Die besten Horror-Klassiker: Von Blutgier und Schauermärchen

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Die besten Horror-Klassiker: Von Blutgier und Schauermärchen

Entdecke die verschiedenen Facetten des modernen Horror-Kinos. Wir stellen Dir Horror-Klassiker vor, die über die Jahre nichts von ihrem Reiz verloren haben. Gleichzeitig repräsentieren sie verschiedene Spielarten des Horrorfilms. Mal blutrünstig, mal anrüchig und manchmal auch einfach nur charmant. Film ab.

Die ultimative Liste mit Horror-Klassikern wäre unendlich lang. Deshalb haben wir an dieser Stelle Filme kuratiert, die im besten Sinne Stellvertreter sind und manchmal Perlen, die es wiederzuentdecken gilt. Bei GigaTV findest Du übrigens genug Filme, um Dich auch nach Halloween noch zu gruseln. Doch bevor es losgeht, gibt’s hier die Auflösung zu unseren Insta-Filmquiz-Storys.

Gruselfilm

Jessy: Die Treppe in den Tod (1974)
OT: Black Christmas / Silent Night, Evil Night

Titelheldin Jessy (Olivia Hussey) muss sich gegen einen Psychopathen wehren, der Jagd auf junge Frauen macht, indem er sich im Haus seiner Opfer versteckt und seine Ziele mit obszönen Anrufen in den Wahnsinn treibt.

Black Christmas etablierte viele Elemente in puncto Handlung und Inszenierung, die später Standard im Genre wurden. Die subjektive Kamera (aus Sicht des Killers), die Feiertagsthematik und das Motiv des Final Girls. Ja, Jessy – Die Treppe in den Tod ist definitiv ein Horror-Klassiker, der das Sub-Genre des Slasher-Films (englisch: to slash zu Deutsch: aufschlitzen) maßgeblich mitgeprägt hat und dessen Nachwirkungen bis heute spürbar sind.

Wenn Du bei Jessy – Die Treppe in den Tod gerne mitgefiebert hast, kannst Du auch bedenkenlos bei folgenden Titeln zugreifen: Alice Sweet Alice (1976) und Prom Night (1980).

Das Ding aus einer anderen Welt (1982)
OT: The Thing

Jeder kann infiziert sein und jeder der nächste Täter – oder das nächste Opfer. Und alles beginnt mit einem herrenlosen Schlittenhund, der durch die Schneewüste der Antarktis hetzt, verfolgt von einem Hubschrauber und zwei schießwütigen Norwegern. In einer amerikanischen Forschungsstation endet die Jagd – und beginnt das Grauen, als der Hund wenige Stunden später zu einer unbeschreiblichen Monstrosität mutiert. Der außerirdische Organismus kann Lebewesen infizieren, duplizieren und dezimieren. Trauen kann hier keiner mehr irgendwem.

Mit Das Ding aus einer anderen Welt liefert John Carpenter einen Horror-Klassiker ab, dessen praktische Effekte bis heute wirken und dessen Score – Ennio Morricone hat gezaubert – nachhallt. Die klaustrophobische Atmosphäre macht diesen Horror-Klassiker zu einem Meilenstein des Creature-Feature-Films, aber auch zu einem bemerkenswerten Beitrag zum Alien-Invasion-Genre.

Wenn Dir dieser Horror-Streifen gefallen hat, solltest Du auf jeden Fall Die Fürsten der Dunkelheit (1987) und Die Mächte des Wahnsinns (1994) anschauen. Zusammen bilden die drei Filme John Carpenters Apokalyptische Trilogie.


 

Die Nacht der lebenden Toten (1968)
OT: Night of the Living Dead

Eine Gruppe Überlebender verschanzt sich in einem Farmhaus und versucht eine Welle der lebenden Toten zu überleben. Und dabei ist doch der Mensch selbst des Menschen größter Feind.

Von dem Dad of the Dead George A. Romero inszeniert, geschrieben, gefilmt und geschnitten, tritt Night of the Living Dead einen bis heute ungebrochenen Zombie-Kult los. An die Gesellschaftskritik und die inszenatorische Kraft des Originals kommen leider die wenigsten Zombie-Streifen heran. Dieser Horror-Klassiker ist die Wiege des modernen Zombie-Franchises. Zumindest erwähnenswert sind Romeros saftige Fortsetzungen Dawn of the Dead und Day of the Dead.

