Usnavi (Anthony Ramos) und Vanessa (Melissa Barrera) tanzen gemeinsam vor der Nachbarschaft im Musical-Film "In the Heights".
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In The Heights in der featured-Filmkritik: Nueva York in bunt und lebensfroh

Hin­ter dem Musi­cal-Film „In The Heights” steckt nie­mand Gerin­geres als Lin-Manuel Miran­da, den Du vielle­icht durch das welt­berühmte Musi­cal „Hamil­ton“ kennst. Ob sich der Gute-Laune-Film im Kino lohnt, erfährst Du in der fea­tured-Filmkri­tik zu In The Heights.

In Deutsch­land ist In The Heights seit dem 22. Juli auf der Lein­wand zu sehen. Bunte Szene­r­ien, Musik zum Mitwip­pen und aus­ge­feilte Chore­ografien bringt der Film in jedem Fall mit. Ob das aber für den Kino­gang aus­re­icht, ver­rat­en wir Dir in unser­er Filmkri­tik.

Den Film kannst Du Dir übri­gens ab dem 23. August auch auf Voda­fone GigaTV strea­men! Mit GigaTV greif­st Du auf Free-TV, Pay-TV und sog­ar Stream­ing­di­en­ste wie Net­flix zu und kannst Sendun­gen auf Wun­sch aufnehmen. Falls Du von diesem Ange­bot noch nicht gehört hast, schau am besten hier bei unser­er Über­sicht vor­bei – dort find­est Du alle Infos.

In The Heights: Handlung und Charaktere des Musical-Streifens

Usnavi (Antho­ny Ramos) lebt in Wash­ing­ton Heights, einem Teil von Man­hat­tan, der vor allem von Men­schen mit his­panis­chem Migra­tionsh­in­ter­grund bewohnt wird. Dort betreibt er einen kleinen Laden und küm­mert sich um seine Freund:innen und Nachbar:innen aus der Gegend. Usnavi träumt aber größer: Er möchte im Lot­to gewin­nen, um dann in sein­er Heimat, der Dominikanis­chen Repub­lik, eine kleine Strand­bar zu eröff­nen. Aber nicht nur er träumt von Verän­derung. Seine Jugend­fre­undin Nina (Leslie Grace) kehrt nach einem Jahr an ein­er Eli­te­u­ni­ver­sität nach Wash­ing­ton Heights zurück – mit einem anderen Plan als dem, den sich ihre Eltern für sie gewün­scht haben. Neben Usnavi und Nina träumt die gesamte Nach­barschaft von mehr Gerechtigkeit und ein­er besseren Zukun­ft.

Benny (Corew Hawkins) und Nina (Leslie Grace) auf einem Balkon im Stadtteil Washington Heights im Musical-Film "In The Heights".

Das Musical In The Heights: Lebensfreude und Sehnsüchte

Musik und Texte dieses Streifens stam­men von Lin-Manuel Miran­da, den Du vielle­icht bere­its für sein welt­berühmtes Musi­cal Hamil­ton (2015) kennst. Das Musi­cal In The Heights (2005) ent­stand zehn Jahre vor Hamil­ton und ist das erste aus Miran­das Fed­er, das eine Fil­madap­tion erhält. In knal­li­gen Far­ben und mit viel Lebens­freude erzählt Regis­seur Jon M. Chu, bekan­nt für die Komödie Crazy Rich, eine Geschichte von Sehn­sucht, Träu­men und Äng­sten. Authen­tisch wird sie allein dadurch, dass Miran­da selb­st in Wash­ing­ton Heights aufgewach­sen ist. Der Film In The Heights ist eine Liebe­serk­lärung an diese Nach­barschaft, die manch­mal allerd­ings etwas zu glattge­zo­gen wirkt.

Bunter als das Leben

Direkt zu Beginn, wenn Usnavi an einem Strand die Geschichte von In The Heights mit den schw­er­tra­gen­den Worten „Es war ein­mal…“ ein­leit­et und einen Beat klopft, tauchst Du in die Welt von Wash­ing­ton Heights ein. Charak­tere wer­den einge­führt, Sit­u­a­tio­nen besun­gen, es wird ger­appt und Du wirst ein­ge­laden, die bunte Welt ein­fach auf Dich wirken zu lassen. Wenn bunte Stoff­bah­nen im Takt über ganze Häuserzüge gewor­fen wer­den, ist das nett anzuse­hen. Auch die Chore­ografien sind toll. Spätestens ab Mitte des Films wirkt das allerd­ings deut­lich zu insze­niert. Die einzel­nen Geschicht­en der Men­schen, die von ihren Äng­sten erzählen, gehen unter. Etwas zu plump und zu hip kommt In The Heights an manchen Eck­en daher.

Nur wenig gesellschaftskritische Töne

Prob­lematiken wie die Gen­tri­fizierung oder die Ausweisung der soge­nan­nten Dream­ers spricht der Film sel­ten an. Dream­ers ist die Beze­ich­nung für Ein­wan­der­er, die als Kinder mit ihren Eltern ille­gal in die USA kamen und das Recht haben, für zwei Jahre in den Staat­en zu leben, zur Schule zu gehen und zu arbeit­en – In The Heights bleibt lieber an der Ober­fläche und insze­niert den gle­ich­nami­gen Bezirk als Schutzhafen. Das ist zwar alles schön und gut, ein wenig Tief­gang wäre wün­schenswert gewe­sen. Ger­ade ein wenig mehr Kon­trast hätte dem Streifen gut­ge­tan.

Ein Musical-Film für den kurzzeitigen Laune-Boost

Die Musi­cal­num­mern, die in In The Heights im Fokus ste­hen, sind groß, bunt und fröh­lich. Sie laden zum Mitwip­pen im Kinoses­sel ein und zaubern Dir oft ein Lächeln ins Gesicht. Lebens­froh und wirk­lich großar­tig insze­niert lenken sie geschickt davon ab, dass sowohl Charak­tere als auch die Geschichte deut­lich zu platt und stereo­typ ger­at­en sind. Wenn Du aber Lust auf fast zweiein­halb Stun­den Gute-Laune-Feel­ing hast, wirst Du mit In The Heights viel Spaß haben. Nicht zulet­zt durch die gelun­gene Musik und die wun­der­schön in Szene geset­zten Chore­ografien.

In The Heights

Genre: Musi­cal-Ver­fil­mung
Bun­desstart: 22. Juli
Laufzeit: 143 Minuten
FSK: ab 6 Jahren freigegeben
Regie: Jon M. Chu
Drehbuch: Quiara Ale­gría Hudes, Lin-Manuel Miran­da

Musi­cal-Ver­fil­mungen machen Dir gute Laune? Erzäh­le uns in den Kom­mentaren, welch­er Film Dich beson­ders zum Mitsin­gen bringt.

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