News / 18.07.2019

Jetzt kommt Deutschlands Gigabit-Netz: EU gibt grünes Licht für Unitymedia-Übernahme

Die EU-Kommission hat heute der 18,4 Milliarden Euro schweren Übernahme der Liberty Global Kabelnetze in Deutschland, Tschechien, Ungarn und Rumänien durch Vodafone zugestimmt. „Es ist geschafft: Wir haben grünes Licht aus Brüssel. Ab heute können wir uns mit Unitymedia zusammenschließen. Ab heute wächst zusammen, was zusammengehört“, so Vodafone Deutschland Chef Hannes Ametsreiter. „Mit dem heutigen Tag starten wir die zweite Etappe unserer Gigabit-Reise. Und die Vision wird Wirklichkeit: Jetzt kommt die Gigabit-Republik. Jetzt kommt unser Gigabit-Netz nach ganz Deutschland – in alle 16 Bundesländer.“ [video width="1920" height="1080" mp4="https://s3-eu-central-1.amazonaws.com/vodafone-pr-live/wp-content/uploads/2019/07/18072154/Jetzt-kommt-Deutschlands-Gigabit-Netz_Hannes-Ametsreiter-zur-Unitymedia-%C3%9Cbernahme.mp4" poster="https://s3-eu-central-1.amazonaws.com/vodafone-pr-live/wp-content/uploads/2019/07/04150955/HannesScorpio005_final.jpg"][/video] [quote id="330"] Ametsreiter weiter: „Ab jetzt können wir unser Versprechen einlösen – und in den nächsten drei Jahren insgesamt 25 Millionen Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit versorgen. Damit machen wir Gigabit massentauglich. Damit machen wir Gigabit bezahlbar. Das ist nicht nur gut für Verbraucher, Wirtschaft und Wettbewerb. Mit der Übernahme schaffen wir für Deutschland einen noch nie dagewesenen Infrastruktur-Schub. Und heute fangen wir damit an.“ Kommission genehmigt Fusion nach 272 Tagen intensiver Prüfung Insgesamt 272 Tage prüfte die EU-Kommission die geplante Übernahme. Am Ende verblieben lediglich zwei Bedenken: zum einen hinsichtlich einer potentiellen Verminderung des Wettbewerbs durch Wegfall des DSL-Angebots im Unitymedia-Vermarktungsgebiet, zum anderen hinsichtlich einer möglichen größeren Verhandlungsmacht im Fernsehmarkt. Diese Bedenken konnte Vodafone mit einem Auflagenpaket auflösen. In diesem Paket öffnet Vodafone sein Kabelnetz bundesweit für Telefónica und schafft damit einen weiteren nationalen Kabelwettbewerber. Zugleich bringt Vodafone mehr Qualität, Flexibilität und Unabhängigkeit für TV-Sender. [video width="1280" height="720" mp4="https://s3-eu-central-1.amazonaws.com/vodafone-pr-live/wp-content/uploads/2019/07/18074845/Was-die-Unitymedia-%C3%9Cbernahme-ausmacht-in-60-Sekunden.mp4" poster="https://s3-eu-central-1.amazonaws.com/vodafone-pr-live/wp-content/uploads/2019/07/17185628/Deutschland-wird-zur-GigabitRepublik.jpg"][/video] Auf die EU-Genehmigung wird jetzt das so genannte Closing (Vollzug des Kaufvertrags) zum Monatsende erwartet – damit kann die Integration beginnen. „Damit schaffen wir nach fast zwei Jahrzehnten der Trennung wieder ein vereinigtes Kabelnetz in ganz Deutschland. Und können Deutschland von einem der langsamsten zu einem der schnellsten Digitalstaaten auf dem Kontinent machen“, so Ametsreiter. [quote id="331"] Ein digitales Europa braucht zuallererst große, schnelle Netze In Europa ist die Vodafone Gruppe damit nicht nur der größte Mobilfunk-Anbieter, sondern wird auch zum größten Breitband-Anbieter – mit dem größten Hochgeschwindigkeitsnetz Europas. „Mit der heutigen Entscheidung sichert die Kommission Deutschland einen Spitzenplatz in einem digitalen Europa – und Europa einen Spitzenplatz in der Welt.  Denn nur ein digitales Europa ist ein erfolgreiches Europa. Das braucht zuallererst große, schnelle Netze. Und genau die wollen und werden wir bauen.“ Die Pressemeldung der EU-Kommission ist hier zu finden. Mehr Infos zur Unitymedia-Übernahme und was Kunden nun wissen müssen, gibt es hier.