Suspiria: In den Krallen des Bösen (1977)
OT: Suspiria

Suzy will Tänzerin werden. Ihr Weg führt sie nach Freiburg an eine exklusive Ballettschule. Doch der Schein trügt. Hinter der Fassade der Eliteschule lauern Tod, Okkultismus und schwarze Magie.

Wenn Du noch keine Berührungspunkte mit dem italienischen Horror-Kino hast, ist Suspiria ein idealer Einstieg – von Dario Argento als psychedelischer Fiebertraum inszeniert und mit der Musik der Progressive-Rock-Band Goblin veredelt. Dieser Horror-Klassiker ist exemplarisch für das Italienische Horrorkino, mit seinen unverblümt expliziten Inhalten und dem immer wieder beachtlichen Spagat, zwischen plakativem Schauwert und experimenteller Filmperle.

Suspiria ist Teil der MütterTrilogie, wird mit Inferno (1980) fortgesetzt und The Mother of Tears (2007) beendet. 2018 erscheint ein gleichnamiges Remake mit Dakota Johnson und Tilda Swinton in den Hauptrollen.

Dracula jagt Mini-Mädchen (1972)
OT: Dracula A.D. ’72

In der Gegenwart erweckt Johnny Alucard den Grafen Dracula (Christopher Lee) zu neuem Leben. Lorimar Van Helsing (Peter Cushing) entstammt dem Geschlecht derer, die schon seit Ewigkeiten Jagd auf den Vampirgrafen machen. Sex, Blood and Rock ’n Roll im Swinging-Sixtees-London – und Vampire die sich zu Tode duschen.

Hammer – dieser Name löst bei Fans noch immer Jubel aus. Die britische Filmschmiede prägte mit Christopher Lee für lange Zeit die Figur des noblen und verführerischen Gentleman-Vampirs. Nach fünf gemischt erfolgreichen Dracula-Filmen, wollte man den Stoff hipp machen. Und obgleich von einigen Kritikern sträflich missachtet, ist Dracula jagt Mini-Mädchen ein Horror-Klassiker des Vampirfilms. Vielleicht auch, weil er mit seiner aufgedrängelten Coolness viel von dem prophezeite, was zahlreichen anderen Dracula-Adaptionen auch Jahrzehnte später noch das Genick brechen sollte.

Die Folterkammer des Hexenjägers (1963)
OT: The Haunted Palace

Charles Dexter Ward (Vincent Price) reist nach Arkham, um sein Erbe in Anspruch zu nehmen. Die entstellten Bewohner warnen ihn; wollen ihn und seine Frau vertreiben – das Schloss seines Ahnen gilt als verflucht. Und tatsächlich: je länger Charles in dem Schloss verbleibt, desto mehr nimmt sein Vorfahr Besitz von ihm.

Dieser Horror-Klassiker ist ein wunderbarer Einstieg in gleich vier Bereiche. Zum einen bildet er einen inszenatorischen Höhepunkt des B-Movie-Königs Roger Corman. Des Weiteren wird Edel-Akteur Vincent Price Dich mit dem Charme seiner ganz eigenen Exaltiertheit einfangen. Und auch wenn der Titel auf das gleichnamige Edgar-Allan-Poe-Gedicht The Haunted Palace anspielt, stammt die Story doch von dem damals als Schundliteraten verrufenen H. P. Lovecraft und adaptiert die Geschichte Der Fall des Charles Dexter Ward. Und zuletzt sei Filmkomponist Ronald Stein erwähnt, der zahlreiche Genre-Perlen mit unverwechselbaren Melodien untermalte und mit der Titelmusik zu The Haunted Palace einen kleinen feinen Ohrwurm arrangiert hat.

Und mit diesem wollen wir unsere kleine Schauermär von Horror-Klassikern beenden.

Horror-Klassiker auf GigaTV und Vodafone Select

Weitere Horror-Klassiker findest Du im Aktionszeitraum vom 25. Oktober bis zum 5. November auch auf GigaTV und Vodafone Select. Unter anderem Halloween: Die Nacht des Grauens, Winchester: Das Haus der Verdammten oder Ghost Stories. Natürlich dürfen auch Filmperlen wie Crimson Peak, Shining, Stephen King’s Es oder Conjuring.

Welcher Horror-Klassiker entzückt Dich noch immer? Wir gruseln uns mit Dir in den Kommentaren!

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