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In smarten Städten schlauer parken

  • Smart City Forum: digitale Innovationen für Städte am Niederrhein
  • Smart parken: schlaues Parksystem von Vodafone in Dresden im Einsatz
  • Smart vernetzt: Maschinennetz ist Infrastruktur für Smart Cities am Niederrhein

Immer mehr deutsche Städte werden zu Smart Cities. E-Bikes und E-Scooter lassen sich in den Innenstädten per App finden und anmieten. Mülleimer melden städtischen Unternehmen automatisch wenn sie geleert werden müssen. Die Suche nach freien Parkplätzen wird mit intelligenten Sensoren vereinfacht. Wenn Gegenstände per Mobilfunk Daten miteinander austauschen, ist die Rede vom Internet der Dinge. Auch die Städte und Gemeinden entlang des Niederrheins sollen in Kürze von den Möglichkeiten des Internets der Dinge profitieren. Beim Smart City Forum Niederrhein in Mönchengladbach präsentieren Technologie-Konzerne städtischen Vertretern heute die neuesten Innovationen, mit denen Städte entlang des Niederrheins schon jetzt zu Smart Cities werden können. 

„Wir bereiten der Parkplatzsuche mit neuen Technologien ein Ende. Innovationen aus dem Internet der Dinge und das neue Maschinennetz machen aus Städten Smart Cities.”

Michael Reinartz Bereichsleiter Innovationen

Die Parkplatzsuche in Städten dauert mitunter länger als die eigentliche Fahrt zum Ziel. Laut einer Studie von INRIX verbringt ein Mensch in Deutschland durchschnittlich 41 Stunden im Jahr mit der Suche nach einem freien Parkplatz. Das ist nicht nur zeitraubend, sondern verursacht auch unnötigen Lärm und Abgase. Gemeinsam mit dem Nürnberger Start-up Smart City System (SCS) präsentiert Vodafone beim Smart City Forum jetzt eine vernetzte Parkhilfe, um die nervige Suche nach Parkplätzen für Autofahrer digital zu erleichtern. Die Kooperation ist aus dem Start-up Accelerator UPLIFT von Vodafone hervorgegangen. „Wir bereiten der Parkplatzsuche mit neuen Technologien ein Ende. Innovationen aus dem Internet der Dinge und das neue Maschinennetz machen aus Städten Smart Cities. Die Städte am Niederrhein können so noch digitaler werden“, so Michael Reinartz, Innovationchef bei Vodafone Deutschland.

Intelligente Sensoren erkennen freie Parkplätze in der Innenstadt

Bei der smarten Parklösung werden intelligente Sensoren frei von zeitintensiven Montagearbeiten auf den Parkplätzen in den Innenstädten angebracht. Die winzigen Sensoren erkennen mittels elektromagnetischer Messung, ob ein Stellplatz durch ein Fahrzeug belegt ist oder nicht. In den vor Wind und Wetter geschützten Sensoren funken spezielle IoT-SIM Karten von Vodafone. Sie übertragen in Echtzeit per Mobilfunk den jeweils aktuellen Status eines Parkplatzes an eine zentrale Station – zum Beispiel zu einer städtischen Verwaltung. Von hieraus wandern die Informationen aller Parkplätze in eine Cloud. In dieser werden die Daten gesammelt sowie verarbeitet und können auf Wunsch der Städte oder anderer Parkplatzbetreiber direkt mit den Autofahrern geteilt werden.

Neue Technologie in Dresden bereits im Einsatz

Die Stadt Dresden nutzt die smarte Technologie in einem ersten Pilotprojekt im Livebetrieb. Beispielsweise eine Routenplaner-App kann dem Nutzer künftig freie Parkplätze anzeigen und den Autofahrer zielsicher dorthin navigieren. Zuletzt wurde das Gelände der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen mit dem intelligenten Parklotsen vernetzt. Schrittweise soll auch der  Parkraum der Dresdner Innenstadt mit dem Sensorsystem digitalisiert werden. Von der schnelleren Suche nach Parkplätzen können zukünftig auch Betreiber von Supermärkten, Kliniken oder städtischen Unternehmen profitieren. Sie können mit dem vernetzten Sensorsystem die Auslastung ihrer Stellplätze in Echtzeit analysieren und Erweiterungen auf Grundlage fundierter Daten planen.

Vodafone und Smart City Systems vereinfachen die Suche nach freien Parkplätzen. © Vodafone

In Zukunft sollen Autofahrer über die Technologie Parkplätze zusätzlich kurzfristig buchen, reservieren und für bestimmte Zeiträume sogar vermieten können. Beispielsweise dann, wenn der eigene Stellplatz immer nur nachts gebraucht wird. Auch die niederrheinischen Städte könnten in Zukunft von dem intelligenten Parkleitsystem profitieren.

Saubere Innenstädte dank intelligenter Mülleimer

Gemeinsam mit dem Start-up Binando zeigt Vodafone beim Smart City Forum außerdem wie die Innenstädte am Niederrhein künftig dank digitaler Lösungen sauberer werden können. Denn Mülltonnen können dank smarter Sensoren sprechen lernen. Die Sensoren messen den aktuellen Füllstand und melden automatisch einen Alarm an die Zentralen städtischer Unternehmen, wenn eine Mülltonne geleert werden muss. So können ganze Logistik- und Leerungsprozesse optimiert werden.

Maschinennetz funkt großflächig am Niederrhein

Mobilfunkstationen am Niederrhein werden für das neue Maschinennetz aktiviert. © Vodafone

Als Treiber für das Internet der Dinge baut Vodafone in Deutschland aktuell ein Netz speziell für die Vernetzung von Gegenständen. Das neue Maschinennetz (Narrowband IoT) kann Millarden Geräte gleichzeitig vernetzen. Es ist die Infrastruktur für Smart Cities. Denn Mülleimer, Parksensoren oder auch Stromzähler können Daten so besonders verlässlich, kostengünstig und extrem stromsparend per Mobilfunk austauschen. Die Datenübertragung im neuen Maschinennetz benötigt bis zu zehn Mal weniger Strom als im herkömmlichen Mobilfunknetz. Weil das neue Maschinennetz auf besonders tiefen Frequenzen funkt, können Gegenstände an jedem Ort Daten übertragen – sogar tief unter der Erde, in Kellern oder hinter dicken Betonwänden in Parkhäusern. Entlang des Niederrheins ist der Ausbau des Maschinennetzes bereits weit voran geschritten. Rund 25 Städte in der Region haben bereits die Infrastruktur erhalten, um zur Smart City zu werden. Darunter Großstädte wie Düsseldorf und Mönchengladbach, ebenso wie kleinere Gemeinden wie Kleve, Dülmen oder Uedem.

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