News / 12.06.2019

Vodafone ersteigert Mobilfunk-Lizenzen für 5G

Vodafone Deutschland hat sich bei der aktuellen Auktion durch die Bundesnetzagentur wichtige Frequenzen für die nächste Mobilfunkgeneration 5G gesichert. Das Unternehmen ersteigerte wertvolle 90 MHz im Bereich 3,6 GHz sowie 40 MHz im Bereich bei 2,1 GHz. Somit hat das Unternehmen in der Gesamtausstattung sein Auktionsziel erreicht und weitere Frequenzen bis zum Jahr 2040 gesichert. Insgesamt hat der Telekommunikationskonzern knapp 1,88 Milliarden Euro in die Frequenzauktion investiert – und damit in Vodafones wie auch Deutschlands Zukunft. Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland: „Die Auktion ist beendet. Und wir haben die Frequenz-Ausstattung bekommen, auf die wir abgezielt haben. Leider haben wir als Branche aber einmal mehr viel Geld für Lizenzpapiere ausgeben müssen, das wir lieber in den Netzausbau investiert hätten. Umso wichtiger ist jetzt, dass Politik und Branche gemeinsam ein Reinvestitions-Programm erarbeiten, mit dem die Erlöse direkt in den Mobilfunkausbau fließen. Denn nur so schafft Deutschland das, was für eine digitale Zukunft neben 5G am nötigsten ist: das Schließen der letzten großen Funklöcher.“ Vodafone Deutschland ersteigerte jetzt insgesamt 130 MHz. Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Frequenzen: 3,6 GHz (= 5G-Pionierband): 90 MHz für 1,073 Millionen Euro mit einer Lizenzdauer bis 2040. 2,1 GHz: 40 MHz für 806,5 Millionen Euro.  Davon 2 x 15 MHz ab 2021 verfügbar und 2 x 5 MHz ab 2026 verfügbar – jeweils lizenziert bis 2040. Gesamte Frequenz-Nutzungsrechte von Vodafone Deutschland: [table id=3 /]

News / 07.05.2019

Geplante Unitymedia-Übernahme: Maßnahmenvorschlag an EU-Kommission kann Wettbewerb auf neue Stufe heben

