Kim Cattrell als Samantha Jones in Sex and the City
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Marvel's M.O.D.O.K.
Anna Fox (Amy Adams) sieht aus einem Fenster mit gelben Vorhängen im Film "The Woman in the Window".
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Sex and the City kommt zurück: Warum das Reboot eine schlechte Idee ist

Ein „Sex and the City”-Reboot ste­ht an: Die HBO-Kult­serie wird mit neuen Fol­gen fort­ge­set­zt. Warum wir entsch­ieden dage­gen sind, obwohl wir die Serie lieben? Wir sagen es Dir. 

Sarah Jes­si­ca Park­er hat die Gerüchte um eine Neuau­flage von Sex and the City bestätigt und erste Details ver­rat­en: „Ich würde es nicht Reboot nen­nen, eher ein Revis­it. Ich würde gerne sehen, wo sie alle jet­zt sind. Ich bin neugierig, die Welt hat sich seit den Fil­men verän­dert… Tech­nolo­gie und Social Media.” Geplant ist offen­bar eine Art abgeschlossene Minis­erie.

Uns gefällt die Idee lei­der über­haupt nicht – und zwar aus fünf guten Grün­den.

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1. Kein SATC ohne Samantha

Sex and the City hat von der Fre­und­schaft zwis­chen Car­rie, Char­lotte, Saman­tha und Miran­da gelebt. Doch wie es aussieht, sind sich die Ladys in Sachen Reboot nicht einig. Kim Cat­trall hat sich ange­blich gegen eine Reunion aus­ge­sprochen – und das ist für uns das erste K.O.-Kriterium.

Saman­tha Jones ist das promiskuitive Gegen­stück zur roman­tis­chen Char­lotte, so erfol­gre­ich, dass sie Anwältin Miran­da lock­er das Wass­er reichen kann, und gle­ichzeit­ig eine ver­lässliche beste Fre­undin für die flat­ter­hafte Car­rie. Saman­tha ist außer­dem die Lustig­ste der vier Damen und unser heim­lich­er Liebling. Sor­ry, aber ohne sie ist die Neuau­flage zum Scheit­ern verurteilt.

2. Das Serienende war ein runder Abschluss

Nach sechs Staffeln ist Sex and the City zu einem run­den Ende gekom­men: Miran­da hat ihre für­sor­gliche Seite ent­deckt und wieder zu Steve gefun­den, Char­lotte und Har­ry beka­men doch noch das Kind, das sie sich so lange gewün­scht haben, Saman­tha kon­nte sich nach ihrer über­stande­nen Erkrankung endlich emo­tion­al auf den (super­heißen) Smith ein­lassen und Car­rie hat erkan­nt, dass sie sich für keinen Mann selb­st ver­lieren will. Und zwar noch bevor sich Mr. Big zu ihr bekan­nt hat. Mit den magis­chen Worten „Du bist die Eine” hat sich in Paris der Kreis geschlossen.

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So hätte das Ende von Sex and the City bleiben sollen, denn es war eigentlich kein Ende, son­dern ein offen­er, neuer Anfang für alle Pro­tag­o­nistin­nen. Lei­der gab es noch zwei Filme, die wir am lieb­sten aus unserem Gedächt­nis stre­ichen wür­den. Dazu gle­ich mehr.

3. Manche Enden bleiben besser offen

Die bei­den Filme, die nach der Serie erschienen sind, haben das eigentlich runde Ende völ­lig ver­wässert. Und wir find­en, dass es manch­mal bess­er ist, wenn man nicht ganz genau weiß, was Jahre nach der let­zten Szene passiert. Dass die alltägliche Langeweile sog­ar Car­rie und den mys­ter­iösen Mr. Big einge­holt hat oder Char­lotte von ihrem Wun­schkind gen­ervt ist, mag real­is­tisch sein… aber wir hät­ten auf diese Infor­ma­tio­nen gut verzicht­en kön­nen.

(Ganz ähn­lich ging es uns übri­gens mit dem „Gilmore Girls”-Revival: Wir hät­ten lieber nicht gewusst, dass die super­schlaue Rory nach ihrem Abschluss in Yale eine erfol­glose Kle­in­stadtredak­teurin wird, die eine Affäre mit ihrem Ex hat und sich neben­bei verse­hentlich von einem Frem­den im Chew­bac­ca-Kostüm schwängern lässt.)

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4. Die Filme waren eine Katastrophe

Während der erste Teil zumin­d­est noch gemis­chte Kri­tiken bekom­men hat, ist sich die Welt über den Katas­tro­phen­sta­tus von Sex and the City 2 weitest­ge­hend einig. Der Mädel­surlaub in Abu Dhabi ist nicht nur geografisch so weit weg vom (titel­geben­den) New-York-Flair der Serie, dass wir uns fra­gen, wie großzügig das Filmteam von der Touris­mus­be­hörde bestochen wurde.

Apro­pos Bestechung: Ja, Labels haben in der Serie schon immer eine Rolle gespielt (Hal­lo, Manolo Blah­nik), aber das Prod­uct-Place­ment in den Fil­men ist außer Kon­trolle ger­at­en. Das führt dazu, dass sie sich anfühlen wie eine Dauer­werbe­sendung.

Für Fort­set­zun­gen hat die Crew um Sarah Jes­si­ca Park­er und Co. also bis­lang kein Händ­chen bewiesen. Und wir bezweifeln, dass es mit dem Reboot bess­er wird.

5. Die Zeiten ändern sich

Als Sex and the City 1998 an den Start ging, war die Serie rev­o­lu­tionär. Mit­tler­weile schockt es aber nie­man­den mehr, wenn sich Frauen im Fernse­hen über Sex­toys, zu kleine (bzw. zu große) Gen­i­tal­ien oder „Tee­beu­tel” unter­hal­ten und dabei ein selb­st­bes­timmtes Leben mit vie­len teuren Schuhen, aber ohne Ehe­mann führen.

Heute wird SATC unter anderem für den viel zu weißen Cast und einen stereo­typen Umgang mit der LGBT-Com­mu­ni­ty kri­tisiert. Was damals unter den gegebe­nen Umstän­den okay war, ist es heute nicht mehr. In der Zwis­chen­zeit gibt es eine neue Gen­er­a­tion von Serien mit starken weib­lichen Haupt­fig­uren, die bess­er zum Zeit­geist passen – zum Beispiel in Lena Dun­hams HBO-Show „Girls”.

Davon abge­se­hen mag Sarah Jes­si­ca Park­er den Gedanken inter­es­sant find­en, ihre Crew in der aktuellen Zeit zu sehen. Wir kön­nen dage­gen auf Car­ries Insta­gram-Account, Char­lotte mit Mom­my-Blog oder Miran­da bei Tin­der verzicht­en.

Wie denkst Du über das Sex-and-the-City-Reboot? Bist Du neugierig? Ver­rate uns Deine Mei­n­ung in den Kom­mentaren.

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