit ausruhen, sondern muss immer den Markt und die Angebote der Konkurrenz, aber auch interne Entwicklungen im Blick haben und prüfen, ob unsere Angebote für die Mitarbeiter noch zeitgemäß sind. Die Schwierigkeit daran ist, dass nicht alle Angebote für jede Berufsgruppe passen.“ Mit ihrer Arbeit bei Vodafone hilft ihr auch ihr Zweitjob als Mutter. „Ich habe privat schon sehr viele Erfahrungen gesammelt, angefangen bei Krisensituationen über Pflegefälle in der Familie oder auch jetzt mit meinen Kindern. Das alles hilft mir sehr bei meinem Job. Ich kann mich dadurch besser in die Mitarbeiter hineinversetzen, ihre Ängste und Sorgen verstehen und abschätzen was sie sich für Angebote wünschen.“ Erdmutes Arbeit hat einen direkten Einfluss auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter und somit auch auf ihre Motivation und Produktivität. Deshalb ist ihr Motto: Zufriedene Mitarbeiter sind innovativer. Um herauszufinden wie ihre Angebote ankommen, steht sie in kontinuierlichem Kontakt zu Vodafone internen Netzwerken, wie zum Beispiel dem LGBT-Netzwerk, dem Väter- oder auch dem Mütternetzwerk. „Der Austausch mit den Netzwerken hilft mir am Puls zu bleiben. Ich bekomme aus erster Hand neue Ideen, Anregungen und Wünsche.“ Schritt für Schritt versucht Erdmute neue, kreative Ideen umzusetzen und für die Zukunft hat sie bereits viele interessante Pläne: „Eines der ganz großen Themen wird Job Sharing sein. Das bedeutet, dass sich zwei Personen einen Arbeitsplatz teilen. Das ist ein ganz neues Modell mit dem wir zukünftig Führungskräften besser Teilzeitmodelle anbieten können.“ Auch über Optionen für Rückkehrer aus der Elternzeit macht sie sich aktuell viele Gedanken. „Das steht bei mir alles auf der Liste mit der Überschrift ‚Kommt noch‘.“ lacht sie und holt eine weitere, mit bunten Zettelchen übersäte DIN A4 Seite, hervor.