Im Rahmen des Unitymedia-Übernahmeverfahrens hat Vodafone der EU-Kommission ein Maßnahmenpaket (remedies) vorgeschlagen. Das Paket wird in Deutschland für mehr Wettbewerb im Breitband- und mehr Unabhängigkeit im Fernsehmarkt sorgen. Das Maßnahmenpaket steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Übernahme. „Unser Maßnahmenpaket hebt den Wettbewerb in Deutschland auf eine ganz neue Stufe. Es ist gut für den Verbraucher. Gut für den Wettbewerb. Und gut für die Fernsehsender“, so Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter.  „Mit der Übernahme von Unitymedia werden wir zum ersten, bundesweiten Infrastruktur-Wettbewerber der Telekom. Darüber hinaus öffnen wir unser Kabelnetz für einen weiteren, starken, bundesweiten Wettbewerber – die Telefónica Deutschland. Wir bieten unserem neuen Highspeed-Partner Geschwindigkeiten an, die schneller sind, als das schnellste VDSL-Angebot der Telekom. Zudem schaffen wir noch bessere Distributionswege für alle TV-Sender und machen sie so noch unabhängiger von unserem TV-Kabelnetz.“ [quote id="309"] Geplante Übernahme schafft erstmals nationalen Infrastruktur-Wettbewerber gegen die Telekom Mit der geplanten Übernahme der Unitymedia will Vodafone den Wettbewerbsdruck im Markt deutlich erhöhen und erstmals neben der Telekom einen zweiten, bundesweiten Festnetz-Anbieter schmieden. Das damit wiedervereinte Kabelnetz will das Unternehmen in allen Bundesländern der Republik aufrüsten – und so bis 2022 schnelle und bezahlbare Gigabit-Anschlüsse für 25 Millionen Haushalte schaffen. Mit Gigabit-Geschwindigkeiten für künftig dann rund zwei Drittel der Bevölkerung unterstützt Vodafone signifikant die Gigabit-Ziele der Bundesregierung. Dafür wird das Unternehmen in den nächsten Jahren rund 12 Mrd. Euro in das Kabelnetz und damit in den Wirtschaftsstandort Deutschland investieren. Im so genannten Phase 2-Verfahren hat die EU-Kommission die geplante Übernahme der Unitymedia in Deutschland durch Vodafone einer intensiven Prüfung unterzogen. Mit dem der EU-Kommission vorgestellten Maßnahmenpaket bietet Vodafone eine Lösung für eine potentielle Verminderung des Wettbewerbs durch Vodafones DSL-Angebote im Unitymedia-Gebiet sowie Bedenken hinsichtlich möglicher Wettbewerbsbeschränkungen im Fernsehmarkt. Zudem hatte Vodafone bereits zuvor erklärt, künftig keine Erhöhungen von sogenannten Einspeise-Entgelten vorzunehmen, die von den Sendern zu entrichten sind. [quote id="308"] Maßnahme 1: Vodafone öffnet sein Kabelnetz für Telefónica. Für noch mehr Breitband-Wettbewerb Für noch mehr Wettbewerb im Breitbandmarkt hat Vodafone jetzt einen Kabel-Großhandelsvertrag mit Telefónica Deutschland geschlossen. Diese Highspeed-Partnerschaft ermöglicht es Telefónica, nach erfolgter Übernahme eigene Kabelprodukte über die vereinigten Kabelnetze an dann 23,7 Mio. Haushalte zu verkaufen. Telefónica profitiert vom Zugang zu Download-Geschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s im kombinierten Kabelnetz – die damit schneller angeboten werden als die aktuell schnellsten VDSL-Angebote im Markt. Das stärkt auch das Angebot der Over-the-Top (OTT)-TV-Dienste von Telefónica. Der Kabel-Großhandelsvertrag ist langfristig ausgelegt, wobei sich Telefónica Deutschland verpflichtet, während der Vertragslaufzeit ein Mindestmaß an Kunden zu erreichen. Maßnahme 2: Mehr Qualität, Flexibilität und Unabhängigkeit für TV-Sender Die zweite Maßnahme im Wettbewerbs-Paket fokussiert auf den Fernsehmarkt. Klar ist: Der Zuschauertrend geht in Richtung online. Mit dem Gigabit-Ausbau und der Partnerschaft mit Telefónica schafft Vodafone die Grundlage für eine schnellere und bessere TV-Verbreitung sowie für neue Distributions-Möglichkeiten für die Sender. Mit ihren TV-Angeboten übers Internet können Sender Kundenbeziehungen damit völlig unabhängig von Vodafone und seiner TV-Plattform eingehen. Damit die Fernsehsender von dieser Entwicklung profitieren können, verpflichtet sich Vodafone, Sendern die Verbreitung ihrer Inhalte im Internet nicht einzuschränken und die Netzübergänge so zu gestalten, dass ausreichende Übertragungungs-Kapazität über das Internet vorhanden ist. TV-Sender werden damit unabhängiger vom klassischen TV-Kabelnetz und damit von Vodafone. Das Paket der Abhilfemaßnahmen einschließlich des Kabel-Großhandelsvertrags steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Übernahme durch die EU-Kommission. Diese wird das Paket nun einem Markttest unterziehen, der voraussichtlich im Mai 2019 abgeschlossen sein wird. Vodafone geht davon aus, dass die Europäische Kommission ihre Entscheidung über die Transaktion bis Juli 2019 treffen wird und der Abschluss der Übernahme dann noch in demselben Monat erfolgen kann.

