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Wenn Roboter für kranke Kinder die Schulbank drücken

Manche „Innovationen“ bringen keine Effizienzgewinne. Und sie machen nicht wettbewerbsfähiger. Diese hier ist eine davon. Sie ist weit weg von alledem – aber dafür ganz nah am Menschen. Sie ist nicht messbar wie so vieles – denn Freude kennt keine Maßeinheit; genauso wenig wie Einsamkeit. Dies ist die Geschichte von Lucas und seinem Freund, dem Roboter, der für ihn die Schulbank drückt. Denn Lucas ist krank.

Lucas hat eine entzündliche Darmerkrankung und muss ständig Medikamente nehmen. Die aber belasten sein Immunsystem. Das bindet ihn an die eigenen vier Wände. Denn die Gefahr, sich mit anderen Krankheiten anzustecken ist aktuell noch zu groß. Deshalb kann Lucas nicht zur Schule gehen. Er kann nicht mit Freunden spielen, am normalen Alltag teilnehmen. Lucas ist isoliert. Wäre da nicht sein Freund, der Roboter.

No isolation: Lucas nutzt den AV1 um trotz Erkrankung am Alltag teilzunehmen. © Vodafone

Lucas Roboter ist ein AV1. Er nennt ihn liebevoll Wall-e. Er ist rucksackgroß, bringt rund ein Kilo auf die Waage. Und wann immer Lucas eigentlich in die Schule muss, ist Wall-e sein Auge, sein Mund und sein Ohr. Sein Botschafter in der Normalität, im Alltag der anderen.

Mein Klassenkamerad der Roboter

Der AV1 hat eine kleine Kamera, ein Mikrofon und Lautsprecher integriert. Er hat keine Arme und keine Beine – aber dafür einen drehbaren Kopf. Alles, was der AV1 sieht und hört, bekommt Lucas auf sein Tablet zu Hause. Seit Behandlungsbeginn sitzt Wall-e auf Lucas Platz in der Schule – und nimmt für ihn am Unterricht teil. Bis zu sechs Stunden hält er ohne Strom durch. Wenn Lucas sich meldet, blinken die Augen seines Roboters. Und wenn Lucas seinem Banknachbarn etwas zuflüstern will, kann er sogar in einen eigenen Flüstermodus schalten.

Ein Roboter und eine SIM-Karte kämpfen gegen die Einsamkeit

Möglich gemacht hat das alles ein norwegisches Start-up. „No Isolation“ hat sich zum Ziel gesetzt, mit seinen kleinen Robotern gegen die Einsamkeit zu kämpfen, von der in Deutschland über zwei Millionen betroffen sind, alte wie junge Menschen. Der kleine Avatar ist speziell für Kinder entwickelt worden, die ans Krankenbett gefesselt sind. Und eine integrierte Vodafone SIM-Karte sorgt dafür, dass Menschen wie Lucas immer und überall mit der Außenwelt kommunizieren können. In Norwegen, Schweden und Großbritannien ist der AV1 bereits in Serie im Einsatz. Gemeinsam wollen Vodafone und No Isolation den digitalen Schulkameraden jetzt auch nach Deutschland bringen. Damit Menschen wie Lucas wieder teilhaben können. Am Alltag und der Gesellschaft der anderen.

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