Story / 19.10.2018

Elternzeit: Zeit, um Vater zu sein

Junge Mütter, die mit ihren Babys im Park spazieren gehen, Mama und Baby beim Einkaufen oder Stadtbummel. Das Bild von Mutter und Kleinkind dominiert, denn es ist gängige Praxis, dass viele Mütter nach der Geburt ihres Kindes Elternzeit nehmen. Doch dieses Bild zeichnet sich gerade neu: Papa und Baby beim Stadt-Bummel mitten in der Woche oder sogar Mama, Papa und Baby. Seit wenigen Jahren nimmt die Zahl der Väter, die Elternzeit nehmen, deutlich zu. Mit einem positiven Nebeneffekt: Väter, die in Elternzeit waren, verbringen auch danach mehr Zeit mit ihren Kindern und machen auch mehr im Haushalt. Dieser Effekt hält auch noch Jahre nach dem Ende der Pause an, wie eine Studie des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt. Vodafone ist hier Trendsetter: In jedem Jahr nutzen inzwischen weit über 200 Väter das Vodafone-Elternzeitangebot, das in dieser Form bundesweit einmalig ist. Zu ihnen gehört Daniel Karuseit. Der Spezialist aus dem Bereich Kundenservice („Customer Operations“) wurde 2014 zum ersten Mal Vater einer Tochter und hat sich nach der Geburt eine viermonatige Elternzeit genommen. „Es ist gut, gemeinsam zu Hause zu sein und die neue Familiensituation mit meiner Frau zusammen zu meistern und zu genießen“, erklärt Karuseit seine Entscheidung. Im vergangenen Jahr kam seine zweite Tochter, Lena, zur Welt. Er entschied sich erneut, dafür seinen Job als Referent für Contact Center Capabilities für vier Monate ruhen zu lassen. Im Berufsalltag kümmert er sich darum, dass jedes Kundenanliegen, egal ob SMS, Tweet, Facebook oder Anruf, den richtigen Ansprechpartner findet. „Dieses Mal ging es mir vor allem auch darum, mich um meine ältere Tochter Carla zu kümmern, für die die Geschwister-Rolle ja auch eine neue Situation darstellte“, erläutert Karuseit. Nach der zweiten Papa-Pause startete er langsam zurück in den Job. Er reduzierte sein wöchentliches Arbeitspensum um ein Viertel auf 30 Wochenstunden. „Die damals neu eingeführte Eltern-Policy von Vodafone hatte für mich den angenehmen Nebeneffekt, dass ich trotzdem weiter mein volles Gehalt bezog.“ Das Elternförderprogramm des Telekommunikationskonzerns ist deutschlandweit einzigartig: Mütter und Väter, die nach der Elternzeit ihre Arbeitszeit vorübergehend reduzieren möchten können 25 Prozent weniger arbeiten und bekommen für sechs Monate trotzdem 100 Prozent des Gehaltes. Mit diesem Programm will Vodafone seinen Mitarbeitern helfen, Beruf und Familie noch besser zu vereinen. „Ich konnte in Abstimmung mit meinem Chef frei entscheiden, wie ich diese 75 Prozent Teilzeit legen möchte“, schildert Karuseit. Er entschied sich dafür, die ersten drei Wochentage voll zu arbeiten, den Donnerstag auf sechs Stunden zu reduzieren und den Freitag mit seiner Familie zu verbringen. An den Freitagen fuhr er etwa mit seiner älteren Tochter Carla ins Bad, wo sie Schwimmen lernte, oder unterstützte seine Frau, die ihren Job als Krankenschwester pausiert, bei den Wocheneinkäufen. Die Arbeit wurde Daniel Karuseit dabei nie zu viel. „Ich hatte sogar das Gefühl, an einem Sechs-Stunden-Tag besonders viel zu schaffen.“ Das Elternzeitangebot wird von den Vodafone-Vätern gut angenommen. Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl der Väter in Elternzeit von 111 auf 223 Eltern pro Jahr glatt verdoppelt. „Mir ist klar, dass das eine Luxussituation ist, aber ich kann jedem nur raten, diese Phase der gemeinsamen Zeit intensiv zu nutzen.“ Laut einer Studie des RWI-Leibniz-Institutes für Wirtschaftsforschung in Essen hat die Elternzeit von Vätern einen positiven Nebeneffekt: Frisch gebackene Papas, die in Elternzeit gehen, verbringen langfristig mehr Zeit mit ihren Kindern und machen auch mehr im Haushalt. In den ersten sechs Lebensjahren des Kindes verbringen die Väter somit am Wochenende täglich rund eineinhalb Stunden mehr mit ihren Kindern als Väter, die durchgehend arbeiteten. Doch nicht nur in Bezug auf die gemeinsame Zeit mit den Kindern hat die Elternzeit positive Auswirkungen. Auch im Haushalt packen Väter, die eine Elternzeit von mindestens zwei Monaten genommen haben, beherzter zu und machen täglich eine halbe Stunde mehr Hausarbeit.