Statement / 15.03.2019

5G-Frequenzauktion: Eilantrag gegen Vergabebedingungen zurückgewiesen

Das Verwaltungsgericht Köln hat heute unseren Eilantrag gegen die Auflagen der Bundesnetzagentur bei der 5G-Auktion zurückgewiesen. Derzeit werten wir den Beschluss aus. Zu weiteren Details können wir uns noch nicht äußern.

Fakten / 15.02.2019

5G-Auktionsbedingungen: Vodafone reicht zur Wahrung seiner juristischen Interessen Eilantrag beim VG Köln ein

Vodafone war immer und ist nach wie vor an einer schnellen Durchführung der 5G-Auktion interessiert, denn Vodafone will 5G schnell und breit ins Land bringen. Allerdings sind die ursprünglichen von der BNetzA vorgelegten Auktionsbedingungen in den letzten Monaten durch externen Druck stark verändert worden. So sind vor allem neue Bedingungen geschaffen worden, die Investitionen in 5G erschweren, statt sie zu erleichtern. Dabei sind investitionsfreundliche Bedingungen, für einen schnellen 5G-Ausbau dringend vonnöten. Auch lässt der jetzt vorliegende Entwurf die nötige Klarheit vermissen, die Unternehmen brauchen, die jetzt Milliarden in 5G investieren wollen. Daher hat Vodafone – wie auch die anderen drei Mitbewerber um die Lizenzen – im Vorfeld der Auktion bereits Klage gegen den Entwurf erhoben. Bislang stand Vodafone auf dem Standpunkt, diese Klage in einem Hauptsacheverfahren durchzuführen. Das jüngst eingeleitete Eilverfahren eines Mitbewerbers gegen die Auktionsbedingungen hat hier allerdings eine neue Situation für Vodafone geschaffen. Um hier jetzt ebenfalls rechtlich Gehör zu finden und auch die eigenen juristischen Interessen zu vertreten, sah Vodafone sich gezwungen, ebenfalls einen Eilantrag beim VG Köln einzureichen. Dies hat Vodafone am Freitag getan.

News / 25.01.2019

Vodafone legt Zahlen fürs 3. Quartal 2018/19 vor

Vodafone zeigt auch im 3. Quartal weiter Wachstum. Im Vergleich zum Vorjahr steigt der Gesamt Service-Umsatz um 1,1%. Der Festnetz Service-Umsatz wächst, vor allem getrieben vom guten Kabel-Geschäft, um 2,5%. Der Mobilfunk Service-Umsatz verbessert sich um 0,2%. Im Mobilfunk kann Vodafone in den letzten vier Monaten die Gesamtzahl seiner SIM-Karten in Deutschland auf 47,5 Millionen steigern. Im Festnetz gewinnen die Düsseldorfer 73.000 neue Kunden hinzu. Vor allem getrieben durch ihr immer schnelleres Kabelglasfasernetz, in dem seit Anfang Oktober 2018 6,6 Millionen neue Gigabit-Anschlüsse entstanden sind. [quote id="285"] „Wir wachsen weiter. Und bauen unsere Netze kontinuierlich weiter aus – für mehr Geschwindigkeit und noch bessere Abdeckung“, so Vodafone CEO Hannes Ametsreiter. „Im Mobilfunk haben wir in den letzten zwölf Monaten das schnelle LTE an zusätzliche 1.500 Masten gebracht. 2019 werden wir die LTE-Ausbaugeschwindigkeit verdoppeln. Im Laufe dieses Jahres geht ab jetzt alle drei Stunden eine neue Vodafone LTE-Station ans Netz. Im Festnetz blicken wir auf einen echten Gigabit-Ausbauschub zurück: In den letzten vier Monaten haben wir mehr Gigabit-Anschlüsse in Deutschland gebaut als alle Glasfaserfirmen in den letzten zehn Jahren zusammen.“ Mobilfunk: 2019 geht alle drei Stunden eine neue LTE-Station ans Netz Im Mobilfunk-Geschäft gewinnt Vodafone im 3. Quartal 165.000 neue Vertragskunden hinzu. Insgesamt kann das Unternehmen die Anzahl seiner SIM-Karten im Netz um 630.000 auf 47,5 Millionen steigern. Der Mobilfunk Service-Umsatz steigt im Vergleich zum Vorjahr um 0,2%. Beim Ausbau seines Mobilfunknetzes kommt Vodafone ebenfalls weiter voran: Immer mehr Kunden haben Zugriff auf das schnelle LTE-Netz. Im vergangenen Jahr haben die Düsseldorfer ihr mobiles Breitbandnetz an 1.550 zusätzlichen Mobilfunkmasten gestartet und für 1,6 Mio. weitere Bürger verfügbar gemacht. In den kommenden zwölf Monaten wird Vodafone die Ausbaugeschwindigkeit im Kampf gegen LTE-Funklöcher noch einmal verdoppeln. 4.000 geplante Bauprojekte werden eine Fläche von 22.000 Quadratkilometern erstmals mit LTE versorgen. Festnetz: 6,6 Millionen neue Gigabit-Anschlüsse in vier Monaten treiben den Gigabit-Index Das Festnetz-Geschäft wächst weiterhin ordentlich. Insgesamt gewinnt Vodafone im 3. Quartal 73.000 neue Kunden hinzu. Der Festnetz Service-Umsatz steigt im Vergleich zum Vorjahr um 2,5%. Der Service-Umsatz im Kabel-Geschäft wächst um 3,8%, im DSL-Geschäft verbessert er sich um 1,3%. Beim Ausbau seines gigabitschnellen Kabelglasfasernetzes kommt Vodafone hervorragend voran. Seit Oktober 2018 konnten die Düsseldorfer 6,6 Millionen neue Gigabit-Anschlüsse ans Netz bringen – und damit mehr als alle Glasfaserfirmen in den letzten zehn Jahren zusammen. Mittlerweile sind schnelle Leitungen in 10 von 13 Bundesländern im Vodafone Ausbaugebiet verfügbar. Damit steigt der Gigabit-Index Deutschland – also die Anzahl aller verfügbaren, gigabitfähigen Festnetzverbindungen – auf mehr als 11,8 Mio. Gigabit-Anschlüsse im Land*. Der Grund für den schnellen Anstieg: Anders als reine Glasfaseranschlüsse benötigt der Gigabit-Ausbau im Kabelglasfasernetz deutlich seltener langwierige Tiefbauarbeiten, sondern lässt sich zumeist per Software-Patch am Glasfaser-Knotenpunkt realisieren. Zwar wandert mit immer mehr Gigabit-Kunden auf Dauer auch immer mehr Glasfaser ins Netz. Doch die Abhängigkeit von weiterhin knappen Tiefbauressourcen ist hier deutlich geringer. Deutscher Gigabit-Index: 2025 mehr Gigabit-Anschlüsse als Haushalte möglich Mit einem schnellen Gigabit-Ausbau per Kabelglasfaser unterstützt Vodafone zugleich das Gigabit 2025 Ziel der Bundesregierung, das nach einer WIK-Studie des Breko allein mit Glasfaser aufgrund mangelnder Tiefbaukapazitäten bis 2025 nur zur Hälfte erreicht werden kann. Anders sieht es in Verbindung mit einem bundesweiten, gigabitschnellen Kabelausbau aus, den die geplante Übernahme von Unitymedia möglich machen will. Mit ihr könnte Vodafone bereits bis 2022 Gigabit-Geschwindigkeiten für zwei Drittel aller deutschen Haushalte liefern. Bis 2025 bekäme Deutschland dann gemeinsam mit dem fortlaufenden Glasfaserausbau mehr Gigabit-Anschlüsse als Haushalte – und damit nicht nur ein wirklich schnelles Netz, sondern zusätzlich auch noch deutlich stärkeren Wettbewerb. Alle Kennzahlen zum 3. Quartal 2018/19 in der Übersicht. *Vodafone: 6,6 Mio., Unitymedia 1,3 Mio., andere: 3,9 Mio. laut aktueller Breko-Studie 2018/ 3,5 Mio. laut VATM-Schätzung für 2018.