News / 07.09.2018

Vodafone-Mitarbeiter helfen Straßenkindern in Deutschland

In Deutschland leben tausende Kinder auf der Straße – auch in Düsseldorf. Sie sind unter anderem vor unerträglichen Verhältnissen, familiären Zerwürfnissen und Vernachlässigung aus ihrem Zuhause geflohen. Sie träumen von Normalität und Geborgenheit, leben aber unter Brücken, in Abbruchhäusern oder Bauwagen. Um diesen obdachlosen Kindern eine Perspektive zu bieten haben 15 Vodafone Trainees eine ganz besondere Hilfsaktion gestartet: den Sozialen Tag bei Vodafone. Unter dem Motto „Road to the Future – Trainees for Offroadkids“ wurden einen Tag lang Spenden für Straßenkinder gesammelt. Eigens dafür wurde unter anderem eine digitale Tombola, Food-Trucks und ein Kicker- Turnier organisiert. Durch das leidenschaftliche Engagement und die monatelange Vorbereitung der jungen Mitarbeiter ist ein Spendenbetrag von mehr als 8.000 Euro zusammengekommen. Diesen Betrag erhält die Off Road Kids Stiftung, die einzige bundesweit tätige Hilfsorganisation für Straßenkinder. 2.500 Kinder und Jugendliche rutschen jährlich zumindest zeitweise in ein Leben in Obdachlosigkeit, viele von ihnen sind noch minderjährig. Sie sind vor Missachtung, Misshandlung und Missbrauch aus ihrem Zuhause geflohen. Auf der Suche nach einem besseren Leben landen sie auf der Straße. Dort geht es um das nackte Überleben. Die täglichen Strapazen, wie etwa die Suche nach einem sicheren Schlafplatz, Nahrung oder Waschmöglichkeiten kosten so viel Zeit und Energie, dass es die jungen Obdachlosen häufig nicht aus eigener Kraft schaffen diesem Leben zu entfliehen. Dabei wünschen sie sich nur eines: Normalität. Sie träumen von einem Leben in Geborgenheit, einem Schulabschluss, einer Berufsausbildung, einer Arbeit und einem festen Dach über dem Kopf. Die Off Road Kids Stiftung engagiert sich mit ihren Streetworker-Stationen und diversen sozialen Einrichtungen (Wohnheim, Gesundheitsprogramm, Kontakttelefon, Eltern-Hotline), um bedürftigen Kindern und Jugendlichen in akuten Notlagen zu helfen und deren Lebenssituation langfristig zu verbessern. Um den Straßenkindern zu helfen, hat eine Gruppe von 15 Vodafone Trainees eine Hilfsaktion am Vodafone Campus in Düsseldorf-Heerdt organisiert. Das Spendenevent am 5. September zugunsten der Off Road Kids Stiftung war ein Herzensprojekt der Vodafone Trainees und stand unter dem Motto „Road to the Future – Trainees for Offroadkids“. Im Rahmen des sozialen Tages haben die jungen Mitarbeiter einiges auf die Beine gestellt, um ihre Kolleginnen und Kollegen zum Spenden zu animieren. So wurde zum Beispiel ein Kicker-Turnier, ein Kuchenverkauf und eine digitale Tombola veranstaltet, an der alle Vodafone-Mitarbeiter deutschlandweit teilnehmen konnten. Außerdem rollten mehrere Food-Trucks zum Vodafone-Campus nach Düsseldorf um Burger, Wraps und Sandwiches zu verkaufen. Auch ein Teil dieses Erlöses wurden für die gute Sache eingesetzt. Weitere Spenden brachten das Torwandschießen, eine Selfie-Aktion und ein professionelles Fotoshooting. Alle Angebote wurden begeistert von den Mitarbeitern aufgenommen. Tatkräftige Unterstützung beim Spendensammeln erhielten die jungen Organisatoren durch Markus Seidel, Vorsitzender der Off Road Kids, sowie von den Vodafone-Geschäftsführern Anna Dimitrova, Bettina Karsch und Gerhard Mack. „Uns Trainees bedeutet es viel, dass wir die Möglichkeit hatten ein solches Event organisieren zu dürfen“, sagt Vodafone Trainee Ryan Holowka. „Wir freuen uns, dass wir mit unserem sozialen Tag am Campus vielen Straßenkindern helfen können.“