Statement / 26.11.2018

Statement zum 5G-Auktionsdesign

Mit dem heute vorgelegten Beschluss der Bundesnetzagentur kommt Deutschland dem geplanten 5G-Leitmarkt nicht näher – im Gegenteil: Der Beschluss schafft Unsicherheit und keine investitionsfreundlichen Bedingungen. Doch gerade die braucht Deutschland für die Einführung von 5G. Wir halten den Beschluss in mehreren Punkten für kontraproduktiv: 1. 5G kommt langsamer in die Fläche Die Regelungen bevorteilen Unternehmen, die überhaupt keine Netze in Deutschland haben oder künftig nur marginal ausbauen. Dabei profitieren Neueinsteiger unter anderem von minimalen Versorgungsauflagen, die es ihnen erlauben, nur in den Ballungsgebieten auszurollen. Das reduziert nicht nur die Einnahmen der bundesweiten Netzbetreiber, die damit weniger Geld für einen möglichst schnellen 5G-Ausbau haben, vor allem auf dem Land. Hinzu kommt: Die Umsätze und Gewinne, die ein Neueinsteiger dann machen wird, wird er eben nicht in Netze auf dem Land investieren. 2. Beschluss voller Unklarheiten und ohne Rechtsgrundlagen Der Beschluss weist nach wie vor zahlreiche Unklarheiten und Lücken auf. Zudem fehlt teilweise die Rechtsgrundlage. Für National Roaming als auch Diensteanbieter-Regelungen gibt es keine Rechtsgrundlagen, auch nicht für ein wie im Beschluss angeführtes Verhandlungsgebot mit Firmen, die keine Netze betreiben oder potentiellen Neueinsteigern. Diese Rechtsgrundlagen setzen voraus, dass ein Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung innehat. Ein solches Unternehmen gibt es im deutschen Mobilfunkmarkt nicht. Im Gegenteil: Deutschland hat drei ungefähr gleich große bundesweite Netzbetreiber und zahlreiche Wiederverkäufer, die allein auf einen Marktanteil von 23% kommen. Der Wettbewerb funktioniert. Einer Zusammenarbeit im Wettbewerb mit anderen Netzbetreibern in bislang unterversorgten Gebieten über lokale Kooperationen/lokales Roaming verschließen wir uns explizit nicht. 3. Ein Verweis auf ein Gesetz, das es noch gar nicht gibt Zudem verweist der Beschluss auf ein Änderungsgesetz zum TKG, das es noch gar nicht gibt. Auch dies birgt massive Unsicherheiten für Unternehmen und ihre Investoren. Dies gilt für die National Roaming Thematik, die offenbar ein Teil der Politik im Gesetz verpflichtend einführen will und die erst recht den rechtlichen Rahmen sprengen würde. Vodafone wird all das jetzt eingehend prüfen und über das weitere Vorgehen entscheiden. Rechtsmittel behalten wir uns weiterhin ausdrücklich vor. Mehr dazu lesen Sie auch in den zuvor veröffentlichten Klartexten von Christoph Clément und Hannes Ametsreiter.

Story / 22.11.2018

Digital-Studie: Deutsche sehen ihr Land abgehängt

Die Wirtschaftswelt befindet sich durch die Digitalisierung in einem Umbruch, der in seiner Wirkmacht und Geschwindigkeit beispiellos ist. Wie schätzen die Menschen auf verschiedenen Kontinenten diese Entwicklung ein? Sehen sie ihr Land dabei auf einem guten Weg? Welche Rolle spielt dabei Bildung – innerhalb und außerhalb des eigenen Unternehmens?  Antworten auf Fragen wie diese gibt die neue Studie des Vodafone Instituts: „The Tech Divide: Industrie und Arbeit“. Sie bildet den zweiten Teil der Technologie-Akzeptanz-Publikationen des Vodafone Instituts, für den das Meinungsforschungsinstitut Ipsos 9.000 Menschen aus neun Ländern und ausgewählte Experten befragte. Es handelt sich hierbei um eine der ersten kontinentübergreifenden Studien zur Akzeptanz von Digitalisierung. Das Resümee aus deutscher Sicht ist hierbei eher ernüchternd: 59 Prozent der Deutschen stimmen der Aussage zu, dass ihr Land bei der Digitalisierung hinterherhinkt – die höchste Quote aller befragten Länder. USA, China und Schweden werden als digitale Elite-Nationen gesehen Am höchsten dagegen wird der Grad der Digitalisierung oder Nutzung neuer Technologien in den USA, China und Schweden bewertet. Eine wichtige Rolle spielen dabei Erfolgsgeschichten bekannter US-Firmen aus dem Silicon Valley oder führender chinesischer Unternehmen. Mit Spotify stellt Schweden eines der wenigen disruptiven Unternehmen der jüngeren Vergangenheit. Auch die umfassende Digitalisierung des Landes seit den späten 90er-Jahren durch die „PC-Reform“ hat ihren Anteil an der positiven Wahrnehmung. In anderen Ländern werden entsprechende Erfolgsgeschichten weniger wahrgenommen. Mehr als 50 Prozent der Befragten in Deutschland, Indien, Bulgarien und Italien geben an, dass ihr Land hinter dem Digitalisierungsgrad anderer Länder zurückbleibt. Indien wird von den befragten Ländern als am wenigsten digitalisiert eingeschätzt – obwohl sich Inder selbst als fortschrittlicher als Europa und China einschätzen.   Weitere wichtige Erkenntnisse der Studie: Eine Mehrheit der Befragten befürchtet, dass es im Zuge der Digitalisierung zum Verlust von Arbeitsplätzen kommt. Diese Sorge ist vor allem in Großbritannien (70 Prozent), Deutschland (65 Prozent) und den USA (66 Prozent) verbreitet, im Gegensatz zu Asien, wo die Digitalisierung in den vergangenen Jahren tatsächlich viele neue Arbeitsplätze geschaffen hat.   Fachkräftemangel wird weltweit als Problem wahrgenommen. Das Ausmaß der Nachfrage ist jedoch je nach Land sehr unterschiedlich: Am stärksten ist der wahrgenommene Mangel in China und Deutschland, wo mehr als 50 Prozent der Befragten angeben, dass es nicht genügend Fachleute im Bereich der Digitalisierung gibt. Diese Einschätzung teilen nur 31 Prozent der Schweden. Bildung gilt als zentraler Schlüssel zur Bewältigung vieler Herausforderungen. Über die Hälfte aller Befragten gibt an, dass die persönlichen digitalen Fähigkeiten ausgebaut werden müssen. Arbeitgeber in Asien stellen ihren Angestellten wesentlich mehr Zeit zur Weiterentwicklung digitaler Fähigkeiten zur Verfügung als Arbeitgeber in Europa und den USA. So können 40 Prozent der Chinesen zwischen einer und fünf Stunden der Arbeitszeit pro Woche zur Weiterbildung nutzen, 23 Prozent sogar mehr als fünf Stunden. In Großbritannien sind es dagegen nur 12 bzw. 5 Prozent. Generell schätzen Europäer ihre Arbeitgeber nicht als digital fortschrittlich ein. Auch die Möglichkeiten der Weiterbildung werden hier als wesentlich geringer wahrgenommen als in den USA, China und Indien. Auch die Bereitschaft, sich in der Freizeit weiterzubilden, ist im asiatischen Raum wesentlich ausgeprägter. Rund 50 Prozent der Befragten in China und Indien sind bereit, zwischen einer und fünf Stunden ihrer Freizeit zur Weiterbildung nutzen, über 20 Prozent sogar noch mehr. Der Anteil in Schweden beispielsweise liegt hier bei lediglich 26 Prozent bzw. 6 Prozent. Zwei Drittel der Befragten gibt an, dass lebenslanges Lernen künftig unverzichtbar sein wird. Online-Kurse sind im asiatischen Raum weiter verbreitet als in den USA und Europa. Über ein Drittel der Befragten in Indien und China nutzt diese Möglichkeit. Dies lässt sich neben der ohnehin größeren Offenheit für neue Technologien in diesen Ländern auch mit der mangelnden Verfügbarkeit von traditionellen Bildungseinrichtungen erklären. Die gesamten Ergebnisse der Digital-Studie sowie den ersten Teil „Menschen und Gesellschaft“ finden Sie auf www.vodafone-institut.de.