Story / 31.08.2018

In die Zukunft (fern)sehen

Entertainment-Riesen wie Netflix oder Amazon verändern seit einigen Jahren den Unterhaltungsmarkt. Experten prophezeien deshalb dem klassischen Fernsehen den Untergang. Vodafone Fernseh-Experte Shervin Amiri erklärt warum es keine Revolution des Fernsehens gibt und wie unsere Wohnzimmer zukünftig aussehen werden. „Fernsehen wird zunehmend unabhängiger von Ort, Zeit und Vertragsbindung“, sagt Shervin Amiri. Er ist der Vodafone Fernseh-Experte und kennt sich genauestens mit aktuellen Trends und Entwicklungen rund um die Flimmerkiste aus. „Obwohl der Konsum von klassisch linearem Fernsehen weiterhin kontinuierlich steigt, wächst mit der Generation „Netflix & Chill“ eine Zielgruppe heran, die Mobilität und zeitliche Unabhängigkeit für selbstverständlich nimmt. Der Markt muss sich dementsprechend anpassen“, erklärt er. Diese Entwicklung wurde vor wenigen Jahren von Experten als Revolution des Fernsehens bezeichnet. Amiri sieht das jedoch anders. Für ihn ist die Entwicklung vielmehr dem Zeitgeist entsprechend. „Es verschieben sich nur die Prioritäten“, erläutert er. „Aktuell konsumiert die Mehrheit klassische LiveTV-Inhalte und komplementiert diese mit Video on Demand und kurzen, mobilen Inhalten. Es ist absehbar, dass dies in den nächsten Jahren genau andersherum sein wird.“ Das moderne Fernsehen wird auch die Qualität und Art der Inhalte verändern. Amiri geht davon aus, dass eine reduzierte Auswahl extrem hochwertiger Inhalte, die heutige Flut von schnellen und billigen Produktionen in den Hintergrund drängen wird. „Aber auch hier gilt: Die Priorität wird sich drehen – hochwertige Serien, Dokus und Filme auf Abruf werden die Hauptspeise und komplementiert durch lineares Fernsehen“, führt der Experte aus. Nicht nur was wir sehen wird sich ändern, sondern auch wie wir es sehen. Die sich stetig weiterentwickelnde Technik macht vor dem TV-Bereich nicht Halt. „Hochauflösende, kontrastreiche Videos mit extremer Farbtiefe auf großen Bildschirmen und Leinwänden werden uns ohne Brille in eine gefühlte 3D Experience eintauchen lassen“, prophezeit Amiri. „Wir werden uns Fußballspiele und Konzerte mithilfe von Virtual-Reality-Brillen in unsere Wohnzimmer holen“, so der Experte weiter. „Darüber hinaus werden Videoprojektoren eine größere Rolle in Wohnzimmern spielen und den derzeit üblichen Fernseher weitestgehend ablösen.“ Damit meint Amiri insbesondere Kurz-Distanz-Beamer an, die direkt an der Wand stehen oder hängen und ein bis zu zwei Meter breites Bild projizieren können. Zukünftig wird Künstliche Intelligenz (KI) auch beim Fernsehen eine immer größere Rolle spielen. Laut Forschungen verwenden wir aktuell für die Suche nach Unterhaltungsinhalten 40 Minuten am Tag. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz könnte diese Zeit minimiert werden. Auch das Vodafone eigene Produkt GigaTV, eine agile Cloud Plattform, die auf das Programm von öffentlichen und PayTV- Sendern zugreift, arbeitet mit Künstlicher Intelligenz. „Im Herzen von GigaTV steckt eine sogenannte Recommendation Engine – also ein System, dass das Nutzungsverhalten und Routinen jedes Kunden versteht und personalisierte Empfehlungen entwickelt“, erklärt Amiri den Vorgang. Und auch der Ort an dem wir fernsehen, also vor allem unser Wohnzimmer, wird sich ändern. „Das Wohnzimmer der Zukunft wird aufgeräumter sein als bislang“, sagt der Fernsehexperte. „Heute schustern sich Menschen ihre TV-Experience mit unterschiedlichsten Geräten und Kabeln zusammen. Ein technischer Obstsalat. Im besten Fall kaschieren sie den Kabelsalat dann mit TV-Möbeln“, beschreibt Amiri die aktuelle Situation. „Künftig werden All in One-Lösungen für mehr Ordnung in den Wohnzimmern sorgen. TV-Geräte oder Projektoren werden die notwendigen Receiver und Lautsprecher an Board haben, sodass Set Top Boxen oder Soundbars überflüssig sein werden.“ Vodafone-Experte Amiri sieht das alles nicht nur als zukünftige Entwicklungen, sondern lebt sie schon selbst. „Mein Wohnzimmer ist in der Tat schon etwas in der Zukunft“, erzählt er. „Ich habe meine GigaTV Box mit Amazon Alexa verbunden und finde Filme und Serien häufig durch einen Zuruf. Einmal habe ich sogar eine Pizza über die Sprachsteuerung von GigaTV bestellt. Das ist dann schon echt abgefahren wenn der Pizzabote 30 Minuten später tatsächlich klingelt“, freut sich der Fernseh-Experte.

Story / 17.08.2018

Die Bienen-Königin

Albert Einstein sagte einmal: „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.” Damals hat er höchstwahrscheinlich nicht geahnt, dass er mit dieser Aussage im 21. Jahrhundert eine Vodafone Mitarbeiterin dazu inspiriert sich als Imkerin zu engagieren. Kleine, technologische Insekten, die darauf programmiert werden Blüten zu bestäuben schwirren von Baum zu Baum und von Blume zu Blume. Klingt nach Zukunftsmusik? Vielleicht nicht mehr lange, denn jährlich stirbt circa ein Drittel der Bienenvölker. Vodafone Mitarbeiterin Martina Karnitz möchte ihren Teil gegen diese Entwicklung beitragen. Seit drei Jahren befasst sich die 50-Jährige intensiv mit den kleinen flauschigen Insekten. Angefangen hat sie damit einen Streifen ihres Gartens nicht mehr zu mähen. „Meine Nachbarn dachten, ich sei zu faul“, lacht sie. Aus diesem wilden Rasenstreifen gedeihte nach und nach eine duftende Wildblumenwiese und damit ein Paradies für Insekten, insbesondere Bienen. Nur wenig später wagte sie dann den Schritt selbst zu imkern und kaufte sich ihr erstes eigenes Bienenvolk. Für 75 Euro deutlich günstiger als so manch anderes pelziges Haustier. Die Karrierestufen einer Biene Martina lässt ihre Bienen naturgemäß selbst wirtschaften und ist immer noch tagtäglich von deren Organisation begeistert. Jede Biene im Stock muss in ihrem Leben die gleichen Etappen durchlaufen. Erfreut beobachtet die Hobby-Imkerin, wenn aus den Waben neue Bienchen schlüpfen, herangefüttert werden und schon nach kurzer Zeit ihren ersten Job im Schwarm übernehmen: den Ammen- und Putzdienst. Die nächste Stufe ist für die plüschigen Insekten das Dasein einer Arbeiterbiene, die vornehmlich für die Produktion und Verarbeitung von Wachs zuständig sind. Weiter geht es dann mit Wachbienen, die für die Stocksicherheit zuständig sind, bis die Biene, als Krönung ihrer vorherigen Arbeiten, als Sammlerin Feld und Wald erkunden darf und sich um das Einbringen von Blütenpollen kümmert. Drohnenschlacht „Ganz schön ausgefüllt und zugleich kurz – so ein Bienenleben, wenn man nicht gerade die Königin ist, die durchaus mehrere Jahre alt werden kann“, erklärt Martina. Aber nicht so hart wie das Leben der männlichen Biene, der Drohne. Diese darf sich zwar erst ordentlich austoben und die Königin befruchten, dann aber, wenn der Herbst kommt, wird sie von den eigenen Bienen aus dem Stock vertrieben. „Bei der so genannten Drohnenschlacht geht es richtig hart zu Sache. Oftmals stechen drei Bienen auf eine Drohne so lange ein, bis sie benommen am Boden liegt. Die Wespen und Amseln kennen den Zeitpunkt der Drohnenschlachten und freuen sich auf das leicht gefundene Futter“, beschreibt Martina den geregelten Ablauf der Natur. Als Kind hat sie die Serie Biene Maja geliebt: „Aber das ist echter Hollywood-Kram. Die Wahrheit sieht anders aus – leider!“ Immer mit der Ruhe „In drei Jahren bin ich auch erst einmal gestochen worden – und da habe ich mich falsch verhalten.“ Erzählt die Imkerin. Langsame und ruhige Bewegungen sind wichtig im Umgang mit Bienen, und das Wegpusten einer Biene sollte man auch besser lassen. „Sie mögen kein Kohlenmonoxid, der aber beim Ausatmen produziert wird. Das macht sie aggressiv.“ Auch ihren siebenjährigen Enkel Julian hat Martina bereits von der Imkerei überzeugt. Julian hat keine Angst vor den vielen Bienen, sondern freut sich, wenn er mit seiner Oma am Stock ist und das organisierte Arbeiten beobachten kann.